Antriebsstrang

Prüfung und Verifizierung

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Bestimmte Achsgeräusche oder -vibrationen treten auch bei Motor, Getriebe, Radlagern, Reifen und anderen Teilen des Fahrzeugs auf. Daher unbedingt sicherstellen, dass die Ursache des Problems in der Achse liegt, bevor die Achse zerlegt, eingestellt oder repariert wird. Bestimmte Vibrationssymptome der Antriebswelle treten auch am Front-Nebenaggregateantrieb (FEAD), am Motor, am Getriebe oder an den Reifen auf. Sicherstellen, dass die Ursache des Problems tatsächlich die Antriebswelle ist, bevor eine Antriebswelle repariert oder eine neue eingebaut wird. Bestimmte Symptome können durch Traction-Lok-Differentiale (4026) verursacht werden. Auf dem Fahrzeug-Zulassungsaufkleber und dem Achs-Kennschild nachsehen, um den Differentialtyp zu bestimmen.

Akzeptable Geräuschentwicklung

HINWEIS: Ein Zahnradgetriebe erzeugt ein gewisses Maß an Geräuschen. Einige Geräusche sind akzeptabel und bei bestimmten Geschwindigkeiten oder unter verschiedenen Fahrbedingungen hörbar, etwa auf einer frisch asphaltierten Straße.

Leichte Geräusche beeinträchtigen die Funktion der Achse nicht und gelten als normal.

Bei der Traction-Lok-Differentialachse gilt ein leichtes Rattern bei langsamen Kurvenfahrten nach längerer Autobahnfahrt als akzeptabel; es hat keinen nachteiligen Einfluss auf die Funktion der Sperre.

Prüfung des Kreuzgelenks (Kardangelenk)

Fahrzeug auf eine Rahmenhebebühne stellen und die Antriebswelle (4602) von Hand drehen. Auf unrunden Lauf oder festsitzende Kreuzgelenke prüfen. Ein neues Kreuzgelenk einbauen, wenn Anzeichen von Festsitzen, übermäßigem Verschleiß oder falschem Sitz vorliegen.

Analyse von Undichtigkeiten

Den undichten Bereich ausreichend reinigen, um die genaue Ursache zu erkennen. Eine Achsundichtigkeit kann durch folgende Ursachen entstehen:

  • Ölstand der Achse ist zu hoch.
  • Verschlissene oder beschädigte Achswellendichtungen oder Differentialdichtungen.
  • Differentialgehäuse ist gerissen.
  • Sitz des Flanschjochs ist verschlissen oder beschädigt.
  • Ritzelflansch ist verkratzt oder beschädigt.
  • Achsdeckel ist nicht abgedichtet.
  • Entlüftung ist verstopft.

Achse bei Bedarf instand setzen. Sicherstellen, dass das Achsöl den korrekten Stand hat. Siehe Spezifikationen in diesem Abschnitt.

Achsentlüftung

HINWEIS: Lässt sich eine verstopfte Entlüftung nicht reinigen, eine neue einbauen.

Eine verstopfte Entlüftung führt durch Druckaufbau im Inneren zu übermäßigem Verschleiß der Dichtlippe. Tritt eine Undichtigkeit auf, die Entlüftung prüfen. Sicherstellen, dass der Entlüftungsschlauch nicht geknickt ist. Den Schlauch vom Entlüftungsstutzen abziehen und von Fremdkörpern befreien. Während der Schlauch abgezogen ist, einen Mechanikerdraht durch die Entlüftung ziehen und wieder herausziehen, um sie zu reinigen. Nach Abschluss den Schlauch wieder anschließen.

Dichtung am Flanschjoch

Undichtigkeiten an der Antriebsritzel-Dichtung der Achse haben folgende Ursachen:

  • Dichtung wurde nicht korrekt eingebaut.
  • Schlechte Qualität der Dichtlauffläche.

Jede Beschädigung der Dichtungsbohrung (Dellen, Beulen, Riefen oder andere Unebenheiten) verformt das Dichtungsgehäuse und lässt Flüssigkeit an der Außenkante der Antriebsritzel-Dichtung austreten.

Die Antriebsritzel-Dichtung kann einreißen, geschnitten oder beschädigt werden, wenn sie nicht sorgfältig eingebaut wird. Die Feder, die die Antriebsritzel-Dichtung gegen den Ritzelflansch drückt, kann herausrutschen und so Undichtigkeiten an der Dichtlippe verursachen.

Die Gummilippen können gelegentlich hart (wie Kunststoff) werden und an der Dichtlippe Risse bekommen. Die Kontaktstelle am Ritzelflansch kann sich schwarz verfärben, was auf übermäßige Hitze hinweist. Markierungen, Kerben, Riefen oder eine raue Oberfläche an der Dichtlaufbahn des Ritzelflansches führen ebenfalls zu Undichtigkeiten.

Tritt eine Undichtigkeit an der Dichtung auf, eine neue Dichtung einbauen und die Entlüftung sowie den Entlüftungsschlauch auf Sauberkeit und Freiheit von Fremdkörpern prüfen.

Achswellendichtungen

Die Achswellen-Radialwellendichtungen sind bei falschem Einbau den gleichen Schäden ausgesetzt wie die Antriebsritzel-Dichtungen. Die Dichtungsbohrung muss sauber sein, und die Lippe ist vorsichtig zu handhaben, um Schnitte oder Risse zu vermeiden. Die Lauffläche der Achswelle muss frei von Kerben, Riefen und rauer Oberfläche sein.

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