Antriebseinheit

Allgemeine Verfahren – Prüfung des Saugrohrunterdrucks

7Schritte
~42Min.
2/5Schwierigkeit
Erledigt 0 von 7
  1. Motor auf normale Betriebstemperatur bringen. Unterdruck-/Drucktester an das Saugrohr anschließen. Motor auf die vorgegebene Leerlaufdrehzahl laufen lassen.
  2. Das Unterdruckmessgerät sollte je nach Motorzustand und Höhe, auf der der Test durchgeführt wird, 51 bis 74 kPa (15–22 inHg) anzeigen. Für jeweils 304,8 m (1000 ft) Höhe über dem Meeresspiegel 4,0193 kPa (1 inHg) von der angegebenen Anzeige abziehen.
  3. Die Anzeige muss stabil sein. Falls erforderlich, den Dämpfungsregler am Messgerät (sofern vorhanden) einstellen, wenn der Zeiger schnell schwankt. Dämpfer einstellen, bis sich die Nadel ohne übermäßiges Schwanken leicht bewegt.

Saugrohrunterdrucktest – Auswertung der Unterdruckmessung

  1. Die sorgfältige Auswertung der Unterdruckanzeige bei laufendem Motor im Leerlauf hilft, Problembereiche zu identifizieren. Vor einer endgültigen Diagnoseentscheidung immer weitere relevante Tests durchführen. Unterdruckanzeigen sind hilfreich, sollten aber mit Vorsicht interpretiert werden.
  2. Die meisten Unterdruckmessgeräte haben einen Normbereich auf dem Zifferblatt markiert. Nachfolgend sind mögliche Anzeigen aufgeführt. Einige sind normal; andere müssen weiter untersucht werden.
  3. Nachfolgend sind mögliche Anzeigen aufgeführt. Einige sind normal; andere müssen weiter untersucht werden.

    Tabelle zur Sichtprüfung


    • 1. NORMALE ANZEIGE: Der Zeiger liegt im Bereich 51–74 kPa (15–22 inHg) und bleibt stabil.
    • 2. NORMALE ANZEIGE BEI SCHNELLER BESCHLEUNIGUNG UND VERZÖGERUNG: Bei schneller Beschleunigung des Motors (gestrichelter Zeiger) fällt der Zeiger auf einen niedrigen Wert (nicht auf null). Beim plötzlichen Loslassen des Gaspedals schnellt die Nadel über den üblichen Wert hinaus nach oben.
    • 3. NORMAL BEI NOCKENWELLE MIT HOHEM HUB UND GROSSEM ÜBERSCHNEIDUNGSWINKEL: Der Zeiger zeigt bis zu 51 kPa (15 inHg) an, bleibt aber verhältnismäßig stabil. Leichte Schwankungen sind normal.
    • 4. VERSCHLISSENE ODER VERKOKTE KOLBENRINGE / ÖLVERBRAUCH: Bei Beschleunigung des Motors (gepunkteter Zeiger) fällt der Zeiger auf 0 kPa (0 inHg). Beim Bremsen steigt der Zeiger etwas über 74 kPa (22 inHg).
    • 5. KLEMMENDE VENTILE: Bleibt der Zeiger (gestrichelt) bei normalem Unterdruck stabil, zuckt er aber gelegentlich ruckartig (schnell) nach unten und zurück um etwa 13 kPa (4 inHg), können ein oder mehrere Ventile klemmen.
    • 6. VERBRANNTE ODER VERZOGENE VENTILE: Eine regelmäßige, gleichmäßige Abwärtsbewegung des Zeigers über die Skala zeigt ein oder mehrere verbrannte oder verzogene Ventile an. Zu geringes Ventilspiel kann ebenfalls diese Reaktion verursachen.
    • 7. SCHLECHTE VENTILSITZE: Kleine, aber regelmäßige Abwärtsschläge des Zeigers können bedeuten, dass ein oder mehrere Ventile nicht richtig dichten.
    • 8. VENTILFÜHRUNGSVERSCHLEISS: Wenn die Nadel im Leerlauf um etwa 13 kPa (4 Zoll Quecksilbersäule) schwankt, können die Ventilführungen verschlissen sein. Wenn die Motordrehzahl steigt und die Nadel stabil wird, sind die Ventilführungen die Ursache.
    • 9. SCHWACHE VENTILFEDERN: Wenn die Nadelschwankung mit steigender Motordrehzahl stärker wird, deuten die Anzeichen auf schwache Ventilfedern hin. Die Anzeige im Leerlauf kann dabei relativ stabil bleiben.
    • 10. VERSPÄTETE VENTILSTEUERZEIT: Eine stabile, aber niedrige Anzeige kann durch eine verspätete Ventilsteuerzeit verursacht werden.
    • 11. ZÜNDZEITPUNKT SPÄT: Ein verspäteter Zündzeitpunkt führt zu einer stabilen, aber etwas niedrigen Anzeige.
    • 12. ZÜNDKERZENABSTAND ZU KLEIN: Wenn der Elektrodenabstand der Zündkerzen zu klein ist, kann eine regelmäßige, leichte Pendelung der Nadel auftreten.
    • 13. LUFTLECK IM ANSAUGSYSTEM: Eine niedrige, stabile Anzeige kann durch ein Leck im Ansaugkrümmer oder an der Dichtung der Drosselklappe verursacht werden.
    • 14. ZYLINDERKOPFDICHTUNG: Ein regelmäßiger Abfall in erheblichem Ausmaß kann durch eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung oder einen Verzug der Zylinderkopfdichtfläche zum Motorblock verursacht werden.
    • 15. EINGESCHRÄNKTES ABGASSYSTEM: Wenn der Motor zum ersten Mal gestartet wird und im Leerlauf läuft, können die Anzeigen normal sein. Wenn die Motordrehzahl steigt, entsteht durch einen verstopften Schalldämpfer, eine geknickte Auspuffleitung oder andere Ursachen ein Gegendruck. Die Nadel fällt langsam auf 0 kPa (0 Zoll Quecksilbersäule). Anschließend kann die Nadel langsam ansteigen. Eine übermäßige Verstopfung des Abgassystems führt dazu, dass die Nadel bis auf den Minimalwert fällt, auch wenn der Motor nur im Leerlauf läuft.
  4. Bei Feststellung eines Unterdruckverlusts Ursache suchen und beheben. Übermäßiges Luftleck in das System stört das Kraftstoff-Luft-Gemisch und führt zu Problemen wie unrundem Leerlauf, fehlender Beschleunigung oder verbrannten Ventilen. Besteht ein Leck an einem Zusatzaggregat, funktioniert dieses nicht ordnungsgemäß. Unterdruckverluste immer beheben.

Testen Sie sich

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