Fahrwerk

Bremssystem – Allgemeine Informationen

73Schritte
~448Min.
5/5Schwierigkeit
2Spezialwerkzeuge
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TECHNISCHE DATEN

Material

Ford Taurus. Brake System

Allgemeine Daten

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Anzugsdrehmomente

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DIAGNOSE UND PRÜFUNG

Funktionsweise

Bremsanlage

Beim Betätigen des Bremspedals drückt ein Hebel eine Stange in den Bremskraftverstärker. Dieser verstärkt die Kraft der Stange mithilfe von Unterdruck und überträgt sie auf den Primärkolben des Hauptbremszylinders. Dadurch entsteht im Hauptbremszylinder hydraulischer Druck. Dieser Druck baut sich im Hauptbremszylinder und in den Bremsleitungen auf, wenn das Bremspedal weiter betätigt wird. Der Druck zwischen Primär- und Sekundärkolben drückt den Sekundärkolben zusammen und erzeugt Druck in dessen Kreis. Der hydraulische Druck wird über die Bremsflüssigkeit durch die Bremsleitungen zur ABS-Hydraulikeinheit (HCU) übertragen, die ihn auf die einzelnen Bremssättel verteilt. Die Bremssättel nutzen den hydraulischen Druck, um die Bremsbeläge anzupressen. Durch das Anpressen der Bremsbeläge wird die Drehung der Räder je nach Bremsdruck verlangsamt oder gestoppt. Die Feststellbremse hat dieselbe Funktion, wird jedoch mechanisch über ein Seil betätigt, das nur mit den Hinterradbremsen verbunden ist.

Ausgleichsbohrungen des Hauptbremszylinders

Die Ausgleichsbohrungen im Bremshauptzylinder liefern bei Bedarf zusätzliche Bremsflüssigkeit aus dem Hauptzylinder-Ausgleichsbehälter, wenn das Bremssystem sie aufgrund von Belagverschleiß benötigt, und lassen Bremsflüssigkeit in den Hauptzylinder-Ausgleichsbehälter zurückfließen, wenn die Bremsen gelöst werden. Die zurückfließende Bremsflüssigkeit erzeugt im Ausgleichsbehälter leichte Turbulenzen. Dies ist ein normaler Zustand und zeigt an, dass die Ausgleichsbohrungen nicht verstopft sind. Verstopfte Ausgleichsbohrungen können dazu führen, dass die Bremsen festhängen oder sich nicht vollständig lösen.

Rote Bremswarnleuchte

Die rote Bremskontrollleuchte warnt den Fahrer vor bestimmten Zuständen im Bremssystem. Das Kombiinstrument (IC) führt einen Lampentest durch, wenn der Zündschlüssel in Stellung RUN gedreht wird. Die Leuchte leuchtet bei niedrigem Bremsflüssigkeitsstand, bei betätigter Feststellbremse oder bei einem Fehler im ABS (wenn zusätzlich die gelbe ABS-Warnleuchte leuchtet). Zur Diagnose von Beanstandungen der roten Bremskontrollleuchte siehe Abschnitt 413-01.

Prüfung und Verifizierung

Material

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WARNUNG: Keine andere Flüssigkeit als saubere Bremsflüssigkeit verwenden, die der Herstellerspezifikation entspricht. Außerdem keine bereits abgelassene Bremsflüssigkeit verwenden. Die Einhaltung dieser Anweisungen hilft, Systemverunreinigungen, Schäden an Bremsbauteilen und die Gefahr schwerer Verletzungen zu vermeiden.

WARNUNG: Den Warnhinweis auf dem Produktetikett sorgfältig lesen. Bei medizinischen Notfällen ärztlichen Rat einholen. In den USA oder Kanada bei Ford/Motorcraft-Produkten anrufen: 1-800-959-3673. Weitere Informationen dem Sicherheitsdatenblatt (MSDS) entnehmen, sofern verfügbar. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu schweren Verletzungen führen.

HINWEIS: Blasenbildung oder Quellung von Gummibauteilen der Bremsanlage kann auf eine Verunreinigung der Bremsflüssigkeit durch ein erdölbasiertes Produkt hinweisen. Das gesamte hydraulische Bremssystem muss mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit gespült werden, und verunreinigte Gummibauteile müssen ersetzt werden, um eine erneute Verunreinigung zu verhindern.

HINWEIS: Bremsflüssigkeit nicht auf lackierte oder Kunststoffoberflächen verschütten, da diese sonst beschädigt werden können. Wurde Bremsflüssigkeit auf eine lackierte oder Kunststoffoberfläche verschüttet, die Oberfläche sofort mit Wasser abwaschen.

Das erste Anzeichen für eine Störung im Bremssystem ist eine veränderte Rückmeldung am Bremspedal. Auch die Bremswarnleuchte im Kombiinstrument (IC) und der Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsbehälter des Hauptbremszylinders zeigen mögliche Probleme im System an.

Wenn ein Rad blockiert und das Fahrzeug bewegt werden muss, die Entlüftungsschraube am blockierten Rad öffnen, um so viel Flüssigkeit ablaufen zu lassen, dass der Druck abgebaut wird. Entlüftungsschraube wieder schließen. Wenn mehrere Räder blockieren, das Bremspedalspiel prüfen, um sicherzustellen, dass das Bremspedal nicht teilweise betätigt ist. Diese Arbeitsschritte können die Bremsen lösen, beheben aber nicht die Fehlerursache. Wenn das Blockieren des Rades dadurch nicht aufgehoben wird, die blockierenden Bauteile instand setzen, bevor fortgefahren wird.

  1. Kundenbeanstandung überprüfen.
    • Bei Beanstandungen der Feststellbremse siehe Abschnitt 206-05.
    • Bei ABS-Beanstandungen siehe Abschnitt 206-09.
    • Bei Störungen am einstellbaren Pedal siehe Abschnitt 206-06.
    • Bei allen anderen Beanstandungen mit dem nächsten Schritt fortfahren.
  2. Auf offensichtliche mechanische oder elektrische Beschädigungen prüfen.

Sichtprüfungstabelle

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  1. Fahrwerk und Reifen optisch auf offensichtliche Anzeichen von Verschleiß oder Beschädigung prüfen.
    • Bei Beanstandungen des Fahrwerks siehe Abschnitt 204-00.
    • Bei Reifenbeanstandungen siehe Abschnitt 204-04.
  2. Wenn eine offensichtliche Ursache für eine festgestellte oder gemeldete Beanstandung gefunden wird, die Ursache (soweit möglich) beheben, bevor mit dem nächsten Schritt fortgefahren wird.
  3. Wenn die Ursache nicht sichtbar erkennbar ist, mit Fehlersymptomtabelle - Bremssystem oder Fehlersymptomtabelle - NVH in diesem Abschnitt weiterarbeiten.

Symptomtabelle

Fehlersymptomtabelle - Bremssystem

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Symptomtabelle – NVH

HINWEIS: NVH-Symptome sollten mithilfe der verfügbaren Diagnosewerkzeuge identifiziert werden. Eine Liste dieser Werkzeuge, eine Erläuterung ihrer Verwendung sowie ein Glossar gängiger Begriffe finden Sie in Abschnitt 100-04. Da möglicherweise mehrere Systeme die Ursache eines Symptoms sein können, kann es erforderlich sein, durch Ausschlussverfahren das verantwortliche System zu ermitteln. Wenn dies nicht das ursächliche System für das Symptom ist, in Abschnitt 100-04 nach dem nächstwahrscheinlichen System suchen und die Diagnose fortsetzen.

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Pinpoint-Tests

Pinpoint-Test A: Vibration beim Bremsen

Normalbetrieb

Bei mittlerer bis starker Bremsung sind Geräusche der Hydraulikeinheit (HCU) und Pulsieren des Bremspedals normal. Pulsieren des Bremspedals zusammen mit Geräuschen bei starkem Bremsen oder auf losem Schotter, Unebenheiten, nasser oder schneebedeckter Fahrbahn ist zulässig und zeigt die korrekte Funktion des ABS an. Pulsieren des Bremspedals oder Lenkradflattern beim Bremsen (Frequenz abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit) weist auf einen Fehler an einem Brems- oder Fahrwerkbauteil hin.

PINPOINT-TEST A: VIBRATION BEIM BREMSEN

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Komponententests

Bremskraftverstärker

  1. Den Unterdrucksensor/Rückschlagventil des Bremskraftverstärkers vom Bremskraftverstärker trennen und ein geeignetes Unterdruck-/Druckprüfgerät an die Verstärkerseite des Unterdrucksensors/Rückschlagventils anschließen.
  2. Feststellbremse anziehen, Motor starten und Getriebe in NEUTRAL schalten.
    • Motor auf normale Betriebstemperatur bringen lassen.
  3. HINWEIS: Für je 304,8 m (1.000 ft) Höhe über dem Meeresspiegel ca. 3,38 kPa (1 in-Hg) vom Sollwert abziehen.

    Prüfen, ob bei laufendem Motor im normalen Leerlauf am Unterdrucksensor/Rückschlagventil Unterdruck anliegt.

    • Das Unterdruckmanometer sollte zwischen 51-74 kPa (15-22 in-Hg) anzeigen.
    • Liegt der Sollunterdruck an, Motor abstellen, den Unterdrucksensor/das Rückschlagventil anschließen und mit Schritt 5 fortfahren.
    • Liegt der Sollunterdruck nicht an, mit Schritt 4 fortfahren.
  4. Das Rückschlagventil vom Unterdruckschlauch trennen und bei laufendem Motor im Leerlauf und Getriebe in NEUTRAL prüfen, ob am Schlauch der Sollunterdruck anliegt.
    • Liegt der Sollunterdruck an, Motor abstellen, ein neues Rückschlagventil einbauen und mit Schritt 5 fortfahren.
    • Bei Fahrzeugen mit Bremsunterdruckpumpe: Liegt der Sollunterdruck nicht an, den Unterdruckschlauch prüfen und bei Bedarf erneuern. Ist der Unterdruckschlauch in Ordnung, eine neue Unterdruckpumpe einbauen. Siehe Abschnitt 206-07.
    • Bei Fahrzeugen ohne Bremsunterdruckpumpe: Liegt der Sollunterdruck nicht an, Motor abstellen, den Unterdruckschlauch am Rückschlagventil anschließen und die Ursache für kein/zu geringen Unterdruck gemäß Abschnitt 303-00 prüfen.
  5. Bremspedal mehrmals betätigen, um den gesamten Unterdruck aus dem System abzubauen.
  6. Bremspedal betätigen und in der betätigten Stellung halten. Motor starten und prüfen, ob sich das Bremspedal nach dem Motorstart nach unten bewegt.
    • Bewegt sich das Bremspedal, arbeitet der Bremskraftverstärker korrekt.
    • Bewegt sich das Bremspedal nicht, einen neuen Bremskraftverstärker einbauen. Siehe Abschnitt 206-07.
  7. Motor mindestens 20 Sekunden im Leerlauf laufen lassen. Motor abstellen, Fahrzeug 10 Minuten stehen lassen und dann das Bremspedal betätigen. Das Pedalgefühl sollte dem bei laufendem Motor entsprechen.
    • Fühlt sich das Bremspedal hart an (keine Servounterstützung), einen neuen Unterdrucksensor/ein neues Rückschlagventil des Bremskraftverstärkers einbauen und erneut prüfen.
    • Besteht der Fehler weiterhin, einen neuen Bremskraftverstärker einbauen. Siehe Abschnitt 206-07.
    • Fühlt sich das Bremspedal wie bei laufendem Motor an, funktioniert der Unterdrucksensor/das Rückschlagventil einwandfrei.

Hauptbremszylinder - Bypass-Zustand

  1. Hauptbremszylinder prüfen. Siehe Bremssystem-Prüfung in diesem Abschnitt.
  2. Bremsleitungen vom Hauptbremszylinder trennen.
  3. Die Auslassanschlüsse des Hauptbremszylinders verschließen.
  4. HINWEIS: Sicherstellen, dass die Verschlussstopfen der Auslassanschlüsse keine Anzeichen von Undichtigkeit zeigen.

    Bremse leicht betätigen und 10 Sekunden halten. Bremse lösen und dann mit starker Kraft erneut betätigen. Kann die Bremspedalhöhe nicht gehalten werden, hat der Hauptbremszylinder eine innere Undichtigkeit und muss durch einen neuen ersetzt werden.

    • Wird die Bremspedalhöhe gehalten, die Bremsleitungen wieder anbauen und gemäß den Vorgaben festziehen. Siehe Technische Daten in diesem Abschnitt. Nach dem Einbau das Bremssystem entlüften. Siehe Bremssystem entlüften in diesem Abschnitt.

Hauptbremszylinder - Ausgleichsbohrung

  1. Hauptbremszylinder prüfen. Siehe Bremssystem-Prüfung in diesem Abschnitt.
  2. Fahrzeug in NEUTRAL stellen und auf eine Hebebühne fahren. Siehe Abschnitt 100-02.
  3. Bremse betätigen und wieder lösen.
  4. Bei gelöster Bremse jedes Rad zu drehen versuchen und auf Bremsschleppen prüfen.
    • Ist an mehreren Rädern ein übermäßiges Bremsschleppen vorhanden, mit Schritt 5 fortfahren.
    • Ist übermäßiges Bremsschleppen nur an einem Rad vorhanden, deutet dies auf einen möglicherweise festsitzenden Bremssattel, Radbremszylinder oder ein Bauteil der Feststellbremse hin. Bauteile bei Bedarf instand setzen oder erneuern.
  5. Bremslichtschalter und Bremspedal-Leerweg prüfen, um sicherzustellen, dass das Bremspedal nicht teilweise betätigt ist.
  6. Muttern des Hauptbremszylinders lösen und den Hauptbremszylinder vom Bremskraftverstärker wegschieben.
  7. Bei gelöster Bremse jedes Rad zu drehen versuchen und auf Bremsschleppen prüfen.
    • Ist das Bremsschleppen nicht mehr vorhanden, einen neuen Bremskraftverstärker einbauen. Siehe Abschnitt 206-07.
    • Ist das Bremsschleppen weiterhin vorhanden, einen neuen Hauptbremszylinder einbauen. Siehe Abschnitt 206-06.

ALLGEMEINE VERFAHREN

Prüfung des Bremssystems

Material

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Bremsbeläge

HINWEIS: Beim Nacharbeiten der Bremsscheiben ist ein Austausch der Bremsbeläge nicht erforderlich.

  1. Bremsbelag-Reibmaterial auf Verunreinigungen prüfen.
    • Zeigt das Reibmaterial Verunreinigungen, neue Bremsbeläge einbauen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für Vorderradbremsbeläge bzw. Abschnitt 206-04 für Hinterradbremsbeläge.
  2. Belagstärke des Bremsbelagreibmaterials prüfen und messen. Weitere Informationen finden Sie unter Spezifikationen in diesem Abschnitt.
    • Kleine Oberflächenrisse erfordern keinen Belagwechsel. Fehlen jedoch Teile oder reichen Risse im Belag bis zur Rückenplatte, neue Bremsbeläge einbauen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für Vorderradbremsbeläge bzw. Abschnitt 206-04 für Hinterradbremsbeläge.
    • Ist die Dicke des Reibmaterials geringer als die Solldicke, neue Bremsbeläge einbauen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für Vorderradbremsbeläge bzw. Abschnitt 206-04 für Hinterradbremsbeläge.
    • Zeigt das Reibmaterial einen Keilverschleiß außerhalb der Vorgaben, neue Bremsbeläge einbauen und prüfen, ob die Bremssattel-Führungsbolzen korrekt funktionieren. Weitere Informationen siehe Prüfung der Bremssattel-Führungsbolzen in diesem Abschnitt.

Bremsscheiben

HINWEIS: Die Verwendung eines Schlagschraubers ohne Drehmomentnuss führt zu ungleichmäßig angezogenen Radmuttern. Dies verursacht Bremsscheiben-Seitenschlag am Fahrzeug und Bremsenrubbeln.

  1. Die Bremsscheiben prüfen und die Bremsscheibendicke messen. Messwert notieren, siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.
    • Ist die Bremsscheibe gerissen oder anderweitig beschädigt, eine neue Bremsscheibe einbauen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für Vorderradbremsen oder Abschnitt 206-04 für Hinterradbremsen.
    • Liegt der Messwert unter dem Mindestmaß der Dicke, eine neue Bremsscheibe einbauen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für Vorderradbremsen oder Abschnitt 206-04 für Hinterradbremsen.
    • Wenn die Diagnose ergeben hat, dass beim Bremsen Vibrationen im Lenkrad, Sitz oder Pedal auftreten, die von der Fahrzeuggeschwindigkeit abhängen, Bremsscheibe nacharbeiten. Stark riefige Bremsscheiben, ähnlich wie bei Belägen, die bis zur Trägerplatte verschlissen sind, sollten ebenfalls nachgearbeitet werden. Zum Nacharbeiten müssen Scheiben über der Mindestdicke liegen. Weitere Informationen finden Sie unter Spezifikationen und Bremsscheiben-Nacharbeitung in diesem Abschnitt.

Bremssättel

  1. Die Bremssättel auf Undichtigkeiten, beschädigte Dichtungen sowie Kolbenkorrosion oder Klemmen prüfen.
    • Ist der Bremssattel undicht oder anderweitig beschädigt, einen neuen Bremssattel einbauen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für Vorderradbremssättel oder Abschnitt 206-04 für Hinterradbremssättel.

Bremssattel-Führungsbolzen

  1. Die Führungsbolzen sollten sich mit mäßiger Handkraft leichtgängig verschieben lassen. Zeigen die Bremsbeläge einseitigen keilförmigen Verschleiß oder lassen sich die Führungsbolzen nur schwer bewegen, die folgenden Schritte ausführen.
    • Die Führungsbolzen des Bremssattels demontieren und Führungsbolzen sowie Führungsbohrungen auf Verschleiß, Beschädigung und Korrosion prüfen. Ist die Bohrung verschlissen oder beschädigt, das beschädigte Bauteil ersetzen.
    • Mit einer Drahtbürste, aufgerolltem Schleifpapier oder Schleifleinen sämtliche Korrosion und Fremdkörper aus den Führungsbohrungen des Bremssattels entfernen. Verbleibende Fremdkörper mit Bremsenreiniger und Druckluft aus den Bohrungen entfernen.
    • Dichtungen, Manschetten und Führungsbolzen des Bremssattels montieren. Eine ausreichende Menge des vorgeschriebenen Fetts zum Schmieren der Bohrungen und Führungsbolzen verwenden.
    • Die Bremsbeläge prüfen. Weitere Informationen siehe Prüfung der Bremsbeläge in diesem Abschnitt.

Bremsschläuche und Bremsleitungen

HINWEIS: Niemals Kupferrohr verwenden. Es unterliegt Ermüdung, Rissbildung und Korrosion, was zum Versagen der Bremsleitung führen kann.

HINWEIS: Im gesamten Bremshydrauliksystem werden doppelwandige Stahlrohre verwendet. Alle Bremsrohrverschraubungen müssen korrekt doppelt gebördelt sein, um feste, dichte Verbindungen zu gewährleisten. Beim Biegen der Rohre an die Unterbodenkonturen oder die Hinterachse darauf achten, dass das Rohr nicht knickt oder reißt.

  1. Bremsrohre auf Korrosion, Risse, Undichtigkeiten oder andere Schäden prüfen.
    • Ist ein Abschnitt der Bremsleitung beschädigt, muss der gesamte Abschnitt durch eine neue Leitung gleichen Typs, gleicher Größe, Form und Länge ersetzt werden.
    • Beim Einbau der hydraulischen Bremsrohre, Schläuche oder Verbinder alle Verbindungen gemäß den Vorgaben festziehen. Nach dem Einbau das Bremssystem entlüften. Weitere Informationen siehe Bremssystem entlüften in diesem Abschnitt.
  2. Bremsschläuche auf Risse, Undichtigkeiten, Aufblähen beim Bremsen oder andere Schäden prüfen.
    • Einen neuen Bremsschlauch einbauen, wenn der Schlauch Anzeichen von Erweichung, Rissen oder anderen Beschädigungen zeigt. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für den vorderen Bremsschlauch oder Abschnitt 206-04 für den hinteren Bremsschlauch.

Hauptbremszylinder

HINWEIS: Im normalen Betrieb des Hauptbremszylinders sinkt der Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter des Hauptbremszylinders beim Bremsen und steigt beim Lösen der Bremse. Die zurückfließende Bremsflüssigkeit erzeugt eine leichte Verwirbelung im Ausgleichsbehälter. Dies ist ein normaler Zustand und zeigt an, dass die Ausgleichsbohrungen nicht verstopft sind. Verstopfte Ausgleichsbohrungen können dazu führen, dass die Bremsen hängen bleiben oder sich nicht vollständig lösen. Der Nettoflüssigkeitsstand (z. B. nach Bremsen und Lösen) bleibt unverändert. Der Flüssigkeitsstand sinkt mit zunehmendem Belagverschleiß.

HINWEIS: Unterhalb des Befestigungsflansches des Hauptbremszylinders ist am Bremskraftverstärkergehäuse eine geringe Menge Bremsflüssigkeit vorhanden. Dies ist auf die normale Schmierwirkung von Zylinderbohrung und Dichtung zurückzuführen.

  1. Den Hauptbremszylinder auf Flüssigkeitsaustritt prüfen.
    • Einen neuen Hauptbremszylinder oder Bremsflüssigkeitsbehälter einbauen, wenn Anzeichen für starke Undichtigkeit vorliegen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-06.
    • Zur Prüfung der korrekten Funktion des Hauptbremszylinders siehe Komponentenprüfungen in diesem Abschnitt.

Bremskraftverstärker

  1. Den Bremskraftverstärker auf starke Korrosion oder Beschädigung prüfen. Die Unterdruckschläuche auf Undichtigkeiten und Knicke prüfen.
    • Einen neuen Bremskraftverstärker einbauen, wenn starke Korrosion oder Beschädigung festgestellt wird. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-07.
    • Unterdruckschläuche bei Bedarf reparieren oder ersetzen.
    • Zur Prüfung der korrekten Funktion des Bremskraftverstärkers siehe Komponentenprüfungen in diesem Abschnitt.

Bremsscheibenbearbeitung

HINWEIS: Bremsscheiben nicht auf einer Werkbank-Drehmaschine bearbeiten. Ausschließlich eine Bremsscheiben-Drehmaschine am Fahrzeug verwenden. Vor Installation, Bedienung oder Reparatur der Drehmaschine die gesamte Bedienungsanleitung lesen und/oder das mitgelieferte Video ansehen.

HINWEIS: Eine Bremsscheiben-Drehmaschine am Fahrzeug mit automatischer Rundlaufeinstellung wird bevorzugt. Ist die Maschine jedoch nicht selbsteinstellend, muss die Taumelbewegung der Maschine mit einer Messuhr eingestellt werden. Der Soll-Gesamtschlag beträgt 0.000 mm (0.000 in). Der maximale Anzeigeschlag sollte nicht mehr als 0.050 mm (0.002 in) betragen. Wird die Rundlaufeinstellung (automatisch oder manuell) vor der Bearbeitung korrekt durchgeführt, liegt der endgültige Bremsscheiben-Rundlauf innerhalb der Vorgabe, und nach der Bearbeitung ist keine Rundlaufmessung erforderlich.

HINWEIS: Messungen des Seitenschlags und der Dickenschwankung der Bremsscheibe sind nicht erforderlich, da eine korrekte Einstellung der Bremsscheiben-Drehmaschine am Fahrzeug sicherstellt, dass diese Maße innerhalb der Vorgabe liegen.

  1. Rad und Reifen abnehmen. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 204-04.
  2. HINWEIS: Den Bremssattel nicht am Bremsschlauch hängen lassen, da sonst der Schlauch beschädigt werden kann.

    Schrauben entfernen und Bremssattel bzw. Baugruppe aus Bremssattel und Bremssattelhalter bei Bedarf zur Seite legen.

    • Bremssattel mit Montagedraht abstützen.
  3. Radnabenadapter montieren mit:
    • vier Radmuttern bei einer 4-Bolzen-Radnabe.
    • fünf Radmuttern bei einer 5-Bolzen-Radnabe.
    • sechs Radmuttern bei einer 6-Bolzen-Radnabe.
    • vier Radmuttern bei einer 7- oder 8-Bolzen-Radnabe.
    • fünf Radmuttern bei einer 10-Bolzen-Radnabe.
  4. Bremsscheibendrehmaschine montieren.
  5. Ist die Maschine nicht selbsteinstellend, die Taumelbewegung der Maschine mit einer Messuhr einstellen. Der Soll-Gesamtschlag beträgt 0,000 mm (0,000 in). Der maximale Schlag sollte höchstens 0,050 mm (0,002 in) betragen.
  6. Schneidkopf zentrieren, Schneidplatten einstellen und Späneabweiser/Schalldämpfer montieren.
  7. HINWEIS: Die Schnitttiefe sollte zwischen 0.10 und 0.40 mm (0.004 und 0.015 in) betragen. Zu leichte Schnitte lassen den Schneideinsatz heiß werden und schneller verschleißen. Zu tiefe Schnitte verschlechtern die Oberflächengüte der Bremsscheibe.

    Bremsscheibe bearbeiten.

  8. Drehmaschine und Schalldämpfer entfernen.
  9. Radmuttern und Radnabenadapter entfernen.
  10. Metallspäne entfernen.
  11. Bremsscheibendicke messen.
    • Liegt der Messwert unter dem Mindestmaß, eine neue Bremsscheibe einbauen. Weitere Informationen siehe Abschnitt 206-03 für Scheibenbremsen vorne oder Abschnitt 206-04 für Scheibenbremsen hinten.
  12. HINWEIS: Neue Bremsbeläge sind nicht erforderlich, solange der Reibbelag innerhalb der Vorgaben liegt. Weitere Informationen siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.

    Bremssattel bzw. Baugruppe aus Bremssattel und Bremssattelhalter positionieren.

    • Schrauben einbauen.
    • Zu den Anzugsdrehmomenten der Befestigungselemente siehe Abschnitt 206-03 für Scheibenbremsen vorne oder Abschnitt 206-04 für Scheibenbremsen hinten.
  13. Rad und Reifen montieren. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 204-04.

Komponenten entlüften

Material

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Hauptbremszylinder

WARNUNG: Keine andere Flüssigkeit als saubere Bremsflüssigkeit verwenden, die der Herstellerspezifikation entspricht. Außerdem keine bereits abgelassene Bremsflüssigkeit verwenden. Die Einhaltung dieser Anweisungen hilft, Systemverunreinigungen, Schäden an Bremsbauteilen und die Gefahr schwerer Verletzungen zu vermeiden.

WARNUNG: Den Warnhinweis auf dem Produktetikett sorgfältig lesen. Bei medizinischen Notfällen ärztlichen Rat einholen. In den USA oder Kanada bei Ford/Motorcraft-Produkten anrufen: 1-800-959-3673. Weitere Informationen dem Sicherheitsdatenblatt (MSDS) entnehmen, sofern verfügbar. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu schweren Verletzungen führen.

WARNUNG: Den Hauptbremszylinder während des Entlüftens nicht leerlaufen lassen. Der Hauptbremszylinder kann beschädigt werden, wenn er ohne Flüssigkeit betrieben wird, was zu einer verschlechterten Bremsleistung führt. Die Missachtung dieser Anweisung kann zu schweren Verletzungen führen.

HINWEIS: Bremsflüssigkeit nicht auf lackierte oder Kunststoffoberflächen verschütten, da diese sonst beschädigt werden können. Wurde Bremsflüssigkeit auf eine lackierte oder Kunststoffoberfläche verschüttet, die Oberfläche sofort mit Wasser abwaschen.

HINWEIS: Wurde ein neuer Hauptbremszylinder eingebaut oder das System ganz oder teilweise entleert, muss es befüllt werden, damit keine Luft in das System gelangt.

  1. Bremsleitungen vom Hauptbremszylinder trennen.
  2. Kurze Bremsleitungen an den primären und sekundären Anschlüssen montieren, wobei die Enden in den Ausgleichsbehälter des Hauptbremszylinders eingetaucht sind.
  3. Den Vorratsbehälter des Hauptbremszylinders mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit auffüllen.
  4. Einen Helfer das Bremspedal pumpen lassen, bis klare Flüssigkeit ohne Luftblasen aus den Bremsleitungen austritt.
  5. Die kurzen Bremsleitungen entfernen und die Bremsleitungen des Hauptbremszylinders installieren.
  6. Die Bremsanlage entlüften. Weitere Informationen siehe Bremsanlage entlüften in diesem Abschnitt.

Bremssattel

WARNUNG: Keine andere Flüssigkeit als saubere Bremsflüssigkeit verwenden, die der Herstellerspezifikation entspricht. Außerdem keine bereits abgelassene Bremsflüssigkeit verwenden. Die Einhaltung dieser Anweisungen hilft, Systemverunreinigungen, Schäden an Bremsbauteilen und die Gefahr schwerer Verletzungen zu vermeiden.

WARNUNG: Den Warnhinweis auf dem Produktetikett sorgfältig lesen. Bei medizinischen Notfällen ärztlichen Rat einholen. In den USA oder Kanada bei Ford/Motorcraft-Produkten anrufen: 1-800-959-3673. Weitere Informationen dem Sicherheitsdatenblatt (MSDS) entnehmen, sofern verfügbar. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu schweren Verletzungen führen.

WARNUNG: Den Hauptbremszylinder während des Entlüftens nicht leerlaufen lassen. Der Hauptbremszylinder kann beschädigt werden, wenn er ohne Flüssigkeit betrieben wird, was zu einer verschlechterten Bremsleistung führt. Die Missachtung dieser Anweisung kann zu schweren Verletzungen führen.

HINWEIS: Bremsflüssigkeit nicht auf lackierte oder Kunststoffoberflächen verschütten, da diese sonst beschädigt werden können. Wurde Bremsflüssigkeit auf eine lackierte oder Kunststoffoberfläche verschüttet, die Oberfläche sofort mit Wasser abwaschen.

  1. HINWEIS: Ein vollständiges Entlüften des Bremssystems ist nicht erforderlich, wenn nur der Scheibenbremssattel getrennt wurde.

    Die Staubkappe des Bremssattel-Entlüftungsventils abnehmen und einen Ringschlüssel am Entlüftungsventil ansetzen. Einen Gummischlauch am Entlüftungsventil anbringen und das freie Ende des Schlauchs in einen teilweise mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit gefüllten Behälter eintauchen.

  2. Einen Helfer das Bremspedal pumpen lassen und dann das Bremspedal mit festem Druck halten.
  3. HINWEIS: Aufgrund der Komplexität des Flüssigkeitswegs innerhalb der integrierten Feststellbremssättel der Hinterachse ist es während des Entlüftungsvorgangs erforderlich, die Feststellbremse zu betätigen und wieder zu lösen.

    Die Entlüfterschraube lösen, bis ein Bremsflüssigkeitsstrom austritt. Während der Helfer weiterhin Druck auf das Bremspedal hält, die Entlüfterschraube festziehen.

    • Beim Entlüften eines hinteren Bremssattels die Feststellbremse 5-mal betätigen und wieder lösen.
    • Wiederholen, bis klare, luftblasenfreie Flüssigkeit austritt.
    • Bei Bedarf Bremskraftverstärker-Hauptzylinder-Behälter nachfüllen.
  4. Bremssattel-Entlüfterschraube festziehen, Gummischlauch abnehmen und Entlüfterschraubenkappe montieren.
    • Vordere Bremssattel-Entlüfterschrauben auf Sollwert festziehen. Weitere Informationen siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.
    • Hintere Bremssattel-Entlüfterschrauben auf Sollwert festziehen. Weitere Informationen siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.

Bremssystem entlüften

Spezialwerkzeug(e)

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Material

Ford Taurus. Brake System

Druck

WARNUNG: Keine andere Flüssigkeit als saubere Bremsflüssigkeit verwenden, die der Herstellerspezifikation entspricht. Außerdem keine bereits abgelassene Bremsflüssigkeit verwenden. Die Einhaltung dieser Anweisungen hilft, Systemverunreinigungen, Schäden an Bremsbauteilen und die Gefahr schwerer Verletzungen zu vermeiden.

WARNUNG: Den Warnhinweis auf dem Produktetikett sorgfältig lesen. Bei medizinischen Notfällen ärztlichen Rat einholen. In den USA oder Kanada bei Ford/Motorcraft-Produkten anrufen: 1-800-959-3673. Weitere Informationen dem Sicherheitsdatenblatt (MSDS) entnehmen, sofern verfügbar. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu schweren Verletzungen führen.

WARNUNG: Den Hauptbremszylinder während des Entlüftens nicht leerlaufen lassen. Der Hauptbremszylinder kann beschädigt werden, wenn er ohne Flüssigkeit betrieben wird, was zu einer verschlechterten Bremsleistung führt. Die Missachtung dieser Anweisung kann zu schweren Verletzungen führen.

HINWEIS: Bremsflüssigkeit nicht auf lackierte oder Kunststoffoberflächen verschütten, da diese sonst beschädigt werden können. Wurde Bremsflüssigkeit auf eine lackierte oder Kunststoffoberfläche verschüttet, die Oberfläche sofort mit Wasser abwaschen.

HINWEIS: Die Druckentlüftung der Bremsanlage ist der manuellen Entlüftung vorzuziehen.

HINWEIS: Das HCU-Entlüftungsverfahren muss durchgeführt werden, wenn die HCU oder vorgelagerte Bauteile der HCU neu eingebaut wurden.

  1. Den gesamten Schmutz um den Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel entfernen und den Deckel abnehmen. Den Hauptbremszylinder-Behälter mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit füllen.
  2. HINWEIS: Adapter für die Druckentlüftung des Hauptbremszylinders sind bei verschiedenen Herstellern von Druckentlüftungsgeräten erhältlich. Bei der Montage des Adapters die Anweisungen des Herstellers befolgen.

    Entlüfteradapter am Hauptbremszylinder-Behälter montieren und den Schlauch des Entlüftungsbehälters an den Anschluss des Adapters anschließen.

  3. HINWEIS: Sicherstellen, dass der Entlüftungsbehälter genügend vorgeschriebene Bremsflüssigkeit enthält, um den Entlüftungsvorgang abzuschließen.

    Das Ventil am Entlüftungsbehälter öffnen.

    • Das Bremssystem mit 207-345 kPa (30-50 psi) beaufschlagen.
  4. Entlüfterkappe am hinteren rechten Bremssattel abnehmen und einen Ringschlüssel auf die Entlüfterschraube setzen. Einen Gummi-Ablaufschlauch an der hinteren rechten Entlüfterschraube anbringen und das freie Ende des Schlauchs in einen Behälter tauchen, der teilweise mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit gefüllt ist.
  5. HINWEIS: Aufgrund der Komplexität des Flüssigkeitswegs innerhalb der integrierten Feststellbremssättel der Hinterachse ist es während des Entlüftungsvorgangs erforderlich, die Feststellbremse zu betätigen und wieder zu lösen.

    Hintere rechte Entlüfterschraube lösen. Offen lassen, bis klare, blasenfreie Bremsflüssigkeit ausfließt, anschließend hintere rechte Entlüfterschraube festziehen.

    • Feststellbremse 5-mal betätigen und lösen.
    • Wiederholen, bis klare, luftblasenfreie Flüssigkeit austritt.
  6. Hintere rechte Entlüfterschraube auf Sollwert festziehen. Siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.
    • Gummischlauch abnehmen und Entlüfterschraubenkappe montieren.
  7. Schritte 5 und 6 für den hinteren linken Bremssattel wiederholen.
  8. Entlüftung der Vorderachse fortsetzen, in der Reihenfolge vom vorderen rechten Bremssattel zum vorderen linken Bremssattel.
    • Vordere Bremssattel-Entlüfterschrauben auf Sollwert festziehen. Siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.
  9. Entlüftungsbehälter-Ventil schließen und Druck ablassen. Den Schlauch des Behälters vom Adapter lösen und den Adapter abnehmen. Den Behälter mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit füllen und den Behälterdeckel montieren.

Manuell

WARNUNG: Keine andere Flüssigkeit als saubere Bremsflüssigkeit verwenden, die der Herstellerspezifikation entspricht. Außerdem keine bereits abgelassene Bremsflüssigkeit verwenden. Die Einhaltung dieser Anweisungen hilft, Systemverunreinigungen, Schäden an Bremsbauteilen und die Gefahr schwerer Verletzungen zu vermeiden.

WARNUNG: Den Warnhinweis auf dem Produktetikett sorgfältig lesen. Bei medizinischen Notfällen ärztlichen Rat einholen. In den USA oder Kanada bei Ford/Motorcraft-Produkten anrufen: 1-800-959-3673. Weitere Informationen dem Sicherheitsdatenblatt (MSDS) entnehmen, sofern verfügbar. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu schweren Verletzungen führen.

WARNUNG: Den Hauptbremszylinder während des Entlüftens nicht leerlaufen lassen. Der Hauptbremszylinder kann beschädigt werden, wenn er ohne Flüssigkeit betrieben wird, was zu einer verschlechterten Bremsleistung führt. Die Missachtung dieser Anweisung kann zu schweren Verletzungen führen.

HINWEIS: Bremsflüssigkeit nicht auf lackierte oder Kunststoffoberflächen verschütten, da diese sonst beschädigt werden können. Wurde Bremsflüssigkeit auf eine lackierte oder Kunststoffoberfläche verschüttet, die Oberfläche sofort mit Wasser abwaschen.

HINWEIS: Die Druckentlüftung der Bremsanlage ist der manuellen Entlüftung vorzuziehen.

HINWEIS: Das HCU-Entlüftungsverfahren muss durchgeführt werden, wenn die HCU oder vorgelagerte Bauteile der HCU neu eingebaut wurden.

  1. Den gesamten Schmutz um den Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel entfernen und den Deckel abnehmen. Den Hauptbremszylinder-Behälter mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit füllen.
  2. Entlüfterkappe am hinteren rechten Bremssattel abnehmen und einen Ringschlüssel auf die Entlüfterschraube setzen. Einen Gummi-Ablaufschlauch an der hinteren rechten Entlüfterschraube anbringen und das freie Ende des Schlauchs in einen Behälter tauchen, der teilweise mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit gefüllt ist.
  3. Einen Helfer bitten, das Bremspedal fest durchzutreten.
  4. HINWEIS: Aufgrund der Komplexität des Flüssigkeitswegs innerhalb der integrierten Feststellbremssättel der Hinterachse ist es während des Entlüftungsvorgangs erforderlich, die Feststellbremse zu betätigen und wieder zu lösen.

    Hintere rechte Entlüfterschraube lösen, bis ein Bremsflüssigkeitsstrahl austritt. Während der Helfer das Bremspedal durchgetreten hält, die hintere rechte Entlüfterschraube festziehen.

    • Feststellbremse 5-mal betätigen und lösen.
    • Wiederholen, bis klare, luftblasenfreie Flüssigkeit austritt.
    • Bei Bedarf Bremskraftverstärker-Hauptzylinder-Behälter nachfüllen.
  5. Hintere rechte Entlüfterschraube auf Sollwert festziehen. Siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.
    • Gummischlauch abnehmen und Entlüfterschraubenkappe montieren.
  6. Schritte 2 bis 5 für den hinteren linken Bremssattel wiederholen.
  7. Entlüfterkappe am vorderen rechten Bremssattel abnehmen und einen Ringschlüssel auf die Entlüfterschraube setzen. Einen Gummi-Ablaufschlauch an der vorderen rechten Entlüfterschraube anbringen und das freie Ende des Schlauchs in einen Behälter tauchen, der teilweise mit sauberer, vorgeschriebener Bremsflüssigkeit gefüllt ist.
  8. Einen Helfer bitten, das Bremspedal fest durchzutreten.
  9. Vordere rechte Entlüfterschraube lösen, bis ein Bremsflüssigkeitsstrahl austritt. Während der Helfer das Bremspedal durchgetreten hält, die vordere rechte Entlüfterschraube festziehen.
    • Wiederholen, bis klare, luftblasenfreie Flüssigkeit austritt.
    • Bei Bedarf Bremskraftverstärker-Hauptzylinder-Behälter nachfüllen.
  10. Vordere rechte Entlüfterschraube auf Sollwert festziehen. Siehe Technische Daten in diesem Abschnitt.
    • Gummischlauch abnehmen und Entlüfterschraubenkappe montieren.
  11. Schritte 7 bis 10 für die Entlüfterschraube des vorderen linken Bremssattels wiederholen.

HCU-Entlüftung

HINWEIS: Die Druckentlüftung der Bremsanlage ist der manuellen Entlüftung vorzuziehen.

  1. Die Schritte des Verfahrens zur Druckentlüftung oder manuellen Entlüftung befolgen, um das System zu entlüften.
  2. Diagnosegerät anschließen und den Anweisungen für die ABS-Service-Entlüftung folgen.
  3. Die Schritte des Verfahrens zur Druckentlüftung oder manuellen Entlüftung wiederholen, um das System zu entlüften.

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