Hinterradscheibenbremse
Mit Ausnahme des Modells mit 66 kW ohne ABS, Baujahr bis Oktober 1992, sind an der Hinterachse anstelle von Trommelbremsen Scheibenbremsen verbaut. Es handelt sich, wie bei den Vorderradbremsen, um Scheibenbremssättel mit Schwimmsattel.
Zusätzlich zur hydraulischen Betätigung über das Bremspedal kann die Scheibenbremse auch über den Seilzug der Feststellbremse betätigt werden. Der Hebel, an dem der entsprechende Seilzug befestigt ist, betätigt den Druckstößel, mit dem der Bremskolben gegen die Bremsbeläge gedrückt wird.
Automatische Nachstellung
Scheibenbremsen sind im Fahrzeug immer selbstnachstellend ausgeführt: Mit zunehmendem Verschleiß der Bremsbeläge tritt der Bremskolben einfach weiter aus dem Bremssattel heraus, wodurch die Bremsbeläge stets dicht an der Bremsscheibe anliegen. Da das hinzukommende Volumen im Zylinder mit Bremsflüssigkeit aufgefüllt wird, kann kein Spiel entstehen.
Bei der mechanischen Feststellbremse ist es anders: Hier könnte der Druckstößel des Betätigungsmechanismus irgendwann den austretenden Kolben nicht mehr erreichen, wenn keine Nachstellvorrichtung vorhanden wäre. Sie verlängert den Druckstößel bei Bedarf. Der Hauptbestandteil der Nachstellung ist ein Gewinde, auf dem sich ein Teil des Druckstößels je nach Belagverschleiß weiter nach vorn dreht. Die Druckvorrichtung wird dadurch länger. Deshalb darf beim Wechsel der Bremsbeläge der Bremskolben nicht einfach zurückgeschoben werden; er wird über die Nachstellvorrichtung zurückgedreht.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Audi 80: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.