Elektrochromer Innenrückspiegel

Wegfahrsperrensystem

8Schritte
~48Min.
2/5Schwierigkeit
Erledigt 0 von 8

Schematische darstellungen

Schaltplan

Beschreibung und bedienung

Beschreibung

Die Wegfahrsperre blockiert das Fahrzeug so lange, bis der richtige Zündschlüssel verwendet wird. Zusätzlich zu den derzeit erhältlichen Diebstahlschutzsystemen, wie z. B. Alarmanlagen, soll die Wegfahrsperre dazu beitragen, die Diebstahlrate drastisch zu senken.

  1. Transponder (TP) – Kommunikation mit IMMO-ECU

    TP-Kommunikationsprotokoll

    1. Nach IGN EIN (oder CPU-Reset-Abbruch) sendet die IMMO-ECU ein Anforderungssignal an den TP. Seriennummer und Signatur werden empfangen.

    2. Wenn die Antwort des Eingabetransponders nicht korrekt ist, wird die Eingabe wiederholt.

    3. Wenn die Antwort des Eingabetransponders correkt ist, werden die Daten, die durch den Verschlüsselungsvorgang im EEPROM-Programm berechnet wurden, mit den vom TP empfangenen Daten verglichen.

      Wenn die Codes übereinstimen, ist die Eingabe abgeschlossen.

      Wenn die Codes nicht übereinstimmen, wird die Eingabe so lange fortgesetzt, bis die Codes übereinstimen.

    4. Wenn der EEPROM der IMMO-ECU nicht programmiert ist, aber ein korrekter Transponder eingegeben wird (CRC-Prüfung OK), wird die Eingabe akzeptiert.

    5. Nach IGN1 EIN (CPU-Reset-Abbruch) empfängt die IMMO-ECU den Transponder-Code max. 5 Mal.

    6. Wenn IGN1 EIN und EMS_state = verriegelt ist und ANKNOWLEDGE empfangen wird, wird der TP erneut authentifiziert.

  2. Transponder/IMMO-ECU/EMS-Authentifizierung

KOMPONENTENFUNKTIONEN

PCM (Antriebsstrang-Steuermodul)

  1. Das PCM (ECM) (A) prüft den Zündschlüssel mithilfe eines speziellen Verschlüsselungsalgorithmus, der im Transponder und im PCM (ECM) programmiert ist. Nur bei gleichem Ergebnis kann der Motor gestartet werden. Alle fahrzeugspezifischen Daten des Transponders werden im PCM (ECM) gespeichert.

    Der ERN-Wert (verschlüsselte Zufallszahl) zwischen EMS und verschlüsselter SMARTRA-Einheit wird geprüft. Die EMS entscheidet über die Gültigkeit des codierten Schlüssels.

VERSCHLÜSSELTE WEGFAHRSPERREN-EINHEIT (A)

Die Kommunikation mit der Wegfahrsperre erfolgt über den im Schlüssel eingebauten Transponder. Die drahtlose Kommunikation erfolgt über RF (Funkfrequenz 125 kHz). Die Wegfahrsperre ist hinter dem Armaturenbrett in der Nähe des Querträgers montiert.

Das von der Antennenspule empfangene Funksignal wird von der Wegfahrsperren-Einheit in Meldungen für die serielle Kommunikation umgewandelt. Die vom PCM (ECM) empfangenen Meldungen werden in ein Funksignal umgewandelt, das über die Antenne zum Transponder übertragen wird.

Die WEGFAHRSPERRE führt keine Gültigkeitsprüfung durch und berechnet auch keinen Verschlüsselungsalgorithmus. Diese Vorrichtung ist nur eine Schnittstelle, die empfangene Transpondersignale in serielle Daten für das PCM (ECM) umwandelt und umgekehrt.

TRANSPONDER (im Schlüssel eingebaut)

Der Transponder verfügt über einen speziellen Algorithmus (Rechenregel). Während des Anlernens eines Schlüssels werden fahrzeugspezifische Daten im Transponderspeicher abgelegt. Dieser Speichervorgang kann nur einmal durchgeführt werden. Aus diesem Grund kann der Inhalt eines Transponderspeichers danach niemals mehr geändert oder modifiziert werden.

[Hauptklappsschlüssel]

[Ersatz-Masterschlüssel]

ANTENNENSPULE

Die Antennenspule (A) erfüllt folgende Funktionen.

  • Die Antennenspule versorgt den Transponder mit Energie.

  • Die Antennenspule empfängt ein Signal vom Transponder.

  • Die Antennenspule sendet das Transpondersignal an die Wegfahrsperre.

    Sie befindet sich direkt vor dem Lenkradschloss.

Reparaturverfahren

ANLERNVERFAHREN

  1. SCHLÜSSELPROGRAMMIERUNG

    Das Verfahren zum Anlernen von Schlüsseln muss von der Werkstatt nach dem Ersetzen eines schadhaften PCM(ECM) oder zum Anlernen neuer bzw. zusätzlicher Schlüssel angewendet werden.

    Das Verfahren beginnt damit, dass das PCM (ECM) vom Diagnosegerät die fahrzeugspezifischen Daten (6-stelliger PIN-Code) anfordert. Das „nicht programmierte“ PCM (ECM) speichert die fahrzeugspezifischen Daten, und die Schlüsselprogrammierung kann beginnen. Das „programmierte“ PCM (ECM) vergleicht die vom Diagnosegerät gesendeten fahrzeugspezifischen Daten mit den gespeicherten Daten. Wenn die Daten korrekt sind, kann die Schlüsselprogrammierung beginnen.

    Wenn dreimal ein falscher Benutzer-Passcode oder falsche fahrzeugspezifische Daten an das PCM (ECM) übertragen werden, sperrt das PCM (ECM) das Anlernverfahren für 1 Stunde. Diese Zeitspanne kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch eine andere Manipulation verkürzt werden. Nach dem Wiederanschließen der Batterie beginnt der Zeitgeber die Stunde von neuem.

    Die Schlüsselprogrammierung erfolgt bei eingeschalteter Zündung mit zusätzlichen Testerbefehlen. Die Parameter des PCM (ECM) werden mit den Daten im EEPROM und im Transponder abgeglichen. Danach verifiziert das PCM (ECM) den Speichervorgang. Ist das Ergebnis positiv, sendet es eine entsprechende Bestätigung an das Diagnosegerät.

    Wenn das PCM (ECM) einen bereits zuvor angelernten Schlüssel erkennt, wird die Gültigkeit akzeptiert und die EEPROM-Speicherdaten werden aktualisiert. Der Transponderspeicher bleibt unverändert (dies ist bei einem programmierten Transponder nicht möglich).

    Versuche, einen Schlüssel, der im selben Anlernzyklus bereits angelernt wurde, erneut anzulernen, werden vom PCM (ECM) erkannt. Der Schlüssel wird abgelehnt, und das PCM (ECM) sendet eine entsprechende Meldung an das Diagnosegerät.

    Auch Versuche, ungültige Schlüssel anzulernen, werden vom PCM (ECM) erkannt und abgelehnt. Eine entsprechende Meldung wird an das Diagnosegerät gesendet. Der Schlüssel kann ungültig sein, wenn der Transponder fehlerhaft ist oder andere Gründe/Daten vorliegen, die ein erfolgreiches Anlernen des Schlüssels unmöglich machen. Wenn das PCM (ECM) Unterschiede zwischen den Berechtigungsdaten im PCM und im Transponder erkennt, wird der Schlüssel abgelehnt.

    Es können maximal 4 Schlüssel angelernt werden.

    Tritt im Service-Menü der Wegfahrsperre ein Fehler auf, bleibt der PCM(ECM)-Status unverändert und ein spezifischer Fehlercode wird gespeichert.

    Stimmen PCM (ECM)-Status und Schlüsselstatus beim Anlernen der Schlüssel nicht überein, wird der Prüfvorgang abgebrochen und ein spezifischer Fehlercode im PCM (ECM) gespeichert.

    1. PCM (ECM)-Anlernstatus

    2. Nicht angelernter PCM (ECM)-Status

      Nach dem Austausch des PCM (ECM) zeigt das KDS an, dass sich das PCM (ECM) im Ursprungszustand im Schlüsselprogrammiermodus befindet.

      Der Status „UNPROGRAMMIERT“ bedeutet, dass dem PCM (ECM) noch kein PIN-Code zugeordnet wurde.

  2. Verfahren zum Anlernen des 4-stelligen Benutzer-Passcodes

    Das Benutzerpasswort für die eingeschränkte Aufhebung wird in der Kundendienstwerkstatt programmiert. Der Fahrzeugeigentümer kann eine vierstellige Nummer wählen.

    Die Programmierung des Benutzer-Passcodes ist nur für ein „angelerntes“ PCM (ECM) möglich. Vor dem ersten Anlernen des Benutzer-Passcodes ist der Status des PCM (ECM) „nicht programmiert“. Die Limp-Home-Funktion kann nicht angewendet werden.

    Das Verfahren beginnt damit, dass die Zündung mit einem gültigen Transponderschlüssel (programmierter Schlüssel) eingeschaltet wird und dass der Benutzer-Passcode über das Diagnosegerät gesendet wird. Nach erfolgreicher erster Anlernprozedur des Benutzer-Passcodes ändert sich der Status von „unprogrammiert“ auf „Angelernt“.

    Ein angelernter Passcode kann auch wieder geändert werden. Dies ist möglich, solange der Status „Angelernt“ lautet. Um die Zugangsberechtigung zu erhalten, muss mit dem Diagnosegerät entweder der alte Passcode oder die spezifischen Fahrzeugdaten an das ECM gesendet werden. Wenn die Zugangsberechtigung erkannt wurde, übermittelt das PCM (ECM) den neuen Passcode. Danach bleibt der Status „Angelernt“ bestehen und der neue Benutzer-Passcode ist gültig.

    Wenn 3-mal hintereinander oder kurzzeitig unterbrochen ein falscher Benutzer-Passcode oder falsche fahrzeugspezifische Daten an das PCM (ECM) übertragen werden, sperrt das PCM (ECM) die Anfrage nach Änderung des Passcodes für 1 Stunde. Diese Zeitspanne kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch eine andere Manipulation verkürzt werden. Nach dem Wiederanschließen der Batterie beginnt der Zeitgeber die Stunde von neuem.

    1. Anlernen eines Benutzer-Passcodes

    2. Ändern des Benutzer-Passcodes

Notlaufregelung

  1. 'LIMP HOME'-FUNKTION (NOTSTART) MIT DEM DIAGNOSEGERÄT

    Erkennt das PCM (ECM) einen Defekt des SMARTRA oder Transponders, lässt das PCM (ECM) die Limp-Home-Funktion der Wegfahrsperre zu. Die Limp-Home-Funktion kann nur aktiviert werden, wenn zuvor der Benutzer-Passcode (4-stellig) an das PCM (ECM) übermittelt wurde. Dieser Passcode wird vom Fahrzeughalter gewählt und in der Servicestation programmiert.

    Der Benutzer-Passcode kann über das spezielle Diagnosegerät-Menü zum PCM (ECM) übertragen werden.

    Nur wenn das PCM (ECM) und der Benutzer-Passcodestatus „Angelernt“ lauten und der Passcode korrekt ist, wird das PCM (ECM) kurzfristig (30 s) entriegelt. Der Motor lässt sich nur während dieser Zeit starten. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kann der Motor nicht mehr gestartet werden.

    Wird ein falscher Benutzer-Passcode eingegeben, ist das PCM (ECM) eine Stunde lang für die Anforderung der Limp-Home-Funktion gesperrt. Diese Zeitspanne kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch eine andere Manipulation verkürzt werden. Nach dem Wiederanschließen der Batterie zählt der Zeitgeber erneut eine Stunde.

  2. LIMP HOME-FUNKTION MIT DEM ZÜNDSCHLÜSSEL

    Der Notstart kann auch mit dem Zündschlüssel aktiviert werden. Der Benutzer-Passcode kann durch eine bestimmte Zündein-/Ausschaltfolge in das PCM (ECM) eingegeben werden.

    Informationen zu PCM (ECM) und Zugangscode: Benutzer-Passcodestatus „Angelernt“ lautet und der Passcode korrekt ist, wird das PCM (ECM) kurzfristig (30 s) entriegelt.

    Der Motor lässt sich nur während dieser Zeit starten. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kann der Motor nicht mehr gestartet werden. Nach der erneuten Eingabe des Passcodes entsperrt der Timer das PCM erneut für 30 Sekunden, in denen der Motor angelassen werden kann.

    Nach Ausschalten der Zündung wird das PCM (ECM) 8 Sekunden nach Ablauf des Zeitgebers gesperrt. Für den nächsten Start muss der Benutzer-Passcode erneut eingegeben werden.

AUS- UND EINBAU

PROBLEM UND ERSATZTEIL:

PROBLEM Ersatzteil KDS/GDS erforderlich?
Alle Schlüssel verloren Neuer Schlüssel (4) JA
Antennenspulen funktionieren nicht Antennenspule NEIN
Funktionalität des ECM fehlt PCM (ECM) JA
Zündschloss Fehlerhaft Zündschalter mit Antennenspuleneinheit JA
Spezifische Fahrzeugdaten werden nicht erkannt/identifiziert Schlüssel, PCM (ECM) JA
SMARTRA-Einheit nicht funktionsfähig SMARTRA-Einheit JA

AUTOMATISCHE KONTROLLE DES ECM UND DER SMARTRA-EINHEIT

Im Falle eines Defekts des ECM muss die Einheit durch ein "leres" oder "neutrales" ECM ersetzt werden. In das neue ECM müssen alle Schlüssel einprogrammiert werden. Schlüssel, die nicht in das ECM Programmiert werden, sind für das neue ECM ungültig (Siehe Verfahren zur Schlüsselprogrammierung). Die spezifischen Fahrzeugdaten müssen aufgrund der einzigartigen Transponderprogrammierung unverändert bleiben.

Bei einer defekten SMARTRA-Einheit muss eine Neuprogrammierung durchgeführt werden. Die alte SMARTRA-Einheit wird einfach durch die neue ersetzt, die dann programmiert wird.

  1. Vor dem Ersetzen zu beachtenden Punkte (PCM (ECM))

  2. Vor dem Ersetzen zu beachtenden Punkte (Schlüssel & zusätzliche Registrierung)

NEUTRALISIERUNG DES ECM

Das PCM (ECM) kann über ein Diagnosegerät "neutralisiert" werden.

Ein angelernter Zündschlüssel wird eingesteckt und nach Speichern des Zündvorgangs fordert das PCM (ECM) die fahrzeugspezifischen Daten vom Diagnosegerät an. Die Kommunikationsmeldungen werden im „Neutralisierungsmodus“ beschrieben. Nach erfolgreichem Datenempfang wird das PCM (ECM) neutralisiert.

Das ECM bleibt gesperrt. Die Limp Home-Funktion sowie die Für "Zweimaliges" Anlassen" werden vom PCM (ECM) nicht akzeptiert.

Das Anlernen der Schlüssel entspricht der Vorgehensweise für ein nicht programmiertes PCM (ECM). Die fahrzeugspezifischen Daten müssen aufgrund der eindeutigen Programmierung der Transponder unverändert bleiben. Wenn Daten geändert werden sollen, müssen neue Schlüssel mit einem noch nicht programmierten Transponder verwendet werden.

Mit dieser Funktion werden PCM (ECM) und Schlüssel neutralisiert, z. B. bei Verlust des Schlüssels: Das PCM (ECM) wird neutralisiert und die Daten werden für das Anlernen eines neuen Schlüssels übertragen.

(Siehe Vorgehensweise zur Einstellung von Schlüssel und PIN-Code des PCM (ECM) im „Neutralstatus“ mit Hilfe eines Scanners. Wenn 3-mal nacheinander oder kurzzeitig unterbrochen falsche fahrzeugspezifische Daten an die SMARTRA-Einheit übertragen werden, blockiert die SMARTRA-Einheit die Anfrage nach Aktivierung des Neutralmodus für eine Stunde. Diese Zeitspanne kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch eine andere Manipulation verkürzt werden. Nach dem Wiederanschließen der Batterie beginnt der Zeitgeber die Stunde von neuem.

SMARTRA NEUTRALISIERT

Das ECM kann über ein Diagnosegerät "neutralisiert" werden.

Zündschlüssel (unabhängig vom Schlüsselstatus) ist eingesteckt und Zündung eingeschaltet. Nach Empfang des korrekten Fahrzeug-Passworts vom GST kann die SMARTRA-Einheit neutralisiert werden. Die Neutralisierung der SMARTRA-Einheit ist möglich, wenn der DPN und der vom GST eingegebene Wert übereinstimmen.

Neutralstatus: Wenn der SMARTRA-Status besteht, bleibt das EMS verriegelt. Der Motor kann auch durch doppeltes Einschalten der Zündung nicht gestartet werden.

Bei Änderung des Fahrzeug-Passworts muss ein neuer Sensor verwendet werden. Ein neuer Schlüssel kann erst nach der Programmierung des Fahrzeug-Passworts verwendet werden.

Wenn dreimal hintereinander oder kurzzeitig unterbrochen falsche fahrzeugspezifische Daten an die SMARTRA-Einheit übertragen werden, sperrt die SMARTRA-Einheit die Anforderung zur Aktivierung des Neutralmodus für eine Stunde. Diese Zeitspanne kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch andere Manipulationen verkürzt werden. Nach dem Anschließen der Batterie beginnt der Zeitgeber die Stunde erneut.

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