Routinemäßige Wartung und Service

Handbremseinstellung

~7Min. Lesezeit

Modelle mit Trommelbremse hinten

1. Die normale Einstellung der Handbremse erfolgt automatisch durch die Selbstnachstellung der Hinterradbremsen. Um die Seildehnung auszugleichen oder nach dem Einbau eines neuen Seils bzw. wenn die Einstellung anderweitig gestört wurde, wie folgt vorgehen.

2. Vorderräder mit Unterlegkeilen sichern, Handbremse lösen und Fahrzeugheck anheben und so abstützen, dass die Hinterräder frei über dem Boden stehen.

3. Die Mutter an der Gabel des Handbremsseils so weit anziehen, bis sich die Hinterräder schwergängig drehen lassen, und dann wieder lösen, bis sie wieder frei laufen (siehe Abbildung).

Every 9000 miles
Einstellmutter des Handbremsseils (Pfeil) an der Gabel – Modelle mit hinteren Trommelbremsen

4. Prüfen, dass die Handbremse beim zweiten Rastpunkt des Hebels zu greifen beginnt und beim vierten oder fünften Rastpunkt voll angezogen ist.

5. Eine weitere Prüfung ist möglich, indem der Stopfen im Bremsankerblech entfernt wird (siehe Abbildung). Bei korrekter Einstellung hat der Stift am Handbremshebel bei gelöster Handbremse etwa 3 mm Abstand zum Backensteg.

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Position des Stifts am Handbremshebel (Pfeil) wie im Text beschrieben prüfen

6. Bei korrekter Einstellung eine dünne Schicht Fett auf das Gewinde des Seilendstücks auftragen, um Korrosion zu vermeiden. Fahrzeug absenken, Handbremse anziehen und Unterlegkeile entfernen.

Modelle mit hinteren Scheibenbremsen

7. Vor der Prüfung der Handbremseinstellung etwa 300 Meter mit geringer Geschwindigkeit und leicht angezogener Handbremse fahren. Dadurch werden Rost und Glasur von Trommeln und Bremsbacken entfernt.

8. Vorderräder mit Unterlegkeilen sichern und einen Gang einlegen.

Radschrauben der Hinterräder lockern. Fahrzeugheck anheben und abstützen und die Hinterräder abnehmen.

9. Handbremse lösen und dann um zwei Rastpunkte wieder anziehen.

10. Die Einstellmutter an der Gabel des Handbremsseils (links neben dem Schalldämpfer) bis zum Anschlag lösen. Ist ein Hitzeschild am Schalldämpfer montiert, lässt er sich zur besseren Zugänglichkeit abnehmen.

11. Eine Bremsscheibe drehen, bis das Einstellloch (das große Loch ohne Gewinde) mit der Nachstellvorrichtung am unteren Ende der Bremsbacken fluchtet.

Durch das Loch mit einem Schraubendreher das Nachstellrad drehen, bis die Backen an der Scheibe anliegen, dann wieder etwas zurückdrehen, bis sich die Scheibe gerade frei drehen lässt, ohne dass die Backen schleifen (siehe Abbildungen).

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Bei Modellen mit hinteren Scheibenbremsen ist das Nachstellrad der Handbremsbacken durch das Loch in der Scheibe zugänglich . . .

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. . . und kann mit einem geeigneten Schraubendreher eingestellt werden

12. Den Vorgang an der anderen Bremse wiederholen.

13. Die Einstellmutter des Seils so weit anziehen, bis die Backen wieder schleifen. Dies sollte auf beiden Seiten geschehen.

14. Handbremse einige Male vollständig lösen und wieder voll anziehen. Prüfen, dass sich die Scheiben bei vollständig gelöstem Hebel frei drehen und die Bremse beim sechsten Rastpunkt voll angezogen ist.

15. Falls entfernt, den Auspuff-Hitzeschild wieder montieren. Räder montieren, Fahrzeug absenken und die Radschrauben festziehen.

Schmierung von Scharnieren und Schlössern

Die Scharniere von Motorhaube, Türen und Heckklappe mit einem leichten Universalöl schmieren.

Ebenso alle Verriegelungen, Schlösser und Schließbleche schmieren. Gleichzeitig Funktion und Sicherheit aller Schlösser prüfen und bei Bedarf einstellen.

Den Motorhaubenentriegelungsmechanismus und das Seil leicht mit einem geeigneten Fett schmieren.

Prüfung der Auspuffanlage

1. Bei kaltem Motor (mindestens eine Stunde nach der letzten Fahrt) die gesamte Auspuffanlage vom Motor bis zum Endrohr prüfen. Die Prüfung ist am einfachsten bei auf einer Hebebühne angehobenem oder auf Achsstützen sicher abgestütztem Fahrzeug durchzuführen, sodass die Auspuffteile gut sichtbar und zugänglich sind.

2. Auspuffrohre und Verbindungen auf Undichtigkeiten, starke Korrosion und Beschädigungen prüfen. Sicherstellen, dass alle Halter und Aufhängungen in gutem Zustand sind und alle relevanten Muttern und Schrauben fest sitzen. Undichtigkeiten an Verbindungen oder anderen Teilen der Anlage zeigen sich meist als schwarze, rußige Verfärbung in der Nähe der Leckstelle. Für wirksame Reparaturen an Auspuffrohren und Schalldämpfern, einschließlich Endrohren und Bögen, können handelsübliche Auspuffreparatursysteme verwendet werden. Auf eine für die Hauptuntersuchung (HU) zugelassene, dauerhafte Auspuffreparatur achten.

3. Klappergeräusche und andere Geräusche lassen sich oft auf die Auspuffanlage zurückführen, insbesondere auf Halter und Aufhängungen. Rohre und Schalldämpfer versuchen zu bewegen. Können die Bauteile mit Karosserie- oder Fahrwerksteilen in Kontakt kommen, die Anlage mit neuen Aufhängungen sichern. Andernfalls die Verbindungen (falls möglich) trennen und die Rohre bei Bedarf verdrehen, um zusätzlichen Abstand zu schaffen.

Probefahrt

Instrumente und elektrische Ausrüstung

1. Die Funktion aller Instrumente und elektrischen Verbraucher prüfen.

2. Sicherstellen, dass alle Instrumente korrekte Werte anzeigen, und nacheinander alle elektrischen Verbraucher einschalten, um ihre einwandfreie Funktion zu prüfen.

Lenkung und Fahrwerk

3. Auf Auffälligkeiten bei Lenkung, Fahrwerk, Fahrverhalten oder Straßenkontakt achten.

4. Fahrzeug fahren und prüfen, ob ungewöhnliche Vibrationen oder Geräusche auftreten.

5. Prüfen, dass die Lenkung präzise reagiert, ohne übermäßiges „Spiel“ oder Unruhe, und auf Fahrwerksgeräusche beim Kurvenfahren und beim Überfahren von Unebenheiten achten.

Antriebsstrang

6. Leistung von Motor, Kupplung (falls vorhanden), Getriebe und Antriebswellen prüfen.

7. Auf ungewöhnliche Geräusche von Motor, Kupplung und Getriebe achten.

8. Sicherstellen, dass der Motor im Leerlauf ruhig läuft und beim Beschleunigen kein Ruckeln auftritt.

9. Falls vorhanden, prüfen, dass die Kupplung weich und gleichmäßig greift, der Antrieb sanft anfährt und der Kupplungspedalweg nicht übermäßig groß ist. Außerdem auf Geräusche beim Betätigen des Kupplungspedals achten.

10. Bei Modellen mit Schaltgetriebe prüfen, dass sich alle Gänge geräuschlos und sauber einlegen lassen und der Schalthebel nicht ungewöhnlich schwammig oder ruckelig geht.

11. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe sicherstellen, dass alle Schaltvorgänge weich erfolgen, ohne Ruckeln und ohne Drehzahlanstieg zwischen den Gangwechseln. Prüfen, dass sich alle Gangstufen im Stand einlegen lassen. Bei festgestellten Problemen einen Opel/Vauxhall-Händler aufsuchen.

12. Im vorderen Fahrzeugbereich auf ein metallisches Klickgeräusch achten, während das Fahrzeug mit vollem Lenkeinschlag langsam im Kreis gefahren wird.

Diese Prüfung in beide Richtungen durchführen. Ein Klickgeräusch deutet auf Verschleiß eines Antriebswellengelenks hin. Bei Bedarf das Gelenk erneuern.

Funktion und Leistung der Bremsanlage prüfen

13. Sicherstellen, dass das Fahrzeug beim Bremsen nicht zu einer Seite zieht und die Räder bei starkem Bremsen nicht vorzeitig blockieren.

14. Prüfen, dass beim Bremsen keine Vibrationen über die Lenkung spürbar sind.

15. Prüfen, dass die Handbremse ohne übermäßigen Hebelweg korrekt arbeitet und das Fahrzeug am Hang sicher hält.

16. Die Funktion des Bremskraftverstärkers wie folgt prüfen. Bei abgeschaltetem Motor das Bremspedal vier- bis fünfmal treten, um das Unterdruckvakuum abzubauen. Das Bremspedal gedrückt halten und dann den Motor starten. Beim Anspringen des Motors sollte das Bremspedal spürbar nachgeben, sobald sich der Unterdruck aufbaut. Den Motor mindestens zwei Minuten laufen lassen und dann abstellen. Wird das Bremspedal jetzt getreten, sollte beim Durchtreten ein Zischen am Bremskraftverstärker zu hören sein. Nach etwa vier- bis fünfmaligem Treten ist kein Zischen mehr zu hören, und das Pedal sollte deutlich härter sein.

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