Bremsanlage

Antiblockiersystem (ABS) - Allgemeine Informationen

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Bei Fahrzeugen mit einer herkömmlichen Bremsanlage führt ein abruptes Durchtreten des Bremspedals zum Blockieren der Räder. Dabei geht der Kraftschluss der Reifen zur Fahrbahn verloren, und das Fahrzeug kann ins Schleudern geraten und die Lenkbarkeit verlieren. Das Antiblockiersystem (ABS) verhindert ein vorzeitiges Blockieren der Räder, indem es beim Bremsen die Drehzahl der Räder durch Modulation des Bremsflüssigkeitsdrucks in jedem der Bremsmechanismen fortlaufend regelt.

Das ABS besteht aus zwei Hauptteilen: dem elektrischen und dem hydraulischen Teil. Zum elektrischen Teil des Systems gehören vier Raddrehzahlsensoren, das Steuergerät und der Satz Verbindungskabel. Zum hydraulischen Teil gehören der Druckmodulator, die Bremssättel der Scheibenbremsen und die verbindenden Bremsleitungen.

Die Funktionsweise des Systems ist im Grunde einfach. Jedes Rad ist mit einem eigenen Drehzahlsensor ausgestattet. Der Sensor besteht aus einem Rotor (einem Ring mit gleichmäßig am Umfang angeordneten Zähnen) und einem Sensorelement in Form einer vormagnetisierten Spule. Das Sensorelement erfasst den Durchgang der Rotorzähne und wandelt die Information in elektrische Signale um, die laufend an das ABS-Steuergerät übertragen werden. Anhand der verarbeiteten Signale ermittelt das Steuergerät die relative Drehzahl jedes Rades. Solange sich alle vier Räder mit gleicher Drehzahl drehen, befindet sich das ABS im Ruhezustand. Sobald ein Rad zu blockieren beginnt, erkennt das Steuergerät die Änderung des Eingangssignals und gibt einen Befehl an den Modulator aus, der den Bremsflüssigkeitsdruck im Bremsmechanismus des betreffenden Rades sofort absenkt. Sobald sich die normale Drehung des Rades wieder einstellt, unterbricht das Steuergerät die Funktion des Modulators.

Die tatsächliche Funktionsweise des ABS ist deutlich komplexer, als es scheinen mag. Daher empfehlen die Verfasser dieser Anleitung den Fahrzeugeigentümern nicht, selbst Reparaturen am System vorzunehmen. Bei Störungen ist es am sinnvollsten, eine Fachwerkstatt aufzusuchen.

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