Funktionsweise
Kaltstart: Vom Kühlmitteltemperatursensor erhält das Steuergerät Informationen über die Motortemperatur. Je kälter der Motor, desto länger ist die Einspritzdauer, um ein angefettetes Startgemisch zu erzeugen.
Warmlaufphase: Über die sich allmählich erwärmende Kühlflüssigkeit informiert der Temperatursensor das Steuergerät durch sich ändernde Widerstandswerte.
Leerlauf: Der Leerlaufschalter meldet dem Steuergerät diese Betriebsart. Der Regler der Drosselklappenstellung regelt die Leerlaufdrehzahl und gleicht dabei den Drehzahlabfall aus, der durch das Einschalten großer Stromverbraucher, eines vollständig nach einer Seite eingedrehten Servolenkungsverstärkers, eines eingelegten Fahrstufe der Automatikgetriebe oder einer eingeschalteten Klimaanlage entsteht. Dies geschieht durch Änderung des Zündzeitpunkts.
Normalbetrieb: Das Steuergerät erhält Informationen über den Motorbetrieb durch die Drehzahlimpulse des Hall-Gebers und die Widerstandswerte des Drosselklappenpotentiometers (Drosselklappenstellung). Daraus ermittelt das Steuergerät den Lastzustand des Motors und dosiert über das Einspritzventil die erforderliche Kraftstoffmenge zur angesaugten Luft.
Lambda-Regelung: Bei der Kraftstoffdosierung wird das Verhältnis Kraftstoff/Luft λ = 1 berücksichtigt. Der ständige Wechsel von angereichertem und abgemagertem Gemisch ermöglicht den optimalen Betrieb des Katalysators.
Beschleunigung: Anhand der Signale des Potentiometers erkennt das Steuergerät ein plötzliches Durchtreten des Gaspedals als Beschleunigungsvorgang, wodurch das Gemisch sofort angefettet wird.
Volllast: In der Stellung Vollgas bzw. genauer gesagt bei einer Drosselklappenstellung von etwa 72,5° sorgt das Steuergerät für die Gemischanfettung im Volllastbetrieb. Daher ist im Gemisch verhältnismäßig mehr Kraftstoff enthalten. Über die Drosselklappenstellung informiert das Potentiometer. Bei der Gemischanfettung im Volllastbetrieb wird das Signal der Lambdasonde jedoch ignoriert.
Schubabschaltung (Schiebebetrieb): Bei der Talfahrt mit losgelassenem Gaspedal spart das Mono-Motronic-Einspritzsystem Kraftstoff und unterbricht die Kraftstoffzufuhr, sobald der Motor Betriebstemperatur erreicht hat. Das Steuergerät erkennt diesen Betriebszustand anhand des losgelassenen Gaspedals (Drosselklappenpotentiometer), der Meldungen des Kühlmitteltemperatursensors und der Motordrehzahl über 1500 – 1900 U/min (Hall-Geber).
Drehzahlbegrenzung: Bei Überschreiten der maximalen Motordrehzahl unterbricht das Steuergerät die Kraftstoffzufuhr zum Schutz des Motors. Die Drehzahlbegrenzung darf nicht durch Abschalten der Zündung erfolgen, da sonst unverbranntes Kraftstoff in den Katalysator gelangt. Dies kann zu gefährlichen Temperaturanstiegen und dadurch zu dauerhaften Schäden am Katalysator führen.
Notbetrieb: Wenn das Signal eines der Informationsgeber vollständig ausbleibt oder einen unsinnigen Wert aufweist, arbeitet das Mono-Motronic-Einspritzsystem weiterhin normal. Dem Steuergerät stehen sogenannte Ersatzwerte zur Verfügung, die bereits im Speicher hinterlegt sind. Ein solcher Ersatzwert kann natürlich nicht viele Betriebsbedingungen berücksichtigen, das Fahrzeug bleibt aber fahrbereit. Der Fahrer kann den Ausfall des Gebers an mangelnder Leistung oder schlechtem Startverhalten erkennen.
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