Systemfunktion
Allgemeine Funktionsweise
Die Innenraum-Zentraleinheit übernimmt und unterstützt folgende Funktionen:
- Schlüsselloses Zugangssystem, unterteilt in drei Bereiche: Zugang, Schutz und Start.
- Klimaanlage, unterteilt in drei Bereiche: Bedienerwahl, Kältekreislauf und Heizung.
- Wischen, unterteilt in zwei Bereiche: Wischersteuerung und Wischerleistung.
- Beleuchtung, unterteilt in zwei Bereiche: Lichtsteuerung und Lichtleistung.
- Reifendruck-Kontrollsystem (behandelt in Kapitel 35B).
Die Diagnose der Innenraum-Zentraleinheit erfolgt mit dem Diagnosegerät.
1 Die Funktion SCHLÜSSELLOSES ZUGANGSSYSTEM wird als Unterfunktion beschrieben (Erläuterung siehe Kapitel Schlüsselloses Zugangssystem).
1.a. Zugang
1.a.1. Zugang ohne Keyless-Funktion:
Die Anforderung zum Verriegeln oder Entriegeln erfolgt über einen Funkaustausch (Senden mit 433 oder 315 MHz durch Drücken der Taste am Funkschlüssel und Empfang durch die in der Innenraum-Zentraleinheit integrierte Antenne).
Die entsprechenden Zustände können über die Zustände ET045 „HF-Rahmen empfangen“, ET066 „Tastendruck Funkschlüssel empfangen“, ET067 „Tastendruck Funkschlüssel erkannt“ sowie durch Betätigen der Taste der Zentralverriegelung ET044 „Taste ZV“ oder mit dem Diagnosegerät angezeigt werden.
Die Heckklappe kann allein durch Tastendruck am Funkschlüssel verriegelt oder entriegelt werden.
Die Verriegelung wird durch 2-maliges Blinken der Blinker angezeigt.
Die Entriegelung wird durch 1-maliges Blinken der Blinker angezeigt.
Eine Anforderung zum Öffnen der Heckklappe und, sofern das Fahrzeug damit ausgestattet ist, der Heckscheibe kann über die Zustände ET061 "Anforderung Heckklappe öffnen" und ET062 "Anforderung Heckscheibe öffnen" angezeigt werden.
Die Ursache der letzten Verriegelung und Entriegelung kann über die Zustände ET068 "Quelle letzte Verriegelung" und ET069 "Quelle letzte Entriegelung" angezeigt werden.
Die Anzahl der für dieses Fahrzeug angelernten Badges kann über den Parameter PR013 "Anzahl angelernter Badges" geprüft werden (maximal 4).
Art und Zuordnung des Badges zum Fahrzeug können mit dem spezifischen Befehl SC005 "Badge-Prüfung" geprüft werden. Ein oder mehrere Badges können mit dem spezifischen Befehl SC006 "Badge-Zuordnung" zugeordnet werden.
- Die Verriegelung bei eingeschalteter Zündung ist mit dem Badge nicht möglich.
- Die Verriegelung ist nicht möglich, wenn die Innenraum-Zentraleinheit eine der Türen oder die Heckklappe als geöffnet erkennt.
Die von der Innenraum-Zentraleinheit als geöffnet oder geschlossen erkannten Zustände der Türen können über die Zustände ET053 "Fahrertür", ET042 "Beifahrertür", ET051 "Hintertür links", ET052 "Hintertür rechts", ET050 "Heckklappe" und, sofern das Fahrzeug damit ausgestattet ist, ET041 "Öffnende Heckscheibe" angezeigt werden.
Hinweis: Die einwandfreie Funktion der Türkontakte ist wichtig, da sie das Aufwecken der Innenraum-Zentraleinheit ermöglichen.
Nach der Entriegelung schaltet das Öffnen einer Tür die zeitverzögerte Stromversorgung ein, was an der Beleuchtung des Zündschalters und des Armaturenbretts erkennbar ist.
Die Kontrollleuchte der Zentralverriegelungstaste leuchtet nach einer Verriegelung und erlischt etwa eine Minute nach dem Ausschalten der Zündung. Andernfalls erlischt die Leuchte nach einer Entriegelung.
Die Funktion der Beleuchtung der Zentralverriegelungstaste kann mit dem Befehl AC020 "Kontrollleuchte ZV-Taste" geprüft werden.
Die Verriegelung kann durch die Innenraum-Zentraleinheit erfolgen:
- durch automatische Nachverriegelung (30 Sekunden nach einer Entriegelung, auf die kein Öffnen einer Tür oder der Heckklappe folgt).
Die Aktivierung oder Deaktivierung der automatischen Nachverriegelung kann mit dem Konfigurationslesen LC012 "Automatische Nachverriegelung" geprüft und mit der Konfiguration CF018 "Automatische Nachverriegelung" geändert werden.
- durch automatische Verriegelung während der Fahrt (Funktion CAR: Das Fahrzeug verriegelt sich, sobald die Geschwindigkeitsinformation über etwa 8 km/h steigt).
Die Aktivierung oder Deaktivierung der Funktion CAR kann über den Zustand ET043 "Freigabe CAR-Funktion durch ZV" geprüft werden.
Die Funktion CAR wird bei laufendem Motor durch etwa 5 Sekunden langes Drücken der Zentralverriegelungstaste ein- oder ausgeschaltet. Die Übernahme wird durch ein akustisches Signal angezeigt.
ACHTUNG:
Wird die Zentralverriegelungstaste bei ausgeschaltetem Motor etwa 5 Sekunden lang gedrückt, verriegelt sich das Fahrzeug (unabhängig vom Zustand der Öffnungen) selbstständig, sobald die Innenraum-Zentraleinheit alle Türen und die Heckklappe als geschlossen erkennt.
Hinweis: Die Entriegelung kann durch die Innenraum-Zentraleinheit erfolgen, wenn das Airbag-Steuergerät einen Aufprall erkannt hat oder ausgefallen ist (nicht im Multiplexnetz erkannt, interner Fehler usw.). Siehe Kapitel 88C.
Je nach Einsatzland des Fahrzeugs kann die Verriegelung/Entriegelung nur bestimmter Türen über das Konfigurationslesen LC029 "Selektive Öffnung der Türen" geprüft und über die Konfiguration CF036 "Selektive Öffnung der Türen" eingestellt werden.
Funktion und Stromversorgung der Schlossmotoren durch die Innenraum-Zentraleinheit und das Badge über die Badge-Ablage.
Funktion und Stromversorgung der Schlossmotoren durch die Innenraum-Zentraleinheit können mit den Stellgliedbefehlen AC004 "Verriegelung Türen", AC005 "Entriegelung Türen" und AC006 "Entriegelung Fahrer" geprüft werden.
1.a.2. Zugang mit Keyless-Funktion:
Die Funktion ist identisch mit dem "Zugang ohne Keyless-Funktion", jedoch mit einem anderen Badge, und ermöglicht zusätzlich das Entriegeln und Verriegeln ohne Betätigung des Badges.
Die Entriegelung erfolgt durch Anwesenheitserkennung über optische Sensoren in den Türgriffen (außer Heckklappe, dort durch Tastendruck am Schalter) und ein erkanntes, dem Fahrzeug zugeordnetes Badge, nachdem die Außenantennen es abgefragt haben.
Hinweis: Nur die Heckklappe wird entriegelt, wenn die Entriegelung über Tastendruck am Schalter zum Öffnen der Heckklappe angefordert wird.
Die Verriegelung erfolgt durch Drücken der Verriegelungstasten an den Türgriffen und im Logo der Heckklappe und ein erkanntes, dem Fahrzeug zugeordnetes Badge, nachdem die Außenantennen es abgefragt haben.
Die Konfiguration der Innenraum-Zentraleinheit mit Keyless-Funktion kann mit dem Konfigurationslesen LC001 "Keyless" geprüft und mit der Konfiguration CF010 "Keyless" geändert werden.
Prinzip des Datenaustauschs zwischen Badge und Antennen:
Die Antennen senden (mit 125 kHz) nach Erkennung durch einen Anwesenheitssensor oder Betätigung einer der Türtasten, um festzustellen, ob sich ein Badge in den nur von den Außenantennen abgedeckten Bereichen befindet, bei ausgeschalteter Zündung und ohne Badge im Badge-Leser.
Das Badge antwortet der Innenraum-Zentraleinheit direkt (mit 433 oder 315 MHz), wenn es vom Typ MEGANE II ist, vom Typ Keyless und für dieses Fahrzeug angelernt wurde.
Sind alle Bedingungen erfüllt, kann das Fahrzeug verriegelt oder entriegelt werden.
Hinweis: Wird das Badge von den Innen- und Außenantennen erkannt, haben die Innenantennen Vorrang, und die Verriegelung oder Entriegelung per Keyless-Funktion funktioniert nicht.
Es ist jedoch möglich, ein Badge im Fahrzeug zu lassen und das Fahrzeug mit einem anderen Badge zu verriegeln.
Das Innenraum-Steuergerät verwaltet die Stromversorgung und den Hochfrequenz-Datenaustausch mit dem Schlüssel sowie den äußeren Sendeantennen.
Der Datenaustausch zwischen dem Schlüssel bei Nutzung der schlüssellosen Zugangsfunktion (Keyless Entry) und dem Innenraum-Steuergerät kann über den Zustand ET045 "HF-Telegramm empfangen" angezeigt werden.
Das Innenraum-Steuergerät empfängt den Verriegelungswunsch als Masseschluss, wenn die Verriegelungstasten an den Türgriffen und am Heckklappengriff (Taste im Piktogramm) betätigt werden.
Die Verriegelungswünsche können über die Zustände ET058 "Verriegelungstaste am Türgriff fahrerseitig", ET059 "Verriegelungstaste am Türgriff beifahrerseitig" und ET060 "Verriegelungstaste Heckklappe" angezeigt werden.
Das Innenraum-Steuergerät versorgt die optischen Türsensoren mit Strom und überwacht deren Zustand.
Die Stromversorgung der Sensoren kann über den Zustand ET054 "Optische Sensoren versorgt" angezeigt werden.
Die Funktion der Sensoren kann über die Zustände ET055 "Optischer Sensor Fahrer vorne", ET056 "Optischer Sensor Fahrer hinten" und ET057 "Sensor Beifahrer vorne/hinten" angezeigt werden.
Die Verbindung der optischen Sensoren ist durch einen Schalter im Türgriff ergänzt. Dieser Schalter arbeitet mit Masseschluss, sobald der Griff gezogen wird. Er weckt das Innenraum-Steuergerät auf oder ersetzt einen defekten Sensor und setzt den Zustand des Sensors auf AKTIV, genau wie bei einer Anwesenheitserkennung.
Hinweis: Nach 72 Stunden ohne Nutzung des Fahrzeugs gehen die optischen Sensoren in den Ruhemodus.
Das Verriegeln erfolgt, wenn die Zündung ausgeschaltet ist und sich kein Schlüssel im Schlüsselleser befindet, durch Betätigen der Tasten an den Türgriffen (bzw. der Taste im Piktogramm an der Heckklappe), sofern ein fahrzeugeigener Schlüssel erkannt wird. Dies geschieht ausschließlich über die äußeren Antennen.
Zur Überprüfung der Antennenfunktion: Den Stellglied-Test AC037 "Diagnose der Sendeantennen" verwenden. Nach der Aktivierung den Fehlerspeicher auslesen.
Erkennt das Innenraum-Steuergerät den Ausfall einer oder mehrerer Antennen, werden Fehler im Antennenstromkreis angezeigt.
Hinweis: Dieser Test erkennt Leitungsunterbrechungen und Kurzschlüsse gegen +12 V der inneren und äußeren Antennen, nicht jedoch Kurzschlüsse gegen Masse.
Die Abdeckungsbereiche der Antennen können mit den Stellglied-Tests AC032 "Test äußere Antennen fahrerseitig", AC033 "Test äußere Antennen beifahrerseitig", AC034 "Test äußere Antenne Heckklappe" und ET036 "Test innere Antennen" (Unterfunktion "Schutz") überprüft werden.
Hinweis: Mit diesen Tests wird der Abdeckungsbereich der Antennen für die Schlüsselerkennung überprüft.
Sobald der Schlüssel erkannt wird, blinkt die Anzeige des Schlüssellesers.
Mit diesen Tests lässt sich das Vorhandensein eines schlüssellosen Zugangsschlüssels beim Mégane II feststellen, auch wenn dieser nicht zum Fahrzeug gehört.
Bei einem Masseschluss vergrößert sich der Abdeckungsbereich.
Aus diesem Grund müssen auch die inneren Antennen überprüft werden: Bei einem Masseschluss können sie die äußeren Antennen des Fahrzeugs überlagern und das Senden der äußeren Antennen unwirksam machen.
1.a.3. Elektrische Kindersicherung (falls das Fahrzeug damit ausgestattet ist): Das Innenraum-Steuergerät steuert die Türschlösser der hinteren Türen, sodass diese nicht über die inneren Türgriffe geöffnet werden können, und deaktiviert die Funktion der Fensterheberschalter an den hinteren Türen.
Die Schalterzustände und die Aktivierung der elektrischen Kindersicherung können über die Zustände ET089 "Taste elektrische Kindersicherung" und ET086 "Elektrische Kindersicherung", über das Konfigurationsauslesen LC026 "Elektrische Kindersicherung" und über die Konfiguration CF033 "Elektrische Kindersicherung" angezeigt werden.
Die Funktion der Kontrollleuchte an der Kindersicherungstaste kann mit dem Stellglied-Test AC029 "Kontrollleuchte Kindersicherung" überprüft werden.
1.a.4. Superverriegelung (falls das Fahrzeug damit ausgestattet ist und die Konfiguration "AVEC" eingestellt ist): Das Innenraum-Steuergerät steuert die Türschlösser so, dass das Entriegeln über die inneren Türgriffe nicht möglich ist.
Die Aktivierung der Superverriegelung wird durch 2 Blinkzeichen, gefolgt von 3 Blinkzeichen der Blinker beim Schließen der Öffnungen angezeigt.
Der Auslöser der letzten Aktivierung oder Deaktivierung der Superverriegelung kann über die Zustände ET088 "Quelle Aktivierung Superverriegelung" und ET090 "Quelle Deaktivierung Superverriegelung", über das Konfigurationsauslesen LC003 "Superverriegelung" und über die Konfiguration CF009 "Superverriegelung" angezeigt werden.
1.a.5. Steuerung der Öffnungen (falls das Fahrzeug mit sequenziellen Fensterhebern und Schiebedach ausgestattet ist): Das Innenraum-Steuergerät gibt die Fensterheber und das Schiebedach in der Ausführung mit Impuls-Fensterhebern frei.
Die Impuls-Fensterheber werden durch ein Steuergerät in den Türen gesteuert.
Die Aktivierung oder Deaktivierung der sequenziellen Funktion kann über den Zustand ET087 "Freigabe Impuls-Fensterheber" angezeigt werden.
Zur Aktivierung der Impulsfunktion kann der Stellglied-Test AC025 "Freigabe Impuls-Fensterheber" verwendet werden.
Hinweis: Dieser Test aktiviert nur die Impulsfunktion (durch Masseschluss), er kann sie nicht deaktivieren.
1.b. Schutz
Das Innenraum-Steuergerät verwaltet gemeinsam mit anderen Steuergeräten den Diebstahlschutz des Fahrzeugs.
Die Betätigungen des Startschalters müssen unbedingt vom Innenraum-Steuergerät erfasst werden, da sie die Anforderung zur Deaktivierung des Diebstahlschutzes auslösen.
Die Betätigungen des Startschalters über den Zustand ET070 "Startschalter" anzeigen.
Besonderheit der Wegfahrsperren-Kontrollleuchte: Bei ausgeschalteter Zündung blinkt die Leuchte, um anzuzeigen, dass das Fahrzeug geschützt ist.
Beim Einschalten der Zündung (Klemme 15) leuchtet die Kontrollleuchte 3 Sekunden lang dauerhaft und erlischt dann; das Fahrzeug ist entriegelt.
Wenn die Wegfahrsperre nicht deaktiviert wurde, leuchtet die Kontrollleuchte dauerhaft.
Die Funktion der Kontrollleuchte mit dem Stellglied AC003 "Kontrollleuchte Wegfahrsperre" prüfen.
Besonderheit der Beleuchtung des Badge-Lesers: Der Badge-Leser leuchtet nach dem Aufwecken der Innenraum-Zentraleinheit (UCH) auf.
Wenn der Badge nicht erkannt und anerkannt wird, blinkt der Badge-Leser.
Die Funktion der Beleuchtung des Badge-Lesers mit dem Stellglied AC024 "Beleuchtung Badge-Leser" prüfen.
Hinweis: Wenn der Badge nicht erkannt und anerkannt wird, zeigt das Armaturenbrett eine Meldung an.
Besonderheit der Beleuchtung des Startschalters: Der Startschalter leuchtet nach dem Aufwecken der Innenraum-Zentraleinheit (UCH) auf und erlischt bei laufendem Motor oder beim Übergang der Innenraum-Zentraleinheit (UCH) in den Ruhezustand. Bei eingeschaltetem Außenlicht leuchtet er wieder auf oder wird heller bzw. dunkler.
Die Funktion der Beleuchtung des Startschalters mit dem Stellglied AC026 "Beleuchtung Startschalter" prüfen.
Das Fahrzeug wird in folgender Reihenfolge entriegelt: Erkennung des Badges durch die Innenraum-Zentraleinheit (UCH): Nach Betätigen des Startschalters fragt die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) den Badge über den Badge-Leser ab (Badge im Leser, der Datenaustausch erfolgt bei Badge und Leser mit 433 oder 315 MHz).
Das Wegfahrsperrsystem wird durch ein RENAULT-Badge-Erkennungssystem mit zufällig wechselndem Code gesteuert. In jedem RENAULT-Badge des Fahrzeugs ist eine unabhängige codierte Elektronik (batterielos arbeitend) integriert, die unabhängig von der Fernbedienungsfunktion oder der Keyless-Go-Funktion ist.
Bei Keyless-Go wird der Badge (mit 433 oder 315 MHz) über die Innenantennen (mit 125 kHz) abgefragt, außer bei geöffneter Heckklappe oder defekter Badge-Batterie; in diesem Fall muss der Badge in den Badge-Leser gelegt werden.
Mit der Konfigurationsabfrage LC001 "Keyless-Go" und der Konfiguration CF010 "Keyless-Go" prüfen, ob das Fahrzeug korrekt für die Keyless-Go-Funktion konfiguriert ist.
Solange der Badge nicht als vorhanden und zu diesem Fahrzeug passend erkannt wird, bleibt das Fahrzeug gesperrt.
Sobald der Badge erkannt wurde, gibt die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) den Zugang zur Versorgungs- und Verbraucherebene frei.
Beim Ausschalten der Zündung sind, wenn der Badge nicht als vorhanden erkannt wird, zwei Betätigungen des Startschalters erforderlich, und die Versorgungs- und Verbraucherebene ist nicht zugänglich.
Die Zustände des Datenaustauschs zwischen Badge und Innenraum-Zentraleinheit (UCH) können angezeigt werden:
- ET116 "Badge-Code empfangen" und ET117 "Badge-Code gültig", Badge im Leser.
- ET045 "HF-Telegramm empfangen": Badge wird im Keyless-Go-Betrieb von den Innenantennen erkannt.
Die Funktion der Antennen kann mit den Stellgliedansteuerungen geprüft werden:
- AC037 "Diagnose der Sendeantennen"; nach Aktivierung den Fehlerspeicher auslesen.
Bei einem von der Innenraum-Zentraleinheit (UCH) erkannten Ausfall einer oder mehrerer Antennen werden die Fehler des Antennenkreises angezeigt.
Hinweis: Dieser Befehl prüft die Außen- und Innenantennen, erkennt jedoch keine Masseschlüsse.
- AC036 "Test der Innenantennen"
Hinweis: Mit diesen Befehlen wird der von den Antennen für die Badge-Erkennung abgedeckte Bereich geprüft.
Sobald der Badge erkannt wird, blinkt der Badge-Leser.
Mit diesen Befehlen kann ein Keyless-Go-Badge für Mégane II erkannt werden, auch wenn er nicht zu diesem Fahrzeug gehört.
Das Lenksäulenschloss:
Die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) kommuniziert über das Multiplexnetz mit dem Lenksäulenschloss.
Das Lenksäulenschloss ist dauerhaft codiert und muss diesem Fahrzeug zugeordnet sein.
Wenn das Schloss zu diesem Fahrzeug gehört, fordert die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) eine Entriegelung an.
Das Schloss meldet der Innenraum-Zentraleinheit (UCH) seinen entriegelten Zustand (sofern nicht defekt).
Sobald das Schloss als entriegelt erkannt wurde, fordert die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) das Schutz- und Schaltgerät auf, Klemme 15 zu schalten.
Hinweis: Wenn sich das Schloss nicht entriegelt oder nicht mit der Innenraum-Zentraleinheit (UCH) kommuniziert, kann das Schutz- und Schaltgerät keine Klemme 15 ausgeben, und die Kontrollleuchte der Wegfahrsperre leuchtet dauerhaft.
Das Lenkschloss kann nicht verriegelt werden, wenn die Geschwindigkeitsinformation größer als 0 km/h ist, wenn die Codierleitung noch mit +12 V versorgt wird oder wenn Fehler im Airbag-Steuergerät vorliegen.
- ET119 "Anforderung UCH an Lenksäulenschloss", ET071 "Lenksäulenschloss unkodiert",
- ET072 "Lenksäulenschloss" und ET073 "Information Sensor Lenksäulenschloss"
Wegfahrsperre:
Bei Klemme 15 vergleichen die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) und das Motorsteuergerät den Wegfahrsperrencode und prüfen, ob er zu diesem Fahrzeug passt.
Bei einem Fehlschlag verhindert das Motorsteuergerät jeden Start.
Die Deaktivierung der Wegfahrsperre kann mit dem Status ET046 "Wegfahrsperre" geprüft werden.
Nach dem Ausschalten der Zündung wird die Wegfahrsperre wieder aktiv, sobald der Badge aus dem Leser entnommen wird.
Bei Keyless-Go-Betrieb wird die Wegfahrsperre etwa 10 Sekunden nach dem Ausschalten der Zündung wieder aktiv.
Das Motorsteuergerät wird unkodiert geliefert, siehe Kapitel Einspritzung: 13B oder 17B.
Bei einem Fehler siehe Fehlerbehandlung DF002 "Lenksäulenschloss", DF014 "Badge-Leser-Kreis", DF005 "Badge".
1.c. Start
Die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) steuert den Start gemeinsam mit anderen Steuergeräten.
Die Startfunktion kann nur gewährleistet werden, wenn das Fahrzeug vollständig entriegelt werden kann.
Erzwungenes Einschalten von Klemme 15 zur Bestätigung der Entriegelung des Fahrzeugs. Startbedingungen: Nach Betätigen des Startschalters prüft die Innenraum-Zentraleinheit (UCH) das Vorhandensein des Badges und die Startbedingungen.
- ET070 "Startschalter".
Bei Schaltgetriebe:
- ET047 „Stellung Bremspedal“ BETÄTIGT.
Schalthebel in Neutralstellung durch das Schutz- und Schaltgerät erkannt.
oder
- ET048 „Stellung Kupplungspedal“ BETÄTIGT.
Mit Automatikgetriebe:
- ET047 „Stellung Bremspedal“ BETÄTIGT.
- ET108 „Stellung Wählhebel Automatikgetriebe“ P oder N.
Die Übertragung der Startanforderung vom Innenraum-Zentralsteuergerät kann über den Zustand ET110 „Anforderung UCH an UPC oder Einspritzung“ angezeigt werden.
Außerdem die Plausibilität des Motorzustands über die Zustände ET092 „Motor steht“, ET094 „Motor wird geschleppt“, ET091 „Motor läuft“ und ET093 „Motor abgewürgt“ prüfen.
Bei einem Fehler siehe Fehlerbehandlung: DF003 „Stromkreis Kupplungsschalter“, DF004 „Stromkreis Bremslichtschalter“.
2 Die Funktion WISCHEN wird in der Teilfunktion beschrieben
2.a. Wischersteuerung
Das Innenraum-Zentralsteuergerät empfängt die Anforderung des Fahrers über den Wischerhebel.
Vorderer Scheibenwischer: Das Innenraum-Zentralsteuergerät fordert über das CAN-Netz vom Schutz- und Schaltgerät die Stromversorgung des vorderen Scheibenwischers an.
Die Parkstellung wird vom Schutz- und Schaltgerät gesteuert.
Der Hebel hat vier Stellungen (Ruhe, Intervallbetrieb, Stufe 1 und Stufe 2) sowie einen Intervallregler, mit dem im Intervallbetrieb die Pause zwischen den Wischvorgängen verändert werden kann.
Besonderheit: Ist der vordere Scheibenwischer in Stufe 2 und das Fahrzeug steht, schaltet das System auf Stufe 1 um.
Ist der vordere Scheibenwischer in Stufe 1 und das Fahrzeug steht, schaltet das System auf Intervallbetrieb um.
Die Anforderungen des Wischerhebels an das Innenraum-Zentralsteuergerät können über die Zustände ET077 „Stellung Wischerhebel“ und ET096 „Stellung Intervallregler Scheibenwischer“ angezeigt werden.
Ist das Fahrzeug mit einem Regensensor ausgestattet, siehe Erläuterung „Besonderheit Regen- und Lichtsensor“.
Heckscheibenwischer: Der Intervallbetrieb und die Stromversorgung des Heckscheibenwischers werden vom Innenraum-Zentralsteuergerät gesteuert.
Vorderer Scheibenwischer nicht in Ruheposition:
- Der Heckscheibenwischer wird aktiviert, sobald der Rückwärtsgang eingelegt wird.
- Bei hoher Geschwindigkeit läuft der Heckscheibenwischer bis 80 km/h durchgehend und wird danach um 3 Sekunden verzögert.
Die Zustände zum Betrieb des Heckscheibenwischers können über die Zustände ET080 „Anforderung Heckscheibenwischer“, ET097 „Parkstopp Heckscheibenwischer“ und ET109 „Rückwärtsgang eingelegt“ oder ET108 „Stellung Wählhebel Automatikgetriebe“, über die Lesekonfiguration LC019 „Verwaltung Parkstopp Heckscheibenwischer“ und die Konfiguration CF025 „Verwaltung Parkstopp Heckscheibenwischer“ angezeigt werden.
Scheibenwaschanlage:
Die Scheibenwaschanlage für vorne und hinten wird direkt über den Wischerhebel über eine Kabelverbindung gesteuert.
Diese Verbindungen sind bis zum Innenraum-Zentralsteuergerät doppelt geführt, um das Wischen und eine Zustandsabfrage zu ermöglichen.
ET078 „Anforderung Scheibenwaschanlage vorne“, ET079 „Anforderung Scheibenwaschanlage hinten“.
Besonderheit der Scheinwerferreinigungsanlage
Bei Fahrzeugen mit Xenonlampen wird die Scheinwerferreinigungsanlage nur bei eingeschaltetem Licht gleichzeitig mit der Scheibenwaschanlage vorne angesteuert.
Das Innenraum-Zentralsteuergerät sendet den Befehl über eine Kabelverbindung an die beiden Relais der Scheinwerferreinigungsanlage, die sich unterhalb des Schutz- und Schaltgeräts befinden.
Wichtig: Kann das Innenraum-Zentralsteuergerät die Stellung des Hebels nicht ermitteln oder das Schutz- und Schaltgerät nicht über die Stellung des Hebels informieren, aktiviert das Schutz- und Schaltgerät den vorderen Scheibenwischer in Stufe 1 (Notbetrieb).
2.b. Wischerleistung
Das Innenraum-Zentralsteuergerät steuert die Leistung des Heckscheibenwischers und der Scheinwerferreinigungsanlage, sofern das Fahrzeug damit ausgestattet ist.
Ihre Funktion kann mit den Aktuatortests AC007 „Heckscheibenwischer“, AC030 „Relais Scheinwerferreinigung 1“ und AC031 „Relais Scheinwerferreinigung 2“ geprüft werden.

3 Die Funktion BELEUCHTUNG wird in der Teilfunktion beschrieben
3.a. Lichtsteuerung
Das Innenraum-Zentralsteuergerät empfängt die Anforderung des Fahrers vom Lichtschalter, von der Warnblinktaste und, sofern das Fahrzeug damit ausgestattet ist, vom Helligkeitssensor.
Das Innenraum-Zentralsteuergerät fordert über das Multiplexnetz vom Schutz- und Schaltgerät die Stromversorgung der Standlicht-, Abblendlicht-, Fernlicht- und vorderen Nebelscheinwerfer an.
Bei Fahrzeugen mit Xenonlampen versorgt das Schutz- und Schaltgerät die Steuergeräte der Xenonlampen.
Das Abblendlicht bleibt beim Einschalten des Fernlichts eingeschaltet.
Folgende Zustände werden angezeigt:
ET081 „Stellung Lichtschalter“,
ET082 „Anforderung Nebelschlussleuchte“,
ET085 „Warnblinktaste“,
ET083 „Anforderung Blinker links“,
ET084 „Anforderung Blinker rechts“.
Ist das Fahrzeug mit einem Helligkeitssensor ausgestattet, siehe Erläuterung „Besonderheit Regen- und Lichtsensor“.
Hinweis:
Kann das Innenraum-Zentralsteuergerät die Stellung des Lichtschalters nicht ermitteln oder das Schutz- und Schaltgerät nicht über die Stellung informieren, aktiviert das Schutz- und Schaltgerät das Abblendlicht.
3.b. Lichtleistung
Das Innenraum-Zentralsteuergerät steuert die Stromversorgung der hinteren Nebelschlussleuchte (nur eine), der Blinker und der Innenbeleuchtung (Deckenleuchten und Fußraum-/Ablagebeleuchtung).
Die Anforderung der Innenbeleuchtung kann über den Zustand ET112 „Steuerung Innenbeleuchtung“ angezeigt werden.
Die Funktion der vom Innenraum-Zentralsteuergerät versorgten Beleuchtungen kann mit den Aktuatortests AC009 „Nebelschlussleuchte hinten“, AC022 „Blinker links“, AC023 „Blinker rechts“, AC021 „Einschalten Deckenleuchte“ und AC027 „Fußraum-/Ablagebeleuchtung“ geprüft werden.

BESONDERHEIT REGEN- UND LICHTSENSOR (sofern das Fahrzeug damit ausgestattet ist).
Der Regen- und Lichtsensor ist ein einziger Sensor, der über eine einzige Leitung mit dem Innenraum-Zentralsteuergerät verbunden ist. Dieser Sensor ist an der Windschutzscheibe angebracht.
Der Regensensor ermöglicht das automatische Einschalten des vorderen Scheibenwischers und die Steuerung der Wischgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Wassermenge auf der Windschutzscheibe.
Der Sensor wird aktiviert, indem der Wischerhebel in die Stellung Intervall gebracht wird.
Der automatische Betrieb durch den Regensensor wird nach dem Ausschalten der Zündung deaktiviert.
Um den Betrieb beim nächsten Einschalten der Zündung wieder zu aktivieren, den Wischerhebel zunächst in die Stellung Ruhe und anschließend in die Stellung Intervall bringen.
Bei einem Fahrzeug mit Regensensor wird der hintere Scheibenwischer eingeschaltet, wenn die automatische Erkennung aktiviert ist, es nicht regnet und der Rückwärtsgang eingelegt ist.
Hinweis: Die Stellung „Auto“ am Wischerhebel nimmt bei Fahrzeugen ohne Regensensor den Platz der Intervallstufe ein. Der Ring dient in diesem Fall zur Einstellung der Empfindlichkeit des Regensensors.
Anstelle des Zustands ET096 den Zustand ET118 „Position Ring Empfindlichkeit Regensensor“ verwenden.
Die Funktion des Regensensors kann mithilfe des Zustands ET114 „Anforderung Scheibenwischer durch Regensensor“ und der Konfigurationsabfrage LC006 „Regensensor“ überprüft werden. Die Konfiguration kann mithilfe des Befehls CF012 „Regensensor“ geändert werden.
Der Lichtsensor ermöglicht das automatische Einschalten der Positionsleuchten und des Abblendlichts, sobald sich das Fahrzeug an einem dunklen Ort befindet (Tunnel, Nacht, dunkle Wetterbedingungen usw.).
Der Zustand des Lichtsensors kann mithilfe von ET115 „Anforderung Lichteinschaltung durch Lichtsensor“ und der Konfigurationsabfrage LC007 „Lichtsensor“ überprüft werden. Die Konfiguration kann mithilfe des Befehls CF013 „Lichtsensor“ geändert werden.

4 Die Funktion KLIMAANLAGE wird in einer Unterfunktion beschrieben
Der Klimatisierungstyp kann mithilfe der Konfigurationsabfrage LC013 „Klimatisierungstyp“ überprüft und mithilfe des Befehls CF019 „Klimatisierungstyp“ konfiguriert werden.
4.a. Benutzerauswahl (nur bei nicht geregelter Klimaanlage)
Die Innenraum-Zentraleinheit empfängt vom Klimabedienteil über Kabelverbindung die Anforderung der Klimaanlage und der elektrischen Heckscheibenheizung sowie die Information über den Betrieb des Innenraumgebläses.
Die Innenraum-Zentraleinheit sendet die Anforderung an die Schutz- und Schaltbox, um die elektrische Heckscheibenheizung einzuschalten.
Die Innenraum-Zentraleinheit sendet die Anforderung an die Einspritzung, um den Klimakompressor einzuschalten.
Folgende Zustände können abgefragt werden:
- ET029 „Taste Klimatisierung“,
- ET028 „Taste Heckscheibenheizung“,
- ET015 „Innenraumgebläse“.
Die Funktion der Kontrollleuchten der Tasten für Klimaanforderung und elektrische Heckscheibenheizung kann mithilfe der Stellglied-Befehle AC015 „Kontrollleuchte Taste Klimatisierung“ und AC019 „Kontrollleuchte Heckscheibenheizung“ überprüft werden.
4.b. Heizung
Die Innenraum-Zentraleinheit steuert die Innenraum-Heizwiderstände (RCH) über Leistungsrelais in Abhängigkeit von der Anforderung der Innenraumbelüftung, der Motorkühlmitteltemperatur, der Außentemperatur, dem Energiehaushalt, der Motorlast und bei der Cabrio-Version davon, ob das Verdeck geöffnet ist.
Die von der Innenraum-Zentraleinheit erzeugten Zustände können abgefragt werden:
- PR001 „Batteriespannung“,
- PR002 „Außentemperatur“,
- ET015 „Innenraumgebläse“ nur bei nicht geregelter Klimaanlage,
- ET017 „Benötigte Anzahl RCH“,
- ET018 „Von Lichtmaschine zugelassene Anzahl RCH“, Ladegrad der Lichtmaschine,
- ET019 „Von Einspritzung zugelassene Anzahl RCH“,
- ET020 „Angesteuerte Anzahl RCH“
- ET021 „Ansteuerung RCH 1“,
- ET022 „Ansteuerung RCH 2“,
- ET031 „Anforderung erhöhte Leerlaufdrehzahl für RCH“,
- ET091 „Motor läuft“,
- ET025 „Schiebedach“ nur Cabrio-Version,
- ET026 „Heckscheibenheizung“.
Relais 1 steuert einen Block Innenraum-Heizwiderstände, bestehend aus einem Widerstand.
Relais 2 steuert einen Block Innenraum-Heizwiderstände, bestehend aus zwei Widerständen.
Die Funktion der Innenraum-Heizwiderstände kann mithilfe der Stellglied-Befehle AC016 „Relais RCH 1“ und AC017 „Relais RCH 2“ überprüft werden.

Die Konfigurationsabfrage LC027 „Verfügbare Zusatzheizleistung“ kann abgefragt werden.
4.c. Kältekreis
Die Innenraum-Zentraleinheit fordert über das Multiplexnetz das Einschalten des Kompressors bei der Einspritzung an, in Abhängigkeit von der Außentemperatur, der Information über die Aktivierung des Innenraumgebläses und davon, ob der Motor läuft.
Die folgenden Zustände und Parameter können abgefragt werden: ET030 „Anforderung Klimatisierung 2“, ET091 „Motor läuft“, ET015 „Innenraumgebläse“ und PR002 „Außentemperatur“.

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Ein kurzes Quiz zum Renault Megane: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.