Das System Idle Stop & Go (ISG) schaltet den Motor aus, wenn das Fahrzeug anhält, und startet ihn anschließend wieder, sobald das Fahrpedal betätigt wird. Der Motor wird vorübergehend abgestellt, was den Kraftstoffverbrauch senkt und die Abgasemissionen reduziert. Das ISG-System kann jedoch nicht arbeiten, wenn das Motoröl oder die Umgebungstemperatur zu niedrig ist oder wenn die Batteriespannung von 12 V zu niedrig ist. Das System kann durch Drücken der Taste ISG OFF deaktiviert werden, wenn der Fahrer das ISG-System nicht nutzen möchte. Beispielszenario: Motorabschaltung an einer roten Ampel oder im Stau.
Das Fahrzeug fährt.
Gang eingelegt. Gaspedal betätigt.
Der Motor läuft.
Der Fahrer bremst das Fahrzeug bis zum vollständigen Stillstand.
Der Fahrer legt den Leerlauf ein und lässt das Kupplungspedal los.
Der Motor stoppt. Das Symbol „AUTO STOP“ leuchtet im Kombiinstrument.
Der Fahrer möchte die Fahrt fortsetzen.
Der Fahrer tritt das Kupplungspedal. Der Motor startet.
Der Gang kann eingelegt und die Fahrt fortgesetzt werden. Das Symbol „AUTO STOP“ erlischt.
Batteriesensor Der Batteriesensor erfasst den Zustand der Batterie. Der Batteriezustand ist ein wesentlicher Einflussfaktor für die Funktion ISG. Ziel ist es, einen zuverlässigen Motorstart nach einer bestimmten Standzeit unter Berücksichtigung des Energiehaushalts des Fahrzeugs sicherzustellen. Der Batteriesensor überwacht folgende Daten:
Batterieladezustand
Batterietemperatur
Spannungseinbruch beim Motorstart
Unterdrucksensor des Bremskraftverstärkers Um in jeder Situation eine ausreichende Bremskraftunterstützung sicherzustellen, ist der Bremskraftverstärker mit einem Sensor für den Teilunterdruck ausgestattet. Der Unterdrucksensor des Bremskraftverstärkers befindet sich neben dem Bremskraftverstärker.
AGM-Batterie In allen Fällen wird die Funktion ISG mit einer intelligenten Generatorregelung geliefert. Die deutlich häufigeren Lade- und Entladezyklen bedeuten, dass die Batterie stark belastet wird. Die Zyklenfestigkeit der AGM-Batterien sorgt dafür, dass sie trotz der hohen Belastung eine vergleichbare Lebensdauer erreichen.
DC/DC-Wandler Aufgrund der deutlich häufigeren Startvorgänge führt die daraus resultierende elektrische Belastung häufig zu Spannungseinbrüchen im Bordnetz. Um die Spannungsversorgung für einige spannungsempfindliche elektrische Bauteile zu stabilisieren, wird in Verbindung mit der Funktion ISG ein DC/DC-Wandler eingesetzt. Der DC/DC-Wandler versorgt das Relais mit einer Spannung, die während des Startvorgangs ebenfalls konstant bleibt. Der DC/DC-Wandler ist im hinteren Bereich des Handschuhfachs montiert. Über die Messleitungen für die Eingangsspannung und das Startrelais entscheidet die Elektronik, ob die Versorgung über den Bypass oder über den DC/DC-Wandler auf den Ausgang geschaltet wird. Im Bypass-Modus wird die Bordnetzspannung nicht über den DC/DC-Wandler geführt, sondern direkt an die Ausgänge weitergeleitet. In der Boost-Phase wird die Fahrzeugspannung angepasst.Schalter ISG Der Schalter ISG OFF an der unteren Verkleidung der Instrumententafel kann zum Deaktivieren der Funktion ISG verwendet werden. Generator Die Entladung der Batterie bei abgeschaltetem Motor durch die Funktion ISG erfordert einen leistungsstärkeren Generator.Anlassermotor In Verbindung mit der Funktion ISG muss der Anlasser deutlich mehr Arbeit leisten. Daher ist der Anlasser für eine wesentlich höhere Anzahl von Startzyklen ausgelegt. Die Bauteile des Anlassers wurden an die höheren Anforderungen angepasst.Neutralschalter Der Neutralschalter ist im oberen Bereich des Getriebegehäuses montiert. Der Neutralschalter erkennt die Leerlaufstellung des Schalthebels. Kupplungsschalter Der vorhandene Kupplungsschalter wird als Eingangsgröße für die Funktion ISG verwendet, um die Betätigung der Kupplung zu erkennen.Gurt-/Türschalter (Fahrer) Über den Gurt-/Türschalter erkennt die Funktion ISG, ob der Fahrer den Sicherheitsgurt angelegt und die Tür geschlossen hat. Ist der Sicherheitsgurt nicht angelegt oder die Tür nicht geschlossen, reagiert die Funktion ISG wie folgt. Sind der Gurt oder die Tür geöffnet, darf der Motor aus Sicherheitsgründen nicht über die Funktion ISG gestartet oder abgestellt werden. Haubenschalter Der Haubenschalter wird als Einflussfaktor bei der Berechnung der Funktion ISG berücksichtigt. Ist die Motorhaube geöffnet, darf der Motor aus Sicherheitsgründen nicht über die Funktion ISG gestartet oder abgestellt werden.
Betriebsbedingungen für die ISG-Funktion
Nach jedem Motorstart wird die Funktion automatisch aktiviert und befindet sich in Bereitschaft. Mit dem Schalter ISG OFF kann die Funktion manuell deaktiviert werden, bis zum nächsten Einschalten der Zündung. Das Drücken des Schalters wird durch Aufleuchten der Kontrollleuchte bestätigt.
1. Leerlaufzustand (Leerlauf → Stopp)
▶ Normalzustand: Neutralstellung und Kupplungspedal losgelassen.
Erforderliche Bedingungen
Die Motorkühlmitteltemperatur ist nicht zu niedrig (über 45 °C).
Keine DPF-Regeneration
Kein Hemmzustand für die Betriebsstrategie oder Motorstörung
Fahrergurt und Fahrertür oder Motorhaube sind geschlossen.
Der Motor ist abgestellt, dann wird der Gang gewechselt (eingelegt → Leerlauf) und das Kupplungspedal betätigt.
3. Automatischer Startzustand (Stopp → Start)
Der Motor startet automatisch ohne Eingreifen des Fahrers, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist: ▶ Normalzustand: Getriebe in Leerlaufstellung und Kupplungspedal nicht betätigt.