Zylinderkopf - Überholung
1. Krümmerdichtungen ausbauen.
2. Nockenwellen ausbauen. Dazu die Lagerdeckelmuttern schrittweise lösen, bis die Ventilfederspannung aufgehoben ist.
3. Zündkerzen ausbauen.
4. Hydraulische Tassenstößel mit einem Saugheber oder einem Magneten aus ihren Bohrungen entnehmen (siehe Abbildung). Wenn sie wiederverwendet werden sollen, in der Reihenfolge aufbewahren, damit sie an ihre ursprünglichen Positionen zurückgebaut werden können. Damit kein Öl aus ihnen ausläuft, in einem Bad aus sauberem Motoröl lagern, wobei der Ölring nach unten zeigt.

Tassenstößel ausbauen. Ölring beachten (Pfeil)
5. Eine Kiste mit 16 Fächern für die Ventilteile vorbereiten. Mit einem Ventilfederspanner und einem Rohrstück mit zwei eingeschnittenen Schlitzen eine Ventilfeder zusammendrücken (siehe Abbildung). Die Ventilkeile mit einem Stiftmagneten oder einem Magnetschraubendreher oben am Ventilschaft herausnehmen.

Detail von Ventilfederspannerkopf und Rohrstück
6. Den Spanner vorsichtig lösen und das Ventil, den oberen Federteller und die Feder abnehmen. Den Ventilschaftdichtring mit einer Spitzzange abziehen und den unteren Federteller herausnehmen. Alle Teile in das passende Fach der Kiste legen (siehe Abbildungen).

Ventil ausbauen . . .

. . . oberen Federteller . . .

. . . Ventilfeder . . .

. . . Ventilschaftdichtring (Pfeil) . . .

. . . und unteren Federteller
7. Die Arbeitsschritte an den übrigen 15 Ventilen wiederholen.
8. Brennräume und Dichtflächen mit einem Holz- oder Kunststoffschaber reinigen. Abschließend mit einem Lappen oder einer Zahnbürste und einem Lösungsmittel, z. B. einem handelsüblichen Vergaserreiniger, nachreinigen.
9. Ventile, Federn und Ventilsitze prüfen. Beachten Sie jedoch, dass die Auslassventile dieser Motoren zur besseren Wärmeableitung mit Natrium gefüllt sind. Natrium ist ein stark reaktives Metall, das bei Kontakt mit Luft oder Wasser von selbst entzündet werden oder explodieren kann. Ventile mit Natriumfüllung dürfen nicht über den normalen Schrott entsorgt werden.
10. Die Dichtfläche des Zylinderkopfs mit einem Haarlineal und einer Fühlerlehre auf Verzug prüfen. Quer, längs und diagonal messen. Die Grenzwerte für den Verzug sind in den Technischen Daten angegeben.
11. Nockenwellen, deren Lagerflächen und Lagerdeckel prüfen.
12. Mit dem Zusammenbau beginnen: Einen Ventilfederteller in seine Position einsetzen. Einen neuen Ventilschaftdichtring mit einer tiefen Steckhülse oder einem Rohrstück oben auf die Ventilführung aufsetzen (siehe Abbildungen).

Ventilschaftdichtring in eine Steckhülse oder ein Rohr einsetzen . . .

. . . und fest eindrücken
13. Den Ventilschaft ölen und das Ventil in seine Führung einsetzen. Dabei vorsichtig durch den Ventilschaftdichtring führen, um Beschädigungen zu vermeiden. Ventilfeder und oberen Federteller aufsetzen. Die Feder zusammendrücken und die Ventilkeile mit einem Magnetschraubendreher einsetzen. Dies ist eine fummelige Arbeit. Ein wenig Fett auf jedem Ventilkeil hält sie in Position am Ventilschaft (siehe Abbildung).

Einbau eines Ventilkeils
14. Den Ventilfederspanner vorsichtig lösen. Ein massives Rohr oder ein Holzstück (z. B. ein Hammerstiel) auf die Oberseite des Ventils setzen und mit einem Hammer kräftig antippen, damit sich die Bauteile setzen.
15. Die Arbeitsschritte an den übrigen Ventilen wiederholen.
16. Die Tassenstößel mit dem Ölring nach unten einbauen und reichlich ölen (siehe Abbildungen). Werden neue Nockenwellen eingebaut, die Montagepaste aus dem Lieferumfang der neuen Nockenwellen auf die Oberseiten der Tassenstößel auftragen.

Tassenstößel ölen . . .

. . . und in seine Bohrung einsetzen
17. Die Nockenwellen und ihre Simmerringe einbauen.
18. Verteiler und Zündkerzen können jetzt eingebaut werden. Alternativ können sie auch nach dem Einbau des Zylinderkopfs montiert werden.
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