Prüfung des Zustands der Kupplungsbaugruppe
VORGEHENSWEISE
1. Die Störung der Kupplungsfunktion ist meist auf den Verschleiß der Reibbeläge der Kupplungsscheibe zurückzuführen. Dennoch sind auch alle übrigen Bauteile der Baugruppe sorgfältig zu prüfen.
2. Prüfen Sie die Arbeitsfläche des Schwungrads auf Risse, Überhitzungsspuren, Riefen und sonstige Beschädigungen. Geringfügige Mängel können in einer Werkstatt durch Nachdrehen beseitigt werden (Nachdrehen wird unabhängig vom Zustand der Oberfläche empfohlen). Beschreibungen zum Aus- und Einbau des Schwungrads finden Sie im entsprechenden Abschnitt des Kapitels Motor.

3. Beurteilen Sie den Verschleiß der Reibbeläge der Kupplungsscheibe. Die Oberfläche der Beläge muss mindestens 1,6 mm über die Nietköpfe hinausragen. Prüfen Sie den festen Sitz aller Nieten und kontrollieren Sie die Torsionsfedern/Dämpfer auf Risse, Verformungen und sonstige mechanische Beschädigungen. Wie oben erwähnt, sollten die Kupplungsbauteile bei jedem Ausbau der Baugruppe ersetzt werden. Achten Sie daher auf geringste Abweichungen.
4. Zusammen mit der Kupplungsscheibe wird immer auch das Ausrücklager ersetzt (siehe Abschnitt Ausbau, Prüfung und Einbau des Ausrücklagers und der Ausrückgabel).

5. Prüfen Sie den Zustand der bearbeiteten Flächen und der Tellerfederzungen der Druckplatte. Bei festgestellten Mängeln ist die Kupplungsdruckplatte komplett zu ersetzen. Leichte Politurspuren lassen sich mit feinkörnigem Schleifpapier entfernen. Bei Honda-Vertragswerkstätten kann eine aufgearbeitete Kupplungsbaugruppe im Tauschverfahren erworben werden.
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