Zündanlage

Steuergerät

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Bei den meisten Motoren ist die Steuerung der Zündanlage mit der Steuerung der Einspritzanlage integriert. Ausnahme sind nur die Modelle mit 5-Zylinder-Motor: Hier hat jede Anlage (Zündung und Einspritzung) ein eigenes Steuergerät. Hinsichtlich der Funktionsweise gibt es jedoch keine Unterschiede. Nachfolgend eine kurze Aufstellung der Aufgaben des Steuergeräts.


Die Zündanlagen der Audi-Fahrzeuge benötigen kein zusätzliches Bauteil zur Regelung des Zündzeitpunkts. Dem Steuergerät stehen alle möglichen Daten und Messwerte des Motors zur Verfügung. Diese Signale werden vom Hall-Geber bzw. vom Drehzahl- und Motorpositionsgeber sowie von den Sensoren für Motortemperatur, Drosselklappenstellung usw. geliefert. Anhand all dieser Daten berechnet das Steuergerät den für den jeweiligen Lastzustand richtigen Zündzeitpunkt.

Trägt man den Zündwinkel (Zündzeitpunkt) in Abhängigkeit von Last und Motordrehzahl auf, erhält man das sogenannte Zündkennfeld. Das Kennfeld neuer Zündanlagen wird wegen seiner eigenwilligen Form gern dargestellt – daran lässt sich die genaue Wirkung auf die Betriebszustände ablesen.

Dem Steuergerät stehen Korrekturprogramme zur Verfügung, zum Beispiel für den Motorstart, den Betrieb des kalten Motors, die Schubabschaltung usw.

Das Steuergerät lässt zur Zündspule immer genau so viel Strom fließen, wie sie in dem jeweiligen Augenblick benötigt. Auch in einer Extremsituation (Zündung eingeschaltet, Motor läuft nicht) kann es bei diesen Zündanlagen selbst nach langer Zeit nicht zu einer Beschädigung der Zündspule kommen.

Die Klopfregelung (außer beim Modell mit 66 kW Motor) ermöglicht den Betrieb des Motors mit dem genauesten Zündzeitpunkt und damit mit höchster Leistung. Ein für Super-Benzin (ROZ 95) ausgelegter Motor kann daher auch mit Normal-Benzin (ROZ 92) betrieben werden, da das Steuergerät die niedrigere Oktanzahl erkennt und auf späteren Zündzeitpunkt umschaltet.

Außerdem erfolgt ein Datenaustausch mit der Einspritzanlage, da einige Sensoren am Motor doppelt genutzt werden. Dieser Vorgang findet auch bei den Modellen mit 5-Zylinder-Motor statt, obwohl hier Zünd- und Einspritzanlage mit unterschiedlichen Steuergeräten ausgestattet sind (KE-III-Jetronic und VEZ).

Schließlich ist ein Fehlerspeicher eingebaut, der Störungen der Zündanlage aufzeichnet. Sein Speicherinhalt kann in der Werkstatt mit einem speziellen Gerät abgefragt werden (siehe auch Abschnitt Regelmäßige Wartung).

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