Bremsanlage

ABS (Antiblockiersystem)

6Schritte
~36Min.
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Komponenten und Übersicht der Komponenten

ÜBERSICHT DER KOMPONENTEN

1. ABS-Steuergerät
2. Drehzahlsensor vorderes Rad
3. Raddrehzahlsensor hinten

Beschreibung und Funktion

Beschreibung

Diese Spezifikation betrifft die hydraulische Steuereinheit (HCU) und das elektronische Steuergerät (ECU) des Hydrauliksystems.

Diese Spezifikation betrifft die Verkabelung sowie den Einbau des ABS-Steuergeräts.

Diese Einheit verfügt über die folgenden Funktionen.

  • Erfassung der Raddrehzahlsignale über Raddrehzahlsensoren, die an allen 4 Rädern angebracht sind.

  • Überwachung der Bremskraft

  • Sicherheitsfunktion.

  • Selbstdiagnose

  • Schnittstelle zum Anschluss eines externen Diagnosegeräts.

Einbauort: Motorraum

  • Die Länge der Bremsleitung vom Anschluss am Hauptbremszylinder bis zum Eingangsanschluss der HECU darf maximal 1 m betragen.

  • Sie darf nicht neben oder unter dem Motorblock oder dem Rad angebracht sein.

FUNKTIONSWEISE

Das Steuergerät muss starten, sobald die Betriebsspannung (IGN) anliegt.

Am Ende der Initialisierungsphase muss das Steuergerät betriebsbereit sein.

Während des Betriebs muss sich das Steuergerät innerhalb der vorgegebenen Grenzen (Spannung und Temperatur) befinden, damit es die verschiedenen Signale der unterschiedlichen Sensoren und Schalter gemäß dem in der Software festgelegten Regelalgorithmus verarbeiten und die hydraulischen und elektrischen Aktoren steuern kann.

Verarbeitung des Radsensorsignals

Das Steuergerät muss das Drehzahlsignal von den vier aktiven Raddrehzahlsensoren empfangen.

Nach Anlegen der Versorgungsspannung werden die Raddrehzahlsignale der aktiven Raddrehzahlsensoren durch die Signalaufbereitungsschaltung in ein Spannungssignal umgewandelt und als Eingangssignal an den Mikrocontroller (MCU) gesendet.

Steuerung des Magnetventils

Wenn eine Seite der Ventilspule an positiver Spannung liegt, wird das Ventilrelais angesteuert, und die andere Seite wird über eine Halbleiterschaltung gegen Masse geschaltet. Das Magnetventil beginnt zu arbeiten.

Die elektrische Funktion der Spulen wird unter normalen Betriebsbedingungen ständig durch einen Ventil-Testimpuls überprüft.

Spannungsgrenzen

  • Überspannung

    Bei Erkennung einer erhöhten Spannung (über 16,8 V) schaltet das Steuergerät beide Ventilrelais ab und das System wird deaktiviert.

    Kehrt die Spannung in den normalen Betriebsbereich zurück, arbeitet das System nach der Initialisierungsphase wieder normal.

  • Unterspannung

    Bei Unterspannung (unter 9,3 V) wird die ABS-Regelung gesperrt und die Warnleuchte leuchtet auf.

    Kehrt die Spannung in den Betriebsbereich zurück, erlischt die Warnleuchte und das Steuergerät kehrt in den normalen Betrieb zurück.

Prüfung des Pumpenmotors

Das Steuergerät führt nach dem Einschalten der Zündung eine Prüfung des Pumpenmotors bei einer Drehzahl von 30 km/h durch.

Diagnoseschnittstelle

Vom Steuergerät erkannte Fehler werden vom Steuergerät verschlüsselt im EEPROM gespeichert und bei eingeschalteter Zündung vom Diagnosegerät ausgelesen.

Die Diagnoseschnittstelle kann zur Prüfung des Steuergeräts während der Fertigung sowie zur Ansteuerung der HCU (Ablassleitung bzw. Rolle und Bremsenprüfleitung) verwendet werden.

WARNLEUCHTENMODUL

  1. ABS-WARNLEUCHTE

    Das Aufleuchten der ABS-Warnleuchte zeigt außerdem an, dass die Selbstdiagnose einen Fehler im ABS erkannt hat. Die ABS-Warnleuchte leuchtet:

    • in der Initialisierungsphase nach dem Einschalten der Zündung (dauerhaft für 3 Sekunden).

    • Wenn die ABS-Funktion aufgrund eines Fehlers deaktiviert ist.

    • Im Diagnosemodus.

    • Wenn der Steckverbinder am Steuergerät abgezogen ist.

  2. EBD-/Feststellbremsen-Kontrollleuchte

    Die EBD-Warnleuchte zeigt die Selbstdiagnose sowie den Fehlerzustand des EBD an. Bei eingeschaltetem Schalter der Feststellbremse leuchtet die EBD-Warnleuchte jedoch unabhängig vom Betriebszustand des EBD-Systems ständig. Die EBD-Warnleuchte leuchtet:

    • in der Initialisierungsphase nach dem Einschalten der Zündung (dauerhaft für 3 Sekunden).

    • Bei angezogener Feststellbremse oder bei niedrigem Bremsflüssigkeitsstand.

    • Wenn die EBD-Funktion fehlerhaft ist.

    • Im Diagnosemodus.

    • Wenn der Steckverbinder am Steuergerät abgezogen ist.

ABS-REGELUNG

  1. NORMALE BREMSUNG ohne ABS

    Einlassventil (IV) Auslassventil (OV) Rücklaufpumpe
    FUNKTIONSWEISE öffnen Schließen Außen

  2. HALTEPHASE

    Einlassventil (IV) Auslassventil (OV) Rücklaufpumpe
    FUNKTIONSWEISE Schließen öffnen EIN (Motordrehzahlregelung)

  3. Haltemodus

    Einlassventil (IV) Auslassventil (OV) Rücklaufpumpe
    FUNKTIONSWEISE Schließen Schließen EIN (Motordrehzahlregelung)

  4. Druckaufbau

    Einlassventil (IV) Auslassventil (OV) Rücklaufpumpe
    FUNKTIONSWEISE öffnen Schließen EIN (Motordrehzahlregelung)

Schematische Darstellungen

Stromlaufplan

KLEMMENBESCHREIBUNG

PIN-Belegung Beschreibung Elektrische Werte Widerstand HINWEIS
(AMPS) (mΩ)
1 B+ STROM PUMPENMOTOR 137 10
2 C_CAN LOW 30 mA 250
13 GND_MASSE PUMPENMOTOR 137 10
14 C_CAN HIGH 30 mA 250
16 Bremslichtschalter 10 mA 250
17 Raddrehzahlsensor (vorne rechts) 16 mA 250
18 AKTIVER RADDREHZAHLSENSOR (FR) 30 mA 250
19 AKTIVER RADDREHZAHLSENSOR (RR) 30 mA 250
20 SIGNAL RADDREHZAHLSENSOR (RL) 16,8 mA 250
21 SIGNAL RADDREHZAHLSENSOR (FL) 16,8 mA 250
25 BATTERIE (+) MAGNETVENTIL 40 10
27 ESS-Ansteuersignal 200 mA 250
29 Zündung 1 50 mA 60
31 SIGNAL RADDREHZAHLSENSOR (FR) 16,8 mA 250
32 SIGNAL RADDREHZAHLSENSOR (RR) 16,8 mA 250
33 AKTIVER RADDREHZAHLSENSOR (RL) 30 mA 250
34 AKTIVER RADDREHZAHLSENSOR (FL) 30 mA 250
38 Abmessungen 40 10

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