Bremsanlage

Funktionsweise der Bremsen

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Beim Betätigen des Bremspedals drückt die mit dem Pedal verbundene Stange zwei hintereinander angeordnete Kolben im Hauptbremszylinder (im Motorraum) zusammen.

Die Kolben verdrängen die darin befindliche Bremsflüssigkeit. Der so entstehende Druck im Bremssystem wird über die Leitungen zu den Radbremszylindern übertragen.

Dort pressen die Kolben die Bremsbeläge gegen die Bremsscheiben.

An den Hinterrädern der bis Oktober 1992 gebauten Audi 80 mit 66 kW ohne ABS werden die Bremsbacken gegen die Bremstrommel gedrückt. Andere Ausführungen sowie die Version mit 66 kW mit ABS besitzen hinten, wie vorne, Scheibenbremsen.

Der Flüssigkeitsdruck verteilt sich auf zwei voneinander unabhängige Leitungskreise (Bremskreise), und zwar auf ein Vorderrad und das diagonal gegenüberliegende Hinterrad (diagonale Bremskreisaufteilung beim Zweikreis-Bremssystem).

Fällt ein Bremskreis aus, können immer noch ein Vorderrad und das Hinterrad auf der anderen Fahrzeugseite gebremst werden. Mit dem nicht bremsenden Vorderrad lässt sich das Fahrzeug weiterhin steuern, und das nicht bremsende Hinterrad hält das Heck in der Spur.

Die Feststellbremse wirkt über einen Seilzug auf die Hinterräder – unabhängig davon, ob dort Trommel- oder Scheibenbremsen verbaut sind.

Bei den älteren Audi-Modellen mit Vorderradantrieb und 4- oder 5-Zylinder-Motor war ein Antiblockiersystem (ABS) gegen Aufpreis erhältlich. Ab Januar 1993 gehört das ABS zur Serienausstattung; Allradmodelle und Versionen mit 6-Zylinder-Motor waren von Anfang an serienmäßig mit ABS ausgestattet. Weitere Einzelheiten zum ABS erfahren Sie im nächsten Kapitel.

Hinweis: Fällt ein Bremskreis aus, müssen Sie deutlich stärker auf das Bremspedal treten (bei gleichzeitig größerem Pedalweg), um eine Bremswirkung zu erzielen. Auch der Bremsweg verlängert sich.

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Audi 80: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.