Elektrik

Elektronische Multifunktionsmodule

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TECHNISCHE DATEN

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Ford Taurus. Electronic Feature Group

BESCHREIBUNG UND FUNKTION

Modulgesteuerte Funktionen

Bauteilposition

Elektronische Multifunktionsmodule

Ford Taurus. Electronic Feature Group
  1. BCM
  2. RFA-Modul

Übersicht

Das BCM steuert folgende Funktionen:

  • Batteriesparfunktion
  • Bremsen-Schaltsperre
  • Verzögerte Zubehörfunktion
  • Dimmbare Hintergrundbeleuchtung
  • Außenbeleuchtung
  • Hupe
  • Meldung des Zündungszustands
  • Innenbeleuchtung
  • Keyless-Entry-Tastenfeld (ohne IA)
  • Entriegelung der Heckklappe (ohne IA)
  • PATS (Fahrzeuge ohne IA)
  • Perimeteralarm
  • Zentralverriegelung (Fahrzeuge ohne IA)
  • Funktion Post-Crash-Alarm
  • RKE-System (ohne IA)
  • Fernstart
  • TPMS

Das RFA-Modul (nur mit IA) steuert folgende Funktionen:

  • IA-Funktion
  • Schlüsselprüfung (Teil des PATS)
  • Keyless-Entry-Tastenfeld
  • Entriegelung der Heckklappe
  • PATS
  • Zentralverriegelung

Systemfunktion

Batteriesparfunktion

HINWEIS: Die Zeitüberschreitung der Batteriesparfunktion beträgt 1 Minute, wenn das Fahrzeug weniger als 201 km (125 mi) Reichweite hat.

HINWEIS: Die Batteriesparfunktion steuert das Standlicht nicht, wenn sich der Lichtschalter in Stellung STANDLICHT EIN befindet.

Um die Batteriespannung zu schonen, schaltet das BCM die Innen- und Außenbeleuchtung nach einer Zeitüberschreitung bei ausgeschalteter Zündung automatisch ab. Das BCM überwacht den Zündungszustand und die Eingaben des RKE-Systems, um das Batteriesparrelais zu erregen oder abzuschalten und die Stromversorgung der Leuchten zu unterbrechen. Ein Timer im BCM startet, wenn:

  • die Zündung auf OFF geschaltet wird,
  • eine Tür oder die Heckklappe wird bei ausgeschalteter Zündung angelehnt,
  • bei ausgeschalteter Zündung die Taste UNLOCK am RKE-Sender gedrückt wird,
  • bei ausgeschalteter Zündung ein gültiger Tastencode eingegeben wird,
  • oder der Innenleuchtenschalter (in den Lichtschalter integriert) wird bei ausgeschalteter Zündung betätigt, um die Innenleuchten einzuschalten.

Nach Ablauf von 10 Minuten schaltet das BCM die Spannungsversorgung der Leuchten automatisch ab. Der Timer wird neu gestartet (die Spannung wird wiederhergestellt, wenn sich das BCM im Batteriesparmodus befindet), wenn:

  • die Zündung aus der Stellung OFF geschaltet wird,
  • eine Tür oder die Heckklappe wird angelehnt,
  • die Taste UNLOCK am RKE-Sender gedrückt wird,
  • ein gültiger Tastencode eingegeben wird,
  • der Innenleuchtenschalter wird gedrückt.

Funktion Post-Crash-Alarm

Der Post-Crash-Alarm ist eine vom BCM gesteuerte Funktion. Wenn das RCM einen Aufprall ausreichender Schwere feststellt (die Airbags können ausgelöst haben oder nicht), aktiviert sich die Funktion Post-Crash-Alarm. Die Funktion aktiviert die Warnblinkanlage und lässt die Hupe 3-mal ertönen, danach 4 Sekunden lang aus. Dieser Zyklus wiederholt sich, bis die Batterie entladen ist oder die Funktion ausgeschaltet wird. Die Funktion Post-Crash-Alarm kann ausgeschaltet werden durch:

  • Betätigen des Warnblinkschalters (ggf. zweimal).
  • Drücken der Taste ENTRIEGELN am RKE-Sender.
  • Drücken der Taste PANIK am RKE-Sender.

FET-Schutz

Ein FET ist ein Transistortyp (Feldeffekttransistor), der in Verbindung mit der Modulsoftware den Stromfluss an den Modulausgängen überwacht und steuert. Die FET-Schutzstrategie verhindert Schäden am Modul bei übermäßigem Stromfluss.

Das BCM verwendet für viele seiner Ausgänge eine FET-Schutzschaltungsstrategie (zum Beispiel für den Ausgangskreis des Scheinwerfers). Die Ausgangslasten (Stromstärke) werden auf übermäßige Stromaufnahme überwacht (typischerweise Kurzschlüsse). Bei Erkennen eines Fehlers wird der Ausgang abgeschaltet (das vom Modul bereitgestellte Spannungs- bzw. Massepotenzial wird unterbrochen). Bei dem Fehlerereignis wird ein DTC für Kurzschluss gespeichert und ein kumulativer Zähler gestartet.

Wenn die Anforderung des Ausgangs nicht mehr besteht, setzt das Modul den FET-Schutz zurück, damit der Kreis wieder funktionieren kann. Wird das Aktivieren eines Kreises, der zuvor durch einen Kurzschluss abgeschaltet wurde (FET-Schutz), erneut angefordert und ist der Kreis weiterhin kurzgeschlossen, schaltet der FET-Schutz den Kreis erneut ab und der kumulative Zähler erhöht sich.

Tritt die übermäßige Kreislast häufig genug auf, schaltet das Modul den Ausgang ab, bis ein Reparaturverfahren durchgeführt wird. Jeder FET-geschützte Kreis hat 3 vordefinierte Stufen der Kurzschlusstoleranz, die auf der schädlichen Wirkung jedes Kreisfehlers auf den FET und auf der Fähigkeit des FET, diese auszuhalten, basieren. Auf Grundlage der Lebensdauer des FET wird eine Modul-Lebensdauerstufe für Fehlerereignisse festgelegt. Beträgt die Gesamttoleranzstufe 600 Fehlerereignisse, lauten die 3 vordefinierten Stufen 200, 400 und 600 Fehlerereignisse.

Wird jede Toleranzstufe erreicht, wird DTC U1000:00 zusammen mit dem Kurzschluss-DTC gesetzt, der beim ersten Fehler gespeichert wurde. Diese DTCs können erst gelöscht werden, wenn das Fahrzeug repariert wurde.

Nach der Reparatur müssen die DTCs mit der Funktion DTC löschen des Diagnosegeräts gelöscht, die Zündung aus- und wieder eingeschaltet und der BCM-Selbsttest auf Anforderung ausgeführt werden.

Das Modul setzt den Fehlerereigniszähler niemals auf null zurück und erhöht ihn bei jedem Kurzschlussfehlerereignis weiter. Erreicht die Anzahl der Kurzschluss-Fehlerereignisse die dritte Stufe, wird DTC U3000:49 zusammen mit dem zugehörigen Kurzschluss-DTC gesetzt. DTC U3000:49 kann nicht gelöscht werden, und das Modul muss nach der Reparatur des ursprünglichen Fehlers ersetzt werden.

Gateway-Funktion

Das BCM arbeitet als Gateway-Modul, indem es Informationen in einem Format empfängt und in einem anderen Format an andere Module weiterleitet. Beispielsweise empfängt das BCM die Fahrzeuggeschwindigkeitsdaten vom PCM über den HS-CAN, wandelt die Daten in eine MS-CAN-Nachricht um und sendet (gateway) die Nachricht an andere Netzwerkmodule, wie das HVAC-Modul. Dadurch wird die Netzwerkkommunikation zwischen Modulen ermöglicht, die nicht über dasselbe Netzwerk (HS-CAN oder MS-CAN) kommunizieren.

Bauteilbeschreibung

Karosseriesteuermodul (BCM)

Das BCM ist ein Multifunktionsmodul, das beim Austausch eine PMI erfordert. Siehe Abschnitt 418-01.

Remote Function Actuator (RFA)-Modul

Das RFA-Modul ist ein Multifunktionsmodul, das beim Austausch eine PMI erfordert. Siehe Abschnitt 418-01.

DIAGNOSE UND PRÜFUNG

Diagnose-Fehlercode (DTC)-Tabelle

Jedes Modul verfügt über eine umfassende DTC-Tabelle, die in einem entsprechenden Abschnitt aufgeführt ist. Die nachstehende Tabelle enthält die Abschnittsangabe für die DTC-Tabelle eines bestimmten Moduls.

Karosseriesteuermodul (BCM)

DTC-Tabelle

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

BCM-DTC-Tabelle

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Symptomtabelle

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Tests

Pinpoint-Test A: DTC U0100:00

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • BCM
  • PCM

PINPOINT-TEST A: DTC U0100:00

Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test B: DTC U0104:00

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • BCM
  • C-CM

PINPOINT-TEST B: DTC U0104:00

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test C: DTC U0121:00

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • ABS-Modul
  • BCM

PINPOINT-TEST C: DTC U0121:00

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test D: DTC U0131:00

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • BCM
  • PSCM

PINPOINT-TEST D: DTC U0131:00

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test E: DTC U0212:00

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • BCM
  • SCCM

PINPOINT-TEST E: DTC U0212:00

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test F: DTC U1000:00

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

Normale Funktion und Fehlerbedingungen

Das BCM steuert die Ausgänge mehrerer Fahrzeugsysteme über Halbleitertreiber. Tritt bei einem dieser Treiber eine Überlast auf, wird ein DTC gespeichert. Das Modul erfasst außerdem die Anzahl wiederholter Fehler in jedem dieser Stromkreise. Das Modul vergleicht diese Anzahl von Überlasten mit 3 progressiven Schwellenwerten, die für jeden Stromkreis festgelegt sind. Bei jedem Schwellenwert wird DTC U1000:00 zusammen mit dem DTC des betroffenen Stromkreises gespeichert.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • BCM

PINPOINT-TEST F: DTC U1000:00

Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test G: DTC U3003:16

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

Stromlaufpläne Zelle 10, Masse, für Schaltplan und Steckerinformationen beachten.

Schaltplan und Steckerinformationen SIEHE Schaltplan-Zelle 13, Stromverteilung/BCM.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • Kabelbaum, Anschlussklemmen oder Steckverbinder
  • Batterie
  • Generator
  • PCM
  • RFA-Modul

PINPOINT-TEST G: DTC U3003:16

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test H: DTC U3003:17

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • Kabelbaum, Anschlussklemmen oder Steckverbinder
  • Batterie
  • Generator
  • PCM
  • BCM

PINPOINT-TEST H: DTC U3003:17

Ford Taurus. Electronic Feature Group

Remote Function Actuator (RFA)-Modul

DTC-Tabellen

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Tabelle Remote Function Actuator (RFA)-Modul

HINWEIS: Die Verfahren zum Erreichen der verschiedenen Zündungszustände (Zündung aus, Zündung in Zubehörstellung, Zündung ein, Zündung Start) bei Fahrzeugen mit dieser Funktion finden Sie in Beschreibung und Funktion, Intelligent Access (IA) mit Drucktastenstart in Abschnitt 419-01C.

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Symptomtabelle

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

HINWEIS: Die Verfahren zum Erreichen der verschiedenen Zündungszustände (Zündung aus, Zündung in Zubehörstellung, Zündung ein, Zündung Start) bei Fahrzeugen mit dieser Funktion finden Sie in Beschreibung und Funktion, Intelligent Access (IA) mit Drucktastenstart in Abschnitt 419-01B.

Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Tests

Pinpoint-Test I: DTC U0140:87

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

Normale Funktion und Fehlerbedingungen

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • BCM
  • RFA-Modul

PINPOINT-TEST I: DTC U0140:87

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test J: DTC U1000:00

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • RFA-Modul

PINPOINT-TEST J: DTC U1000:00

Ford Taurus. Electronic Feature Group

Pinpoint-Test K: DTC U3003:62

Diagnoseübersicht

Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau sowie Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.

Stromlaufpläne Zelle 10, Masse, für Schaltplan und Steckerinformationen beachten.

Schaltplan und Steckerinformationen SIEHE Schaltplan-Zelle 13, Stromverteilung/BCM.

DTC-Fehlerauslösebedingungen

Ford Taurus. Electronic Feature Group
    Mögliche Ursachen
  • Kabelbaum, Anschlussklemmen oder Steckverbinder
  • Batterie
  • Generator
  • PCM
  • RFA-Modul

PINPOINT-TEST K: DTC U3003:62

Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group
Ford Taurus. Electronic Feature Group

ALLGEMEINE VERFAHREN

Deaktivieren des Transport- oder Werksmodus

Transportmodus

HINWEIS: Während der Fahrzeugmontage werden einige Fahrzeugmodule (Instrumententafel-Cluster (IPC), Karosseriesteuermodul (BCM) und Fernbedienungsempfänger (RFR)-Modul [falls vorhanden]) in den Werksmodus versetzt. Im Werksmodus zeigt das IPC in der Meldungsanzeige FACTORY MODE CONTACT DEALER an. Wenn das Fahrzeug im Werksmodus ist, schaltet das System nicht automatisch in einen anderen Modus um und muss manuell in den Transport- oder Normalbetriebsmodus gesetzt werden. Nach Abschluss der Fahrzeugmontage wird das Fahrzeug in den Transportmodus versetzt. Im Transportmodus zeigt das IPC in der Meldungsanzeige TRANSPORT MODE CONTACT DEALER an. Der Transportmodus dient dazu, die Batterieentladung bei längeren Stillstandzeiten des Fahrzeugs zu verringern. Verschiedene Systeme können im Transportmodus verändert oder deaktiviert sein. Das Fahrzeug schaltet nach einer Fahrstrecke von 201 km (125 mi) automatisch in den Normalbetriebsmodus zurück.

  1. Stellen Sie sicher, dass die Batterie vollständig geladen ist.
  2. Zum Deaktivieren oder Ausschalten des Transportmodus führen Sie folgende Schritte innerhalb von 10 Sekunden aus:
    • Bei eingeschalteter Zündung (RUN) das Bremspedal 5-mal treten.
    • Warnblinkschalter 4-mal drücken (ein, aus, ein, aus).

Werksmodus

HINWEIS: Während der Fahrzeugmontage werden einige Module (IPC, BCM und Fernbedienungsempfänger (RFR)-Modul [falls vorhanden]) in den Werksmodus versetzt. Im Werksmodus zeigt das IPC in der Meldungsanzeige FACTORY MODE CONTACT DEALER an. Wenn das System im Werksmodus ist, schaltet es nach 60 Zündungszyklen automatisch wieder in den Normalmodus zurück.

  1. Stellen Sie sicher, dass die Batterie vollständig geladen ist.
  2. Zündung 60-mal ein- und ausschalten.

AUS- UND EINBAU

Karosseriesteuermodul (BCM)

Ausbau

HINWEIS: Wenn ein Fahrzeugmodul programmiert wird, schließen Sie ein externes Batterieladegerät an, damit die Modulprogrammierung ohne Unterbrechung durch die aktiv werdende Lastabwurffunktion abgeschlossen wird. Das externe Batterieladegerät muss eine Systemspannung von über 13 Volt aufrechterhalten. Dafür kann eine höhere Ladeeinstellung als die niedrigste Ladestufe erforderlich sein. Die negative Verbindung des externen Batterieladegeräts muss an eine Motor- oder Fahrzeugmasse angeschlossen werden und nicht an den negativen Batteriepol. Wird die Verbindung am negativen Batteriepol hergestellt, kann die Aktivierung des Lastabwurfs nicht verhindert werden, und die Modulprogrammierung kann beschädigt werden. Starten Sie nach Beginn des Ladevorgangs den Motor, um Lastabwurfzustände zu löschen, schalten Sie dann den Motor aus und fahren Sie mit der Programmierung fort.

HINWEIS: Bei Installation eines neuen Moduls müssen die Modulkonfigurationsdaten vor dem Ausbau des Moduls auf das Diagnosegerät hochgeladen werden. Diese Daten müssen nach der Installation in das neue Modul heruntergeladen werden.

HINWEIS: Bei Installation eines neuen BCM werden während des Parameter-Reset-Verfahrens alle Fahrzeugschlüssel gelöscht. Stellen Sie bei Fahrzeugen ohne Intelligent Access (IA) vor Durchführung dieses Verfahrens sicher, dass mindestens 2 Fahrzeugschlüssel verfügbar sind.

  1. Schließen Sie ein Batterieladegerät an. Siehe Abschnitt 414-01.
  2. HINWEIS: Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn das BCM ausgetauscht wird.

    Laden Sie die Modulkonfigurationsdaten aus dem BCM hoch. Siehe Abschnitt 418-01.

  3. Entfernen Sie die Verkleidung der Lenksäulenöffnung. Siehe Abschnitt 501-12.
  4. Trennen Sie die 7 elektrischen Steckverbinder des BCM und entfernen Sie die 2 Kabelbaum-Haltestifte vom BCM.
  5. Heben Sie die Entriegelungslasche(n) des BCM (von der BCM-Halterung weg) an, schieben Sie das BCM nach links und entnehmen Sie es.

Einbau

  1. Bauen Sie das BCM ein und verbinden Sie die elektrischen Steckverbinder.
  2. HINWEIS: Wurde das BCM nicht ausgetauscht, ist dies der letzte erforderliche Schritt.

    Bauen Sie die Verkleidung der Lenksäulenöffnung ein.

  3. HINWEIS: Befinden sich Zündung auf EIN oder ACC und Motor AUS während des Ladevorgangs der Fahrzeugbatterie, kann das Batterieüberwachungssystem (BMS) die Zündung ausschalten, wodurch die Konfiguration fehlschlägt.

    Nach Abschluss des Ladevorgangs der Batterie den BMS-Reset gemäß den Anweisungen auf dem Bildschirm des Diagnosegeräts durchführen.

  4. HINWEIS: Nach Abschluss der Programmierbaren Modul-Installation (PMI) des BCM den Anweisungen auf dem Bildschirm des Diagnosegeräts für die Konfiguration der Sperre der konfigurierbaren Motorwegfahrsperre (CEI) folgen.

    Die BCM-Konfigurationsdaten vom Diagnosegerät in das neue BCM laden. Dazu den Anweisungen auf dem Bildschirm des Diagnosegeräts folgen.

  5. HINWEIS: Bei Installation eines neuen BCM müssen das BCM und das PCM einen Parameter-Reset durchlaufen, damit sich BCM und PCM gegenseitig erkennen.

    Bei Installation eines neuen BCM den Parameter-Reset durchführen und die Schlüssel programmieren. Für Fahrzeuge ohne Intelligent Access (IA) siehe Abschnitt 419-01B. Für Fahrzeuge mit IA siehe Abschnitt 419-01C.

  6. Bei Ausstattung mit IA den Reset des Zifferncodes der schlüssellosen Zugangstastatur durchführen. Siehe Programmierung des Zifferncodes der schlüssellosen Zugangstastatur in Abschnitt 501-14B.
  7. Die Reifendrucksensoren anlernen. Siehe Abschnitt 204-04.
  8. HINWEIS: Blinken die Innenleuchten nach dem Einbau des BCM, wurde es nicht vollständig konfiguriert. Schritte 3 bis 7 wiederholen.

    Den Selbsttest des BCM durchführen, um zu bestätigen, dass alle DTCs gelöscht wurden.

Remote Function Actuator (RFA)-Modul

Ausbau

  1. HINWEIS: Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn das Modul der Fernbedienungsbetätigung (RFA) ersetzt wird.

    HINWEIS: Vor dem Austausch des Moduls müssen die Modulkonfigurationsdaten in das Diagnosegerät hochgeladen werden. Diese Daten müssen nach dem Einbau in das neue Modul geladen werden. Weitere Informationen siehe Abschnitt 418-01.

    Die Modulkonfigurationsdaten vom RFA-Modul gemäß den Anweisungen auf dem Bildschirm des Diagnosegeräts hochladen.
  2. Die Verkleidungsblende der Instrumententafel auf der rechten Seite abnehmen.
  3. Die 2 Muttern entfernen und das RFA-Modul abnehmen.
    • Die elektrischen Steckverbinder des RFA-Moduls trennen.

Einbau

  1. Das RFA-Modul einbauen.
    • Die elektrischen Steckverbinder des RFA-Moduls anschließen.
    • Auf 3 N·m anziehen.
  2. Die Verkleidungsblende der Instrumententafel auf der rechten Seite einbauen.
  3. Die Konfigurationsdaten des RFA-Moduls gemäß den Anweisungen auf dem Bildschirm des Diagnosegeräts in das neue RFA-Modul laden.
  4. Den Parameter-Reset zwischen dem RFA-Modul und dem Karosseriesteuergerät (BCM) durchführen. Weitere Informationen siehe Parameter-Reset der Wegfahrsperre (PATS) in Abschnitt 419-01B.
  5. Die Intelligent-Access-(IA)-Schlüssel (mindestens 2) im neuen RFA-Modul programmieren. Weitere Informationen siehe Schlüsselprogrammierung mit Diagnosegerät in Abschnitt 419-01B.
  6. Die Zündung einschalten.
  7. Den Reset des Zifferncodes der schlüssellosen Zugangstastatur durchführen. Weitere Informationen siehe Programmierung des Zifferncodes der schlüssellosen Zugangstastatur in Abschnitt 501-14B.
  8. Den Selbsttest des RFA-Moduls durchführen, um zu bestätigen, dass alle DTCs gelöscht wurden.

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Ford Taurus: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.