Antriebskette erstmals nach 1 000 km (600 Meilen, 2 Monate) und danach alle 6 000 km (4 000 Meilen, 12 Monate) prüfenAntriebskette optisch prüfen
Getriebe in Leerlauf schalten, Motorrad mit einem Wagenheber abstützen und das Hinterrad langsam von Hand drehen.
Die Antriebskette optisch auf die folgenden möglichen Mängel prüfen. Bei Mängeln muss die Antriebskette erneuert werden. Siehe „Antriebskette erneuern“ in Abschnitt 3a.
Lose Bolzen
beschädigte Rollen
trockene oder verrostete Glieder
geknickte oder klemmende Glieder
übermäßiger Verschleiß
falsche Kettenspannung
Fehlende O-Ring-Dichtungen
Hinweis
Beim Erneuern der Antriebskette immer Antriebskette und Ritzel als Satz erneuern.
O-Ring-Dichtung, Fett
Kettenlängenprüfung der Antriebskette
Achsmutter (1) lösen.
Die linke und rechte Kettenspanner-Kontermutter (2) lösen.
Die Antriebskette durch Drehen beider Kettenspannerschrauben (3) vollständig spannen.
21 Bolzen (20 Teilungen) an der Kette abzählen und den Abstand zwischen den beiden Punkten messen. Überschreitet der Abstand die Verschleißgrenze, muss die Kette ersetzt werden.
Antriebskette 20-Teilungen-Länge Verschleißgrenze: 319,4 mm (12,57 in)
Nach Abschluss der Prüfung der Kettenlänge das Kettenspiel der Antriebskette einstellen.
Einstellung des Kettendurchhangs der Antriebskette
Das Motorrad mit einem Wagenheber abstützen.
Achsmutter (1) lösen.
Die linke und rechte Kettenspanner-Kontermutter (2) lösen.
Beide Kettenspannerschrauben (3) lösen oder anziehen, bis in der Mitte der Kette zwischen Motor- und Hinterradritzel ein Spiel „a“ von 20 – 30 mm (0,8 – 1,2 in) vorhanden ist, wie in der Abbildung gezeigt.
Vorsicht
Die Referenzmarken „a“ auf beiden Seiten der Schwinge und die Kante jedes Kettenspanners müssen fluchten, damit Vorder- und Hinterrad korrekt ausgerichtet sind.