OHC-Motoren

Motorbauteile – Prüfung und Instandsetzung

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Nockenwelle

1. Bei ausgebauter Nockenwelle die Lager auf sichtbaren Verschleiß und Grübchenbildung prüfen.

Sind Schäden erkennbar, ist voraussichtlich ein neues Nockenwellengehäuse erforderlich.

2. Die Nockenwelle selbst darf an den Lagerzapfen und Nockenflächen keine Markierungen oder Riefen aufweisen. Sind Schäden erkennbar, die Nockenwelle erneuern.

Beim Erneuern einer Nockenwelle ist zu beachten, dass der Hersteller in einigen Fällen eine Nockenwelle mit Untermaß-Lagerzapfen und entsprechend bearbeiteten Lagerstellen im Gehäuse eingebaut haben kann. Diese Nockenwellen sind, sofern zutreffend, violett markiert. Diese Markierung ist zu prüfen, damit das richtige Ersatzteil eingebaut wird.

3. Die Anlaufplatte sollte keinen Verschleiß und keine Riefen aufweisen. Auf jeden Fall das Axialspiel der Nockenwelle prüfen und bei Bedarf eine neue Platte einbauen.

4. Der vordere Öldichtring des Gehäuses sollte bei einer größeren Überholung immer erneuert werden.

Nockenwellen-Zahnriemen

5. Den Riemen genau auf Risse, Ausfransungen oder verformte Zähne untersuchen. Sind Schäden erkennbar, den Riemen erneuern.

6. Hat der Riemen 50.000 km oder mehr zurückgelegt, wird empfohlen, ihn auch dann zu erneuern, wenn er in gutem Zustand erscheint.

7. Wird der ursprüngliche Riemen ausgebaut und soll er wieder verwendet werden, vor dem Ausbau stets seine Laufrichtung notieren. Es empfiehlt sich außerdem, die Zahneingriffspunkte auf jedem Zahnrad zu markieren.

Da der Riemen sich in einer bestimmten Position abgenutzt hat, verhindert der Wiedereinbau in exakt derselben Weise eine Geräuschzunahme, die sonst bei laufendem Motor auftreten könnte.

Ventilstößel, Kipphebel und Stützflächen

8. Verschleißerscheinungen an einem hydraulischen Ventilstößel können nur durch Erneuerung behoben werden, da die Einheit nicht zerlegt werden kann.

9. Kipphebel und Stützflächen auf Verschleiß oder Riefen prüfen. Auch hier gilt: Sind Schäden erkennbar, erneuern.

Kennzeichnung der Kolben-/Zylinderbohrungsklasse

10. Die Kennzahl oder der Code für die Kolben- und Zylinderbohrungsklasse (siehe Technische Daten) befindet sich bei den kleineren Motoren an der Dichtfläche der Ölwanne und bei den größeren Motoren in der Nähe der Motornummer.

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