Fehlersuchbaum
| ALP 1 | Keine Kommunikation mit dem Steuergerät |
Fahrzeugtyp sowie Bereich im Diagnosegerät überprüfen! Sicherstellen, dass das Diagnosegerät nicht defekt ist, indem versucht wird, mit einem Steuergerät eines anderen Fahrzeugs zu kommunizieren. Versorgung der Diagnosebuchse prüfen: + vor Zündung an Kontakt 16 / + nach Zündung an Kontakt 1 / Masse an Kontakt 4 und 5. Prüfen (je nach Stromlaufplan und Ausstattung):
Motorsteuergerät abklemmen und prüfen, ob sich keine leitenden Rückstände an den Steckerkontakten des Steuergeräts befinden. Wird bei der Demontage eine Verschmutzung festgestellt, instand setzen und erneut versuchen, eine Kommunikation herzustellen. Bleibt das Problem bestehen, die Klemmleiste Ref.: Elé. 1681 am Motorkabelbaum anschließen. Durchgang prüfen und sicherstellen, dass auf folgenden Verbindungen kein störender Widerstand vorliegt: Motorsteuergerät, Stecker A, Kontakt B4 → Diagnosebuchse Kontakt 7 (K-Leitung) Versorgungen prüfen: Motorsteuergerät, Stecker B, Kontakt E3 → +Zündung ein, Den Schließer des Einspritzrelais überbrücken (Kontakte 3 und 5 des Relaissockels): Motorsteuergerät, Stecker B, Kontakte M3 und M2 → +12 V Batterie (über Prüfbrücke) Durchgang der Leitung zwischen folgenden Punkten prüfen: Motorsteuergerät, Stecker B, Kontakt D4 → Kontakt 2 des Relaissockels der Einspritzsteuerung. |
Versuchen, eine Kommunikation mit einem anderen Steuergerät desselben Fahrzeugs herzustellen.
Klimaanlage, Airbag, Antiblockiersystem – Fahrdynamikregelung, Zentrale Innenraumsteuerung, Armaturenbrett, Kommunikationszentrale, Einparkhilfe. Nach jedem Abklemmen erneut versuchen, eine Kommunikation herzustellen. Wenn nach einem Abklemmen die Kommunikation erfolgreich hergestellt werden kann, die Diagnose des betreffenden Steuergeräts durchführen.
SCHRITT 2Motorsteuergerät austauschen. Falls erforderlich, die Konfiguration des neuen Steuergeräts an die am Fahrzeug vorhandenen Optionen anpassen. WARNUNGWenn die Funktion „IMA“ aktiv ist, das im Abschnitt „Hilfe: IMA-Kalibrierung“ dieses Hinweises beschriebene Austauschverfahren für das Steuergerät befolgen. |
NACH DER REPARATUR
Probefahrt durchführen und anschließend mit dem Diagnosegerät prüfen.
| ALP 2 | Startprobleme (oder Motor springt nicht an) |
HINWEISE
Vor der Prüfung dieses Kundenbeanstandungs-Effekts sicherstellen, dass kein Fehler vorliegt, und mit dem Diagnosegerät prüfen, ob die „Parameter“ und „Zustände“ konform sind (bzw. nicht).
Wenn der Kundenbeanstandungs-Effekt nicht behoben ist, die folgenden Prüfungen durchführen.


NACH DER REPARATUR
Probefahrt durchführen und anschließend mit dem Diagnosegerät prüfen.
| ALP 3 | Einspritzgeräusche |
HINWEISE
Vor der Prüfung dieses Kundenbeanstandungs-Effekts sicherstellen, dass kein Fehler vorliegt, und mit dem Diagnosegerät prüfen, ob die „Parameter“ und „Zustände“ konform sind (bzw. nicht).
Wenn der Kundenbeanstandungs-Effekt nicht behoben ist, die folgenden Prüfungen durchführen.
| Wenn die Funktion „IMA“ aktiv ist: Die Echtheit der Codes prüfen, indem die jedem Zylinder zugeordneten Injektorcodes mit den auf jedem Injektor eingravierten Codes verglichen werden. |
| Wenn die Einspritzgeräusche nach einem Kaltstart auftreten: Die Entlüftung des Niederdruck-Kraftstoffkreislaufs prüfen. Die Versorgung des Kraftstoffvorwärmers prüfen. Die Funktion der Vorglühanlage prüfen. Die Plausibilität der Kraftstoff- und Motortemperatur prüfen. Falls der Effekt weiterhin besteht, den Raildruck prüfen und die Diagnosen AC004: „Ladedruck-Magnetventil“ und AC011: „Raildruckregler“ durchführen. |
| Wenn die Einspritzgeräusche im Leerlauf auftreten: Zustand der Anschlussklemmen der Injektor- und Raildruckreglerstecker prüfen. Die Plausibilität der Luftmasseninformation prüfen (Diagnose PR050 verwenden). Die Stellung des AGR-Ventils auf Konformität prüfen (Diagnose AC002 verwenden): „AGR-Magnetventil“. Falls der Effekt weiterhin besteht, die Injektordiagnose durchführen (siehe Kapitel „Hilfe“). Wenn die Einspritzgeräusche in allen Drehzahlbereichen auftreten: Injektordiagnose durchführen (siehe Kapitel „Hilfe“). Zustand der Anschlussklemmen der Injektor- und Raildruckreglerstecker prüfen. Die Konformität des Kraftstoffs prüfen. Die Plausibilität der Luftmasseninformation prüfen (Diagnosen PR018: „Geschätzter Luftmassenstrom“ und PR131: „Abweichung Luftmassenstrom AGR“ verwenden). Falls der Effekt weiterhin besteht, den Raildruck prüfen und die Diagnosen AC004 „Ladedruck-Magnetventil“ und AC011: „Raildruckregler“ durchführen. |
| Wenn die Einspritzgeräusche bei instationären Betriebszuständen auftreten: Bei Drehzahlüberhöhungen beim Gangwechsel die Konformität des Kupplungsschalters prüfen. Bei der Probefahrt während des Schaltvorgangs den Parameter PR202 (CP3) oder PR097 (CP1) beobachten. Wenn er schwankt, ohne spürbaren Einfluss auf den Raildruck, die Diagnose AC011: „Raildruckregler“ durchführen. Falls der Effekt weiterhin besteht, die Injektordiagnose durchführen (siehe Abschnitt „Hilfe“ dieses Hinweises). |
NACH DER REPARATUR
Probefahrt durchführen und anschließend mit dem Diagnosegerät prüfen.
| ALP 4 | Leistungsmangel |
HINWEISE
Vor der Prüfung dieses Kundenbeanstandungs-Effekts sicherstellen, dass kein Fehler vorliegt, und mit dem Diagnosegerät prüfen, ob die „Parameter“ und „Zustände“ konform sind (bzw. nicht).
Wenn der Kundenbeanstandungs-Effekt nicht behoben ist, die folgenden Prüfungen durchführen.
ACHTUNG: Bei Überhitzung über 119 °C begrenzt das Steuergerät bewusst den Kraftstoffdurchfluss (Aufleuchten der Überhitzungswarnleuchte ab 115 °C). Ist die Funktion „IMA“ aktiv: Echtheit der Codes prüfen, indem die den einzelnen Zylindern zugeordneten Injektorcodes mit den auf jedem Injektor eingravierten Codes verglichen werden.
NACH DER REPARATUR
Probefahrt durchführen und anschließend mit dem Diagnosegerät prüfen.
| ALP 5 | Unrunder Motorlauf |
HINWEISE
Vor der Prüfung dieses Kundenbeanstandungs-Effekts sicherstellen, dass kein Fehler vorliegt, und mit dem Diagnosegerät prüfen, ob die „Parameter“ und „Zustände“ konform sind (bzw. nicht).
Bei Rucken oder Hochdrehen beim Schalten den Kupplungsschalter prüfen. Bleibt der Fehler bestehen:- Die Konformität des verwendeten Kraftstoffs prüfen.
- Die Entlüftung des Niederdruck-Kraftstoffkreislaufs prüfen. Außerdem prüfen, ob der Kraftstofffilter korrekt angeschlossen ist und nicht mit Wasser gesättigt ist.
- Prüfen, dass zwischen Filter und Hochdruckpumpe keine Luftblasen vorhanden sind.
- Die Konformität des Raildrucks prüfen (Motor warm):
± 25 bar um den Raildruckwert im Leerlauf (die Schwankungen zwischen Minimum und Maximum des Raildrucks im Leerlauf dürfen 50 bar nicht überschreiten).
ca. 1350 bar bei Volllast (Gaspedal voll durchgetreten).
Bei Abweichungen die Diagnose AC004: „Ladedruck-Magnetventil“ durchführen.
- Die Konformität des Luftmassenstroms prüfen; Diagnose PR018: „Geschätzter Luftmassenstrom“ verwenden.
Falls der Effekt weiterhin besteht:
- Injektoren prüfen: Motor im Leerlauf laufen lassen und die Injektoren nacheinander abklemmen:
Das Einspritzventil ersetzen, bei dessen Abstecken keine Änderung des Motorlaufs eintritt.
Die durch die mehrfachen Abklemmungen verursachten Fehler löschen und anschließend eine Probefahrt zur Bestätigung der Reparatur durchführen.
- Motorkompression prüfen.
NACH DER REPARATUR
Probefahrt durchführen und anschließend mit dem Diagnosegerät prüfen.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Renault Megane: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.