Achsen und Antriebswellen

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Die Antriebswellen übertragen das Drehmoment vom Motor, vom Getriebe und vom Differential auf die Vorderräder. Im Getriebegehäuse sind die Antriebswellen über Keilverzahnungen mit den Achswellenrädern des Differentials verbunden. Der Keilverzahnungszapfen des inneren Gelenks der Antriebswelle wird im Achswellenrad durch einen Federsicherungsring gesichert. Bei der Montage wird der Sicherungsring zusammengedrückt, während er in die Nut der Welle eingeführt wird. Nachdem die Welle vollständig im Achswellenrad des Differentials eingesetzt ist, federt der Sicherungsring aus und sichert den Keilverzahnungszapfen gegen axiales Verschieben. Die äußeren Gelenke der Antriebswellen sind an den auf Lagern montierten Radnaben der Vorderräder befestigt. Die Welle wird mit einer Bundmutter an der Radnabe befestigt. Um das Lösen der Mutter zu verhindern, wird ihr Bund in eine Ausnehmung der Antriebswelle gebogen. Das Spiel zwischen Radnabe und Antriebswelle wird durch die Anordnung der Keilverzahnung beseitigt. Die Verzahnung in der Radnabe verläuft gerade, die Verzahnung auf der Welle ist leicht schräg ausgeführt. Die unterschiedliche Ausführung der Verzahnungen ergibt eine Verbindung mit Vorspannung, also einen festen Sitz ohne jede Einstellmöglichkeit.

Gleichlaufgelenke (Gleichlauf-Gelenkwellen) sind auf beiden Seiten der Antriebswelle angeordnet. Alle äußeren Gleichlaufgelenke sind vom Typ Birfield, die inneren vom Tripode- oder Kugeltyp. Tripode-Gelenke werden verwendet, um die Übertragung von Motorschwingungen über die Antriebswellen auf die Karosserie zu verhindern. Gleichlaufgelenke sind zur Übertragung des Drehmoments und zum Ausgleich der Bewegung der Vorderradaufhängung erforderlich. Außerdem ermöglichen Gleichlaufgelenke, die Länge der Antriebswelle zu verändern und das Drehmoment unter ständig wechselnden Winkeln zu übertragen.

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