Anlasser- und Ladesystem

Allgemeine Informationen und Vorsichtsmaßnahmen

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Allgemeine Informationen

Das elektrische Motorsystem besteht hauptsächlich aus dem Lade- und dem Startsystem.

Da diese Bauteile motorbezogene Funktionen haben, werden sie getrennt von den elektrischen Karosseriegeräten wie Beleuchtung und Instrumenten behandelt. Informationen zur Zündanlage finden Sie in Teil B oder C.

Das Bordnetz hat 12 Volt und ist minusseitig (negativ) geerdet.

Die Batterie ist eine wartungsarme bzw. wartungsfreie (dauerhaft verschlossene) Batterie und wird vom Generator geladen, der über den Keilrippenriemen von der Kurbelwellenriemenscheibe angetrieben wird.

Der Anlasser ist ein Vorspuranlasser mit integriertem Magnetschalter. Beim Startvorgang schiebt der Magnetschalter das Ritzel in den Zahnkranz des Schwungrads, bevor der Anlassermotor eingeschaltet wird. Sobald der Motor läuft, verhindert eine Freilaufkupplung, dass der Anker vom Motor angetrieben wird, bis das Ritzel vom Schwungrad gelöst ist.

Vorsichtsmaßnahmen

Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Systemen finden Sie in den entsprechenden Abschnitten dieses Kapitels.

Obwohl einige Reparaturschritte angegeben sind, besteht das übliche Vorgehen darin, das betreffende Bauteil zu erneuern. Wer über das reine Austauschen von Bauteilen hinaus Interesse hat, sollte das „Automobile Electrical & Electronic Systems Manual“ beim Verlag dieses Handbuchs beziehen.

Bei Arbeiten am elektrischen System ist besondere Sorgfalt erforderlich, um Schäden an Halbleiterbauelementen (Dioden und Transistoren) zu vermeiden und das Verletzungsrisiko gering zu halten. Zusätzlich zu den Hinweisen im Abschnitt „Sicherheit geht vor!“ dieses Handbuchs sind bei Arbeiten am System folgende Punkte zu beachten:

Vor Arbeiten am elektrischen System immer Ringe, Uhren usw. ablegen. Selbst bei abgeklemmter Batterie kann es zu einer kapazitiven Entladung kommen, wenn ein unter Spannung stehender Anschluss eines Bauteils über einen metallischen Gegenstand an Masse gelegt wird.

Dies kann zu einem elektrischen Schlag oder schmerzhaften Verbrennungen führen.

Batteriepole nicht vertauschen.

Bauteile wie Generator, elektronische Steuergeräte oder andere Komponenten mit Halbleiterschaltungen können irreparabel beschädigt werden.

Wird der Motor mit Überbrückungskabeln und einer Hilfsbatterie gestartet, müssen die Batterien Plus an Plus und Minus an Minus angeschlossen werden (siehe „Starthilfe mit Fremdbatterie“). Dies gilt auch beim Anschluss eines Batterieladegeräts.

Batteriepole, Generator, elektrische Leitungen oder Messgeräte dürfen bei laufendem Motor niemals getrennt werden.

Den Generator bei abgeklemmtem Generator nicht durch den Motor drehen lassen.

Die Generatorleistung niemals durch kurzes Anlegen des Ausgangskabels an Masse („Blitzen“) prüfen.

Zur Stromkreis- oder Durchgangsprüfung niemals ein Ohmmeter mit handbetriebenem Generator verwenden.

Bei Arbeiten am elektrischen System immer sicherstellen, dass das Minuskabel der Batterie abgeklemmt ist.

Vor dem Einsatz von Lichtbogenschweißgeräten am Fahrzeug die Batterie, den Generator und Bauteile wie das elektronische Steuergerät für Einspritzung/Zündung abklemmen, um Schäden zu vermeiden.

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