Ansaugkrümmerheizung
Modelle mit 4-Zylinder-Motoren und Mono-Motronic-System
Vom Gemischbildner des Mono-Motronic-Systems gelangt das Luft-Kraftstoff-Gemisch über den Ansaugkrümmer in die Zylinder.
Ist der Ansaugkrümmer kalt, kondensiert ein erheblicher Teil des Gemisches an den Innenwänden des Krümmers und gelangt nicht mehr vollständig dampfförmig in die Brennräume. Dadurch entstehen Verluste und somit ein erhöhter Kraftstoffverbrauch. Diesem Nachteil kann durch die doppelte Erwärmung des Ansaugkrümmers abgeholfen werden.
Bei kaltem Motor wird die elektrische Ansaugrohrheizung aktiviert. Sie besteht aus einem elektrisch beheizten „Igel“, der unterhalb der Gemischaufbereitungseinheit in das Ansaugrohr eingeschraubt ist. Unser „Igel“ hat mit einem Stacheltier nur die Stacheln gemeinsam. Beim Audi 80 dienen sie nicht so sehr der passiven Selbstverteidigung, sondern vergrößern die Oberfläche des Heizelements. Diese „Igel“-Heizung arbeitet nur bis etwa zu einer Kühlmitteltemperatur von 65 °C. Danach wird der Strom abgeschaltet.
Der Temperaturschalter (in den Stromlaufplänen als „Kühlmitteltemperaturgeber – G62“ bezeichnet) schaltet den „Igel“ nicht direkt ein. Der G62 liefert vielmehr dem Steuergerät Mono-Motronic die Temperaturinformation, und dieses gibt über das Relais im Zusatzrelaisblock unter dem Armaturenbrett den Befehl, den „Igel“ mit Spannung zu versorgen.
Bei höheren Temperaturen übernimmt das Kühlmittel die Beheizung des Ansaugrohrs. Dazu wird über einen speziellen Kanal im Ansaugrohr ein zusätzlicher Teil des gesamten Kühlmittelstroms geleitet.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Audi 80: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.