Räder und Reifen
Fahrzeugausstattung und Optionen
Dieses Kapitel beschreibt alle Serien-, länderspezifischen und optionalen Ausstattungen der Baureihe. Es beschreibt auch Ausstattungen, die in Ihrem Fahrzeug nicht unbedingt verfügbar sind, z. B. aufgrund der gewählten Sonderausstattungen oder Länderversionen. Dies gilt auch für sicherheitsrelevante Funktionen und Systeme. Bei der Nutzung der jeweiligen Funktionen und Systeme sind die jeweils gültigen länderspezifischen Vorschriften zu beachten.
- Reifenfülldruck
- Reifenkennzeichnungen
- Reifenprofil
- Reifenschäden
- Räder und Reifen wechseln
- Runflat-Reifen
- Mobilitätssystem
- Schneeketten
Reifenfülldruck
Sicherheitshinweise
Die Reifeneigenschaften und der Reifenfülldruck beeinflussen Folgendes:
- Die Lebensdauer der Reifen.
- Die Verkehrssicherheit.
- Den Fahrkomfort.
Reifenfülldruck prüfen
Reifenfülldruck regelmäßig prüfen
Den Reifenfülldruck regelmäßig prüfen und bei Bedarf korrigieren: mindestens zweimal im Monat und vor einer langen Fahrt. Wird diese Vorsichtsmaßnahme nicht beachtet, kann mit falschem Reifenfülldruck gefahren werden. Dies kann nicht nur die Fahrstabilität des Fahrzeugs beeinträchtigen, sondern auch zu Reifenschäden und dem Risiko eines Unfalls führen.
Reifen verlieren auf natürliche Weise gleichmäßig Luftdruck.
Reifen erwärmen sich während der Fahrt, und der Reifenfülldruck steigt mit der Reifentemperatur. Die Angaben zum Reifenfülldruck beziehen sich auf kalte Reifen bzw. Reifen mit Umgebungstemperatur.
Reifendruck nur bei kalten Reifen prüfen. Das bedeutet: nach einer Fahrt von höchstens 1.25 Meilen/2 km oder wenn das Fahrzeug mindestens 2 Stunden abgestellt war.
Die Anzeigen von Reifenfüllgeräten können um bis zu 1.45 psi/0.1 bar zu niedrig anzeigen.
Für Flat Tire Monitor: Nach dem Korrigieren des Reifendrucks den Flat Tire Monitor neu initialisieren.
Für Reifendruck-Kontrollsystem (Tire Pressure Monitor): Nach dem Korrigieren des Reifendrucks das Reifendruck-Kontrollsystem zurücksetzen.
Reifenfülldruck-Vorgaben
Die Tabelle mit den Reifenfülldrücken enthält alle Reifenfülldruck-Vorgaben für die angegebenen Reifengrößen bei Umgebungstemperatur. Die Reifenfülldruck-Vorgaben gelten für zugelassene Reifengrößen und empfohlene Reifenmarken. Diese Informationen erhalten Sie in Ihrem Servicecenter.
Um den richtigen Reifenfülldruck zu ermitteln, beachten Sie Folgendes:
- Reifengrößen Ihres Fahrzeugs.
- Zulässige Höchstgeschwindigkeit.
Reifenfülldrücke bis 100 mph/160 km/h
Bei Geschwindigkeiten bis zu 100 mph/160 km/h und für optimalen Fahrkomfort die Druckwerte aus der Tabelle für Reifenfülldrücke beachten und bei Bedarf anpassen.

Diese Druckwerte finden Sie auch auf dem Reifendruck-Aufkleber an der Fahrertürsäule.
Zulässige Höchstgeschwindigkeit
Nicht über 100 mph/160 km/h fahren, sonst können Reifenschäden und Unfälle die Folge sein.
Reifenfülldruckwerte bis 100 mph/160 km/h
X3 sDrive28i, X3 xDrive28i, X3 xDrive28d


X3 xDrive35i


Reifenfülldrücke bei max. Geschwindigkeiten über 100 mph/160 km/h
Geschwindigkeiten über 100 mph/160 km/h
Um mit Höchstgeschwindigkeiten über 100 mph/160 km/h zu fahren, beachten Sie die Reifendrücke für Geschwindigkeiten über 100 mph/160 km/h in den entsprechenden Tabellen auf den folgenden Seiten und passen Sie diese bei Bedarf an. Andernfalls können Reifenschäden und Unfälle entstehen.
Reifenfülldruckwerte über 100 mph/160 km/h
X3 sDrive28i, X3 xDrive28i, X3 xDrive28d


X3 xDrive35i

Reifenkennzeichnungen
Reifengröße
245/45 R 18 96 Y
245: Nennbreite in mm
45: Querschnittsverhältnis in %
R: Radialreifen-Kennung
18: Felgendurchmesser in Zoll
96: Tragfähigkeitsindex, nicht für ZR-Reifen
Y: Geschwindigkeitsindex, bei ZR-Reifen vor dem R
Geschwindigkeitskennbuchstabe
Q = bis 100 mph, 160 km/h
R = bis 106 mph, 170 km/h
S = bis 112 mph, 180 km/h
T = bis 118 mph, 190 km/h
H = bis 131 mph, 210 km/h
V = bis 150 mph, 240 km/h
W = bis 167 mph, 270 km/h
Y = bis 186 mph, 300 km/h
Reifen-Identifikationsnummer
DOT-Code: DOT xxxx xxx 0115
xxxx: Herstellercode für die Reifenmarke
xxx: Reifengröße und Reifenbauart
0115: Reifenalter
Reifen mit DOT-Code entsprechen den Richtlinien des U.S. Department of Transportation.
Reifenalter
DOT ... 0115: Der Reifen wurde in der 1. Woche des Jahres 2015 hergestellt.
Empfehlung Unabhängig von Abnutzung und Verschleiß Reifen spätestens nach 6 Jahren ersetzen.
Einheitliche Reifenqualitätsklassifizierung (UTQG)
Qualitätsklassen finden Sie, soweit vorhanden, auf der Reifenflanke zwischen Laufflächenschulter und maximaler Querschnittsbreite.
Beispiel: Treadwear 200; Traction AA; Temperature A
DOT-Qualitätsklassen
Treadwear
Traction AA A B C
Temperature A B C
Alle Pkw-Reifen müssen zusätzlich zu diesen Klassen die bundesrechtlichen Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Treadwear (Verschleißfestigkeit)
Die Verschleißklasse ist ein Vergleichswert, der auf der Verschleißrate des Reifens basiert, geprüft unter kontrollierten Bedingungen auf einer festgelegten staatlichen Teststrecke. Beispiel: Ein mit 150 klassifizierter Reifen würde auf der staatlichen Teststrecke anderthalbmal, also 1,5-mal, so gut verschleißen wie ein mit 100 klassifizierter Reifen. Die tatsächliche Leistung von Reifen hängt jedoch von den tatsächlichen Einsatzbedingungen ab und kann aufgrund unterschiedlicher Fahrgewohnheiten, Wartung sowie Unterschieden bei Fahrbahnbeschaffenheit und Klima deutlich von diesem Normwert abweichen.
Traction (Nasshaftung)
Die Nasshaftungsklassen lauten von der höchsten zur niedrigsten: AA, A, B und C.
Diese Klassen geben die Fähigkeit des Reifens an, auf nasser Fahrbahn zu bremsen. Gemessen wird unter kontrollierten Bedingungen auf festgelegten staatlichen Prüfflächen aus Asphalt und Beton. Ein Reifen mit der Kennzeichnung C kann eine schlechte Nasshaftung aufweisen.
Die Nasshaftungsklasse dieses Reifens basiert auf Bremstests auf gerader Strecke und berücksichtigt weder Beschleunigung, Kurvenfahrt, Aquaplaning noch Spitzenhaftung.
Temperatur
Die Temperaturklassen sind A (die höchste), B und C. Sie beschreiben die Widerstandsfähigkeit des Reifens gegen Wärmeentwicklung und seine Fähigkeit, Wärme abzuleiten. Geprüft wird unter kontrollierten Bedingungen auf einer festgelegten Laborprüfrolle in Innenräumen.
Anhaltend hohe Temperaturen können das Reifenmaterial zersetzen und die Lebensdauer verkürzen. Übermäßige Temperaturen können zu plötzlichem Reifenversagen führen. Die Klasse C entspricht dem Leistungsniveau, das alle Pkw-Reifen laut der Bundes-Kraftfahrzeugsicherheitsnorm Nr. 109 erfüllen müssen. Die Klassen B und A stellen auf der Laborprüfrolle höhere Leistungsniveaus dar als gesetzlich vorgeschrieben.
Temperaturklasse für diesen Reifen
Die Temperaturklasse dieses Reifens gilt für einen ordnungsgemäß gefüllten und nicht überladenen Reifen. Überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Fülldruck oder Überladung, einzeln oder in Kombination, können zu Wärmestau und möglichem Reifenversagen führen.
Falls erforderlich, das Fahrzeug abschleppen lassen.
RSC – Notlaufreifen
Notlaufreifen sind auf der Reifenflanke mit einem kreisförmigen Symbol gekennzeichnet, das die Buchstaben RSC enthält.
M+S
Winter- und Ganzjahresreifen mit besserer Leistung bei kaltem Wetter als Sommerreifen.
Reifenprofil
Sommerreifen
Nicht mit einer Profiltiefe von weniger als 0.12 in/3 mm fahren.
Bei einer Profiltiefe von weniger als 0.12 in/3 mm besteht eine erhöhte Aquaplaning-Gefahr.
Winterreifen
Nicht mit einer Profiltiefe von weniger als 0.16 in/4 mm fahren.
Bei einer Profiltiefe unter 0.16 in/4 mm sind Reifen für den Winterbetrieb weniger geeignet.
Mindestprofiltiefe

Die Verschleißanzeiger sind über den Umfang des Reifens verteilt und haben die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe von 0.063 in/1.6 mm.
Sie sind auf der Reifenflanke mit TWI (Tread Wear Indicator, Profilverschleißanzeige) gekennzeichnet.
Reifenschäden
Allgemeine Informationen
Reifen häufig auf Beschädigungen, in das Profil eingedrungene Fremdkörper und Profilverschleiß prüfen.
Hinweise
Das Befahren von unebenen oder beschädigten Straßen sowie Fremdkörper, Bordsteine und andere Hindernisse können Felgen, Reifen und Fahrwerksteile schwer beschädigen. Dieses Risiko besteht besonders bei Niederquerschnittsreifen, die zwischen Felge und Fahrbahn weniger Dämpfung bieten. Vermeiden Sie Fahrbahngefahren und reduzieren Sie die Geschwindigkeit, insbesondere wenn Ihr Fahrzeug mit Niederquerschnittsreifen ausgestattet ist.
Anzeichen für Reifenschäden oder andere Fahrzeugmängel:
- Ungewöhnliche Vibrationen während der Fahrt.
- Ungewöhnliches Fahrverhalten, z. B. starkes Ziehen nach links oder rechts.
Schäden können z. B. durch Überfahren von Bordsteinen, Straßenschäden oder ähnliche Einwirkungen entstehen.
Bei Reifenschaden
Bei Anzeichen für einen Reifenschaden sofort die Geschwindigkeit verringern und Felgen und Reifen umgehend prüfen lassen. Andernfalls besteht ein erhöhtes Unfallrisiko.
Fahren Sie vorsichtig zum nächstgelegenen Servicecenter. Lassen Sie das Fahrzeug bei Bedarf abschleppen oder dorthin transportieren. Andernfalls kann ein Reifenschaden lebensgefährlich für die Fahrzeuginsassen und auch für andere Verkehrsteilnehmer werden.
Reparatur von Reifenschäden
Aus Sicherheitsgründen empfiehlt der Hersteller Ihres Fahrzeugs, beschädigte Reifen nicht zu reparieren, sondern zu ersetzen.
Andernfalls können Folgeschäden entstehen.
Räder und Reifen wechseln
Montage
Hinweise zur Reifenmontage
Montage und Auswuchten nur von einem Servicecenter durchführen lassen.
Werden Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt, besteht die Gefahr späterer Schäden und damit verbundener Sicherheitsrisiken.
Rad-Reifen-Kombination
Welche Rad-Reifen-Kombinationen und Felgenausführungen für das Fahrzeug zulässig sind, erfahren Sie im Servicecenter.
Falsche Rad-Reifen-Kombinationen beeinträchtigen die Funktion verschiedener Systeme, z. B. ABS oder DSC.
Verwenden Sie für ein gutes Fahrverhalten und eine gute Fahrzeugreaktion nur Reifen mit einheitlichem Profil von einem einzigen Hersteller.
Nach einem Reifenschaden die ursprüngliche Rad-Reifen-Kombination möglichst bald wieder am Fahrzeug montieren lassen.
Zugelassene Räder und Reifen
Verwenden Sie nur Räder und Reifen, die vom Fahrzeughersteller für Ihren Fahrzeugtyp freigegeben sind. Andernfalls können trotz gleicher offizieller Größenangaben Abweichungen zu Karosserieberührungen und damit zu einem erhöhten Risiko schwerer Unfälle führen. Der Hersteller Ihres Fahrzeugs kann nicht freigegebene Räder und Reifen nicht auf ihre Eignung prüfen und kann daher die Betriebssicherheit des Fahrzeugs nicht garantieren.
Empfohlene Reifenmarken

Für jede Reifengröße empfiehlt der Hersteller Ihres Fahrzeugs bestimmte Reifenmarken. Diese sind an einem Stern an der Reifenflanke zu erkennen.
Bei sachgemäßer Verwendung erfüllen diese Reifen höchste Anforderungen an Sicherheit und Fahrverhalten.
Neureifen
Die Reifenhaftung ist bei neuen Reifen herstellungsbedingt nicht optimal; sie erreichen ihr volles Haftungspotenzial erst nach einer Einfahrzeit.
Die ersten 200 Meilen/300 km vorsichtig fahren.
Runderneuerte Reifen
Der Hersteller Ihres Fahrzeugs empfiehlt die Verwendung von runderneuerten Reifen nicht.
Runderneuerte Reifen
Mögliche erhebliche Unterschiede in Konstruktion und Alter der Reifenkarkassen können die Lebensdauer begrenzen und die Verkehrssicherheit negativ beeinflussen.
Winterreifen
Für den Betrieb auf winterlichen Straßen werden Winterreifen empfohlen.
Sogenannte Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung bieten zwar bessere Traktion im Winter als Sommerreifen, erreichen aber nicht die Leistung von Winterreifen.
Höchstgeschwindigkeit von Winterreifen Ist die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs höher als die zulässige Geschwindigkeit der Winterreifen, wird ein entsprechendes Symbol in Ihrem Sichtfeld angezeigt. Dieses Schild erhalten Sie beim Reifenfachhändler oder im Servicecenter.
Höchstgeschwindigkeit für Winterreifen
Überschreiten Sie nicht die Höchstgeschwindigkeit der jeweiligen Winterreifen. Andernfalls können Reifenschäden und Unfälle entstehen.
Runflat-Reifen
Wenn Sie bereits Notlaufreifen verwenden, sollten Sie diese aus Sicherheitsgründen nur durch den gleichen Typ ersetzen. Bei einer Reifenpanne steht kein Ersatzrad zur Verfügung. Ihr Servicecenter berät Sie gern.
Räder zwischen den Achsen tauschen
Je nach individueller Fahrweise können an Vorder- und Hinterachse unterschiedliche Verschleißbilder entstehen. Um gleichmäßigen Verschleiß zu erreichen, können die Reifen zwischen den Achsen getauscht werden. Ihr Servicecenter berät Sie gern. Prüfen Sie nach dem Tausch den Reifenfülldruck und korrigieren Sie ihn bei Bedarf.
Ein Reifentausch ist bei Fahrzeugen mit unterschiedlichen Reifen- oder Felgengrößen an Vorder- und Hinterachse nicht zulässig.
Lagerung
Lagern Sie Räder und Reifen kühl, trocken und möglichst lichtgeschützt.
Schützen Sie Reifen stets vor jeglichem Kontakt mit Öl, Fett und Kraftstoffen.
Überschreiten Sie nicht den auf der Reifenflanke angegebenen maximalen Reifenfülldruck.
Runflat-Reifen
Kennzeichnung

RSC-Kennzeichnung an der Reifenflanke.
Die Räder bestehen aus Reifen, die sich in begrenztem Maße selbst tragen können, und gegebenenfalls aus speziellen Felgen.
Die Abstützung der Reifenflanke ermöglicht im Falle eines Druckverlusts eine eingeschränkte Weiterfahrt.
Beachten Sie die Hinweise zur Weiterfahrt mit einem Plattfuß.
Wechsel von Notlaufreifen
Verwenden Sie aus Sicherheitsgründen nur Notlaufreifen. Bei einer Reifenpanne steht kein Ersatzrad zur Verfügung.
Ihr Servicecenter berät Sie gern.
Mobilitätssystem
Das Konzept
Mit dem Mobility System lassen sich kleinere Reifenschäden schnell abdichten, sodass die Fahrt fortgesetzt werden kann. Dazu wird Dichtmittel in den Reifen gepumpt, das den Schaden von innen abdichtet.
Der Kompressor kann zur Kontrolle des Reifenfülldrucks verwendet werden.
Hinweise
- Beachten Sie die Anweisungen zur Verwendung des Mobility Systems auf dem Kompressor und dem Dichtmittelbehälter.
- Die Verwendung des Mobility Systems ist eventuell wirkungslos, wenn die Reifenpanne ca. 1/8 Zoll/4 mm oder mehr beträgt.
- Wenden Sie sich an das nächstgelegene Servicecenter, wenn der Reifen nicht fahrbereit gemacht werden kann.
- Entfernen Sie eingedrungene Fremdkörper nach Möglichkeit nicht aus dem Reifen.
- Ziehen Sie den Geschwindigkeitsaufkleber vom Dichtmittelbehälter ab und kleben Sie ihn auf das Lenkrad.
- Die Verwendung von Dichtmittel kann die Radelektronik des Reifendruckkontrollsystems (TPM) beschädigen. Lassen Sie in diesem Fall die Elektronik bei nächster Gelegenheit prüfen und bei Bedarf ersetzen.
Geschlossene Räume
Lassen Sie den Motor in geschlossenen Räumen nicht laufen, da das Einatmen von Abgasen zu Bewusstlosigkeit und zum Tod führen kann. Die Abgase enthalten Kohlenmonoxid, ein geruchloses und farbloses, aber hochgiftiges Gas.
Lagerung
Das Mobility System befindet sich unter der Laderaumabdeckung.
Dichtmittelbehälter

- Dichtmittelbehälter, Pfeil 1.
- Befüllschlauch, Pfeil 2.
Verfallsdatum des Dichtmittelbehälters beachten.
Kompressor

- Halterung für Flasche
- Kompressor
- Anschlusskabel für Steckdose
- Anschlussschlauch
- Ein-/Aus-Schalter
- Druckanzeige
- Reifendruck reduzieren
Reifen mit Dichtmittel befüllen
1. Dichtmittelbehälter schütteln.

2. Anschlussschlauch vollständig aus dem Kompressorgehäuse ziehen. Schlauch nicht knicken.

3. Anschlussschlauch auf den Anschluss des Dichtmittelbehälters schrauben.

4. Dichtmittelbehälter aufrecht auf das Kompressorgehäuse setzen.

5. Füllschlauch des Dichtmittelbehälters auf das Reifenventil des defekten Rads schrauben.

6. Bei ausgeschaltetem Kompressor den Stecker in die Steckdose im Fahrzeuginneren stecken.

7. Bei eingeschalteter Zündung oder laufendem Motor den Kompressor einschalten.

Kompressor nach 10 Minuten ausschalten
Kompressor nicht länger als 10 Minuten laufen lassen, da das Gerät sonst überhitzt und beschädigt werden kann.
Kompressor ca. 3 bis 8 Minuten laufen lassen, bis der Reifen mit Dichtmittel befüllt ist und ein Reifendruck von ca. 2,5 bar erreicht wird.
Während der Reifen mit Dichtmittel befüllt wird, kann der Reifendruck zeitweise ca. 5 bar erreichen. Kompressor in diesem Moment nicht ausschalten.
Wird ein Reifendruck von 2 bar nicht erreicht:
1. Kompressor ausschalten.
2. Füllschlauch vom Rad abschrauben.
3. Ca. 10 m vorwärts und rückwärts fahren, um das Dichtmittel im Reifen zu verteilen.
4. Reifen erneut mit dem Kompressor aufpumpen.
Wird ein Reifendruck von 2 bar nicht erreicht, wenden Sie sich an Ihren Service-Partner.
Verstauen des Mobility Systems
1. Füllschlauch des Dichtmittelbehälters vom Rad abschrauben.
2. Anschlussschlauch des Kompressors vom Dichtmittelbehälter abschrauben.
3. Füllschlauch des Dichtmittelbehälters, der zuvor am Reifenventil angeschlossen war, mit dem vorhandenen Anschluss am Dichtmittelbehälter verbinden.
Dadurch kann kein Dichtmittelrest aus dem Behälter austreten.
4. Leeren Dichtmittelbehälter in geeignetes Material einwickeln, damit der Laderaum nicht verschmutzt wird.
5. Mobility System wieder im Fahrzeug verstauen.
Dichtmittel verteilen
Sofort ca. 10 km fahren, damit sich das Dichtmittel gleichmäßig im Reifen verteilt.
Geschwindigkeit von 50 mph/80 km/h nicht überschreiten.
Nach Möglichkeit nicht langsamer als 12 mph/20 km/h fahren.
Reifendruck korrigieren
1. An einer geeigneten Stelle anhalten.
2. Anschlussschlauch des Kompressors direkt auf das Reifenventil schrauben.
3. Stecker in die Steckdose im Fahrzeuginneren stecken.
4. Reifendruck auf 2,5 bar korrigieren.
- Reifendruck erhöhen: Bei eingeschalteter Zündung oder laufendem Motor den Kompressor einschalten.
- Reifendruck verringern: Taste am Kompressor drücken.
Fahrt fortsetzen
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 mph/80 km/h nicht überschreiten.
Reifenpannenanzeige neu initialisieren.
Reifendruck-Kontrollsystem neu initialisieren.
Defekten Reifen und Dichtmittelbehälter des Mobility Systems so bald wie möglich ersetzen.
Schneeketten
Feingliedrige Schneeketten
Nur bestimmte Typen feingliedriger Schneeketten wurden vom Fahrzeughersteller geprüft, als verkehrssicher eingestuft und zugelassen.
Informationen zu den zugelassenen Schneeketten erhalten Sie bei Ihrem Service-Partner.
Verwendung
Nur paarweise an den Hinterrädern verwenden, die mit Reifen der folgenden Größe ausgestattet sind:
- 205/65 R 17.
- 225/60 R 17.
- 245/50 R 18.
- 245/45 R 19.
Keine Schneeketten bei Reifen der Größe 245/55 R 17
Keine Schneeketten an Reifen der Größe 245/55 R 17 montieren, da das Fahrzeug sonst beschädigt werden kann.
Die Montageanleitung des Schneekettenherstellers beachten.
Stets auf ausreichend straffe Schneeketten achten. Bei Bedarf gemäß der Anleitung des Kettenherstellers nachspannen.
Die Reifenpannenanzeige nach dem Montieren von Schneeketten nicht neu initialisieren, da sonst falsche Messwerte entstehen können.
Das Reifendruck-Kontrollsystem nach dem Montieren von Schneeketten nicht neu initialisieren, da sonst falsche Messwerte entstehen können.
Bei Fahrten mit Schneeketten bei Bedarf kurz die Dynamische Traktionskontrolle (DTC) aktivieren.
Höchstgeschwindigkeit mit Schneeketten
Bei Verwendung von Schneeketten eine Geschwindigkeit von 30 mph/50 km/h nicht überschreiten.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum BMW X3: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.