Steuergerät und Hydraulikeinheit aus- und einbauen, Rechtslenker
In diesem Handbuch: Bremsanlage (Hybrid)
~4Min. Lesezeit
Erforderliche Spezialwerkzeuge und Werkstattausrüstung
Drehmomentschlüssel -V.A.G 1331-
Drehmomentschlüssel -V.A.G 1410-
Bremspedal-Niederhalter -V.A.G 1869/2-
Verschlussstopfen, Montageteil-Nr. 5Q0 698 311
1 -
Verschlussstopfen M10
2 -
Verschlussstopfen M12
Lage:
Das ABS-Steuergerät -J104- ist mit dem ABS-Hydraulikaggregat -N55- verschraubt und befindet sich links im Motorraum.
1 -
Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder
2 -
Bremssystem-Druckspeicher -VX70-
3 -
ABS-Steuergerät -J104- mit ABS-Hydraulikaggregat -N55-
Ausbauen
Bremsleitungen im Bereich des Hydraulikaggregats nicht verbiegen!
Vorhandenen Steuergerätecode auslesen und notieren.
Falls das Fahrzeug ein codiertes Radio besitzt, Radiocode notieren oder bei Bedarf anfordern.
Sicherheitshinweise für Arbeiten am Hochvoltsystem beachten → Kapitel.
Risikoeinstufung des Hochvoltsystems beachten → Elektrischer Antrieb; Rep.-Gr.00.
Lebensgefahr durch Hochspannung. Gefahr von schweren oder tödlichen Verletzungen durch Stromschlag. Das Hochvoltsystem muss durch eine entsprechend qualifizierte Fachkraft spannungsfrei geschaltet werden.
Halterungsverriegelung -Pfeil A- nach unten drücken.
Elektrischen Steckverbinder -Pfeil B- lösen.
Elektrischen Stecker -1- abziehen.
Bremspedal-Niederhalter -V.A.G 1869/2- anbringen.
Schlauch des Entlüftungsbehälters -1- an das Entlüftungsventil des vorderen linken Bremssattels anschließen.
Entlüftungsventil öffnen.
Schlauch des Entlüftungsbehälters -1- an das Entlüftungsventil des hinteren linken Bremssattels anschließen.
Entlüftungsventil öffnen.
Bremspedal mit dem Bremspedalniederhalter -V.A.G 1869/2- mindestens 60 mm niederdrücken.
Entlüftungsventile vorne links und hinten links schließen.
Bremspedalniederhalter -V.A.G 1869/2- nicht entfernen.
Ausreichend fusselfreie Tücher unter ABS-Steuergerät -J104- und ABS-Hydraulikeinheit -N55- legen.
Hinweis Sicherstellen, dass keine Bremsflüssigkeit auf die elektrischen Kontakte des ABS-Steuergeräts -J104- gelangt.
Bremsleitungen von der Spritzwand ausclipsen.
Zuerst die beiden Bremsleitungen -A- und -B- vom Bremskraftverstärker-Hauptzylinder kennzeichnen.
Beide Bremsleitungen -A- und -B- vom ABS-Hydraulikaggregat -N55- abschrauben.
Gewindebohrungen sofort mit Verschlussstopfen aus dem Montageteilesatz, Teile-Nr. 5Q0 698 311, verschließen.
Gewindebohrungen -2- der übrigen Bremsleitungen (Bremssättel) kennzeichnen, abschrauben und verschließen.
ABS-Hydraulikeinheit -N55- -1- zusammen mit Halter -2- in -Pfeilrichtung- abziehen.
Dabei werden die Gummidämpfer -Pfeile- von den Stehbolzen des Halters -3- abgezogen.
Hydraulikeinheit aus dem Fahrzeug führen.
Einbau
Einbau in umgekehrter Reihenfolge. Dabei Folgendes beachten:
Hinweis Verschlussstopfen am neuen Hydraulikaggregat nur dann entfernen, wenn die entsprechende Bremsleitung montiert wird. Werden die Verschlussstopfen zu früh vom Hydraulikaggregat entfernt, kann Bremsflüssigkeit austreten. Dann kann nicht mehr sichergestellt werden, dass das Aggregat ausreichend befüllt und entlüftet werden kann.
Bremsleitungen im Bereich der ABS-Hydraulikeinheit -N55- nicht verbiegen.
Beim Einbau darauf achten, dass die Gummidämpfer des Halters nicht aus der Halterung gedrückt werden. Nach dem Einbau prüfen, ob die ABS-Hydraulikeinheit -N55- fest sitzt, andernfalls kann es zu Fehlfunktionen kommen.
Anzugsreihenfolge der Bremsleitungen:
Zuerst Bremsleitungen in der Reihenfolge -4- bis -1- ansetzen und festziehen.
Danach Bremsleitungen in der Reihenfolge -A- bis -B- ansetzen und festziehen.
Bremspedalniederhalter -V.A.G 1869/2- entfernen.
Bremsanlage entlüften → Kapitel.
Radio codieren.
Steuergerät -J104- codieren mit → Fahrzeugdiagnosetester unter „Geführte Fehlersuche“.
Dazu die Grundeinstellung des Lenkwinkelgebers -G85-, des Querbeschleunigungsgebers -G200-, des Längsbeschleunigungsgebers -G251- und des Bremsdrucksensors -G201- durchführen.
Hintere Entlüftungsventile → Kapitel „Übersicht der Einzelteile - hinterer Bremssattel“
Lebensgefahr durch Hochspannung. Gefahr von schweren oder tödlichen Verletzungen durch Stromschlag. Das Hochvoltsystem muss durch eine entsprechend qualifizierte Fachkraft wieder in Betrieb genommen werden.
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