Differenzial

Vorsichtsmaßnahmen

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VORSICHTSMASSNAHMEN

1. BEZEICHNUNG DER ZÜNDSCHALTER

(a) Die Bauart des Zündschalters ist je nach Fahrzeugausstattung unterschiedlich. In diesem Abschnitt werden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezeichnungen verwendet.

Bezeichnung

Zündschalter (Stellung)

Motorschalter (Zustand)

Zündschalter aus

LOCK

Aus (Lock)

Zündschalter ACC

ACC

Ein (ACC)

Zündschalter EIN

EIN

Ein (IG)

Motor starten

START

Ein (Start)

2. VORSICHTSMASSNAHMEN

(a) Vor dem Zerlegen des Differentials die Baugruppe gründlich reinigen und Sand, Schlamm sowie Fremdkörper entfernen. Dies hilft, Verschmutzungen beim Zerlegen und Zusammenbau zu vermeiden.

(b) Beim Abnehmen des Deckels des Hinterachsgehäuses oder anderer Teile aus Leichtmetall keinen Schraubendreher oder ein anderes Werkzeug verwenden, das Schäden verursachen kann. Die Teile stattdessen mit einem Hammer mit Kunststoffkopf vorsichtig lösen.

(c) Ausgebaute Teile immer in der Reihenfolge des Ausbaus ablegen und vor Fremdkörpern schützen.

(d) Vor dem Einbau jedes Teils gründlich reinigen und trocknen. Danach mit Hypoidgetriebeöl LSD benetzen. Zum Reinigen von Aluminiumteilen, Gummiteilen oder Tellerradschrauben keine alkalischen Reinigungsmittel verwenden. Zum Reinigen von O-Ringen, Wellendichtringen oder Gummiteilen keine rückstandsfreien Lösungsmittel oder andere Reinigungsöle verwenden.

(e) Gleitflächen und drehende Teile mit Hypoidgetriebeöl LSD bestreichen.

(f) Teile nicht direkt in einen Schraubstock spannen. Aluminiumplatten zwischen Teil und Schraubstock legen.

(g) Die Dichtflächen des Gehäuses nicht beschädigen. Solche Schäden können zu Ölverlust führen.

(h) Vor dem Auftragen von Dichtmittel alte Dichtmittelreste entfernen und die abzudichtende Fläche mit einem rückstandsfreien Lösungsmittel reinigen.

(i) Nach dem Abdichten von Teilen mindestens eine Stunde lang keinen Kontakt zwischen Öl und Dichtung zulassen.

(j) Die Kontaktflächen für Wellendichtringe, O-Ringe oder Dichtungen nicht verkratzen. Kratzer können zu Ölverlust führen.

(k) Beim Einpressen eines Wellendichtrings darauf achten, dessen Dichtlippe und Außenumfang nicht zu beschädigen.

(l) Beim Austausch eines Lagers Innen- und Außenring immer gemeinsam austauschen.

3. HINWEISE ZUR FEHLERSUCHE

(a) Bei einer Störung an Kontaktstellen der Anschlüsse oder bei Einbauproblemen von Teilen kann das Ausbauen und Wiedereinbauen der verdächtigen Teile das System vollständig oder vorübergehend wieder in den Normalzustand versetzen.

(b) Um den fehlerhaften Bereich zu bestimmen, unbedingt die Bedingungen zum Zeitpunkt der Störung prüfen, etwa die DTC-Ausgabe, und diese vor dem Trennen der Steckverbinder oder dem Aus- und Einbau von Teilen notieren.

(c) Da das Differentialsystem (mit Differentialsperre) durch Störungen in anderen Systemen beeinflusst werden kann, unbedingt die DTCs der anderen Systeme prüfen.

4. HINWEIS ZUM CAN-KOMMUNIKATIONSSYSTEM

(a) Das CAN-Kommunikationssystem dient dem Datenaustausch zwischen den Steuergeräten (ECUs) und Sensoren. Liegt eine Störung in der CAN-Kommunikationsleitung vor, wird der DTC der Kommunikationsleitung ausgegeben.

(b) Wird der DTC der CAN-Kommunikationsleitung ausgegeben, zuerst die Störung in der Kommunikationsleitung beheben und danach das Differentialsystem (mit Differentialsperre) prüfen.

(c) Da die CAN-Kommunikationsleitung eine festgelegte Länge und Verlegung hat, kann sie nicht provisorisch mit einer Überbrückungsleitung o. Ä. repariert werden.

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