Motor und Nebenaggregate

Drosselklappengehäuse: Allgemeines

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I - DROSSELKLAPPENGEHÄUSE

Das Drosselklappengehäuse regelt die Leerlaufdrehzahl und steuert die Luftfüllung des Motors. Es besteht aus einem Elektromotor und zwei Drosselklappenstellungssensoren (Potentiometer).

Im Leerlauf wird die Drosselklappenstellung entsprechend dem Leerlaufsollwert geregelt. Dieser Sollwert berücksichtigt große Verbraucher (Klimaanlage) sowie die Betriebsbedingungen (Luft- und Wassertemperatur).

Betätigt der Fahrer das Fahrpedal, wird seine Anforderung in eine Drosselklappenöffnung umgesetzt.

Um den Fahrkomfort zu verbessern, ist die Drosselklappenöffnung jedoch nicht direkt proportional zur Anforderung des Fahrers.

Um Ruckeln zu vermeiden, Gangwechsel zu erleichtern und die Sicherheitsfunktionen zu gewährleisten, ermöglicht das Drosselklappengehäuse die Steuerung des Motordrehmoments.

II - NOTBETRIEBSARTEN DES DROSSELKLAPPENGEHÄUSES

Es gibt vier Arten von Notbetriebsarten des Drosselklappengehäuses.

1 - Betriebsart Leistungsbegrenzung

Diese Betriebsart umfasst elektrische Fehler, für die eine brauchbare Notlösung für das Einspritzsystem besteht (Ausfall einer der beiden Potentiometerspuren des Fahrpedals oder des Drosselklappengehäuses). Diese Betriebsart begrenzt die Beschleunigung und die maximale Drosselklappenöffnung (Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und 100 km/h).

2 - Betriebsart Verlust der Fahrervorgabe

Diese Betriebsart wird auch als " elektrische Notstellung " bezeichnet. Sie wird angewendet, wenn das Fahrpedalsignal vollständig ausfällt, das Einspritzsteuergerät die Luftfüllung des Motors aber noch steuert (die Regelung der Drosselklappe bleibt funktionsfähig). In dieser Betriebsart schreibt das Einspritzsteuergerät für jeden Getriebegang eine bestimmte Fahrpedalstellung vor und stellt bei Betätigung des Bremspedals die Leerlaufdrehzahl ein.

In diesem Fall beträgt die maximale Motordrehzahl im Leerlauf 2500 U/min.

3 - Betriebsart mechanische Notstellung

Diese Betriebsart umfasst Fehler, die zum Verlust der Regelung der Drosselklappe führen (Drosselklappenansteuerung nicht möglich). In diesem Fall fährt die Drosselklappe in die mechanische Ruhestellung. Das Einspritzsteuergerät begrenzt die Drehzahl durch Einspritzabschaltung und das Drehmoment durch Zylinderabschaltungen (Zündung und Einspritzung) abhängig von der Fahrpedalstellung.

Damit beträgt die maximale Drehzahl bei Vollgas oder im Leerlauf 2500 U/min.

4 - Betriebsart Fahrpedal-Nachführung

Bei Ausfall des Signals Saugrohrdruck ist die Öffnung des Drosselklappengehäuses direkt proportional zum Fahrpedal.

Hinweis: Jede dieser Betriebsarten führt zum Aufleuchten der Motorkontrollleuchte im Armaturenbrett.

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