Motorelektrik

Anlasser

21Schritte
~126Min.
4/5Schwierigkeit
0102030405011.89N·mlb·ft
Anzugsdrehmoment auf dieser Seite
Erledigt 0 von 21

Technische Daten

Spezifikation

Anlasser ▷ 12 V, 1,2 kW: nur ISG
Element Spezifikation
Nennspannung 12 V, 1,2 kW
Anzahl der Zähne am Ritzel 13
Leistung
[Ohne Last, 11,5 V]
A Max. 117 A
Geschwindigkeit Min. 3200 U/min

▷ 12 V, 0,85 kW: NICHT ISG
Element Spezifikation
Nennspannung 12 V, 0,85 kW
Anzahl der Zähne am Ritzel 13
Leistung
[Ohne Last, 11,5 V]
A Max. 85 A
Geschwindigkeit Min. 3700 U/min

Komponenten und Anordnung der Bauteile

Bauteil

1. Vorderes Gehäuse
2. Sicherungsring
3. Anschlag
4. Freilaufkupplung komplett
5. Innenzahnrad komplett
6. Planetenwelle komplett
7. Planetengetriebe komplett
8. Dichtung
9. Abdeckung
10. Hebelplatte
11. Hebeldichtung
12. Hebel
13. Magnetschalter komplett
14. Anker komplett
15. Bügel komplett
16. Bürstenhalter komplett
17. Durchgangsschraube

Beschreibung und Betrieb

Beschreibung

Das Startsystem besteht aus Batterie, Anlasser, Magnetschalter, Zündschloss, Schalter für die Getriebesperre (A/T), Kupplungspedalschalter (M/T), Zündschloss, Verbindungsleitungen und Batteriekabel. Wenn der Zündschlüssel in die Startstellung gedreht wird, fließt Strom und erregt die Magnetspule des Anlassers. Sobald Spannung anliegt, werden der Stößel des Magnetschalters und der Schalthebel betätigt. Das Ritzel rastet in den Zahnkranz ein, die Kontakte schließen sich und der Anlasser dreht. Um Schäden durch übermäßiges Drehen des Ankers zu vermeiden, überholt das Antriebsritzel den Anker, sobald der Motor läuft. In Verbindung mit der ISG-Funktion muss der Anlasser einwandfrei arbeiten. Die Arbeitsbelastung ist höher. Daher ist der Anlasser für eine deutlich größere Anzahl von Startzyklen ausgelegt. Die Bauteile des Anlassers wurden an die höheren Anforderungen angepasst.

1. Magnetschalter 2. Bürstenbaugruppe 3. Anker 4. Freilaufkupplung


Schaltpläne

Stromlaufplan

Reparaturverfahren

Ausbau

  1. Schalten Sie die Zündung aus und trennen Sie den Minuspol (-) der Batterie.
  2. Luftfilter ausbauen. (Siehe Motormechanik – „Luftfilter“)
  3. Ansaugkrümmer ausbauen. (Siehe Motormechanik — „Ansaugkrümmer“)
  4. Mutter an Klemme „B“ des Anlassermagnetschalters (B) abnehmen und danach Anlasserkabel und Stecker ST (A) trennen.

    Anzugsmoment: 9,8–11.8 N·m

  5. Befestigungsschrauben des Anlassers lösen und Anlasser (A) abnehmen.

    Anzugsmoment: 42,2–54 N·m

Einbau

  1. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge zum Ausbau.

Zusammenbau

  1. Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge der Demontage.

Inspektion

Anker prüfen und testen

  1. Anlasser ausbauen.
  2. Anlasser wie zu Beginn dieses Verfahrens zerlegen.
  3. Anker auf Verschleiß oder Beschädigung durch Kontakt mit dem Dauermagneten prüfen. Bei Verschleiß oder Beschädigung Anker ersetzen.
  4. Kollektoroberfläche (A) prüfen. Ist die Oberfläche verschmutzt oder verbrannt, mit Schleifpapier oder auf einer Drehbank gemäß den folgenden Spezifikationen nacharbeiten oder mit Schleifpapier #500 oder #600 bearbeiten (B).
  5. Kollektordurchmesser prüfen. Liegt der Durchmesser unter dem Grenzwert, Anker ersetzen. Kollektordurchmesser Standard (neu): 33,0 mm (1,2992 Zoll) Grenzwert: 32,4 mm (1,2756 Zoll)
  6. Rundlauf des Kommutators (A) messen.
    • Liegt der Rundlauf des Kommutators innerhalb der Grenzwerte, Kommutator auf Kohlestaub oder Messingspäne zwischen den Lamellen prüfen.
    • Liegt der Rundlauf des Kommutators nicht innerhalb der Betriebsgrenze, den Anker ersetzen.
    Kollektorrundlauf Standard (neu): 0,02 mm (0,0008 Zoll), max. Grenzwert: 0,05 mm (0,002 Zoll)
  7. Glimmertiefe (A) prüfen. Ist der Glimmer zu hoch (B), Glimmer mit einem Sägeblatt auf die richtige Tiefe einschneiden. Den gesamten Glimmer (C) zwischen den Kollektorlamellen entfernen. Der Einschnitt darf auch nicht zu schmal oder V-förmig sein (D). Glimmertiefe Kollektor Standard (neu): 0,5 mm (0,0197 Zoll) Grenzwert: 0,2 mm (0,0079 Zoll)
  8. Auf Durchgang zwischen den Kollektorlamellen prüfen. Besteht zwischen beliebigen Lamellen eine Unterbrechung, Anker ersetzen.
  9. Mit einem Ohmmeter prüfen, dass zwischen Kollektor (A) und Ankerkern (B) kein Durchgang besteht, ebenso zwischen Kollektor und Ankerwelle (C). Besteht Durchgang, Anker ersetzen.
Anlasserbürsten prüfen. Verschlissene oder ölverschmierte Bürsten ersetzen.Anlasserbürstenhalter prüfen
  1. Sicherstellen, dass zwischen dem (+) Bürstenhalter (A) und der (-) Platte (B) keine elektrische Leitung besteht. Besteht Durchgang, Bürstenhalter komplett ersetzen.
  2. Schieben Sie die Freilaufkupplung entlang der Welle. Ersetzen Sie sie, wenn sie nicht gleichmäßig gleitet.
  3. Freilaufkupplung in beide Richtungen drehen. Prüfen, dass sie in einer Richtung blockiert und sich in der Gegenrichtung reibungslos dreht. Blockiert sie in keiner Richtung oder in beiden Richtungen, ersetzen.
  4. Ist das Antriebsritzel des Anlassers verschlissen oder beschädigt, Freilaufkupplung komplett ersetzen. (Das Zahnrad wird nicht separat verkauft.) Sind die Zähne des Antriebsritzels beschädigt, den Zustand des Zahnkranzes am Schwungrad bzw. am Drehmomentwandler prüfen.
Freilaufkupplung prüfen

Reinigung

  1. Tauchen Sie die Teile nicht in Reinigungslösungsmittel. Das Eintauchen der Jocheinheit und/oder des Ankers kann die Isolierung beschädigen. Wischen Sie diese Teile nur mit einem Tuch ab.
  2. Antrieb nicht in Reinigungslösungsmittel tauchen. Der Freilauf ist werkseitig vorgeschmiert, und das Lösungsmittel spült das Schmierfett aus der Kupplung.
  3. Der Antrieb kann mit einer in Reinigungslösungsmittel getauchten Bürste gereinigt und mit einem Tuch trocken gewischt werden.

Testen Sie sich

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