Schaltungsbeschreibung
Der hintere beheizte Sauerstoffsensor überwacht die Sauerstoffkonzentration im Abgas. Für einen optimalen Betrieb des Katalysators muss das Luft-Kraftstoff-Gemisch nahe am idealen „stöchiometrischen“ Verhältnis gehalten werden.
Die Ausgangsspannung des beheizten Sauerstoffsensors ändert sich in der Nähe des stöchiometrischen Verhältnisses sprunghaft. Das ECM passt die Einspritzzeit so an, dass das Luft-Kraftstoff-Verhältnis nahezu stöchiometrisch ist.
Wird das Luft-Kraftstoff-Verhältnis mager, steigt die Sauerstoffkonzentration im Abgas. Der beheizte Sauerstoffsensor meldet dem ECM den mageren Zustand (niedrige Spannung, d. h. weniger als 0,45 V).
Ist das Luft-Kraftstoff-Verhältnis fetter als das stöchiometrische Verhältnis, wird der Sauerstoff aus dem Abgas verbraucht. Der beheizte Sauerstoffsensor meldet dem ECM den fetten Zustand (hohe Spannung, d. h.
mehr als 0,45 V).

| DTC-Nr. | DTC-Erkennungsbedingung | Fehlerbereich |
| P0130 | Die Ausgangsspannung des beheizten Sauerstoffsensors bleibt im Leerlauf nach dem Warmlauf des Motors bei 0,4 V oder mehr bzw. bei 0,5 V oder weniger (Erkennungslogik über 2 Fahrzyklen) |
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| P2195 | Die Ausgangsspannung des beheizten Sauerstoffsensors bleibt im Leerlauf nach dem Warmlauf des Motors bei 0,5 V oder weniger (Erkennungslogik über 2 Fahrzyklen) | |
| P2196 | Die Ausgangsspannung des beheizten Sauerstoffsensors bleibt im Leerlauf nach dem Warmlauf des Motors bei 0,4 V oder mehr (Erkennungslogik über 2 Fahrzyklen) |
- Sensor 1 bezeichnet den Sensor, der dem Motor am nächsten liegt.
- Die Ausgangsspannung des beheizten Sauerstoffsensors und der kurzfristige Gemischkorrekturwert können mit dem handgehaltenen Tester oder dem OBD-II-Scan-Tool ausgelesen werden.

Das Motorsteuergerät (ECM) nutzt die Informationen des beheizten Sauerstoffsensors, um das Luft-Kraftstoff-Verhältnis nahe am stöchiometrischen Verhältnis zu regeln. Der Sensor erfasst den Sauerstoffgehalt im Abgas und sendet dieses Signal an das ECM. So wird die Reinigungsleistung des Katalysators maximiert.
Das Messelement des beheizten Sauerstoffsensors besteht aus platinbeschichtetem Zirkoniumdioxid und einem Heizelement. Die Innenseite des Sensorelements ist der Außenluft ausgesetzt, die Außenseite dem Abgas. Der Sensor erzeugt je nach Sauerstoffkonzentration im Abgas eine Ausgangsspannung zwischen 0 V und 1 V. Die Ausgangsspannung ändert sich in der Nähe des stöchiometrischen Luft-Kraftstoff-Verhältnisses sprunghaft.
Unter normalen Bedingungen wechselt die Ausgangsspannung des beheizten Sauerstoffsensors periodisch zwischen fettem und magerem Bereich. Bei 0,4 V oder weniger wird das Luft-Kraftstoff-Verhältnis als mager bewertet.
Gibt der beheizte Sauerstoffsensor dauerhaft ein fettes oder mageres Signal aus oder erreicht er nicht die minimal vorgegebene Spannung, interpretiert das ECM dies als Störung des beheizten Sauerstoffsensors und speichert einen DTC.
Überwachungsstrategie




Weitere Informationen zur Prüfung des Überwachungsstatus siehe Abschnitt Überwachungsstatus prüfen.
Schaltplan

- Hand-Held-Tester an den DLC3 anschließen.
- Den handgehaltenen Tester vom „Normalmodus“ in den „Prüfmodus“ umschalten.
- Den Motor starten und 120 Sekunden oder länger im Leerlauf laufen lassen.
- Das Fahrzeug 40 Sekunden oder länger mit 40 km/h oder mehr fahren.
- Den Motor 20 Sekunden oder länger im Leerlauf laufen lassen. Die Schritte (d) und (e) mindestens 3-mal durchführen.
- Den Motor 30 Sekunden im Leerlauf laufen lassen.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Toyota Corolla: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.