Kupplung und Antriebswellen

Kupplung – Allgemeine Informationen und Zustandsprüfung der Bauteile

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Alle Modelle mit Schaltgetriebe sind mit einer trockenen Einscheibenkupplung mit Tellerfeder ausgestattet. Die Nabe der Kupplungsscheibe hat Längsverzahnung, die in die Verzahnung der Getriebeeingangswelle eingreift. Kupplungsscheibe und Druckplatte werden durch die Kraft der Tellerfeder der Druckplatte aneinander gedrückt.

Das Ausrücken der Kupplung erfolgt hydraulisch. Die Ausrückbetätigung besteht aus dem Kupplungspedal, dem Geberzylinder mit Vorratsbehälter, den Leitungen und dem Nehmerzylinder, der auf den Ausrückhebel und das Ausrücklager wirkt.

Beim Treten des Pedals baut sich im Hydrauliksystem Druck auf, der am äußeren Ende des Ausrückhebels anliegt. Beim Verschwenken des Hebels drücken die Finger der Hebelwelle gegen das Ausrücklager, das sich verschiebt und gegen die Tellerfederzungen der Druckplatte im Kupplungsgehäuse drückt. Die Feder wird verformt, hebt den Kontakt zwischen Druckplatte und Kupplungsscheibe auf und gibt die Scheibe frei.

Bei Wartungsarbeiten an der Kupplung sind neben dem Austausch offensichtlich beschädigter Bauteile folgende Grundprüfungen durchzuführen (Voraussetzung: Das Getriebe ist in einwandfreiem Zustand):

a) Prüfen Sie zuerst den Flüssigkeitsstand im Kupplungsgeberzylinder (siehe Kapitel Einstellungen und laufende Wartung). Falls erforderlich, die vorgeschriebene Menge Hydraulikflüssigkeit nachfüllen und das System sorgfältig auf Undichtigkeiten prüfen. Ist der Vorratsbehälter des Geberzylinders leer gelaufen, muss Luft aus dem Hydrauliksystem entfernt werden (siehe Abschnitt Entlüften der hydraulischen Kupplungsbetätigung) und danach die Funktion der Kupplung geprüft werden;
b) Zur Beurteilung der Schaltfunktion den Motor im normalen Leerlauf starten. Sicherstellen, dass der Leerlauf eingelegt ist, und das Kupplungspedal loslassen. Kupplungspedal treten, einige Sekunden warten und dann den Rückwärtsgang einlegen. Der Schaltvorgang darf kein Kratzen oder andere Fremdgeräusche verursachen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Defekt der Kupplungsscheibe oder der Druckplatteneinheit hinweisen;
c) Zur Prüfung des vollständigen Ausrückens die Feststellbremse anziehen und den Motor starten. Das Kupplungspedal etwa 13 mm über dem Boden halten und den Schalthebel zwischen dem ersten Gang und dem Rückwärtsgang wechseln. Störgeräusche beim Schalten deuten auf einen Defekt der Ausrückmechanik hin. Den Hub der Kolbenstange des Nehmerzylinders beurteilen. Bei vollständig getretenem Pedal muss sich die Kolbenstange deutlich ausfahren; andernfalls den Flüssigkeitsstand im Geberzylinder prüfen;
d) Die Lagerbuchsen im oberen Bereich des Kupplungspedals optisch prüfen. Sicherstellen, dass keine Anzeichen von Klemmen oder übermäßigem Achsspiel vorliegen;
e) Unter dem Fahrzeug sicherstellen, dass der Ausrückhebel fest auf dem Kugelzapfen des Kugelgelenks sitzt.

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