Zündzeitpunkt - Einstellung
Modelle mit verbleitem Benzin (4-Stern)
1. Für eine lange Motorlebensdauer, einen effizienten Motorlauf und einen niedrigen Verbrauch ist es wesentlich, dass das Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Brennräumen genau im richtigen Moment in Abhängigkeit von Drehzahl und Last durch die Zündkerzen entzündet wird. Dafür muss der Zündzeitpunkt genau eingestellt werden. Er ist in den angegebenen Intervallen zu prüfen sowie immer dann, wenn die Position des Verteilers verändert wurde. Für eine genaue Prüfung des Zündzeitpunkts wird eine Stroboskoplampe benötigt. Der Zündzeitpunkt wird bei laufendem Motor im Leerlauf geprüft.
2. Wurde der Verteiler ausgebaut oder wurde seine Position am Motor aus einem anderen Grund verändert, zunächst eine Grundeinstellung vornehmen, damit der Motor gestartet werden kann, wie in Abschnitt 6 beschrieben. Außerdem sicherstellen, dass der Unterbrecherkontakt-Abstand bzw. der Schließwinkel korrekt eingestellt ist.
3. Zur Prüfung zunächst die Zündmarkierungen mit weißer Kreide oder schnell trocknender Farbe hervorheben. Die Markierungen sind eine Kerbe an der Kurbelwellenriemenscheibe und eine erhabene Markierung am Steuergehäusedeckel. Sind die Markierungen ausgerichtet, befindet sich der Motor auf dem vorgegebenen Zündwinkel in Grad vor OT, nicht im OT.
4. Motor auf Betriebstemperatur bringen und anschließend abstellen.
5. Zündlampe gemäß den Herstellerangaben an das Zündkabel von Zylinder 1 anschließen.
6. Bei Leerlauf die Zündlampe auf die Zündmarkierungen richten. Die Markierungen erscheinen stillstehend, und bei korrektem Zündzeitpunkt stehen sie zueinander ausgerichtet.
7. Stehen die Markierungen nicht zueinander, die Klemmschrauben oder Befestigungsmuttern des Verteilers lösen und das Verteilergehäuse langsam in die eine oder andere Richtung drehen, bis die Markierungen übereinstimmen.
Klemmschraube bzw. Befestigungsmuttern festziehen und prüfen, ob sich die Einstellung nicht verändert hat.
8. Drosselklappe leicht öffnen und die Bewegung der Zündmarkierungen beobachten. Funktioniert die Fliehkraftverstellung im Verteiler korrekt, sollten sich die Markierungen bei steigender Drehzahl voneinander entfernen. Dasselbe sollte geschehen, wenn nach dem Abziehen des Unterdruckschlauchs vom Vergaser Unterdruck an den Anschluss der Unterdruckverstellung angelegt wird. Dies zeigt, dass die Unterdruckdose des Verteilers in Ordnung ist.
9. Nach der Prüfung des Zündzeitpunkts den Motor abstellen und die Zündlampe abklemmen. Falls der Unterdruckschlauch abgenommen wurde, diesen wieder am Vergaser anschließen.
Modelle mit bleifreiem Benzin
Frühe Modelle (bis Februar 1985)
10. Bei Fahrzeugen bis Februar 1985 ist keine Einstellung des Zündzeitpunkts erforderlich, wenn das Fahrzeug mit bleifreiem Kraftstoff betrieben wird.
Spätere Modelle (ab Februar 1985)
11. Alle Modelle ab Februar 1985 sind für bleifreies Benzin ausgelegt. Der Hersteller gibt jedoch an, dass die Zündung um 3° bis 7° vor OT spät verstellt werden sollte.
12. Die Kurbelwellenriemenscheibe besitzt nur eine Zündmarkierung (10° vor OT). Daher sind zusätzliche Markierungen erforderlich, um die Zündung genau zu spät zu verstellen.
13. Den Motor über die Befestigungsschraube der Kurbelwellenriemenscheibe drehen oder den vierten Gang einlegen und das Fahrzeug vorwärts schieben, bis Kolben 1 im Zünd-OT steht. Dies lässt sich spüren, wenn man die Zündkerze von Zylinder 1 herausschraubt und beim Drehen des Motors mit dem Finger die Verdichtung fühlt. Den genauen OT-Punkt muss man mit einem stumpfen Taststift (etwa einer Stricknadel) bestimmen, der durch die Bohrung der Zündkerze von Zylinder 1 eingeführt wird.
14. Eine Markierung an der Kurbelwellenriemenscheibe anbringen, die mit der Zündmarkierung bzw. dem Zeiger am Motor fluchtet.
15. Die ursprüngliche Riemenscheibenmarkierung zeigt 10° vor OT, die neue Markierung OT. Anhand dieser beiden Markierungen eine dritte Markierung auf der Riemenscheibe in der Position 7° vor OT anbringen.
16. Mit der neuen Zündmarkierung den Zündzeitpunkt wie in den Absätzen 4 bis 7 beschrieben einstellen. Tritt Klopfen auf, muss der Zündzeitpunkt unter Umständen noch weiter spät verstellt werden. Etwas Ausprobieren kann nötig sein, um einen zufriedenstellenden Motorlauf zu erreichen.
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