Prüfung des Zylinderblocks
VORGEHENSWEISE
Nach der Demontage des Motors den Zylinderblock reinigen und waschen, indem man ihn in ein Bad mit Reinigungslösung taucht. Anschließend mit einem Strahl derselben Lösung unter Druck spülen, um die Ölkanäle zu reinigen. Zylinderblock mit Druckluft ausblasen und trocknen, insbesondere das Ölkanalsystem. Block begutachten. Weisen die Lagerstühle der Kurbelwelle oder andere Stellen Risse auf, ist der Block zu ersetzen. Auf den Zylinderlaufflächen dürfen keine Verschleißspuren, Risse, Kratzer oder Korrosionsspuren vorhanden sein. Kleine Kratzer können nachgeschliffen werden, in den übrigen Fällen müssen die Zylinder auf ein Reparaturmaß ausgebohrt werden.Warnung: Alle vier Zylinder auf Übermaß ausbohren, auch wenn Verschleißspuren, Riefen usw. nur in einem Zylinder vorhanden sind. Nach dem Ausbohren die Zylinderoberflächen honen. Die Dichtheit des Kühlmantels prüfen. Dazu alle Öffnungen im Block außer einer verschließen und durch diese Öffnung Druckluft in den Kühlmantel einleiten. Den Block in ein Wasserbad tauchen und Druckluft einleiten. Es darf keine Luft austreten. Außerdem die Ölkanäle prüfen.
Kolbenspiel im Zylinder prüfen (siehe Unterabschnitt 2.2.1.12).
Zylinderdurchmesser messen (siehe Unterabschnitt 2.2.1.12). Maximal zulässige Unrundheit des Zylinders 0,04 mm. Zulässige Konizität des Zylinders 0,15 mm. Die Konizität wird als Differenz zwischen den Durchmessern des Zylinders im unteren und im oberen Bereich berechnet. Ist die Konizität größer, die Zylinder auf Übermaß ausbohren. Die Ebenheit des Blocks, auf dem der Zylinderkopf aufliegt, mit Lineal und Fühlerlehre prüfen. Die Prüfung erfolgt in gleicher Weise wie am Zylinderkopf. Zulässige Verwindung des Blocks 0,1 mm.
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