Prüfung der Motor-Unterdrucksynchronisation
HINWEIS
Diese Arbeitsschritte setzen voraus, dass Ansaug- und Auspuffanlage des Motors in gutem Zustand sind.
- Motorrad senkrecht aufstellen.
- Ausbauen: Kraftstofftank (siehe Kraftstofftank ausbauen im Kapitel Kraftstoffsystem (DFI)) Luftfiltergehäuse (siehe Luftfiltergehäuse ausbauen im Kapitel Kraftstoffsystem (DFI)) Primärer Kraftstoffschlauch (abziehen, siehe Kraftstoffschlauch wechseln)
- Schlauchende der Entlüftung [A] und Schlauchende des Luftumschaltventils [B] verschließen.

- Ausbauen: Schlauch des Ansaugluftdrucksensors [A] (abziehen) Schlauch des Lufteinlassventils [B] (abziehen, außer Modelle US, CA und CAL) Gummikappen [C]
- Bei den Modellen CAL und SEA-B1 die Unterdruckschläuche abziehen.

HINWEIS
Bei laufendem Motor erkennt das ECU den Servicecode 16. Die Motorsynchronisation kann jedoch korrekt geprüft werden.
- Unterdruckmesser und Schläuche [A] (Spezialwerkzeug: 57001-1369) an die Anschlüsse des Drosselklappengehäuses anschließen.
Spezialwerkzeug - Unterdruckmesser: 57001-1369
- Einen hochgenauen Drehzahlmesser an eine der Primärleitungen der Stabzündspule anschließen.

- Folgende Teile vorübergehend anschließen.
Spezialwerkzeug - Verlängerungsrohr: 57001-1578

- Folgende Teile vorübergehend anschließen.

HINWEIS
- Unbedingt den Ansauglufttemperatursensor anschließen.
Wird die Zündung ohne Ansauglufttemperatursensor eingeschaltet, erkennt das ECU den Servicecode 13 und aktiviert danach den Notlauf (siehe Übersicht Selbstdiagnose im Kapitel Kraftstoffsystem (DFI)).
In diesem Fall kann die Motor-Unterdrucksynchronisation nicht korrekt geprüft werden.
Die Motor-Unterdrucksynchronisation wird bei ausgebautem Luftfiltergehäuse und laufendem Motor geprüft.
Die Sekundär-Einspritzdüsen arbeiten unter folgenden Bedingungen.
1. Die Motordrehzahl liegt über 6 000 r/min (rpm).
2. Die Drosselklappenöffnung beträgt mehr als 12°.
WARNUNGBenzin ist extrem leicht entzündlich und unter bestimmten Bedingungen explosiv, besonders wenn es von der Einspritzdüse zerstäubt wird. Um Brand oder Explosion zu vermeiden, unbedingt die Steckverbinder der Sekundär-Einspritzdüsen vor dem Motorstart abziehen, damit die Einspritzdüsen keinen Kraftstoff versprühen können.
- Motor starten und gründlich warm laufen lassen.
- Leerlaufdrehzahl mit einem hochgenauen Drehzahlmesser [A] prüfen.
Leerlaufdrehzahl Sollwert: 1 100 ±50 r/min (rpm)
Liegt die Leerlaufdrehzahl außerhalb des Sollbereichs, das Leerlaufregelventil prüfen (siehe Prüfung des Leerlaufregelventils im Kapitel Selbstdiagnosesystem).

HINWEIS
Die Leerlaufdrehzahl nicht über die Anzeigeeinheit des Kombiinstruments messen.
- Bei laufendem Leerlauf den Drosselklappenunterdruck mit dem Unterdruckmesser [B] prüfen.
Drosselklappenunterdruck Sollwert: 30.7 ±1.33 kPa (230 ±10 mmHg) bei Leerlaufdrehzahl
- Liegt ein Unterdruck nicht im Sollbereich, die Bypassschrauben [A] einstellen.
Spezialwerkzeug - Leerlaufschrauben-Einsteller, D [C]: 57001-1588
- Jeden Unterdruck (#1

#4) auf den Sollwert einstellen. - Nach jeder Messung die Drosselklappen öffnen und schließen und die Leerlaufdrehzahl bei Bedarf einstellen.

HINWEIS
- Die Motor-Unterdrucksynchronisation wird mit abgezogenen Steckverbindern der Sekundär-Einspritzdüsen eingestellt.
Ansicht von hinten [E]
- Unterdrücke wie zuvor prüfen.

Liegen alle Unterdrücke im Sollbereich, die Motor-Unterdrucksynchronisation abschließen.
Lässt sich ein Unterdruck nicht innerhalb des Sollbereichs einstellen, die Bypassschrauben #1 bis #4 ausbauen und durch neue ersetzen.

- Bypassschraube [A] unter Zählen der Umdrehungen einschrauben, bis sie leicht, aber nicht fest anliegt. Anzahl der Umdrehungen notieren.
- Ausbauen:
Bypassschraube
Feder [B]
Scheibe [C]
O-Ring [D]
- Die Bohrung für die Bypassschraube im Drosselklappengehäuse auf Kohlenstoffablagerungen prüfen.

Bei Kohlenstoffablagerungen die Ablagerungen mit einem Wattepad, das mit einem Lösungsmittel mit hohem Flammpunkt getränkt ist, aus der Bohrung entfernen.
- Bypassschraube, Feder, Scheibe und O-Ring als Satz ersetzen.
- Bypassschraube einschrauben, bis sie vollständig aufsitzt, aber nicht fest anziehen.
HINWEIS
Die Bypassschraube nicht überdrehen. Der konische Bereich [E] der Bypassschraube könnte beschädigt werden.
- Um dieselbe Anzahl Umdrehungen zurückdrehen, die beim Einschrauben gezählt wurden. Damit wird die Schraube in ihre ursprüngliche Position gebracht.
HINWEIS
Jedes Drosselklappengehäuse hat eine eigene Anzahl an Umdrehungen zum Herausdrehen der Bypassschraube. Beim Einstellen der Bypassschraube die beim Zerlegen ermittelte Anzahl an Umdrehungen verwenden.
- Dasselbe Verfahren für die übrigen Bypassschrauben wiederholen.
- Die Synchronisation wiederholen.
Wenn die Unterdruckwerte korrekt sind, die Ausgangsspannung des Hauptdrosselklappensensors prüfen (siehe Prüfung der Ausgangsspannung des Hauptdrosselklappensensors im Kapitel Selbstdiagnosesystem).
Spezialwerkzeug - Einstelladapter für Drosselklappensensor: 57001 -1538
Ausgangsspannung des Hauptdrosselklappensensors
Anschlüsse am Adapter: Digitalmultimeter (+) → R (Sensor L)-Leitung
Digitalmultimeter (–) → BK (Sensor V/W)-Leitung
Sollwert: DC 0,64 ∼ 0,68 V bei Leerlaufstellung der Drosselklappe
Liegt die Ausgangsspannung außerhalb des Sollwerts, die Eingangsspannung des Hauptdrosselklappensensors prüfen (siehe Prüfung der Eingangsspannung des Hauptdrosselklappensensors im Kapitel Selbstdiagnosesystem).
- Die Unterdruckmessschläuche entfernen und den Schlauch des Ansaugluftdrucksensors, die Gummikappen und den Schlauch des Luftansaugventils wieder in der ursprünglichen Position anbringen.
- Bei Modellen für CAL und SEA-B1 die Unterdruckschläuche montieren.
Den Unterdruckschlauch gemäß Abschnitt Kabel-, Leitungs- und Schlauchverlegung im Anhang verlegen.
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