Motor

Generalüberholung - Prüfung der Kurbelwelle

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Anzugsdrehmoment auf dieser Seite

VORGEHENSWEISE

1. Prüfen Sie die Kurbelwelle sorgfältig auf Beschädigungen und messen Sie die Hauptlagerzapfen und Hubzapfen genau aus. Hauptlagerzapfen und Hubzapfen dürfen bis zu dreimal nachgeschliffen werden, sodass eine Welle mit Lagerschalen in Reparaturmaß (Untermaß) eingebaut werden kann. Der Durchmesser der Hubzapfen ist bei allen Motortypen gleich.

2. Spannen Sie die Kurbelwelle zwischen Spitzen einer Drehmaschine ein (oder legen Sie die Lagerzapfen in Prismen) und messen Sie mit einer Messuhr den Rundlauf am Mittellager. Der Rundlauf darf 0,06 mm nicht überschreiten. Andernfalls ist die Welle zu ersetzen.

3. Messen Sie das Spiel in den Hauptlagern und Pleuellagern.

4. Reinigen Sie die Lagerschalen gründlich und legen Sie sie in die Lagersitze des Zylinderblocks oder in die Pleuel ein.

5. Legen Sie auf jeden Hauptlagerzapfen und auf den Deckel jedes Hauptlagers mit eingelegten Lagerschalen je ein Stück Plastigage. Ziehen Sie die Schrauben mit dem Anzugsdrehmoment 65 N·m an. Drehen Sie die Kurbelwelle danach nicht mehr.

6. Zur Prüfung des Pleuellagerspiels setzen Sie das Pleuel auf den Hubzapfen und legen ein Stück Plastigage auf die Oberseite des Hubzapfens (Pfeil). Setzen Sie den Lagerdeckel mit Lagerschale auf und ziehen Sie die Muttern mit dem Anzugsdrehmoment 30 N·m an. Da die Kurbelwelle nicht mehr gedreht werden darf, werden die Messungen an den beiden Pleuellagern im unteren Totpunkt (UT) durchgeführt.

7. Lösen Sie die Deckel der Hauptlager. Lösen Sie bei den Pleuellagern beide Deckel nacheinander.

8. Messen Sie mit der im Plastigage-Satz enthaltenen Messlehre die zusammengedrückten Streifen an der breitesten Stelle. Wenn dieser Wert für Hauptlager 0,17 mm überschreitet, sind die Lagerdeckel durch neue zu ersetzen. Beachten Sie dabei, ob die Lagerzapfen zuvor geschliffen wurden.

9. Zur Prüfung des Spiels der übrigen Lager prüfen Sie die Kurbelwelle und führen Sie Messungen an den beiden anderen Pleuellagern durch. Wenn kein Plastigage-Satz vorhanden ist, aber eine Innenmessuhr zur Verfügung steht, können Sie das Spiel der Haupt- und Pleuellager auf die unten beschriebene Weise messen.

10. Setzen Sie die Lagerdeckel mit eingelegten Lagerschalen entsprechend den Lagernummern am Zylinderblock ein und ziehen Sie die Schrauben mit dem Anzugsdrehmoment 65 N·m an. Dabei ist unbedingt zu beachten,

ACHTUNG

darauf achten, dass die Lagerschalen wieder an ihre ursprünglichen Positionen gelangen. Bei der Messung des Pleuellagerspiels sind die Lagerschalen in Pleuel und Deckel einzulegen und die Deckel mit den ursprünglichen Muttern mit dem Anzugsdrehmoment 30 N·m festzuziehen.

11. Messen Sie die Innendurchmesser der Lager. Beachten Sie dabei die Messrichtungen A und B sowie die Messstellen 1 und

2. Dabei können Sie die Unrundheit (A und B) und die Konizität (1 und 2) ermitteln. Notieren Sie die Ergebnisse für jedes Lager.

12. Messen Sie nacheinander die Durchmesser aller Lagerzapfen mit einem Mikrometer. Messen Sie dabei wiederum an den durch Pfeile gekennzeichneten Stellen. Notieren Sie die Messergebnisse für alle Lagerzapfen.

13. Subtrahieren Sie die Messwerte der Lagerzapfendurchmesser von den Messwerten der Innendurchmesser. Das Ergebnis ist das Lagerspiel (Haupt- oder Pleuellager) und muss dem in den Spezifikationen angegebenen Wert entsprechen.

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