Nockenwellenversteller
B84 oder C84
I - BESONDERHEITEN
F4R oder K4M
Er dient dazu, das Steuerzeitendiagramm zu verändern.
Um die Zylinderfüllung bei allen Drehzahlen zu verbessern, sind die Motoren K4M und F4R mit einem Nockenwellenversteller für die Einlassnockenwelle (

Die Phasenverschiebung des Schließzeitpunkts der Einlassventile optimiert die Füllung in Abhängigkeit von der Motordrehzahl. Das Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich und die Leistung im hohen Drehzahlbereich werden begünstigt.
Denn ein längeres Offenhalten der Einlassventile ermöglicht es bei hoher Drehzahl, aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeit des Gemischs weiterhin Gemisch anzusaugen.
Bei niedrigeren Drehzahlen hingegen ist die Trägheit der Gase gering. Daher schließt man die Einlassventile besser früher, um eine schlechte Füllung und einen Drehmomentverlust durch Zurückdrängen des Frischgases zu vermeiden.
Je höher die Drehzahl, desto später muss das Schließen der Einlassventile erfolgen.
II - FUNKTIONSWEISE UND STRATEGIEN
K4M
Die Ölversorgung des Nockenwellenverstellers erfolgt über ein Magnetventil (2) am Zylinderkopf.
Die Ansteuerung mit einem Signal mit variablem Tastverhältnis (Amplitude 12 V, Frequenz 250 Hz) verteilt das Öl im Mechanismus und verändert so den Verstellwinkel.

Der Nockenwellenversteller arbeitet stufenlos verstellbar.
Das Steuergerät steuert das Magnetventil mit einem variablen Tastverhältnis an, das dem gewünschten Verstellwinkel proportional ist.
Der Verstellwinkel ändert sich stufenlos von 0 bis 43 Grad Kurbelwelle.

Das Magnetventil zur Steuerung des Nockenwellenverstellers wird angesteuert, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- kein Fehler am Drehzahlsensor,
- kein Fehler an den Nockenwellenpositionssensoren,
- keine Fehler im Einspritzsystem,
- nach dem Motorstart,
- nicht im Leerlaufbereich und Gaspedal nicht betätigt,
- Schwellenwert eines Kennfelds in Abhängigkeit von Last und Drehzahl erreicht,
- Kühlmitteltemperatur zwischen 10 und 120 °C,
- Motoröltemperatur zu hoch.
Notbetriebsarten:
- Rückstellung des Nockenwellenverstellers in die Ausgangsstellung,
- Verstellwinkel null.
Ein dauerhaft offenes Magnetventil führt zu unruhigem Leerlauf, zu hohem Saugrohrdruck im Leerlauf und zu starken Motorgeräuschen.
III - FUNKTIONSWEISE UND STRATEGIEN
F4R
Der Nockenwellenversteller wird vom Motorsteuergerät über ein Magnetventil (3) an der Zylinderkopfhaube im Ein-/Aus-Betrieb angesteuert.

Von 1500 bis 4300 1/min versorgt das Steuergerät das Magnetventil mit Spannung.
Oberhalb von 4300 1/min wird das Magnetventil nicht mehr bestromt.
Die Stellung des Mechanismus begünstigt die Füllung bei hoher Drehzahl. In dieser Stellung verriegelt ein Verriegelungskolben den Mechanismus.
Hinweis: Bis 1500 1/min wird das Magnetventil nicht bestromt.Der Mechanismus wird durch den Verriegelungskolben arretiert.
Sobald das Magnetventil bestromt wird, also ab einer Drehzahl über 1500 1/min, drückt der Öldruck den Verriegelungskolben zurück und gibt den Mechanismus frei.

Das Magnetventil ist im Ruhezustand geschlossen. Es lässt Öl zur Ansteuerung des Nockenwellenverstellers durch, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- kein Fehler am Drehzahlsensor,
- kein Fehler an den Nockenwellenpositionssensoren,
- keine Fehler im Einspritzsystem,
- nach dem Motorstart,
- nicht im Leerlaufbereich,
- Batteriespannung >11,4 V,
- Kühlmitteltemperatur über 30 °C,
- Motordrehzahl zwischen 1500 und 4300 1/min,
- Last >87 % (ca. 900 mbar).
Ein dauerhaft offenes Magnetventil führt zu unruhigem Leerlauf und zu hohem Saugrohrdruck im Leerlauf.
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Ein kurzes Quiz zum Renault Megane: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.