Systemfunktion
1. FUNKTIONSWEISE DES SYSTEMS
Aufbau
Das Einspritzsystem besteht aus:
- Potentiometer Fahrpedalstellung
- Schalter Fahrpedal
- OT-Sensor
- Sensor Luftdruck
- Lufttemperatursensor
- Wassertemperatursensor
- Drucksensor Klimamittel
- Lambdasonde vor dem Katalysator
- Lambdasonde nach dem Katalysator
- Bedienteil Geschwindigkeitsregler
- Lenkradbedienung
- Ein-/Ausschalter Geschwindigkeitsregler
- Bremslichtschalter
- Aktivkohlebehälter
- Einspritzsteuergerät
- Sensor Nockenwellenversteller
- Nockenwellenversteller
- motorisiertes Drosselklappengehäuse
- 4 Einspritzventile
- 4 Stabzündspulen
Steuergerät
Steuergerät mit 128 Pins der Marke SAGEM, Typ „S3000“, FLASH EEPROM, steuert Einspritzung und Zündung.
Multipoint-Einspritzung im Sequenzbetrieb.
Verbindungen zu den anderen Steuergeräten:
- UPC
- UCH
- UCE BVA
Wegfahrsperre
Die Wegfahrsperre wird vom Steuergerät UCH und vom Motorsteuergerät verwaltet.
Vor jeder Kundenanforderung (Chip-Karte + Tastendruck) tauschen das Motorsteuergerät und das Steuergerät UCH CAN-Authentifizierungsrahmen aus, die über die Freigabe des Motorstarts entscheiden.
Bei mehr als 5 aufeinanderfolgenden fehlgeschlagenen Authentifizierungsversuchen geht das Motorsteuergerät in den Schutzmodus (Anti-Scanning) und versucht nicht mehr, das Steuergerät UCH zu authentifizieren. Es verlässt diesen Modus nur, wenn folgende Abfolge eingehalten wird:
- die Zündung bleibt mindestens 60 Sekunden eingeschaltet, danach
- wird die Meldung unterbrochen, und wenn
- die Nachlaufzeit des Einspritzsteuergeräts eingehalten wird (diese Dauer hängt von der Motortemperatur ab).
Danach ist genau ein Authentifizierungsversuch zulässig. Bei einem erneuten Fehlschlag ist die oben beschriebene Abfolge unbedingt zu wiederholen.
Falls sich das Motorsteuergerät weiterhin nicht entriegelt, die Techline kontaktieren.
Stoß erkannt
Wenn das Einspritzsteuergerät einen Stoß gespeichert hat, die Zündung 10 Sekunden lang ausschalten und danach wieder einschalten, damit der Motor gestartet werden kann. Anschließend die Fehler löschen.
Nockenwellenversteller
Das Einspritzsteuergerät steuert einen Nockenwellenversteller, dessen Ausführung je nach Motorisierung unterschiedlich ist:
Motor K4J
Kein Nockenwellenversteller.
Motor F4R
Einlassnockenwellenversteller, gesteuert durch ein Magnetventil, das vom Einspritzsteuergerät ein- und ausgeschaltet wird.
Motor K4M
Einlassnockenwellenversteller, stufenlos verstellbar von 0 bis 43° Kurbelwelle, gesteuert durch ein Magnetventil, das vom Einspritzsteuergerät mit einem variablen Tastverhältnis (RCO, rapport cyclique d'ouverture) angesteuert wird.
WICHTIG
Bei Schweißarbeiten am Fahrzeug das Motorsteuergerät abklemmen.
2. BETRIEBSSICHERHEIT
Aufleuchten der Warnleuchten
Das Einspritzsystem S3000 steuert das Aufleuchten von drei Warnleuchten und die Ausgabe von Warnmeldungen je nach Schwere der erkannten Fehler, um den Kunden zu informieren und die Diagnose zu lenken.
Das Einspritzsteuergerät steuert das Aufleuchten und die Ausgabe der Kontrollleuchten und Warnmeldungen im Armaturenbrett. Diese Leuchten leuchten während der Startphase sowie bei einem Einspritzfehler oder einer Motorüberhitzung auf.
Die Anforderungen zum Aufleuchten der Warnleuchten werden über das Multiplexnetz an das Armaturenbrett übermittelt.
Prinzip des Leuchtens der Kontrollleuchten
Während der Startphase (Drücken der Taste „START“) leuchtet die Leuchte „OBD“ (On Board Diagnostic) etwa 3 Sekunden lang und erlischt dann.
Bei einem Einspritzfehler (Schwere 1) erscheint die Meldung „EINSPRITZUNG PRÜFEN“, gefolgt vom Aufleuchten der Warnleuchte „SERVICE“. Dies bedeutet eingeschränkten Betrieb und ein begrenztes Sicherheitsniveau.
Der Benutzer muss die Reparatur so schnell wie möglich durchführen lassen.
Betroffene Elemente:
- motorisiertes Drosselklappengehäuse
- Potentiometer Fahrpedal
- Saugrohrdrucksensor
- Steuergerät
- Versorgung der Aktoren
- Versorgung des Steuergeräts
Bei einem schweren Einspritzfehler (Schwere 2) erscheinen das rote Motorsymbol und die Anzeige „STOP“ (nur bei Matrixanzeige), mit der Meldung „MOTOR ÜBERHITZT“, gefolgt vom Aufleuchten der Warnleuchte „STOP“ und einem akustischen Signal. In diesem Fall ist das Fahrzeug sofort anzuhalten.
Wenn ein Fehler erkannt wird, der übermäßige Abgasverschmutzung verursacht, leuchtet die orange OBD-Leuchte mit Motorsymbol auf:
- blinkend bei einem Fehler, der die Zerstörung des Katalysators verursachen kann (zerstörerische Verbrennungsaussetzer). In diesem Fall ist das Fahrzeug sofort anzuhalten.
- dauerhaft leuchtend bei Nichteinhaltung der Abgasnormen (schadstoffreiche Verbrennungsaussetzer, Katalysatorfehler, Lambdasondenfehler, Unstimmigkeit zwischen den Lambdasonden oder Fehler des Aktivkohlebehälters).
Kilometerzähler bei Fehlerbetrieb
Dieser Parameter zählt die Kilometer, die mit einer der Einspritz-Fehlerleuchten gefahren wurden: Fehlerleuchte Schwere 1 (gelb), Leuchte Motorüberhitzung oder OBD-Leuchte.
Dieser Zähler kann über das Diagnosegerät auf 0 zurückgesetzt werden.
Notlaufbetrieb
Motorisiertes Drosselklappengehäuse
Im Notlaufmodus kann das motorisierte Drosselklappengehäuse 6 verschiedene Zustände annehmen.
Zustand 0
Die Drosselklappenöffnung liegt unter der Position „Notlaufstellung“. Die Drosselklappe wird nicht mehr angesteuert und befindet sich automatisch in der „Notlaufstellung“. ESP, Abstandsregeltempomat, Geschwindigkeitsregler/-begrenzer und Automatikgetriebe sind deaktiviert.
Zustand 1
Die Öffnung der Drosselklappe wird nicht mehr geregelt. Die Drehzahl wird durch Einspritzunterbrechung begrenzt.
Zustand 2
Der Notlaufmodus ist mit einer Rekonstruktion des Pedalsollwerts verbunden (konstanter Pedalsollwert in Abhängigkeit vom Getriebegang).
Zustand 3
Der zugehörige Notlaufmodus ist eine Begrenzung der Drosselklappenöffnung. Der maximale Öffnungsgrenzwert des Drosselklappengehäuses führt zu einer Geschwindigkeit unter 90 km/h.
Zustand 4
Das Steuergerät berücksichtigt die Drehmomentanforderungen von ESP, Abstandsregeltempomat, Geschwindigkeitsregler/-begrenzer und Automatikgetriebe nicht mehr.
Dieser Notlaufmodus wird durch eine Störung des Steuergeräts oder durch einen Fehler am Saugrohrdrucksensor bzw. am Ladedrucksensor ausgelöst.
Die Systeme ESP, Abstandsregeltempomat und Geschwindigkeitsregler/-begrenzer werden deaktiviert. Das Automatikgetriebe befindet sich im "Notprogramm".
Zustand 5
Das Ladedruckregelventil funktioniert nicht mehr.
Nockenwellenversteller
Im Notlaufmodus kann der Nockenwellenversteller zwei unterschiedliche Zustände annehmen.
Zustand 1
Dieser Notlaufmodus umfasst alle Störungen, die die Positionsmessung des Nockenwellenverstellers betreffen. Der Nockenwellenversteller wird in den unteren Anschlag gesteuert und der Nockenwinkelwert wird auf 0 gesetzt.
Störung Zahnsignal.
Plausibilitätsprüfung Zahn-/Nockenwellensignal.
Zustand 2
Dieser Notlaufmodus umfasst alle Störungen des Nockenwellenverstellers (Riemenscheibe und Magnetventil). Der Nockenwellenversteller wird in den unteren Anschlag gesteuert.
Elektrische Prüfung des Magnetventils.
Prüfung der Position des Nockenwellenverstellers.
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