Antriebswellen
Damit Sie beim Fahren und Lenken keinerlei Einfluss des Fahrbetriebs auf die Lenkung spüren, müssen die Gelenke der Antriebswellen das Drehmoment in allen Stellungen der Federbeine und der Lenksäule völlig gleichmäßig übertragen.
Diese Aufgabe übernehmen die Gelenke an den Enden der Antriebswellen. Bei der Modellreihe Audi 80 kommen zwei verschiedene Gelenktypen zum Einsatz:
Radseitig und getriebeseitig befinden sich sogenannte Gleichlaufgelenke (Gleichlauf-Homokinetik-Gelenke, CV-Gelenke). Ihre Funktion beruht auf sechs Kugeln, die sich beim Abwinkeln des Gelenks in speziell geschliffenen Laufbahnen bewegen. Dadurch wird das Drehmoment bei jedem im Fahrzeug zulässigen Beugewinkel der Antriebswelle völlig gleichmäßig übertragen. Gleichlaufgelenke sind bei allen Fahrzeugen mit Schaltgetriebe und 4- bzw. 5-Zylinder-Motor sowie bei allen Allradmodellen (vorn und hinten) verbaut. Bei Modellen mit Automatikgetriebe und Modellen mit 6-Zylinder-Motor sind sie als äußere Gelenke eingebaut.
Getriebeseitig – also als innere Gelenke – sind bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe und bei Fahrzeugen mit 6-Zylinder-Motor (Frontantrieb) sogenannte Tripode-Gleichlaufgelenke verbaut. Statt sechs Kugeln hat dieses Gelenk drei Rollen auf Nadellagern. Vorteil dieser Konstruktion: geringe Übertragung von Schwingungen vom Antrieb auf die Karosserie.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Audi 80: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.