Eine fahrzeugmontierte Bremsscheibendrehmaschine mit automatischer Rundlaufjustierung wird bevorzugt. Ist die Drehmaschine nicht selbsteinstellend, muss der Taumelschlag der Drehmaschine mit einer Messuhr justiert werden. Der Soll-Gesamtrundlauf beträgt .000 Zoll. Der maximale Messuhr-Rundlauf darf höchstens .002 Zoll betragen. Wird die Rundlaufjustierung (automatisch oder manuell) vor dem Bearbeiten korrekt durchgeführt, liegt der endgültige Bremsscheiben-Rundlauf innerhalb der Spezifikation, und nach dem Bearbeiten ist keine Rundlaufmessung erforderlich. Seitenschlag- und Dickenschwankungsmessungen sind nicht erforderlich, da eine korrekte Justierung der fahrzeugmontierten Bremsscheibendrehmaschine sicherstellt, dass diese Maße innerhalb der Spezifikation liegen.
Den Bremssattel nicht am Bremsschlauch hängen lassen, da der Schlauch sonst beschädigt werden kann.
Rad und Reifen wie unter „Rad, Austauschen“ beschrieben entfernen.
Schrauben entfernen und Bremssattel bzw. Bremssattel- und Ankerplattenbaugruppe bei Bedarf zur Seite legen. Bremssattel mit einem Monteurdraht abstützen.
Nabenadapter einbauen.
Schneidwerkzeug der Drehmaschine einbauen.
Ist die Drehmaschine nicht selbsteinstellend, den Taumelschlag der Drehmaschine mit einer Messuhr justieren. Der Soll-Gesamtrundlauf beträgt .000 Zoll. Der maximale Messuhr-Rundlauf darf höchstens .002 Zoll betragen.
Schneidkopf zentrieren, Schneidplatten einstellen und Spanabweiser/Schalldämpfer montieren.
Bremsscheibe abdrehen. Die Schnitttiefe sollte zwischen 0,10 und 0,38 mm (0.004 und 0.015 Zoll) liegen. Zu geringe Schnitttiefen führen zu einer Erwärmung und einem schnelleren Verschleiß des Schneidwerkzeugs. Zu große Schnitttiefen führen zu einer schlechten Oberflächengüte der Bremsscheibe.
Drehmaschine und Schalldämpfer entfernen.
Radmuttern und Nabenadapter abnehmen.
Metallspäne entfernen.
Dicke der Bremsscheibe messen. Liegt der Messwert unterhalb des Mindestwerts, eine neue Bremsscheibe einbauen.
Neue Bremsbeläge müssen nicht eingebaut werden, wenn die Reibbeläge innerhalb der Spezifikation liegen.
Bremssattel oder Bremssattel und Halteplatte als Baugruppe einbauen.
Rad und Reifen gemäß „Rad wechseln“ einbauen.
Ausgebaut
Für ein ausreichendes Ergebnis beim Arbeiten mit Bremsscheibendrehmaschinen die Herstellerangaben und Empfehlungen befolgen. Für die ordnungsgemäße Funktion von Scheibenbremsen ist die genaue Einhaltung der Bremsscheibentoleranzen erforderlich. Das Bearbeiten der Bremsscheibe sollte daher nur mit Präzisionsgeräten erfolgen. Alle Bremsscheiben haben einen eingegossenen maximalen Durchmesser. Dieser Durchmesser ist der maximale Verschleißdurchmesser und kein Nacharbeitsdurchmesser. Eine Bremsscheibe, die die Spezifikationen nicht erfüllt, nicht nacharbeiten. Bremsscheiben, die die Spezifikationen nicht erfüllen, müssen ersetzt werden. Beim Nacharbeiten von Bremsscheiben immer scharfe Schneidwerkzeuge oder Schneidplatten verwenden. Stumpfe oder verschlissene Werkzeuge hinterlassen eine schlechte Oberfläche, die die anfängliche Bremsleistung beeinträchtigt. Beim Nacharbeiten der Bremsflächen immer Schwingungsdämpfer-Aufsätze verwenden. Diese Aufsätze verhindern Werkzeugrattern und führen zu einer besseren Oberflächengüte. Die optimale Drehzahl zum Nacharbeiten der Bremsflächen beträgt 200 U/min. Der Vorschub für das Schruppen sollte zwischen 0,006 und 0,010 Zoll pro Umdrehung liegen. Schlichtschnitte sind mit einem Vorschub von höchstens 0,002 Zoll pro Umdrehung durchzuführen. Die Schlichtschnitte der Drehmaschine sind richtungsunabhängig auszuführen, indem die Bremsscheibenoberfläche mit einem geeigneten Schleifteller-Elektrowerkzeug egalisiert wird.
Bremsscheiben nicht nachbearbeiten, um folgende Zustände zu beheben:
a.
Bremsgeräusche, Quietschen, Brummen oder Knarren.
b.
Ungleichmäßiger und/oder vorzeitiger Verschleiß der Bremsbeläge.
c.
Oberflächliche oder optische Korrosion/Rost an der Reibfläche der Bremsscheibe.
d.
Riefen an der Reibfläche der Bremsscheibe, die unterhalb des maximal zulässigen Grenzwerts liegen.
Bremsscheiben dürfen nur nachbearbeitet werden, wenn ihre Dicke dafür ausreicht. Bei einem oder mehreren der folgenden Zustände verwerfen:
a.
Dickenschwankung über dem maximal zulässigen Grenzwert.
b.
Starke Korrosion/Rost und/oder Lochfraß.
c.
Risse und/oder Hitzeflecken.
d.
Starke Blaufärbung.
e.
Riefen an der Oberfläche der Bremsscheibe, die über dem maximal zulässigen Grenzwert liegen.
Bremsscheibe gemäß den Anweisungen des Drehmaschinenherstellers an der Bremsscheiben-Drehmaschine befestigen. Dabei sicherstellen, dass alle Aufnahmen und Adapter sauber und frei von Verunreinigungen sind.
Sicherstellen, dass alle Schwingungsdämpfer fest montiert sind.
Bei laufender Drehmaschine die Schneidwerkzeuge langsam zustellen, bis sie die Reibflächen der Bremsscheibe gerade berühren.
Anlaufspur auf der Bremsscheibe prüfen. Erstreckt sich die Anlaufspur auf jeder Seite der Reibfläche etwa über 3/4 oder mehr des Umfangs, ist die Bremsscheibe korrekt an der Drehmaschine befestigt.
Erstreckt sich die Anlaufspur nicht über 3/4 oder mehr des Umfangs der Bremsscheibe, die Bremsscheibe neu an der Drehmaschine befestigen.
Bremsscheibe gemäß den Anweisungen des Drehmaschinenherstellers nachbearbeiten.
Nach jedem weiteren Schnitt die Dicke der Bremsscheibe prüfen.
Unterschreitet die Bremsscheibe nach der Nachbearbeitung zu irgendeinem Zeitpunkt die minimal zulässige Dicke, muss sie ersetzt werden.
Nach dem Nachbearbeiten der Bremsscheibe folgendes Verfahren anwenden, um eine richtungslose Oberfläche zu erhalten:
a.
Die vom Drehmaschinenhersteller empfohlene Drehzahleinstellung für das Erzeugen einer richtungslosen Oberfläche verwenden.
b.
Richtungslose Oberfläche mit mäßigem Druck erzeugen.
c.
Ist die Drehmaschine mit einem Werkzeug für richtungslose Oberflächen ausgerüstet, die Oberfläche mit Aluminiumoxid-Schleifpapier der Körnung 120 bearbeiten.
d.
Ist die Drehmaschine nicht mit einem Werkzeug für richtungslose Oberflächen ausgerüstet, die Oberfläche mit einem Schleifklotz und Aluminiumoxid-Schleifpapier der Körnung 150 bearbeiten.
e.
Nach dem Erzeugen der richtungslosen Oberfläche jede Reibfläche der Bremsscheibe mit einer Lösung aus mildem Geschirrspülmittel und Wasser oder einem zugelassenen Bremsenreiniger und einem sauberen Putztuch reinigen, um die beim Bearbeiten verbliebenen Metallpartikel zu entfernen. Den Reinigungsvorgang bei Bedarf wiederholen, bis alle Metallpartikel entfernt sind.
Bremsscheibe von der Bremsscheiben-Drehmaschine abnehmen.
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