Elektrochromer Innenrückspiegel

Spurverlassenswarnung (LDW)

13Schritte
~83Min.
4/5Schwierigkeit
1Spezialwerkzeuge
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Bauteile und bauteile-Übersicht

BAUTEILE-ÜBERSICHT

1. LDW-EIN/AUS-Schalter
2. Kombiinstrument
3. LDW-Einheit (MFC)

* MFC: Kombikamera

  • Funktion: LDW, HBA, FCA

Beschreibung und bedienung

Beschreibung

SYSTEMSCHALTPLAN

LDW-Bauteile

NEIN Pos. FUNKTION POSITION
1 LDW-Einheit
  1. Spurhaltewarnung (LDW): Erfasst die aktuell vorausliegende Fahrspur und aktiviert die Warnfunktion, wenn das Fahrzeug droht, die aktuelle Fahrspur zu verlassen.

  2. Fernlichtassistent (HBA): Erfasst die Scheinwerfer von entgegenkommenden Fahrzeugen und das Schlusslicht von vorausfahrenden Fahrzeugen und schaltet das Fernlicht EIN/AUS.

Windschutzscheibe
2 LDW-Schalter LDW-EIN/AUS-Schalter Armaturentafel (Verweise)
3 Multifunktionsschalter Ein-/Aus-Schalter HBA (MF: Auto-Modus Lenkrad
4 Kombiinstrument / Warnton LDW-Warnung KOMBIINSTRUMENT

Die Kameraeinheit des LDW führt durch Verarbeitung des Videoeingangssignals folgende Funktionen aus.

  • Erfasst und analysiert die aktuelle Fahrspur

  • Erfasst das Licht von vorausfahrenden und entgegenkommenden Fahrzeugen

  • Erfasst und analysiert den Status von vorausfahrenden und entgegenkommenden Fahrzeugen und erzeugt bei Bedarf einen Warnton (oder eine Meldung) für den Fahrer.

  • Übertragung der Informationen über die Hochgeschwindigkeits-CAN-Kommunikation

  1. Spurhaltewarneinheit (LDW)

    Spurhaltewarnung (LDW) Fernlichtassistent (HBA) Frontkollisions-Vermeidungsassistent (FCA)
    Spurhaltewarnung Wenn Licht vom vorausfahrenden Fahrzeug erfasst wird Erkennung von Fahrzeugen und Fußgängern

    Das Spurhaltewarnsystem ist eine Komfortfunktion, welche die vorausliegenden Fahrspuren mithilfe des Kamerabilds und der Fahrzeugsignaldaten erfasst, um den Fahrer beim Abweichen des Fahrzeugs von der Spur zu warnen. Es besteht aus einer Kameraeinheit, die zum Erfassen der Fahrspur durch Analyse des Kamerabild-Eingangssignals verwendet wird.

    Das Sensormodul, das die Bilder der über die Kameraeinheit erfassten vorausliegenden Fahrspuren verarbeitet, erfasst die Fahrspuren und analysiert die wichtigsten Parameter zum Halten der Fahrspur, d.h. Abweichung des Fahrzeugs von der Mitte, Straßenbreite, Fahrzeugwinkel und Kurven. Die folgende Vorgehensweise wird zum Erfassen der Fahrspur mithilfe der Bildverarbeitung verwendet.

    1. Erfassung der Landschaft mithilfe des eingehenden Straßenbilds

    2. Filterung und Berechnung durch Vergrößerung der Fahrspur

    3. Herausziehen des Spurkandidatenpunkts.

      (Die einzelnen Punkte werden als Fahrspur Interpretiert.)

    4. Erfassung der Landschaft mithilfe der Kandidatenpunkte

  2. LDW-Funktionssablauf

    Beim Drücken des LDW-Schalters wird der Betriebsstatus des Spurhaltewarnsystems in der Mitte des Kombiinstruments angezeigt, solange die LDW-Leuchte eingeschaltet ist.

    Weitere Informationen zur Anzeige werden in der folgenden Tabelle aufgelistet.

    Kategorie ARBEITSWEISE LDW-Warnung und Alarm
    Steuerung
    (Ton)
    Ein LDW ein
    Aus LDW aus
    Betriebsstatus Kombiinstrument-Kontrollleuchte
    Betriebsbedingung Wird aktiviert, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit die voreingestellte Geschwindigkeit bei eingeschaltetem LDW überschreitet.

    [Start: 60 km/h ↑]
    [Stopp: 55 km/h ↓]

    ※ Die Spurhaltewarnung ist nicht aktiviert, wenn der Blinker oder die Warnblinkanlage eingeschaltet sind.
  3. Fernlichtastant

    Kategorie ARBEITSWEISE LDW-Warnung und Alarm
    Steuerung
    (Ton)
    Ein Wenn der Fernlichtschalter eingeschaltet wird (Drücken-Loslassen), während der Kombischalter auf Auto steht.
    HBA Ein + Abblendlicht
    HBA Ein + Fernlicht
    Aus Wenn der Fernlichtschalter wieder aktiviert wird, während der Kombischalter NICHT auf Auto steht oder wenn die HBA-Funktion eingeschaltet ist.
    Betriebsstatus Kombiinstrumentanzeige
    Betriebsbedingung Wird aktiviert, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit die voreingestellte Geschwindigkeit bei eingeschaltetem HBA überschreitet.

    [Start: 45 km/h ↑]
    [Stopp: 35 km/h ↓]

    ※ Aktivierung erfolgt nur, wenn Kombischalter auf Auto steht und Abblendlicht eingeschaltet ist.

LDW-EIN/AUS-Schalter (A)

Wenn der LDW-Schalter betätigt wird, ist das LDW aktiviert, solange die LDW-Leuchte eingeschaltet ist. Wird der Schalter erneut gedrückt, wird das LDW ausgeschaltet und die Anzeigeleuchte erlischt.

Automatische Fernlichtschaltung: Das automatische Fernlicht-Steuersystem wird aktiviert, wenn der Kombischalter auf AUTO und der Lichtschalter auf Fernlichtposition gestellt wird (durch Drücken).

  • Wenn der Lichtschalter nicht auf AUTO oder auf Fernlicht steht, ist das automatische Fernlichtsteuersystem ausgeschaltet.

LDW-Signalisierung

  1. Visueller Alarm: Die Spurlinie auf der Seite, in deren Richtung die Spur verlassen wird, blinkt "bernsteinfarben".

LDW-Betriebsbedingungen

Die Einschaltbedingungen des LDW sind wie folgt.

  1. Der LDW-Schalter wird "eingeschaltet". Wenn der Schalter eingeschaltet ist, leuchtet die LDW-Leuchte im Kombiinstrument.

  2. Die LDW-Funktion wird gesetzt und die Fahrzeuggeschwindigkeit überschreitet 60 km/h.

    Der Alarm stoppt kurzzeitig, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit auf 60 - 55 km/h fällt, und wird erneut gestartet, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit über 60 km/h steigt.

  3. Wenn der Fahrer die linken und rechten Blinker zum Anzeigen eines Spurwechsels betätigt, erfolgt ungeachtet der Richtung des Spurwechsels keine Warnung.

    Die Spurhalte-Warnfunktion wird 2 Sekunden nach dem Ausschalten des linken bzw. rechten Blinkers wieder aktiviert. Bei Betätigung der Warnblinkanlage wird kein Alarm ausgegeben.

  4. Vor dem Spurwechsel die Blinkerleuchte einschalten. Bei einem Spurwechsel ohne Betätigung des Blinkers in Richtung des Spurwechsels wird ein Alarm aktiviert.

  5. Wenn mehr als 40 % der Fahrzeugkarosserie die Fahrspur verlassen, wird der Alarm aufgehoben und ein Spurwechsel angenommen.

  6. Es erfolgt kein Spurhaltealarm, wenn das Fahrzeug in der Mitte der Fahrspur fährt.

Reparaturverfahren

Autokalibrierung des Kameraziels (SPTAC)

Dieses Verfahren dient zur Kalibrieung der Kamera durch einen Mechaniker, der das Fahrzeug andhand einer gut beleuchteten Fahrspursimulation, die vorzugsweise an der Wand montiert ist, ausrichtet.

Für die LDW-Kamera wird ein Fehlercode "System nicht kalibriert" gesetzt, wenn die vorgeschriebenen Toleranzwerte nicht eingehalten werden.

Das LDW wird zum Austausch vor Ort mit dem Fehlercode "Systemkalibrierung erforderlich / Variantencodierungsfehler" ausgeliefert, wenn es sich um ein Ersatzteil handelt, das direkt vom Hersteller geliefert wird.

  1. Richtlinien zur Auswahl eines geeigneten Ziels

    Damit die LDW-Kalibrierung erfolgreich durchgeführt werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein :

    • Die Zielfläche (SST:09890-3V100) muss in horizontaler und vertikaler Position senkrecht zur Kamera ausgerichtet sein, um ein Rollen von max. 1° zu ermöglichen.

    • Das Ziel muss auf einem festen Hintergrundmaterial montiert sein, um die Flachheitsanforderungen zu erfüllen.

    • Das Ziel muss reflektierende (nicht verblasst oder schlecht gemalt) Fahrspurmarkierungen aufweisen.

    • Die Größe des Ziels beträgt 30 cm in der Breite und 100 cm in der Höhe.

    • Der Montagebereich darf KEINE schraffierten oder texturierten Fläche in der Nähe des Ziels aufweisen.

    • Das Ziel muss mit einer nicht flackernden Beleuchtung gut ausgeleuchtet sein. Es dürfen keine Schatten auf das Ziel fallen.

  2. Autokalibrierung des Kameraziels

    1. Es wird empfohlen, vor dem Durchführen der Kalibrierung die Vorspur und den Reifendruck des Fahrzeugs zu prüfen, um eine korrekte Ausrichtung der Kamera zur „Welt“ sicherzustellen. Das Fahrzeug muss während der Kalibrierung mit der werkseitigen Nennlast beladen sein.

    2. Die Windschutzscheibe muss sauber und frei von Verunreinigungen sein, damit die Kamera nicht blockiert wird.

    3. Der Mechaniker schließt den Diagnosesteckverbinder an und startet das Fahrzeug. Das Kameramodul darf nicht durch Drücken des Schalters aktiviert werden.

    4. Die Servicekalibrierung läuft möglicherweise nicht korrekt ab, wenn ein Systemfehler aktiv ist.

    5. Bei der Arbeit mit einem Ersatz-ECU: Der Mechaniker startet die Konfigurationsrücksetzung SPTAC.

    6. Der Mechaniker richtet entweder das Fahrzeug auf das Ziel oder das Ziel auf das Fahrzeug aus.

      a.

      Die Unterseite des Ziels muss 90 ±1cm vom Boden entfernt und auf die Horizontalachse der Kamera ausgerichtet sein.

      b.

      Die Zielposition (A) bei kurzem Abstand beträgt 0 ± 5 cm (B) vor dem vorderen Stoßfänger.

      b.

      Die Zielposition (A) bei großem Abstand beträgt 100 ± 5 cm (B) vor dem vorderen Stoßfänger.

    7. Nachdem die Position der Kalibrierungsvorrichtung für nahe Distanz überprüft wurde, am Diagnosegerät "OK" anklicken.

    8. Der Mechaniker stellt die korrekte Position sicher und kontrolliert die „OK“-Meldung auf dem Diagnosegerät (KDS).

    9. Nachdem die Position der Kalibrierungsvorrichtung für weite Distanz überprüft wurde, am Diagnosegerät "OK" anklicken.

      (Positionskalibrierung 2 Mal durchführen.)

    10. Der Mechaniker stellt die korrekte Position sicher und kontrolliert die „OK“-Meldung auf dem Diagnosegerät (KDS).

    11. Alle Fehlercodes löschen.

    12. Zündung aus- und dann wieder einschalten.

Probefahrt

Testen Sie sich

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