Wenn gleichzeitig andere DTCs außer Zündaussetzern gespeichert sind, zuerst die Fehlersuche für diese durchführen.
Freeze-Frame-Daten mit dem Hand-Tester oder dem OBD-II-Scan-Tool auslesen. Freeze-Frame-Daten erfassen die Motorbedingungen, wenn eine Störung erkannt wird. Bei der Fehlersuche hilft das festzustellen, ob das Fahrzeug fuhr oder stand, ob der Motor warm war, ob das Luft-Kraftstoff-Gemisch mager oder fett war usw. Zum Zeitpunkt der Störung.
Tritt der Zündaussetzer bei der Vorstellung in der Werkstatt nicht auf, kann er bestätigt werden, indem die Bedingungen der Freeze-Frame-Daten nachgestellt werden. Nach Abschluss der Reparatur prüfen, dass kein Zündaussetzer mehr auftritt (siehe Bestätigungsfahrtmuster).
Liegt entweder Short FT #1 oder Long FT #1 in den Freeze-Frame-Daten außerhalb des Bereichs von ±20 %, besteht die Möglichkeit, dass das Luft-Kraftstoff-Verhältnis entweder zu fett (–20 % oder weniger) oder zu mager (+20 % oder mehr) ist. Liegt die Kühlmitteltemperatur in den Freeze-Frame-Daten unter 80 °C (176 °F), besteht die Möglichkeit eines Zündaussetzers nur während der Motorwarmlaufphase.
Lässt sich der Zündaussetzer nicht reproduzieren, kann die Ursache sein, dass das Fahrzeug mit zu wenig Kraftstoff gefahren wurde, ungeeigneter Kraftstoff verwendet wurde, eine Verschmutzung an der Zündkerze vorliegt usw.
Nach der Reparatur unbedingt den Wert des Zündaussetzer-Zählers prüfen.
1 Weitere DTC-Ausgabe prüfen (zusätzlich zu den Zündaussetzer-DTCs)
Das Handprüfgerät oder das OBD-II-Scan-Tool an den DLC3 anschließen.
Zündschalter einschalten und den Hauptschalter am Handprüfgerät bzw. OBD-II-Scan-Tool betätigen.
Hinweis: Werden andere Codes als P0300, P0301, P0302, P0303 oder P0304 ausgegeben, zuerst die Fehlersuche für diese DTCs durchführen.2 Kabelbaum, Steckverbinder und Unterdruckschlauch im Motorraum prüfen
Die Verbindung von Kabelbaum und Steckverbinder prüfen.
Die Unterdruckschlauchleitung auf Abtrennung und Bruch prüfen.
3 PCV-Schlauchanschluss prüfen4 Wert des Handheld-Testers oder OBD-II-Scantools ablesen (Anzahl der Zündaussetzer)
Das Handprüfgerät oder das OBD-II-Scan-Tool an den DLC3 anschließen.
Zündschalter einschalten und den Hauptschalter am Handprüfgerät bzw. OBD-II-Scan-Tool betätigen.
Motor starten.
Den Eintrag „Diagnose / Erweitertes OBD II / Datenliste / Alle / Zyl. #1 – Zyl. #4“ auswählen.
Die Anzahl der Zündaussetzer am Handtester oder OBD-II-Scantool ablesen.
Hinweis: Lässt sich ein Zündaussetzer nicht reproduzieren, unbedingt anhand des gespeicherten DTC unten verzweigen. Ergebnis:5 Zündkerze und Zündfunken des aussetzenden Zylinders prüfen
Die Zündspulenbaugruppe ausbauen.
Die Zündkerze ausbauen.
Den Zündkerzentyp prüfen.
Empfohlene Zündkerze:
Den Elektrodenabstand der Zündkerze prüfen.
Elektrodenabstand: 1,0 bis 1,3 mm (0,039 bis 0,051 in.) Hinweis: Beim Einstellen des Abstands einer neuen Zündkerze nur den Fuß der Masseelektrode biegen. Die Spitze nicht berühren. Den Abstand niemals an einer gebrauchten Zündkerze einstellen.
Die Elektrode auf Kohleablagerungen prüfen.
Einen Zündfunkentest durchführen.
Achtung: Alle Injektorstecker unbedingt abziehen. Hinweis: Den Motor nicht länger als 5 Sekunden am Stück durchdrehen.
Die Zündkerze in die Zündspule einsetzen und den Steckverbinder der Zündspule anschließen.
Den Steckverbinder des Einspritzventils abziehen.
Die Zündkerze an Masse legen.
Prüfen, ob bei durchgedrehtem Motor ein Funke entsteht.
Sollwert: Der Funke springt über den Elektrodenabstand.
Die Zündkerze wieder einbauen.
Die Zündspulenbaugruppe wieder einbauen.
6 Normale Zündkerze wechseln und Zündfunken des aussetzenden Zylinders prüfen
Auf die normale Zündkerze wechseln.
Einen Zündfunkentest durchführen.
Achtung: Jeden Injektorstecker unbedingt abziehen. Hinweis: Den Motor nicht länger als 5 Sekunden am Stück durchdrehen.
Die Zündkerze in die Zündspule einsetzen und den Steckverbinder der Zündspule anschließen.
Den Steckverbinder des Einspritzventils abziehen.
Die Zündkerze an Masse legen.
Prüfen, ob bei durchgedrehtem Motor ein Funke entsteht. Sollwert: Der Funke springt über den Elektrodenabstand.
7 Kabelbaum und Steckverbinder des aussetzenden Zylinders prüfen (Zündspule – ECM)
Kabelbaum und Steckverbinder zwischen der Zündspule und den ECM-Steckverbindern (Anschluss IGF) prüfen.
Den Steckverbinder der Zündspule und Zündendstufe I2, I3, I4 oder I5 abziehen.
Den ECM-Steckverbinder E3 abziehen.
Widerstand zwischen den kabelbaumseitigen Steckverbindern prüfen.
Soll (Prüfung auf Unterbrechung):
Soll (Prüfung auf Kurzschluss):
ECM-Steckverbinder wieder anschließen.
Den Steckverbinder der Zündspule und Zündendstufe wieder anschließen.
Kabelbaum und Steckverbinder zwischen der Zündspule und den ECM-Steckverbindern (Anschluss IGT) prüfen.
Den Steckverbinder der Zündspule und Zündendstufe I2, I3, I4 oder I5 abziehen.
Den ECM-Steckverbinder E3 abziehen.
Widerstand zwischen den kabelbaumseitigen Steckverbindern prüfen.
Soll (Prüfung auf Unterbrechung):
Soll (Prüfung auf Kurzschluss):
ECM-Steckverbinder wieder anschließen.
Den Steckverbinder der Zündspule und Zündendstufe wieder anschließen.
Kabelbaum oder Steckverbinder reparieren oder ersetzen8 ECM-Klemme des aussetzenden Zylinders prüfen (Spannung an #10, #20, #30 oder #40)
Zündschalter einschalten.
Die Spannung zwischen den Anschlüssen des ECM-Steckverbinders E3 messen.
Sollwert:
9 Injektorwiderstand des aussetzenden Zylinders prüfen
10 Kabelbaum und Steckverbinder des aussetzenden Zylinders prüfen (Einspritzventil – ECM, Einspritzventil – Zündschalter)
Kabelbaum und Steckverbinder zwischen dem Einspritzventil-Steckverbinder und dem ECM-Steckverbinder prüfen.
Den Steckverbinder des Einspritzventils I6, I7, I8 oder I9 abziehen.
Steckverbinder E3 am ECM trennen.
Den Widerstand zwischen den kabelbaumseitigen Steckverbindern messen.
Soll (Prüfung auf Unterbrechung):
Soll (Prüfung auf Kurzschluss):
ECM-Steckverbinder wieder anschließen.
Den Steckverbinder des Einspritzventils wieder anschließen.
Kabelbaum und Steckverbinder zwischen dem Einspritzventil-Steckverbinder und dem Steckverbinder des Zündschalters prüfen.
Den Steckverbinder des Einspritzventils I6, I7, I8 oder I9 abziehen.
Den Steckverbinder des Zündschalters I10 abziehen.
Den Widerstand zwischen den kabelbaumseitigen Steckverbindern messen.
Soll (Prüfung auf Unterbrechung):
Soll (Prüfung auf Kurzschluss):
Den Steckverbinder des Zündschalters wieder anschließen.
Den Steckverbinder des Einspritzventils wieder anschließen.
11 Einspritzmenge und Einspritzverhalten des Injektors des aussetzenden Zylinders prüfen12 Verdichtungsdruck des aussetzenden Zylinders prüfen13 Ventilspiel des aussetzenden Zylinders prüfen14 Schritt entsprechend der Anzahl der aussetzenden Zylinder wechseln (Ergebnis aus Schritt 4 beachten)Hinweis:
Ist das Ergebnis von Schritt 4 „1 oder 2 Zylinder“, mit a fortfahren.
Ist das Ergebnis von Schritt 4 „mehr als 3 Zylinder“, mit b fortfahren.
15 Ventilsteuerzeiten prüfen (auf Lockerung oder übersprungene Zähne der Steuerkette achten)16 Kraftstoffdruck prüfen17 Wert des Handheld-Testers oder OBD-II-Scantools ablesen (Ansauglufttemperatur und Luftmassenstrom)
Das Handprüfgerät oder das OBD-II-Scan-Tool an den DLC3 anschließen.
Zündschalter einschalten.
Die Ansauglufttemperatur prüfen.
Den Eintrag „Diagnose / Erweitertes OBD II / Datenliste / Alle / Ansaugluft“ auswählen und den angezeigten Wert am Handtester oder OBD-II-Scantool ablesen.
Temperatur: entspricht der Umgebungstemperatur
Den Luftmassendurchsatz prüfen.
Den Eintrag „Diagnose / Erweitertes OBD II / Datenliste / Alle / MAF“ auswählen und den angezeigten Wert am Handtester oder OBD-II-Scantool ablesen.
Sollwert:
18 Kühlmitteltemperatursensor prüfen (Widerstand)
Den Motorkühlmitteltemperatursensor ausbauen.
Den Widerstand zwischen den Anschlüssen des Motorkühlmitteltemperatursensors messen.
Sollwert:
Hinweis: Beim Prüfen des Motorkühlmitteltemperatursensors in Wasser darauf achten, dass kein Wasser in die Anschlüsse gelangt. Nach der Prüfung den Sensor trocknen. Tipp: Alternatives Vorgehen: Ein Ohmmeter an den eingebauten Motorkühlmitteltemperatursensor anschließen und den Widerstand ablesen. Mit einem Infrarot-Thermometer die Motortemperatur in unmittelbarer Nähe des Sensors messen. Diese Werte mit dem Widerstands-/Temperatur-Diagramm vergleichen. Die Motortemperatur ändern (aufwärmen oder abkühlen lassen) und die Prüfung wiederholen.19 Schrittweise nach Zylindernummer des Zylinders mit Zündaussetzern umschalten (Ergebnis aus Schritt 4 beachten)Tipp:
Ist das Ergebnis von Schritt 4 „1 oder 2 Zylinder“, mit a fortfahren.
Ist das Ergebnis von Schritt 4 „mehr als 3 Zylinder“, mit b fortfahren.
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