Technische Daten
* Einzelne Kennwerte sind auch im Text des Kapitels angegeben; wo deren Einhaltung zwingend ist, sind sie fett hervorgehoben.

Anzugsmomente der Schraubverbindungen
Die Anzugsmomente der Befestigungselemente sind im Text des Kapitels und auf einigen Abbildungen angegeben*.
*Die im Text fett gedruckten Anzugsmomente sind genau einzuhalten; nicht fett gedruckte Werte sind nur Richtwerte.
Allgemeine Informationen
Das Bremssystem besteht aus dem Hauptbremszylinder, dem Bremskraftverstärker und den Scheibenbremsen der Vorder- und Hinterräder. Der Bremshydraulikkreis hat zwei Kreise: Ein Kreis wirkt auf die Vorderradbremsen, der zweite auf die Hinterradbremsen. Dadurch kann das Fahrzeug im Falle eines Ausfalls eines Kreises, z. B. durch Undichtigkeit des Systems, durch den anderen Kreis weiterhin gebremst werden. Der Bremsflüssigkeitsdruck wird im Tandem-Hauptbremszylinder durch Betätigung des Bremspedals erzeugt. Ein Bremskraftregler ist im System nicht vorhanden, da die Verteilung der Bremskraft durch das Antiblockiersystem (ABS) erfolgt.
Der Bremsflüssigkeitsbehälter befindet sich im Motorraum auf der linken Seite unter dem Luftfiltergehäuse. Der Behälter versorgt das Bremssystem mit Bremsflüssigkeit.
Der Unterdruck-Bremskraftverstärker von Fahrzeugen mit Ottomotor entnimmt einen Teil der vom Motor angesaugten Luft. Die Pedalkraft wird über das Ventil durch den vorhandenen Unterdruck verstärkt. Beim Dieselmotor steht kein Unterdruck im Saugrohr zur Verfügung. Deshalb wird der Unterdruck zur Bremskraftverstärkung hier durch eine Unterdruckpumpe erzeugt, die am Zylinderkopf angeordnet ist.
Alle Scheibenbremsen sind mit Festsätteln ausgestattet. Beim Bremsen werden die Bremsbeläge durch den Kolben gegen die Scheibe gedrückt.
Die Bremssättel bestehen aus einer Leichtmetalllegierung. Dies gewährleistet eine gute Wärmeabfuhr der beim Bremsen entstehenden Wärme und beugt dem sogenannten „Fading“ vor. „Fading“ bezeichnet die Verringerung der Bremswirkung infolge starker Erwärmung der Bremsen.
An der linken Vorderradbremse und an der rechten Hinterradbremse sind Verschleißsensoren für die Bremsbeläge installiert.
Die Feststellbremse wirkt auf die Hinterräder und wird über einen Seilzug betätigt. Da eine Scheibenbremse als Feststellbremse gewisse Nachteile aufweist, sind an den Hinterrädern zusätzlich zwei in die Bremsscheiben integrierte Trommelbremsen angeordnet. Die Feststellbremse wird über einen Handhebel betätigt.
Bei der Reinigung des Bremssystems entsteht Bremsstaub. Dieser Staub ist gesundheitsschädlich. Achten Sie deshalb bei der Reinigung des Bremssystems darauf, dass kein Bremsstaub in die Atemwege gelangt.
Bremsbeläge unterliegen der Prüfung durch die technische Überwachung. Außerdem sind sie für den Einsatz an einem bestimmten Fahrzeugmodell vorgesehen. Es wird empfohlen, Original-Bremsbeläge zu verwenden.
Arbeiten am Bremssystem erfordern höchste Sauberkeit und die genaue Einhaltung der Anweisungen. Ohne die notwendige Erfahrung wird empfohlen, eine Fachwerkstatt aufzusuchen.
Verbrauchte Bremsflüssigkeit ist an einer dafür vorgesehenen Entsorgungsstelle abzugeben. Die Entsorgung über den Hausmüll ist nicht zulässig.
* Bei Fahrten auf nasser Straße ist das Bremspedal regelmäßig zu betätigen, um die Scheibenbremsen zu trocknen. Während der Radrotation wird die Feuchtigkeit durch die Fliehkraft von den Bremsscheiben abgeschleudert, es bleiben jedoch ein Silikonfilm, Gummiabrieb, Schmierstoffe und sonstige Verunreinigungen zurück, die die Bremswirkung verringern.
Testen Sie sich
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