Aqua Premium Touch-Up-System
Definition:
- Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3-
Produktbeschreibung
Um einen optisch einwandfreien Farbübergang im Übergangsbereich oder an angrenzenden Teilen zu erzielen, z. B. Kotflügel oder Tür.
Verarbeitungshinweise
Untergrund
Geeignete Untergründe:
- Grundierte und gespachtelte Flächen (Zweikomponenten-HS-Füller)
- Intakter Altlack
- Mit Zweikomponenten-Kunststoffspachtel -LKF 696 009 A2-/-LKF 696 040 A2- isolierte Untergründe auf Kunststoffoberflächen
- Siehe Sonderanweisungen. Siehe → Anchor.
Vorbehandlung der Untergründe:
- Werkseitige oder alte Lackierung bzw. Zweikomponenten-HS-Füller gründlich mit Silikonentferner -LVM 020 000 A5- oder Silikonentferner, Long -LVM 020 100 A5- reinigen.

- Trocken mit Exzenterschleifer, Körnung P500, und Absaugung schleifen oder nass mit wasserfestem Schleifpapier P800-1000 schleifen.

- Angrenzenden Bereich bzw. angrenzendes Teil um die Reparaturstelle gründlich mit einem Ultrafein-Schleifpad P1000-3000 anschleifen. Sind Wulste, Kanten oder Griffmulden vorhanden, vorab mit einem Schleifpad schleifen.

- Vor der Nacharbeit einen geeigneten Reiniger verwenden, um eine saubere und rückstandsfreie Oberfläche sicherzustellen.
- Restlichen Silikonentferner mit einem fusselfreien Tuch abwischen, ohne Schlieren zu hinterlassen.

- Nassgeschliffene und gereinigte Flächen vollständig trocknen lassen.
Bei Verwendung einer Staubabsaugung Tücher der neuesten Generation mit wirksamer, leicht haftender Rezeptur verwenden, um das Risiko von chemischen Rückständen oder Klebstoffrückständen zu minimieren (zum Beispiel Staubtuch -VAS6177-).
Besondere Hinweise
- Durchgeschliffene Stellen müssen mit Einkomponenten-Haftgrund -LVM 044 007 A2-/-LVM 044 171 A2- isoliert werden. Die durchgeschliffenen Stellen sollten nicht größer als 5,0 cm im Durchmesser sein.
- Bei Verwendung des Zweikomponenten-HS-Füllers müssen blanke Stellen mit Zweikomponenten-Haftgrund -LHV 043 000 A2- oder Einkomponenten-Haftgrund -LVM 044 007 A2-/-LVM 044 171 A2- isoliert werden.

Verarbeitung/Reparaturablauf
Ausbesserungslackierung an der Innenseite, z. B. Seitenbauteil:
- Untergrund vorbehandeln → Haftvermittler.

- In jedem Ausbesserungsbereich um die Reparaturstelle 1 bis 2 vollflächige Spritzgänge des Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- mit normalem Druck aufspritzen.

- Den ersten Spritzgang des angepassten wasserbasierten Basislacks bis zum Rand des nassen Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- auf die Reparaturstelle aufspritzen. Unmittelbar danach den halben Effekt- bzw. Finish-Spritzgang aus einiger Entfernung auf das nasse Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- aufspritzen.

Hinweis
Dabei ist darauf zu achten, dass der Ausbesserungsbereich größer bzw. breiter als der Reparaturbereich ist und dass er auf dem noch nassen Touch-Up-Additiv für Aqua Premium -LVM 035 100 A3- liegt.
- Nach dem Ablüften einen Zweikomponenten-HS-Klarlack über die gesamte Reparaturfläche aufspritzen.

Hinweis
- Während der Verarbeitung des wasserbasierten Aqua premium Basislacks bleibt der Materialfluss bzw. Abzug der Spritzpistole vollständig geöffnet.
- Der Spritzdruck für den Effekt-Spritzauftrag kann je nach Größe des Bauteils zwischen 1,5 und 2,0 bar liegen.
Ausbessern von Bagatellschäden, z. B. clever repair.
- Untergrund vorbehandeln → Haftvermittler.
Hinweis
Die Reparatur-/Spachtelfläche sollte so klein wie möglich gehalten werden.
Möglichkeit „a“:
- Bei den meisten Farbtönen den angepassten wasserbasierten Basislack verwenden.
Möglichkeit „b“ (empfohlen für Farben mit hohem Metallanteil):
- Den wasserbasierten Basislack Aqua premium im Verhältnis 1:1 mit Touch-Up-Additiv für Aqua Premium -LVM 035 100 A3- + 10 % Flop Control -LWM 085 386 A2- mischen (Additiv für Aqua Premium -LVM 035 200/301 ...- ist nicht erforderlich).
- Das Aqua premium Messstäbchen für clever repair verwenden, um das Mischverhältnis einzustellen.

- Je nach Farbton und Deckvermögen 3 bis 5 Spritzgänge dieser Mischung mit reduziertem Druck (0,8-1,5 bar) auf die Reparaturstelle bzw. den Auslaufbereich aufspritzen.
Hinweis
Darauf achten, dass jeder Spritzgang etwas weiter versetzt aufgetragen, abgelüftet und mattiert wird. Die Trocknungszeit kann durch „Anblasen“ verkürzt werden.

- Nach einer ausreichenden Endablüftzeit mit Zweikomponenten-HS-Klarlack überlackieren.

Ausbessern von Dreischichtlackierungen:
- Untergrund vorbehandeln → Haftvermittler.

- Den auf 5 % Aqua Premium Härter -LVM 045 000 A1- und 10 % Additive For Aqua Premium -LVM 035 200 A3/LVM 035 300 ...- für Unifarben bzw. 20 % Additive For Aqua Premium -LVM 035 200 A3/LVM 035 300 ...- für Effektfarben angepassten Grundfarbton bis zur Deckkraft auf die Reparaturstelle und den angrenzenden Ausbesserungsbereich aufspritzen.

Hinweis
- Probelackierung auf Blech wird empfohlen.
- Den Aqua-Premium-Messfächer für 3-Schicht-Farben verwenden, um das Mischungsverhältnis anzupassen.
- Trocknungszeiten beachten.

- Auf jeden Basislack-Auslaufbereich bzw. angrenzendes Bauteil 1 bis 2 vollflächige Spritzgänge des Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- mit normalem Druck aufspritzen.
- Vom Auslaufbereich zum Reparaturbereich hin auftragen. Das heißt, den ersten Effektfarben-Spritzgang im Auslaufbereich auf das Touch-Up-Additiv für Aqua Premium -LVM 035 100 A3- auftragen („nass in nass“).
- Anschließend die nächste Effektfarbschicht nahe der Reparaturstelle aufspritzen.
- Für einige Effektfarben sind 2–3 weitere Spritzgänge notwendig, um den gewünschten optischen Effekt zu erzielen. In der Regel Spritzgänge „nass in nass“ und ohne Zwischenablüftung auftragen.
Hinweis
- Beginnend mit dem ersten Spritzauftrag wird empfohlen, die nachfolgenden Spritzaufträge für Reparaturbereich bzw. Basislack ausgehend von der äußersten Ausbesserungsstelle zu verlaufen. Daher sollten die nachfolgenden Spritzaufträge immer innerhalb des vorherigen Spritzauftrags liegen, um sichtbare Konturen bzw. Schatten zu vermeiden.
- Zur besseren Beurteilung wird empfohlen, vor jedem Spritzgang eine Probespritzung auf Blech durchzuführen.

- Nach dem Ablüften einen Zweikomponenten-HS-Klarlack über die gesamte Reparaturfläche aufspritzen.
Hinweis
- Während der Verarbeitung des wasserbasierten Aqua premium Basislacks bleibt der Materialfluss bzw. Abzug der Spritzpistole vollständig geöffnet.
- Der Spritzdruck für den Effekt-Spritzauftrag kann je nach Größe des Bauteils zwischen 1,5 und 2,0 bar liegen.
- Für eine effiziente Ablüftung und Trocknung werden stationäre Gebläse oder forcierte Trocknung (z. B. Ofentrocknung) empfohlen.
Verwendung der Produkte
- Die Spritzgeräte sollten für wasserlösliche Produkte geeignet sein; siehe Herstellerangaben.
- Die Mischlacke dieser Decklackserie dürfen nur innerhalb der Farbtonrezepturen verwendet werden. Bei der Verarbeitung einzelner Mischlacke allein sind erhebliche Abweichungen von den Angaben in der Verarbeitungsanleitung möglich.

Reinigung der Werkzeuge
- Vor und nach dem Gebrauch mit Aquaplus Reinstwasser -LVW 010 000 A5- spülen. Anschließend mit Nitrocellulose-Verdünnung -LVE 856 000 A3- nachspülen.
Entsorgung
- Flüssige Abfälle von wasserlöslichen Produkten getrennt von Flüssigabfällen konventioneller Produkte sammeln. Beim Vermischen der Materialien ist eine Entsorgung unter Umständen nicht mehr möglich, was aufwendig und teuer ist.
Gesundheitsschutz
- Beim Verwenden wasserlöslicher Produkte eine Atemschutzmaske tragen.
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