Allgemeine Informationen
Fahrzeuge mit Hochvoltsystem (Hybridfahrzeuge)
Bei allen Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystem sind alle zusätzlichen Warnhinweise zu beachten.
WARNUNG
Gefahr eines ungewollten Motorstarts
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystem muss die Zündung ausgeschaltet sein und der Zündschlüssel muss außerhalb des Fahrzeugs bleiben.
WARNUNG
Umgang mit Hochvoltleitungen:
- Nicht auf Hochvoltkabel und deren Bauteile treten und keine Werkzeuge darauf ablegen, da dies die Kabelisolierung beschädigen kann.
- Hochvoltkabel niemals gewaltsam biegen oder knicken, da dies die Kabelisolierung beschädigen kann.
- Die runden Hochvolt-Steckverbinder sind durch einen äußeren Farbring farblich gekennzeichnet und durch Führungs- oder Codelaschen mechanisch codiert. Beim Verbinden des runden Steckers immer darauf achten, dass die Codierung übereinstimmt, um eine mechanische Beschädigung des Hochvolt-Steckverbinders zu vermeiden.
WARNUNG
Beschädigte Hochvoltbauteile bergen die Gefahr eines Stromschlags.
Bei Arbeiten an Hochvoltbauteilen und Hochvoltleitungen Folgendes beachten:
- Niemals an Hochvoltbauteilen und Hochvoltkabeln mit schneidenden, verformten oder scharfkantigen Werkzeugen oder mit Wärmequellen wie Schweiß- oder Lötgeräten, Heißluft und Heißklebstoff arbeiten.
- Die Hochvoltbauteile vor Arbeitsbeginn optisch prüfen.
- Bei Arbeiten im Motorraum eine Sichtprüfung der Elektrischen Antriebs-Leistungs- und Steuerelektronik -JX1-, des Elektrischen Antriebsmotors -V141-, des Elektrischen Klimakompressors -V470- und der Hochvoltleitungen durchführen.
- Bei Arbeiten am Unterboden eine Sichtprüfung der Hochvoltleitungen und Abdeckungen durchführen.
- Bei Arbeiten im Gepäckraum eine Sichtprüfung der Hochvoltleitungen und der Electrobox mit dem Wartungsstecker Hochvoltsystem -TW- durchführen.
- Alle Potenzialausgleichsleitungen optisch prüfen.
Bei der Sichtprüfung Folgendes beachten:
- Die Bauteile zeigen keine äußeren Beschädigungen.
- Die Isolierung der Hochvoltleitungen und die Potenzialausgleichsleitungen sind nicht beschädigt.
- Die Hochvoltleitungen weisen keine ungewöhnlichen Verformungen auf.
- Jedes Hochvoltbauteil ist mit einem roten Warnaufkleber gekennzeichnet.
Falls Arbeiten in der Nähe von Hochvoltkomponenten erforderlich sind, eine „Sichtprüfung“ der Hochvoltkomponenten und Leitungen auf Beschädigungen durchführen und die „allgemeinen Warnhinweise bei Arbeiten am Hochvoltsystem“ beachten.
Falls Arbeiten an Hochvoltkomponenten erforderlich sind, das Hochvoltsystem deaktivieren.
Achtung
- Besteht der Verdacht, dass dem Kältemittelkreislauf Chemikalien zur Abdichtung von Undichtigkeiten zugesetzt wurden, schließen Sie das Klimaservicegerät nicht an und saugen Sie das Kältemittel nicht ab.
- Chemikalien zur Abdichtung von Undichtigkeiten im Kältemittelkreislauf bilden Ablagerungen, die die Funktion der Klimaanlage beeinträchtigen und zum Ausfall der Klimaanlage und des Klimaservicegeräts führen.
- Den Kunden darauf hinweisen, dass der Kältemittelkreislauf Stoffe enthält, die VW nicht freigegeben hat. Daher darf der Kältemittelkreislauf nicht gespült werden. Eine Instandsetzung des Kältemittelkreislaufs ist nur möglich, indem alle Bauteile ersetzt werden, die mit diesem Stoff in Berührung kommen.
Hinweis
- Volkswagen lässt die Verwendung von Chemikalien zur Abdichtung von Undichtigkeiten im Kältemittelkreislauf nicht zu.
- Chemikalien zur Abdichtung von Undichtigkeiten im Kältemittelkreislauf reagieren häufig mit Luft und der darin enthaltenen Feuchtigkeit. Sie verursachen Ablagerungen im Kältemittelkreislauf und in der Klimaanlagen-Servicestation sowie Funktionsstörungen an Ventilen und anderen Bauteilen, mit denen sie in Berührung kommen. Diese Ablagerungen lassen sich selbst durch Spülen nicht vollständig von den Bauteilen entfernen. Eine Instandsetzung des Kältemittelkreislaufs ist nur möglich, indem alle Bauteile ersetzt werden, die mit diesem Stoff in Berührung kommen.
- Chemikalien zur Abdichtung von Undichtigkeiten im Kältemittelkreislauf sind von außen in der Regel nicht erkennbar. Das zu ihrer Kennzeichnung vorgesehene Etikett fehlt häufig. Seien Sie daher vorsichtig, wenn Sie an einem Fahrzeug arbeiten, dessen Vorgeschichte Ihnen nicht bekannt ist.
- Der Kältemittelkreislauf muss mit Kältemittel R134a gespült werden, um Verunreinigungen (z. B. Abrieb von einem defekten Klimakompressor) sowie altes Kältemittelöl möglichst effizient und sauber und ohne aufwendige Arbeiten auszutreiben.
Bei Fahrzeugen mit elektrisch angetriebenem Klimakompressor die Hinweise zum Austausch des Elektrischen Klimakompressors -V470- beachten. Bei einer Beschädigung der Elektronik des Klimakompressors muss der Kältemittelkreislauf nicht immer gespült werden.
Der Kältemittelkreislauf sollte mit Kältemittel R134a gespült werden, wenn:
- Schmutz oder andere Verunreinigungen im Kältemittelkreislauf vorhanden sind.
- Vakuumanzeige bleibt beim Evakuieren eines dichten Kältemittelkreislaufs nicht stabil (Druckanstieg durch Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf).
- Kältemittelkreislauf war länger als üblich geöffnet (z. B. nach einem Unfall).
- Wenn Druck- und Temperaturmessungen im Kältemittelkreislauf auf Feuchtigkeit im Kreislauf hindeuten.
- Bei Zweifeln über die Menge des Kältemittelöls im Kreislauf. Soll der Klimakompressor wieder eingebaut werden, muss das Kältemittel über die Ölablassschraube aus dem Kompressor abgelassen werden. Dazu die Keilriemenscheibe bzw. die Magnetkupplungsscheibe am Klimakompressor von Hand drehen. Nach dem Spülen die gesamte laut fahrzeugspezifischer Reparaturanleitung vorgeschriebene Menge Kältemittelöl in den Kältemittelkreislauf einfüllen (50 Gramm direkt im Klimakompressor). Zusatzmenge für Systeme mit einem zweiten Verdampfer beachten.
- Der Klimakompressor musste aufgrund eines inneren Schadens ersetzt werden (z. B. Geräusche oder keine Leistung).
- laut fahrzeugspezifischer Reparaturanleitung nach dem Austausch bestimmter Bauteile vorgeschrieben.
- ein anderer Kompressor mit anderem Kältemittelöl eingebaut werden soll.
Benötigte Werkzeuge
- Klimaanlagen-Servicestation mit Spüleinrichtung -VAS6381- oder Klimaanlagen-Spülgerät -VAS6337-. An diesen Klimaanlagen-Servicestationen sind die Zusatzfunktion „Kältemittelkreislauf spülen“ und die dafür erforderliche Spüleinrichtung des Kältemittelkreislaufs vorhanden. Siehe Spezialwerkzeugkatalog.
- Adaptersatz 1 für Kältemittelkreisläufe -VAS6338/1-.
- Adaptersatz 2 für Kältemittelkreisläufe -VAS6338/50-.
Hinweis
- Wenn in der Werkstatt keine der beiden oben genannten Klimaanlagen-Servicestationen zur Verfügung steht, können auch die Klimaanlagen-Servicestation mit Spüleinrichtung -VAS6336/1- oder das Klimaanlagen-Spülgerät -VAS6337/1- (je nach Version der Werkstatt-Klimaanlagen-Servicestation) (mind. 7 kg Kältemittel R134a in der Kältemittelflasche) zum Spülen des Kältemittelkreislaufs verwendet werden. In diesem Fall muss der Spülvorgang jedoch manuell durchgeführt werden.
- Bei Fahrzeugen mit Schraubverbindungen am Kältemittelkreislauf können der Klimaanlagen-Adaptersatz – Adapter 1 -VAG1785/1- bis Klimaanlagen-Adaptersatz – Adapter 2 -VAG1785/8- aus dem Adaptersatz 1 für Kältemittelkreisläufe -VAS6338/1- oder dem Adaptersatz 2 für Kältemittelkreisläufe -VAS6338/50- verwendet werden. Bei Fahrzeugen mit Schraubverbindungen am Klimakompressor und am Sammler werden zwei der Klimaanlagen-Adapter 8 -VAG1785/8- benötigt.
- Ein Adapter 31 -VAS6338/31- des Adaptersatzes 2 für Kältemittelkreisläufe mit 5/8-18-UNF-Anschlüssen und großem Innendurchmesser befindet sich in den Adapterkoffern, um Bauteile überbrücken zu können (im Handel erhältlich).
Vorarbeiten
- Kältemittelkreislauf entleeren.
- Klimakompressor ausbauen. Siehe Heizung, Lüftung & Klimaanlage.
Bei Fahrzeugen mit Drosselelement und Sammler.
- Drosselelement (fahrzeugspezifisch) ausbauen und die Kältemittelleitungen miteinander verbinden. Siehe Heizung, Lüftung & Klimaanlage.
- Sammelbehälter ausbauen (fahrzeugspezifisch). Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage, und die Kältemittelleitungen miteinander verbinden (dazu den Adapter 31 -VAS6338/31- aus dem Adaptersatz 1 für Kältemittelkreisläufe -VAS6338/1- verwenden).
Hinweis
Der Sammelbehälter könnte gespült werden, benötigt aufgrund seines großen Volumens jedoch zu viel Kältemittel. Beim Absaugen dieses Kältemittels vereist der Sammelbehälter stark, wodurch sich der Absaugvorgang erheblich verlängert.
Bei Fahrzeugen mit Expansionsventil und Trockner/Sammler.
- Trockner/Sammler ausbauen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage (fahrzeugspezifisch, nicht bei allen Fahrzeugen erforderlich), und die Kältemittelleitungen miteinander verbinden (dazu Adapter aus dem Adaptersatz 1 für Kältemittelkreisläufe – Adapter 31 -VAS6338/31- verwenden).
- Expansionsventil ausbauen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage (fahrzeugspezifisch) und den dafür vorgesehenen Adapter einbauen.
Hinweis
Falls im Adaptersatz 1 für Kältemittelkreisläufe -VAS6338/1- oder im Adaptersatz 2 für Kältemittelkreisläufe -VAS6338/50- kein passender Adapter für das Expansionsventil vorhanden ist, kann das ausgebaute Expansionsventil auch aufgebohrt werden (das Expansionsventil muss dann durch ein neues ersetzt werden).
Achtung
- Beim Aufbohren darauf achten, dass die Dichtflächen am Expansionsventil nicht beschädigt werden.
- Andernfalls tritt Kältemittel aus.
Hinweis
- Vor dem Aufbohren müssen mehrere Bauteile vom Expansionsventil entfernt werden.
- Expansionsventile sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Bei Ausführung -A- müssen die Bauteile -B-, -C- und -D- ausgebaut werden. Danach das Regelelement -E- vom Bauteil -D- trennen. Anschließend das Expansionsventil im Bereich -F- mit einem geeigneten Bohrer (6 mm Durchmesser) aufbohren.
- Bei Ausführung -G- die Teile -H-, -I- und -K- ausbauen und danach den Bereich -L- mit einem geeigneten Bohrer (6 mm Durchmesser) aufbohren.
- Das aufgebohrte Expansionsventil von Rückständen der Arbeit (Späne) reinigen.
- Bauteile -B-, -C- und -D- bei Ausführung -A- bzw. Teil -H- bei Ausführung -G- wieder einbauen.

Hinweis
Bei Fahrzeugen mit zwei Verdampfern muss der Kreislauf zum zweiten Verdampfer vom Kreislauf des ersten Verdampfers getrennt und über einen separaten Arbeitsablauf gespült werden.
Absperrventil aufbohren.
Hinweis
- Zum Spülen des Kältemittelkreislaufs werden zwei Absperrventile benötigt. Falls das Kältemittelkreislauf-Adaptersatz – Absperrventil – VAS6338/42 nicht verfügbar ist, muss zum Spülen des Kältemittelkreislaufs dann z. B. ein Absperrventil aufgebohrt werden.
- Magnetspule -A- und Magnetventil -B- vor dem Aufbohren ausbauen.
- Absperrventil -C- mit einem geeigneten Bohrer (Bohrerdurchmesser z. B. 5,0 mm) aufbohren.
- Absperrventil -C- von Spänen reinigen, die beim Bohren -D- entstanden sind.
- Magnetventil -B- mit den dazugehörigen Dichtungen -E- am aufgebohrten Absperrventil -C- montieren.
Spülen
- Kältemittelmenge im Kältemittelbehälter prüfen; es müssen mindestens 7 kg Kältemittel R134a vorhanden sein.
Hinweis
Falls erforderlich, die Heizung am Kältemittelbehälter 30 Minuten vor dem ersten Spülvorgang einschalten. Dadurch steigt der Druck im Kältemittelbehälter, und das Befüllen des Spülkreislaufs wird beschleunigt.
- Altölbehälter der Klimaservicestation evakuieren.
- Den Versorgungsschlauch (Hochdruckseite) der A/C-Servicestation mit einem Adapter an die Niederdruckleitung zum Klimakompressor (Leitung mit größerem Durchmesser) anschließen.
- Rücklaufschlauch (Niederdruck- bzw. Saugseite) der Klimaservicestation an den Ausgang des Spülgeräts für den Kältemittelkreislauf anschließen.
- Den Eingang am Kältemittelkreislauf-Spülgerät mit einem Adapter an die Hochdruckleitung zum Klimakompressor (Leitung mit kleinerem Durchmesser) anschließen.
Hinweis
- Bauteile werden bei laufender Klimaanlage immer entgegen der Kältemittelströmungsrichtung gespült (mit Ausnahme des elektrisch angetriebenen Klimakompressors).
- Während des Spülens gelangen Verunreinigungen aus dem Kältemittelkreislauf in das Kältemittelkreislauf-Spülgerät und die A/C-Servicestation und werden dort von den eingebauten Filtern und Trocknern aufgenommen. Je nach Verunreinigung sind diese Bauteile gemäß der Betriebsanleitung der A/C-Servicestation bzw. des Kältemittelkreislauf-Spülgeräts in kürzeren Intervallen zu ersetzen.
- Der Filter im Kältemittelkreislauf-Spülgerät richtet sich nach Art und Grad der Verunreinigung im gespülten Kältemittelkreislauf. Er sollte spätestens nach 2 Spülzyklen ersetzt werden. Wird ein stark verunreinigter Kältemittelkreislauf gespült (das Kältemittelöl aus dem Kreislauf ist schwarz und zähflüssig oder im Kältemittelkreislauf befinden sich viele Metallspäne), ist der Filter nach dem Spülen zu ersetzen. Bei einem derart stark verunreinigten Kältemittelkreislauf empfiehlt es sich, den Kreislauf nach dem Filterwechsel erneut zu spülen.
- Je nach Art der Verunreinigung lagern sich Schmutzpartikel (altes Kältemittelöl und Abrieb vom Klimakompressor) am Schauglas bzw. an den Schaugläsern ab. Schauglas bzw. Schaugläser nach dem Spülen reinigen und den Kältemittelkreislauf zur Kontrolle noch einmal mit einem Spülvorgang spülen.
- Flüssiges Kältemittel kann bei bestimmten Sammlern/Trocknern nicht mit der nötigen Geschwindigkeit durch das Expansionsventil, die Drossel und den Trockenbeutel strömen. Daher müssen diese Bauteile ausgebaut und durch einen Adapter ersetzt werden. Siehe Heizung, Lüftung und Klimatisierung.
- Adapter zum Anschluss der A/C-Servicestation und zum Überbrücken bestimmter Bauteile des Kältemittelkreislaufs.
- Klimaservicestation einschalten und den Kältemittelkreislauf spülen (Dauer für einen Spülzyklus mit drei Spülvorgängen ca. 1 bis 1,5 Stunden bei etwa 4 kg Kältemittel R134a).
Hinweis
- Das Spülen des Kältemittelkreislaufs gemäß der Betriebsanleitung der A/C-Servicestation durchführen.
- Je nach Version der A/C-Servicestation fasst der Altölbehälter nur etwa 125 cm3 Kältemittelöl. Muss ein System mit größerer Kältemittelölmenge gespült werden, kann es erforderlich sein, den Altölbehälter nach dem ersten Spülvorgang eines Spülzyklus zu entleeren.
- Das aus dem Kältemittelkreislauf zurückfließende Kältemittel beobachten. Der Kältemittelkreislauf ist erst dann sauber, wenn das Kältemittel klar und vollständig farblos durch das bzw. die Schauglas bzw. Schaugläser des Spülgeräts in der A/C-Servicestation fließt.
- Beim Spülen wird die gesamte Menge des Kältemittelöls aus dem Kältemittelkreislauf ausgespült (bis auf geringe Restmengen, die vernachlässigt werden können).
- Bei besonders starker Verunreinigung kann es erforderlich sein, den Spülzyklus zweimal durchzuführen (zwei Spülzyklen mit je drei Spülvorgängen). Vor dem zweiten Spülzyklus muss der Filter im Spülgerät ersetzt werden.

Ablauf des Spülvorgangs (der Ablauf erfolgt automatisch gemäß Programm der A/C-Servicestation)
- Nach dem Einschalten wird zunächst der Spülkreislauf (Kältemittelkreislauf mit Verbindungsschläuchen und Kältemittelkreislauf-Spülgerät) evakuiert, und der Kältemittelkreislauf wird gleichzeitig auf Dichtheit geprüft. Je nach Version der A/C-Servicestation kann es erforderlich sein, den Programmablauf manuell weiterzuschalten.
- Eine vorgeschriebene Kältemittelmenge (z. B. 4 kg) wird über die Hochdruckseite der A/C-Servicestation in den evakuierten Spülkreislauf eingefüllt (entgegen der normalen Strömungsrichtung im regulären Klimaanlagenbetrieb und somit auf der Niederdruckseite des Fahrzeug-Kältemittelkreislaufs). Je nach Version der A/C-Servicestation wird Kältemittel so lange eingefüllt, bis der Spülkreislauf vollständig gefüllt ist. Dies lässt sich z. B. daran erkennen, dass nach einer bestimmten Zeit kein Kältemittel mehr nachfließt.
- Nachdem die vorgeschriebene Kältemittelmenge eingefüllt wurde, wird z. B. die Heizung für das Kältemittelkreislauf-Spülgerät eingeschaltet (nur dann, wenn das Kältemittel gasförmig aus dem Kältemittelkreislauf-Spülgerät entnommen wird), je nach Version der A/C-Servicestation und des Kältemittelkreislauf-Spülgeräts.
- Nach dem Entnehmen des Kältemittels schaltet sich die Heizung am Kältemittelkreislauf-Spülgerät (falls vorhanden) aus, der Kältemittelkreislauf kann je nach Version erneut evakuiert werden, und das aus dem Kältemittelkreislauf entnommene Kältemittelöl wird nach dem Evakuieren von der A/C-Servicestation abgeschieden.
- Der Ablauf aus Einfüllen von Kältemittel, Entnehmen (und Evakuieren) wird zweimal wiederholt (insgesamt dreimal durchgeführt).
- Nach der dritten Entnahme wird der Spülkreislauf je nach Version der A/C-Servicestation evakuiert.
- Nach Abschluss des Spülzyklus das/die Schauglas/Schaugläser am Spülgerät prüfen. Sind sie verschmutzt, gemäß der Anleitung für das Spülgerät bzw. die Klimaservicestation reinigen. Als Kontrolle einen weiteren Spülzyklus durchführen. Ein Spülvorgang genügt (ca. 30 Min.).
- Druck im Kältemittelkreislauf prüfen; im Kältemittelkreislauf darf kein Überdruck herrschen (bei Bedarf den Kältemittelkreislauf kurz nochmals evakuieren).
- Anschlüsse der Klimaservicestation vom Fahrzeug-Kältemittelkreislauf trennen. Im Kältemittelkreislauf darf kein Überdruck herrschen.
- Diese fahrzeugspezifischen Komponenten austauschen.
- Drosselelement und Sammler
- Expansionsventil sowie Sammler/Trockner bzw. Trocknerpatrone im Sammler/Trockner
- Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage sowie den Teilekatalog.
- Je nach Kundenbeanstandung den Klimakompressor ersetzen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimatisierung sowie den Teilekatalog, oder das verbleibende Kältemittelöl aus dem ausgebauten Klimakompressor ablassen. Siehe → Kapitel „Bauteile, Ersetzen“ (Bauteile des Kältemittelkreislaufs ersetzen) und die vorgeschriebene Menge frisches Kältemittelöl nachfüllen. Siehe fahrzeugspezifische Reparaturanleitung.
Hinweis
- Im Klimakompressor befindet sich eine vorgeschriebene Menge Kältemittelöl. Hat das Fahrzeug zwei Verdampfer, benötigt der Kältemittelkreislauf eine bestimmte Menge Kältemittelöl. Siehe fahrzeugspezifisches Reparaturhandbuch.
- Wird der Klimakompressor nicht ersetzt, muss die Kältemittelölmenge im Klimakompressor auf die vorgeschriebene Menge ergänzt werden (Kältemittelöl ablassen und die vorgeschriebene Menge in den Klimakompressor bzw. Kältemittelkreislauf einfüllen). Siehe → Kapitel "Komponenten, Ersetzen" (Austausch von Kältemittelkreislauf-Komponenten) und fahrzeugspezifisches Reparaturhandbuch.
- Den Kältemittelkreislauf vollständig wieder zusammenbauen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage.
- Kältemittelkreislauf gemäß Vorgabe evakuieren und wieder befüllen.
- Klimaanlage gemäß Vorgabe in Betrieb nehmen.
Testen Sie sich
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