Karosserie-Elektrik

Motorstart-Taste

~4Min. Lesezeit

Komponenten und Anordnung der Bauteile

Komponenten (1)

1. Integriertes Karosseriesteuergerät (BCM)
2. Innenantenne 1
3. Innenantenne 2
4. Summer
5. Türgriff und Türantenne
6. Antenne in der Vordertür

Komponenten (2)

1. Schalter zum Öffnen des Kofferraums
2. Vordere Antenne
3. Innenantenne 3
4. Außenantenne im Stoßfänger

Beschreibung und Betrieb

Beschreibung

Systemübersicht

Das System bietet folgende Funktionen:

  • Umschalten von Zündung und Motorstromversorgung mit der Start-/Stopptaste.

  • Steuerung externer Relais zum Schalten der Klemmen ACC / IGN1 / IGN2 und des STARTERS, ohne mechanisches Zündschloss.

  • Anzeige des Fahrzeugstatus im Display durch Anzeige von Meldungen.

  • Wegfahrsperre durch LF-Transponderkommunikation zwischen Funkschlüssel und Schlüsselhalter.

  • Redundante Architektur für hohe Systemzuverlässigkeit.

  • Schnittstelle zum Low-Speed-CAN-Fahrzeugkommunikationsnetz.

  • Schnittstelle zum LIN-Fahrzeugkommunikationsnetz, abhängig von der Plattform.

Die Funktionen RKE und SMART KEY gehören nicht zu diesem Tastenmechanismus des Startsystems und werden in einem separaten System beschrieben.

Grundfunktion des Systems

  • Schalten der Klemmen ACC/IGN1/IGN2.

  • Ansteuerung der BAT-Leitung des STARTER-Relais (High-Side) auf Basis der Kommunikation mit dem EMS-Steuergerät.

  • Steuerung der Wegfahrsperrenfunktion.

  • Steuerung der BES-Warnfunktion.

Drahtlose Kommunikation

Ein elektrisches Signal wird für den Informationsaustausch zwischen dem Fahrzeug und dem Schlüssel-FOB verwendet. Derzeit wird der Motorstart mit Knopfdruck zusammen mit dem Smart-Schlüssel verwendet.

Die Smart-Key-Funktion wird separat erläutert. Weitere Informationen finden Sie im entsprechenden Abschnitt des Systems.

Systemblockdiagramm

Systemblockdiagramm

Integriertes Karosseriesteuergerät (BCM)

Die IBU steuert alle Funktionen in Bezug auf:

  • Überwachung der Start-Stopp-Taste (SSB)

  • Kommunikation mit der Wegfahrsperre (mit dem Motorsteuergerät zur Deaktivierung der Wegfahrsperre)

  • Authentifizierungsserver (Gültigkeit des Transponders und des Smart-Schlüssels, Option: passive Schlüsselauthentifizierung)

  • Überwachung der Systemkonsistenz

  • Systemdiagnose

  • Steuerung der Displaymeldungen/des Warnsummers

Notlauf-Heimmodus (Limp-Home-Modus)

  • Bei fehlendem Eingangssignal des Bremspedals (AT-Ausführung) muss der Zustand ACC durch Drücken der SSB länger als 10 Sekunden in den Zustand „START“ übergehen.

  • Bei Kommunikationsproblemen zwischen EMS und CAN (EMS-Status) wechselt der Status „START“ auf Basis der Drehzahleingabe in „MOTOR LÄUFT“.

  • Bei Ausfall einer der beiden Eingangsleitungen des SSB ist das Ein- und Ausschalten der Stromversorgung durch doppeltes Drücken des SSB innerhalb von 10 Sekunden möglich.

    Beim ersten Drücken der Taste ertönt ein Summer.

    Der Zyklus der Stromversorgung ist verfügbar, und der Summer stoppt, wenn die Taste zweimal innerhalb von 10 Sekunden gedrückt wird.

Klemmen- und Anlasserrelais

Das Relais dient zum Schalten der Klemmen ACC/IGN1/IGN2. Das normalerweise geöffnete Relais wird vom Smart-Key-Steuergerät angesteuert.

Eine Relaisspule ist an die Ausgangsklemme der IBU angeschlossen.

Elektronische Lenksäulenverriegelung (ESCL)

Die ESCL ist erforderlich, um die Lenksäule zu verriegeln und unbefugte Nutzung des Fahrzeugs zu verhindern.

Um das erforderliche Sicherheitsniveau zu erreichen, wird die ESCL von der IBU gesteuert und überwacht.

Diese redundante Architektur stellt sicher, dass der ESCL-Motor nur während des Verriegelns oder Entriegelns mit Spannung versorgt wird und andernfalls von Batterie und Masseleitung getrennt ist, um eine unbeabsichtigte Auslösung während der Fahrt zu vermeiden.

Der Datenaustausch zwischen ESCL und IBU erfolgt über eine verschlüsselte serielle Schnittstelle.

Zustandsdiagramm des BES-Systems

Systemzustände im Lernmodus

Im Lernmodus kann sich das BES je nach Zustand der Klemmen, der ESCL und des Motors in einem von 6 verschiedenen Zuständen befinden:

Systemzustand Klemmenstatus ESCL-Status Motorstatus
1. AUS — verriegelt AUS Verriegelt Gestoppt
2. AUS — entriegelt AUS entriegelt Gestoppt
3. ACC ACC entriegelt Gestoppt
4. IGN IGN1, IGN2, ACC entriegelt Gestoppt
5. Start IGN1, Start entriegelt Durchdrehen
6. ZÜNDUNG – Motor IGN1, IGN2, ACC entriegelt Run
(bedeutet „selbstständig“)

Hinsichtlich der Klemmen entsprechen die in der obigen Tabelle beschriebenen Systemzustände denen des Systems mit mechanischem Zündschloss. Der Unterschied zum System mit mechanischem Zündschalter besteht darin, dass das BES-System ohne Schaltstellung [ACC] und [IGN] von [OFF] direkt auf [START] schalten kann.

Systemzustände im Werkszustand (Virgin-Modus)

Das BES-System kann je nach Zustand der Klemmen, ESCL und des Motors in 5 verschiedenen Zuständen im Werkszustand (Virgin-Modus) eingestellt werden (Sperre AUS nicht verfügbar):

Systemzustand Klemmenstatus ESCL-Status Motorstatus
1. AUS — entsperrt AUS entriegelt Gestoppt
2. ACC ACC entriegelt Gestoppt
3. IGN IGN1, IGN2, ACC entriegelt Gestoppt
4. Start IGN1, START mit speziellem Aktivierungsmuster, Einzelheiten siehe Kapitel 6.2.1. entriegelt Durchdrehen
5. ZÜNDUNG – Motor IGN1, IGN2, ACC entriegelt Run
(bedeutet „selbstständig“)

Hinsichtlich der Klemmen entsprechen die in der obigen Tabelle beschriebenen Systemzustände denen des Systems mit mechanischem Zündschloss. Der Unterschied zum System mit mechanischem Zündschalter besteht darin, dass das BES-System ohne Schaltstellung [ACC] und [IGN] von [OFF] direkt auf [START] schalten kann.

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