OHC-Motoren

Motorschmierung und Kurbelgehäuseentlüftung – allgemeine Beschreibung

24Schritte
~144Min.
4/5Schwierigkeit
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1. Der Öldruck für alle beweglichen Bauteile wird von einer Zahnradölpumpe erzeugt, die vom vorderen Ende der Kurbelwelle angetrieben wird.

Die Kurbelwelle besitzt hierfür Abflachungen.

2. Die Pumpe saugt Öl aus der Ölwanne über ein Ansaugrohr mit Sieb an und fördert es durch den Ölfilter und die Ölkanäle zu den Reibflächen des Motors.

3. Ein Druckregelventil ist in das Gehäuse der Ölpumpe eingeschraubt. Ein Überdruckventil im Filterflansch öffnet, falls der Filter durch Verschmutzung infolge unterlassener Wartung verstopft. Ein Öldruckschalter ist in das Pumpengehäuse eingeschraubt.

4. Die Zylinderbohrungen werden durch Ölspritzer aus der Ölwanne geschmiert.

5. Die hydraulischen Ventilstößel werden mit Öl unter Druck gesetzt, um das optimale Ventilspiel jederzeit aufrechtzuerhalten.

6. Die Kurbelgehäuseentlüftung saugt Ölnebel und Blow-by-Gas (Verbrennungsgas, das an den Kolbenringen vorbeigeströmt ist) aus dem Kurbelgehäuse in den Luftfilter ab. Von dort gelangen sie in den Motor und werden während des normalen Verbrennungsvorgangs verbrannt.

7. Bei den größeren Motoren ist einer der Entlüftungsschläuche am Nockenwellendeckel angeschlossen. Im Deckel befindet sich ein Filter, der regelmäßig in Petroleum gereinigt werden sollte (siehe Abbildungen).

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Kurbelgehäuseentlüftungsschlauch am Nockenwellendeckel angeschlossen (Motor 1,8 Liter abgebildet)

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Filter im Nockenwellengehäuse

8. Bei den kleineren Motoren ist ein am Motorblock angeschraubter Ölabscheider in die Entlüftung integriert. Obwohl dies keine vorgeschriebene Wartungsarbeit ist, kann der Abscheider zur Reinigung ausgebaut werden (siehe Abbildung).

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Ölabscheider der Kurbelgehäuseentlüftung – Motor 1,3 Liter

9. Bei allen Motoren sollten die Entlüftungsschläuche regelmäßig gereinigt und bei Bedarf erneuert werden. Bei Ablagerungen von weißem Schlamm die Ursache ermitteln. Manchmal deutet dies auf einen Fehler im Kühlsystem oder eine defekte Zylinderkopfdichtung hin, es kann aber auch einfach bedeuten, dass der Motor nicht seine Betriebstemperatur erreicht (z. B. bei Kurzstrecken im Winter).

10. Das Schmiersystem einiger größerer Motoren besitzt einen Ölkühler. Das Öl fließt über einen Adapter, der zwischen Ölfilter und Filtergehäuse montiert ist, zum Ölkühler und zurück (siehe Abbildungen).

Der Adapter enthält ein Thermostatventil, das verhindert, dass das Öl im Kühlkreislauf zirkuliert, bevor es warm ist. Der Ölkühler selbst ist vor dem Kühler montiert.

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Ölkühleradapter (Pfeil) oberhalb des Ölfilters

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Ölkühler und zugehörige Bauteile

  1. Adapter
  2. Dichtring
  3. Hohlschraube
  4. Thermostatventil
  5. Feder
  6. Netzstecker
  7. Dichtung
  8. Sicherungsring
  9. Ölkühler
  10. Lagergummi
  11. Scheibe
  12. Mutter
  13. Halterung
  14. Halterung
  15. Muttern
  16. Scheibe
  17. Schraube
  18. Vorlaufrohr
  19. Rücklaufleitung
  20. Tülle
  21. Spannvorrichtung
  22. Schellen
  23. Schrauben
  24. Muttern

11. Die Leitungen und Schläuche des Ölkühlers sind regelmäßig auf Anzeichen von Verschleiß oder Undichtigkeit zu prüfen. Die Lamellen des Ölkühlers sollten von Zeit zu Zeit mit Lösungsmittel gereinigt und, wenn möglich, anschließend mit Druckluft durchgeblasen werden.

12. Bei einer Motorüberholung ist der Austausch des Ölkühlers in Betracht zu ziehen, insbesondere wenn ein schwerer mechanischer Schaden aufgetreten ist. Wird der alte Ölkühler weiterverwendet, ist er mit mehreren Ölwechseln mit sauberem Öl zu spülen, um Metallpartikel und andere Verunreinigungen zu entfernen.

13. Für den Zugang zum Ölkühler muss der Kühler oder die vordere Verkleidung ausgebaut werden.

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