Kupplung - ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Kupplungsbauteile 1. Schwungrad
2. Kupplungsscheibe
3. Kupplungsdruckplatte
4. Ausrücklager mit Hülse
5. Ausrückgabel
6. Schutzhülle
Alle Fahrzeuge mit Schaltgetriebe sind mit einer trockenen Einscheibenkupplung mit Tellerfeder ausgestattet. Die Kupplungsscheibe besitzt eine Nabe mit innenliegender Verzahnung, sodass sie auf der Verzahnung der Getriebeeingangswelle gleiten kann. Kupplungsscheibe und Druckplatte werden durch den Druck der Tellerfederlamellen der in der Druckplatte eingebauten Tellerfeder zusammengehalten.
Die Fahrzeuge verfügen über eine hydraulische Kupplungsbetätigung. Sie besteht aus Kupplungspedal, Hauptzylinder und Ausgleichsbehälter für Hydraulikflüssigkeit, Hydraulikleitungen sowie Nehmerzylinder, der die Ausrückgabel und das Ausrücklager betätigt.
Beim Treten des Kupplungspedals wird der hydraulische Druck auf das äußere Ende der Ausrückgabel übertragen. Die Gabel drückt beim Schwenken auf das Ausrücklager. Dieses drückt wiederum auf die Lamellen der Tellerfeder und löst dadurch die Kupplung.
Bei der Beschreibung der Kupplungsbauteile kann es zu Verwirrung bei der Terminologie kommen, da sich die vom Hersteller verwendeten Bezeichnungen teilweise geändert haben. Beispielsweise wird die Kupplungsscheibe häufig einfach als Scheibe bezeichnet, die Druckplatte manchmal als Kupplungsdeckel, das Ausrücklager manchmal als Ausrücker und der Nehmerzylinder manchmal als Arbeitszylinder.
Neben dem Austausch von offensichtlich beschädigten Kupplungsbauteilen ist die Ursache des Fehlers zu diagnostizieren.
Diagnose
VORGEHENSWEISE
1. Zuerst den Füllstand der Bremsflüssigkeit im Ausgleichbehälter des Hauptzylinders prüfen (siehe Unterabschnitt 8.2.5). Ist der Füllstand niedrig, Flüssigkeit nachfüllen und das Hydrauliksystem auf Dichtheit prüfen. War der Ausgleichbehälter des Hauptzylinders leer, muss das Hydrauliksystem entlüftet werden (siehe Unterabschnitt 8.2.5) und der Betätigungsantrieb der Kupplung geprüft werden.
2. Um die Zeit zu prüfen, die die gelöste Kupplungsscheibe zum Stillstand benötigt, den Motor starten und im Leerlauf bei eingelegtem Leerlauf laufen lassen (Kupplungspedal losgelassen - Kupplung eingekuppelt). Kupplung ausrücken (Kupplungspedal treten), einige Sekunden warten und dann den Rückwärtsgang einlegen. Es darf kein Reibgeräusch zu hören sein. Ist ein Reibgeräusch zu hören, deutet dies auf mögliche Probleme an der Anpressplatte oder der Kupplungsscheibe hin.
3. Um zu prüfen, ob die Kupplung vollständig ausrückt, den Motor starten (Fahrzeug mit der Handbremse gesichert) und das Kupplungspedal so weit treten, dass es ca. 12,7 mm vor dem Boden stehen bleibt. Den ersten Gang und den Rückwärtsgang mehrmals einlegen. Lassen sich die Gänge schwer schalten, ist die Kupplung fehlerhaft. Den Hub der Kolbenstange des Nehmerzylinders prüfen. Bei vollständig getretenem Kupplungspedal muss die Kolbenstange deutlich aus dem Zylinder herausragen. Ragt sie nicht heraus, den Füllstand der Bremsflüssigkeit im Ausgleichbehälter des Hauptzylinders prüfen.
4. Die Buchse des Kupplungspedals oberhalb des Pedals prüfen. Sie darf nicht klemmen, nicht übermäßig verschlissen und nicht locker sein.
5. Unter dem Fahrzeug prüfen, ob die Ausrückgabel sicher auf dem Kugelzapfen sitzt.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Toyota Corolla: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.