Kraftstoff- und Abgasanlage
in diesem Abschnitt beschriebenen Arbeiten erfordern das Lösen von Kraftstoffleitungen und -verbindungen, wobei etwas Kraftstoff austreten kann. Vor jeglichen Arbeiten an der Kraftstoffanlage die Hinweise unter „Sicherheit zuerst!“ am Anfang dieses Handbuchs lesen und unbedingt befolgen. Benzin ist eine hochgefährliche und flüchtige Flüssigkeit; die beim Umgang damit erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen können nicht genug betont werden. Achtung: Bei Modellen mit Einspritzung steht das System unter Druck, daher ist beim Lösen der Kraftstoffleitungen besondere Vorsicht geboten. Beim Lösen einer Kraftstoffleitungsverschraubung diese langsam lösen, um ein plötzliches Entweichen des Drucks zu vermeiden, durch das Kraftstoff herausspritzen könnte; einen Behälter und ein Tuch zum Auffangen von Verschüttetem bereithalten. Die Prüfung des Kraftstoffdrucks ist einem Fiat-Händler oder einem anderen Fachbetrieb mit der nötigen Spezialausrüstung zu überlassen. TEIL A: ALLGEMEIN
Bleifreier Kraftstoff
Hinweis: Bei Modellen mit Katalysator darf ausschließlich bleifreies Benzin verwendet werden – die Verwendung von verbleitem Benzin zerstört den Katalysator. 1 Bleifreier Kraftstoff (mindestens 95 ROZ) kann bei den folgenden Modellen mit den angegebenen Seriennummern verwendet werden. Motor Seriennummer
903 cm³ 146A.000
146A.046
146A.048
999 cm³ 156A2.00
1108 cm³ 160A3.000
1116 cm³ 138B.000
138B.046
146A4000
146A4.048
1299/1301 cm³ 138B2.000
138B2.046
149A7.000
1149A7.000
146A2.000
1372 cm³ 146C1.000
146A8.000
160A1.046
2 Bei allen Motoren außer dem 903-cm³-Motor ist die Verwendung von bleifreiem Kraftstoff nur zulässig, wenn dauerhaft hohe Drehzahlen und abrupte Beschleunigung vermieden werden. Luftfilter – geänderte Ausführungen 3 Der Luftfilter späterer Modelle ist temperaturgeregelt. Der Ansaugschieber muss nicht mehr manuell auf Winter- oder Sommerstellung gebracht werden.
4 Der Luftfilter am 999-cm³-Motor ist rechteckig. Zum Austausch wird der Einsatz entnommen, nachdem die Kippverschlüsse nach hinten aufgedrückt wurden (Fotos).

9A.4A Schnappverschluss am Luftfilter beim Modell 999 cm³

9A.4B Luftfilterelement beim Modell 999 cm³
5 Zum Ausbau dieses Luftfiltertyps die Kaltluft- und Warmluftansaugschläuche sowie die großen und kleinen Entlüftungsschläuche abziehen (Fotos).

9A.5A Warmluftansaugung und untere Halteklammer am Luftfilter beim Modell 999 cm³

9A.5B Kaltluftansaugung am Luftfilter beim Modell 999 cm³

9A.5C Entlüftungsschläuche am Luftfilter beim Modell 999 cm³
6 Mutter vom oberen Gehäuseteil abschrauben, dann die untere Kipp-Klammer lösen und den Luftfilter vom Vergaser abheben (Foto). Dichtring zwischen Luftfilter und Vergaser beachten. Sofern der Ring nicht in gutem Zustand ist, erneuern.

9A.6 Mutter des Luftfiltergehäuses beim Modell 999 cm³
7 Ist der temperaturgesteuerte Öffner der Kaltluftklappe im Luftfiltergehäuse defekt (Prüfung: bei warmem Motor einen Spiegel vor den Kaltlufteinlass halten), den Öffner erneuern (eine Befestigungsschraube). Eine Reparatur ist nicht möglich (Foto).

9A.7 Öffner der thermostatgesteuerten Klappe am Luftfilter beim Modell 999 cm³ 8 Der Luftfilter an den Motoren 1116 cm³ und 1299/1301 cm³ ist rund ausgeführt.
Zum Filtereinsatz gelangt man, indem man die drei Deckelmuttern entfernt und den Deckel abnimmt (Fotos).

9A.8A Luftfilter bei den Modellen 1116 cm³, 1299 cm³ und 1301 cm³

9A.8B Rundes Luftfilterelement
9 Das Luftfiltergehäuse lässt sich nach dem Lösen der vier Muttern, mit denen es am Vergaser befestigt ist, und der einen Mutter an der Halterung der Nockenwellenabdeckung abnehmen. Beim Abziehen des Gehäuses die Schläuche davon trennen (Fotos).

9A.9A Befestigungsmuttern des runden Luftfilters

9A.9B Mutter des runden Luftfilters an der Nockenwellenabdeckung (Pfeil) 10 Der thermostatgesteuerte Öffner der Kaltluftklappe entspricht dem in Absatz 7 beschriebenen. 11 Der Luftfilter am Motor 1372 cm³ ie ist rechteckig. Das Element lässt sich nach dem Lösen der Federklammern an der Vorderseite des Gehäuses und anschließend der zwei Schrauben an der Oberseite entnehmen. Danach lässt sich die Luftfilter-Endabdeckung abziehen und das Element herausnehmen. Der Luftfilter am Motor 1372 cm³ Turbo ie befindet sich in der vorderen rechten Ecke des Motorraums. Die vier Clips lösen, um die obere Abdeckung abzunehmen und das Element freizulegen. Kraftstoffpumpe (Vergasermodelle 999 und 1108 cm³) – Beschreibung, Aus- und Einbau
12 Die Kraftstoffpumpe wird mechanisch über einen Stößel betätigt, der an einem Exzenternocken der Nockenwelle anliegt. Die Pumpe ist gekapselt und als Wegwerfteil ausgeführt; eine Reparatur oder Reinigung ist nicht möglich. 13 Zum Ausbau die Kraftstoffschläuche abziehen und die Pumpe vom Zylinderkopf abschrauben. Stößel und Isolierblock aufbewahren. 14 Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus; neue Dichtungen verwenden, je eine auf jeder Seite des Isolierblocks.
Kraftstofftank (Motoren 999 und 1108 cm³)
15 In Verbindung mit dem Kunststoff-Kraftstofftank wurden Entlüftung und Kraftstoffstandsgeber geändert, wie in Abb. 13.35 dargestellt.

Abb. 13.35 Kraftstoffbehälter und Versorgungskreislauf an den Motoren 999 cm³ und 1108 cm³ (Abschn. 9A)
1 Vergaser
2 Kraftstoffpumpe
3 Kraftstoff-Rücklaufleitung
4 Kraftstoff-Zulaufleitung
5 Tankentlüftungsventil
6 Kraftstoffstandsgeber
VERGASERMODELLE
Vergaser (Weber 32 TLF) – Beschreibung
Warnung: Vor Beginn jeglicher Arbeiten den Anfang dieses Abschnitts beachten. 1 Dieser Vergaser wird am Motor 999 cm³ verwendet. Es handelt sich um einen Fallstromvergaser mit einfachem Lufttrichter und manuell betätigtem Choke (Kaltstarthilfe).
2 Die Einheit besitzt einen automatischen Überflutungsschutz, ein Vollastventil und eine Beschleunigungspumpe (Fotos).

9B.2A Weber 32 TLF 4/250 Vergaser, Ansicht von der Seite des Magnetventils für die Nachlaufsperre

9B.2B Weber 32 TLF 4/250 Vergaser, Ansicht von der Seite des Chokegestänges

9B.2C Weber 32 TLF 4/250 Vergaser, Ansicht von der Seite der Beschleunigerpumpe

9B.2D Weber 32 TLF 4/250 Vergaser, Ansicht von der Seite des Drosselklappengestänges

9B.2E Weber 32 TLF 4/250 Vergaser, Ansicht von oben 3 Der Drosselklappenkörper besitzt zwar Kühlmittelstutzen, wird jedoch nicht tatsächlich mit Kühlmittel beheizt. 4 Ein elektromagnetisch betätigtes Leerlauf-Abstellventil verhindert das Nachlaufen (Dieseln) bei ausgeschalteter Zündung. Vergaser (Weber 32 TLF) – Leerlaufdrehzahl und Gemischeinstellung
5 Falls das Fahrzeug nicht mit Drehzahlmesser ausgestattet ist, einen solchen gemäß den Herstelleranweisungen anschließen.
6 Motor auf Betriebstemperatur bringen und im Leerlauf laufen lassen. Die Leerlaufschraube am Vergaser so lange drehen, bis die Drehzahl dem Sollwert entspricht (Foto).

9B.6 Weber 32 TLF 4/250 Vergaser-Leerlaufdrehzahlschraube (Pfeil) 7 Das Leerlaufgemisch wird werkseitig eingestellt, und die Einstellschraube ist mit einer manipulationssicheren Kappe verplombt. Wenn der Leerlauf jedoch nicht gleichmäßig läuft oder Motor bzw. Vergaser umfassend überholt wurden, muss das Gemisch eventuell nachgestellt werden.
8 Plombierstopfen herausheben und ein Abgasanalysegerät gemäß den Anweisungen des Geräteherstellers am Fahrzeug anschließen (Foto).

9B.8 Position der Gemischschraube des Weber 32 TLF 4/250 Vergasers unter der manipulationssicheren Verschlussschraube (Pfeil)
9 Motor auf Betriebstemperatur bringen und mit der vorgeschriebenen Drehzahl im Leerlauf laufen lassen. Die Gemischschraube so lange drehen, bis der CO-Anteil innerhalb der vorgeschriebenen Toleranz liegt (Foto).

9B.9 Gemischeinstellung - Weber 32 TLF Vergaser 10 Wenn kein Abgasanalysegerät verfügbar ist, die Gemischschraube gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis die maximale Leerlaufdrehzahl erreicht ist, und dann im Uhrzeigersinn drehen, bis die Drehzahl gerade abzufallen beginnt. Die Leerlaufdrehzahlschraube nachstellen, bis die Leerlaufdrehzahl den Sollwert erreicht. 11 Motor abstellen und die Prüfgeräte entfernen. Wenn das Fahrzeug ins Ausland gebracht werden soll, empfiehlt es sich, an der Gemischschraube eine neue manipulationssichere Kappe anzubringen. Dies ist in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben. Vergaser (Weber 32 TLF) - Aus- und Einbau
12 Luftfilter ausbauen. 13 Die Klemmen lösen und die Kraftstoffschläuche vom Vergaser abziehen. Äußerste Sorgfalt walten lassen, dass kein Kraftstoff austritt, und sicherstellen, dass sich im Arbeitsbereich keine offenen Flammen befinden. Nicht rauchen. 14 Den Unterdruckschlauch des Zündverteilers vom Vergaser abziehen. 15 Klemmschraube und Klemmbolzen lösen und das Chokezug abklemmen. 16 Den Gaszug lösen, indem man die Kontermutter löst und die Einstellhülse dreht. Danach den Zugnippel aus der Kerbe im Quadranten der Drosselklappenwelle herausnehmen. 17 Die Leitung vom Leerlauf-Abstellmagnetventil abziehen.
18 Die beiden langen Befestigungsbolzen herausdrehen und den Vergaser vom Ansaugkrümmer abheben (Foto).

9B.18 Ausbau des Weber 32 TLF Vergasers durch Greifen an der Luftfilterhalterung
19 Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus. Dabei folgende Punkte beachten (Foto).

9B.19 Vergaser-Isolierplatte a) An jeder Seite der Isolierplatte eine neue Flanschdichtung verwenden. b) Prüfen, ob das Chokezug so eingebaut ist, dass Vollchoke erreicht werden kann, die Choke jedoch vollständig geöffnet ist, wenn der Chokehebel ganz eingeschoben wird. c) Den Gaszug so einstellen, dass bei losgelassenem Gaspedal nur ein geringes Spiel vorhanden ist, bei vollständig durchgetretenem Pedal jedoch Vollgas möglich ist (Quadrant der Drosselklappe liegt am Anschlag an). Vergaser (Weber 32 TLF) - Überholung
20 Eine vollständige Überholung des Vergasers ist selten erforderlich. Wenn das Gerät stark beansprucht wurde und an den Lagerbuchsen der Drosselklappenwelle Verschleiß festgestellt wird, wird empfohlen, einen neuen oder instand gesetzten Vergaser zu beschaffen. 21 Normalerweise genügen die folgenden Arbeitsschritte, damit der Vergaser einwandfrei funktioniert. Der Vergaser muss nur dann vom Ansaugkrümmer abgenommen werden, wenn der Drosselklappenblock abgebaut werden soll; dazu einfach den Luftfilter entfernen.
22 Die große Sechskantverschraubung neben der Kraftstoffzulaufleitung regelmäßig herausdrehen, den Filter entnehmen und reinigen. Filter und Verschraubung wieder einbauen (Foto).

9B.22 Ausbau des Kraftstofffilters vom Weber 32 TLF Vergaser
23 Ein Reparatursatz für den Vergaser beschaffen, der alle erforderlichen Ersatzdichtungen und Dichtringe enthält. Die Befestigungsschrauben von Oberteil und Choke-Membraneinheit herausdrehen, die kleine Kunststoffabdeckung entfernen und die Buchse herausdrücken. Danach das Oberteil vom Vergaser abheben. Die Dichtung entsorgen (Fotos).

9B.23A Abnehmen der Abdeckung des Chokegestänges am Weber 32 TLF Vergaser

9B.23B Lösen des Chokegestänges am Weber 32 TLF Vergaser

9B.23C Ansicht der Abdeckung an der Unterseite des Weber 32 TLF Vergasers 24 Kraftstoff und Schmutz aus der Schwimmerkammer aufnehmen. 25 Die verschiedenen Düsen und kalibrierten Bohrungen können anschließend ausgebaut und durch Ausblasen mit Luft aus einer Reifenpumpe gereinigt werden. Nicht mit Draht durchstochern, da dadurch die Kalibrierung zerstört wird.
26 Dichtheit des Schwimmernadelventils prüfen. Bei Bedarf Schwimmer und Schwimmerachsstift ausbauen, damit an den Ventilkörper ein eng anliegender Ringschlüssel angesetzt werden kann. Beim Austreiben des Schwimmerachsstifts die Lagerböcke abstützen, da sie spröde sind. Das Drosselklappengehäuse lässt sich nach dem Herausdrehen der Schrauben abnehmen (Fotos).

9B.26A Schwimmer und Schwimmerbolzen-Anordnung am Weber 32 TLF Vergaser

9B.26B Ausbau der Schwimmernadel des Kraftstoffzulaufventils am Weber 32 TLF Vergaser

9B.26C Ausbau des Gehäuses des Kraftstoffzulaufventils und der Dichtscheibe am Weber 32 TLF Vergaser

9B.26D Herausdrehen der Schrauben des Drosselklappenblocks am Weber 32 TLF Vergaser

9B.26E Dichtung des Drosselklappenblocks am Weber 32 TLF Vergaser

9B.26F Hauptbauteile des Weber 32 TLF Vergasers 27 Im Verlauf der Montage die folgenden Prüfungen und Einstellungen durchführen. Schwimmerstand - Prüfen und Einstellen 28 Den Vergaserdeckel senkrecht halten, sodass der Schwimmerarm die Kugel der Zulaufnadel gerade berührt. Dann den Abstand zwischen Schwimmer und Oberfläche der Flanschdichtung messen, wie in Abb. 13.36 dargestellt. Liegt das Maß nicht innerhalb der Toleranz, die Schwimmerlasche, die auf der Kugel der Zulaufnadel aufliegt, vorsichtig biegen. Leerlaufanhebung (Schnellleerlauf) - Einstellen (Ausbau des Vergasers erforderlich) 29 Die Chokeklappe durch vollständiges Betätigen des Hebels schließen. Den Hebel mit einem Gummiband in dieser Stellung halten. 30 Die Drosselklappe sollte nun so weit geöffnet sein, dass zwischen ihrer Kante und den Übergangsbohrungen der vorgeschriebene Spalt entsteht. Den Spalt mit einem Spiralbohrer gleichen Durchmessers prüfen. 31 Ist eine Einstellung erforderlich, die Kontermutter lösen und die Einstellschraube drehen. Die Kontermutter anschließend wieder festziehen. Automatische Überflutungssicherung - Einstellen
32 Den Hebel der Chokeklappe vollständig betätigen. 33 Den Steuerhebel der automatischen Überflutungssicherung nach unten bewegen, um den Unterdruckzug zu simulieren. Die Chokeklappe sollte sich öffnen und dabei einen vorgeschriebenen Spalt (B - Abb. 13.38) freigeben. Den Spalt mit einem Spiralbohrer gleichen Durchmessers messen und sicherstellen, dass die Chokeklappe in der dargestellten Stellung steht. Ist eine Einstellung erforderlich, die Schraube an der Membraneinheit drehen.
Vergaser
(Weber 30/32 DMTE) – allgemein 34 Der Vergaser ist ein Doppelfallstrom-Vergaser mit manueller Starterklappe und einem elektronischen Schubabschaltventil (Fotos).

9B.34A Weber 30/32 DMTE Vergaser von der Seite des Gestänges der Überflutungssicherung

9B.34B Weber 30/32 DMTE Vergaser von der Seite des Membranschlauchs

9B.34C Weber 30/32 DMTE Vergaser von der Seite des Chokegestänges

9B.34D Weber 30/32 DMTE Vergaser von der Seite des Gasgestänges

9B.34E Weber 30/32 DMTE Vergaser von oben (Deckel abgenommen) 35 In regelmäßigen Abständen den großen Sechskantstopfen an den Kraftstoffzulaufstutzen entfernen und den Schmutz vom Filtersieb reinigen. Leerlaufdrehzahl- und Gemischeinstellung 36 Siehe Kapitel 3, Abschnitt 7 (Fotos).
Ausbau und Einbau

9B.36A Leerlaufdrehzahlschraube (Pfeil) und . . .

9B.36B . . . Gemischschraube (Pfeil) am Weber 30/32 DMTE Vergaser
37 Die Arbeitsschritte entsprechen denen des zuvor in dieser Ergänzung beschriebenen Weber 32 TLF. Zu beachten ist jedoch, dass der Vergaser mit vier Muttern befestigt ist und zusätzlich weitere elektrische Leitungen abgezogen werden müssen (Fotos).

9B.37A Kraftstoffzulauf- und Rücklaufschläuche am Weber 30/32 DMTE Vergaser

9B.37B Gaszugverbindung am Vergaser Weber 30/32 DMTE

9B.37C Choke-Zugverbindung am Vergaser Weber 30/32 DMTE

9B.37D Elektrische Leitung zur automatischen Anti-Flooding-Einrichtung am Vergaser Weber 30/32 DMTE

9B.37E Steckverbinder der Vergaserleitungen am Vergaser Weber 30/32 DMTE

9B.37F Lösen einer Vergaser-Befestigungsmutter Vergaser (Weber 30/32 DMTE) – Überholung
38 Der Vergaserdeckel mit Schwimmer kann abgenommen werden, ohne den Vergaser vom Ansaugkrümmer zu lösen. Andere in diesem Unterabschnitt beschriebene Einstellungen erfordern jedoch den Ausbau des Vergasers. 39 Den kurzen, gebogenen Membranschlauch vom Deckel abziehen.
40 Die Schrauben des Oberteils herausdrehen, das Oberteil vom Vergaserkörper abheben und drehen, um das abgewinkelte Choke-Steuergestänge aus seinem Schlüsselloch zu lösen (Foto). Kraftstoff aufwischen und die Düsen reinigen.

9B.40 Lösen einer Deckelschraube am Vergaser Weber 30/32 DMTE
41 Die Düsengrößen und andere Bauteile mit den Angaben in den technischen Daten vergleichen, falls ein Vorbesitzer falsche Bauteile eingebaut hat (Foto).

9B.41 Düsen am Vergaser Weber 30/32 DMTE (Vergaserdeckel abgenommen) 42 Die Überholungsarbeiten entsprechen im Allgemeinen denen in Kapitel 3, Abschnitt 14 für den Weber 30/32 DMTR, jedoch sind die in diesem Kapitel aufgeführten Daten zu verwenden. Zusätzliche Überholungsarbeiten sind hier beschrieben. Schwimmernadelventil
43 Falls ein zu hoher Schwimmerstand festgestellt wurde, der zum Überfluten des Vergasers führt, zuerst prüfen, ob das Gehäuse des Zulaufventils fest sitzt und seine Dichtscheibe richtig abdichtet. Eine Undichtigkeit an dieser Stelle lässt Kraftstoff am Zulaufventil vorbeiströmen. 44 Soll das Nadelventil erneuert werden, wie folgt ausbauen.
45 Zugang zum Schwimmernadelventil erhält man, indem man den Schwimmerhebel-Achsstift vorsichtig austreibt. Vorsicht: Die Lagerstützen des Achsstifts sind sehr spröde (Foto).

9B.45 Schwimmerlagerung und Nadelventil am Vergaser Weber 30/32 DMTE 46 Den Kraftstoff-Zulaufventilkörper lösen und Ventil sowie Dichtscheibe abnehmen. 47 Beim Einbau des neuen Ventils stets eine neue Dichtscheibe verwenden. Schwimmerhub – siehe Abb. 3.10 48 Der Schwimmerhub sollte zwischen 42,5 und 43,5 mm liegen, gemessen ab der Dichtung des Vergaserdeckels. Gegebenenfalls durch Biegen der Lasche am Ende des Hebels einstellen. Beschleunigerpumpe
49 Eine Einstellung der Beschleunigerpumpe ist nur selten erforderlich. Bei Verdacht auf mangelhafte Leistung folgende Arbeiten durchführen. 50 Die Vergaser-Schwimmerkammer füllen und dann den Drosselklappenhebel mehrmals betätigen, um die Pumpe zu füllen. 51 Ein Messglas unter die Düse der Beschleunigerpumpe stellen und den Gashebel zehnmal voll betätigen, zwischen den Hüben warten, bis der Kraftstoff vollständig abgetropft ist. 52 Die insgesamt aufgefangene Kraftstoffmenge sollte den Angaben entsprechen. Gegebenenfalls die Mutter an der Pumpenbetätigung nachstellen, um die ausgestoßene Kraftstoffmenge zu erhöhen oder zu verringern. Allgemeines
53 Sind die Lagerbuchsen der Drosselklappenwelle verschlissen, ist der Vergaser komplett zu erneuern. 54 Beim Zusammenbau des Vergasers neue Dichtungen verwenden, die im Reparatursatz erhältlich sind. Vergaser (Weber 32 ICEV 61/250 und DMTE 30/32, DMTE 30/150) – allgemein
55 Diese Vergasertypen werden je nach Motortyp an späteren Modellen verbaut. Sie sind in Aufbau und Funktion ähnlich wie die in Kapitel 3 beschriebenen Entsprechungen. Die Beschreibung und alle Arbeiten daran können daher dem genannten Kapitel entnommen werden; die technischen Daten finden sich jedoch in Abschnitt 2 dieses Kapitels.
Vergaser (Solex C 30/32-CIC 8) – Beschreibung 56 Dieser Vergaser wird alternativ zum Weber-Vergaser bei 1116 cm³-Modellen für bestimmte Märkte eingebaut. Aus- und Einbau sowie Überholung sind im Wesentlichen identisch mit den zuvor für die Weber-Vergaser beschriebenen Arbeiten.

Abb. 13.36 Schwimmerstandsmessung – Vergaser Weber 32 TLF (Abschn. 9B)
A = 26,75 bis 27,25 mm

Abb. 13.37 Schnellleerlauf-Einstellung – Vergaser Weber 32 TLF (Abschn. 9B)
A = 0,65 bis 0,75 mm

Abb. 13.38 Einstellung der automatischen Anti-Flooding-Einrichtung – Vergaser Weber 32 TLF (Abschn. 9B)
B = 4,5 mm
TEIL C:BOSCH LE2-JETRONIC
KRAFTSTOFFEINSPRITZANLAGE
Beschreibung
Warnung: Vor Beginn jeglicher Arbeiten den Anfang dieses Abschnitts beachten. 1 Die Bosch LE2-Jetronic-Kraftstoffeinspritzanlage, die im Modell 1301 cm³ Turbo ie verbaut ist, ist ein elektronisch gesteuertes Mehrpunkt-Einspritzsystem (MPi). 2 Die Einspritzdüsen werden mit konstantem Druck im Verhältnis zum Unterdruck im Ansaugkrümmer versorgt. 3 Das elektronische Steuergerät (ECU) betätigt die Einspritzdüsen für eine variable Dauer und liefert so die genau benötigte Kraftstoffmenge für jede Motordrehzahl und Last. 4 Das Steuergerät überwacht außerdem Luftansaugung, Lufttemperatur, Kühlmitteltemperatur und Drosselklappenstellung als zusätzliche Parameter, um die erforderliche Öffnungsdauer der Einspritzdüsen zu berechnen – für maximale Leistung bei geringem Kraftstoffverbrauch.
Kraftstoffversorgungssystem
5 Das Kraftstoffversorgungssystem besteht aus einer elektrischen Pumpe und einem Vorfilter, die neben dem Kraftstofftank angeordnet sind. Ein Kraftstoffdruckdämpfer befindet sich neben der Pumpe (Foto).

9C.5 Lage der Elektrokraftstoffpumpe/des Kraftstofffilters/des Druckdämpfers bei Modellen mit 1301 cm³ Turbo ie 6 Der Kraftstoff wird danach durch einen Filter zur Kraftstoffverteilerleiste und zu den Einspritzventilen gefördert. Die Einspritzventile sind magnetbetätigt und werden vom Steuergerät (ECU) angesteuert. 7 Der Kraftstoffdruck wird über einen Kraftstoffdruckregler in Abhängigkeit vom Saugrohrunterdruck geregelt. Überschüssiger drucklos gemachter Kraftstoff fließt in den Kraftstofftank zurück. Luftmengenmesser
8 Dieses Bauteil misst die in den Motor angesaugte Luftmenge und wandelt sie in ein elektrisches Signal um, das an das ECU übertragen wird. 9 Die angesaugte Luft wirkt auf die schwimmend gelagerte Klappe (1) (Abb. 13.39), die mit einem Potentiometer (2) verbunden ist. 10 Eine Ausgleichsklappe (3) kompensiert auftretenden Rückdruck und wird durch die Dämpfungskammer (4) gebremst. 11 Das Leerlaufgemisch (Luft-Kraftstoff-Verhältnis) wird über die Schraube (8) verändert, die den Querschnitt des Bypasskanals (7) einstellt. 12 Ein integrierter Temperaturfühler ist eingebaut, dessen Widerstandswert mit steigender Ansauglufttemperatur abnimmt. Damit wird die Gemischzusammensetzung innerhalb eines vorgegebenen Lufttemperaturbereichs korrigiert. Drosselklappengehäuse
13 Das Gehäuse enthält eine herkömmliche Drosselklappe in Schmetterlingsbauweise, die über Seilzüge und Gestänge vom Fahrpedal betätigt wird. 14 Der Leerlaufbypasskanal (2) (Abb. 13.40) besitzt eine Einstellschraube (3) zur Veränderung der Leerlaufdrehzahl. 15 Die andere Schraube (4) mit Kontermutter dient zur Einstellung der Schließstellung der Drosselklappe. Zusatzluftventil
16 Dieses Ventil regelt die benötigte Luftmenge beim Kaltstart. Im Wesentlichen handelt es sich um einen elektrisch beheizten Bimetallstreifen, der die Klappe (4) (Abb. 13.41) dreht und so die durch die Öffnung (1) angesaugte Luftmenge in Abhängigkeit von der Motortemperatur verändert. 17 Die zusätzliche Luft beim Kaltstart dient dazu, den Mehrkraftstoff zu verdünnen, der vom ECU aufgrund der Auswertung des Kühlmitteltemperaturfühlers eingespritzt und gesteuert wird. Elektrische Steuerschaltung
18 Die Hauptbauteile des Systems sind das ECU und das Systemsteuerrelais. Das Relais enthält eine Kraftstoffabschaltung, die bei Motorausfall, Überschlag des Fahrzeugs oder Bruch einer Kraftstoffleitung die Kraftstoffzufuhr unterbricht. Das Relais versorgt die folgenden elektrischen Bauteile mit Strom. 19 Kühlmitteltemperaturfühler, der die Kühlmitteltemperatur an das ECU meldet. 20 Drosselklappenschalter, der dem ECU meldet, wenn die Drosselklappe geschlossen ist, um die Schubabschaltung bei Drehzahlen über 2500 U/min auszulösen. 21 Der Schalter meldet dem ECU außerdem Vollgas, damit das Gemisch für Volllastbetrieb angefettet werden kann. 22 Das Systemsteuerrelais überwacht außerdem die Motordrehzahl direkt über die Primärwicklung der Zündspule. Wartung
23 Alle Systemschläuche, Kabelverbindungen und Steckverbinder regelmäßig auf festen Sitz prüfen. 24 Den Kraftstofffilter und den Luftfiltereinsatz in den in Abschnitt 3 angegebenen Intervallen erneuern. Kraftstofffilter – Erneuerung
25 Der Filter befindet sich im Motorraum direkt oberhalb der Zahnriemenabdeckung.
Die Kraftstoffschläuche abziehen, dabei mit Kraftstoffaustritt rechnen (Foto).

9C.25 Sekundärer Kraftstofffilter 26 Beim Einbau des neuen Filters darauf achten, dass der eingeprägte Pfeil zur Kraftstoffverteilerleiste zeigt.
Luftfilterelement – Erneuerung
27 Die Kipp-Klammern aufhebeln und den Luftfilterdeckel abnehmen. Das Element entnehmen und entsorgen, anschließend Schmutz von der Innenseite des Gehäuses abwischen (Fotos).

9C.27A Luftfilterdeckel abnehmen

9C.27B Luftfiltereinsatz ausbauen 28 Den neuen Einsatz einbauen und den Deckel wieder aufsetzen. Leerlaufdrehzahl und Gemischeinstellung
29 Vor jeglichen Einstellarbeiten muss der Motor Betriebstemperatur haben; der Lüfter muss in der zweiten Stufe eingeschaltet und danach wieder ausgeschaltet worden sein. 30 Die Kontermutter lösen und die Haupt-Leerlaufschraube im Drosselklappengehäuse so weit drehen, bis der Motor mit der vorgeschriebenen Drehzahl im Leerlauf läuft. Dies sollte genügen, um die korrekte Leerlaufdrehzahl zu erreichen, da die Grundeinstellung der Drosselklappe werkseitig vorgenommen wird. Wenn jedoch Verschleiß aufgetreten ist oder zuvor falsch eingestellt wurde, wie folgt vorgehen.
31 Den Ansaugschlauch vom Drosselklappengehäuse trennen. Die Kontermutter der unteren (kleinen) Einstellschraube lösen und die Schraube so weit drehen, bis zwischen der Unterkante der Drosselklappe und der Gehäusewand ein Spiel von 0,05 bis 0,1 mm besteht (Fotos).

9C.31A Ansaugschlauch des Drosselklappengehäuses abnehmen

9C.31B Grundeinstellschraube Leerlaufdrehzahl (1) und Haupteinstellschraube (2)

9C.31C Öffnung der Drosselklappe mit Fühlerlehre prüfen 32 Den Motor auf Betriebstemperatur bringen, starten, die Kontermutter lösen und die Haupt-Leerlaufschraube (groß) im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, um den Bypasskanal zu schließen. 33 Anschließend die Grundschraube (klein) so weit drehen, bis der Motor mit 700 bis 800 U/min im Leerlauf läuft. Kontermutter festziehen. 34 Zum Schluss die Haupteinstellschraube (groß) so weit drehen, bis sich eine Leerlaufdrehzahl von 800 bis 900 U/min ergibt. 35 Eine Änderung des Gemisches ist unwahrscheinlich. Sollte sie dennoch erforderlich sein, ein Abgasanalysegerät gemäß den Anweisungen des Geräteherstellers an das Fahrzeug anschließen.
36 Motor auf Betriebstemperatur bringen, den Plombierstopfen herausheben und die Gemischschraube im Luftmengenmesser so weit drehen, bis der CO-Wert den Angaben in den technischen Daten entspricht. Drehen im Uhrzeigersinn fettet das Gemisch an, Drehen gegen den Uhrzeigersinn magert das Gemisch ab. Zur Einstellung einen passenden Innensechskantschlüssel verwenden (Foto).

9C.36 Gemisch (CO-Wert) mit Innensechskantschlüssel einstellen Kraftstoffeinspritzanlage - elektrische Prüfungen
37 Bei der Fehlersuche im System sind für die folgenden Prüfungen ein Ohmmeter zu verwenden. 38 Den Mehrfachstecker vom Steuergerät (ECU) und den vom Systemsteuerrelais abziehen. Die Messspitzen des Ohmmeters in der folgenden Reihenfolge anlegen, um die Leitungen auf Durchgang zu prüfen. Der Steckverbinder des Bauteils ist für die Prüfung selbstverständlich abzuziehen. Steuergerät-Stecker Bauteil-Stecker Stecker Klemme Stecker Klemme 1 1 von Zündspule
2 2 von Drosselklappenschalter
3 3 von Drosselklappenschalter
4 50 von Zündschloss
5 Masse
5 5 von Luftmengenmesser
7 7 von Luftmengenmesser
8 8 von Luftmengenmesser
9 9 von Luftmengenmesser
9 9 von Drosselklappenschalter
9 18 von Zusatzluftventil
9 87 Hauptrelais-Buchse
10 10 von Kühlmitteltemperatursensor
12 Einspritzventil-Klemmen
13 Masse
Systemsteuerrelais Bauteil-Stecker Relais-Stecker Stecker Klemme Stecker Klemme
1 1 von Zündspule
15 15 von Zündschloss 30 Batterie plus
31 Masse
50 50 von Zündschloss 87 Einspritzventil-Klemmen
87 18 von Drosselklappenschalter
87 9 von ECU-Mehrfachbuchse 87b Kraftstoffpumpe (gesichert)
39 Den Widerstand der folgenden Bauteile mit dem Ohmmeter prüfen. Zusatzluftventil
40 Der Widerstand zwischen den Klemmen sollte bei 20 °C (68 °F) zwischen 40 und 60 Ohm liegen. Luftmengenmesser
41 Der Widerstand zwischen den Klemmen 5 und 8 des Potentiometers sollte bei 20 °C (68 °F) zwischen 330 und 360 Ohm liegen. 42 Der Widerstand zwischen den Klemmen 8 und 9 des internen Stromkreises sollte bei 20 °C (68 °F) zwischen 190 und 210 Ohm und bei 60 °C (140 °F) zwischen 170 und 190 Ohm liegen. Kühlmitteltemperatursensor
43 Bei 20 °C (68 °F) sollte der Widerstand zwischen 2 und 4 kOhm liegen. Bei 50 °C (122 °F) sollte er zwischen 600 und 900 Ohm liegen. Bei 90 °C (194 °F) sollte er zwischen 100 und 300 Ohm liegen. Einspritzventile
44 Der Wicklungswiderstand sollte bei 20 °C (68 °F) zwischen 15 und 17 Ohm liegen. Drosselklappenschalter
45 Bei geschlossener Drosselklappe muss Durchgang zwischen den Klemmen 18 und 2 bestehen. Bei vollständig geöffneter Drosselklappe darf zwischen den Klemmen 18 und 3 kein Durchgang bestehen. 46 Der Drosselklappenschalter sollte nur bei unbedingter Notwendigkeit verstellt werden. Wird er ausgebaut, so ist er so wieder einzubauen, dass der Mikroschalter unmittelbar beim Öffnen der Drosselklappe hörbar klickt. Kraftstoffeinspritzanlage -
mechanische Prüfungen
Kraftstoffpumpe
47 Zur Prüfung des Förderdrucks der Kraftstoffpumpe wird ein Manometer benötigt, das in die Kraftstoff-Vorlaufleitung eingebaut wird. 48 Den Mehrfachstecker vom Systemsteuerrelais abziehen und die Klemmen 87b und 30 überbrücken. 49 Zündung einschalten. Die Pumpe sollte arbeiten und einen Druck zwischen 2,8 und 3,0 bar (40 und 44 lbf/in²) anzeigen. 50 Zur Prüfung der Funktion des Druckreglers den Kraftstoff-Rücklaufschlauch abklemmen. Steigt der Kraftstoffdruck, ist der Regler defekt und muss erneuert werden. 51 Bei Leerlauf den Gaspedal kurz durchtreten und prüfen, ob der Kraftstoffdruck steigt. Zusatzluftventil
52 Bei betriebswarmem Motor im Leerlauf den Schlauch des Zusatzluftventils mit einer Zange abklemmen. Die Motordrehzahl sollte um nicht mehr als 50 U/min abfallen. Tritt ein stärkerer Abfall auf, ist das Ventil zu erneuern. Kraftstoffeinspritzanlage
Bauteile -
Aus- und Einbau
53 Vor allen folgenden Arbeiten die Batterie abklemmen. Luftfilter
54 Deckel und Filterelement wie zuvor beschrieben ausbauen.
55 Den Schlauch vom Luftfiltergehäuse trennen, dann das Gehäuse lösen und abnehmen. Die untere Halterungsschraube muss konstruktionsbedingt nicht vollständig entfernt werden, sondern nur gelöst. Das metallische Luftansaugrohr verläuft oberhalb des Kühlers (Fotos).

9C.55A Trennen des Schlauchs vom Luftfilter

9C.55B Ausbau der oberen Halterung des Luftfiltergehäuses

9C.55C Untere Halterung des Luftfiltergehäuses und Schraube (Pfeil)

9C.55D Metallkanal des Luftfilters über dem Kühler
Luftmengenmesser
56 Die Sicherungsklammer lösen und den Lufteinlassschlauch abziehen (Foto).

9C.56 Luftansaugschlauch am Luftmengenmesser (Befestigungsklammer mit Pfeil)
57 Die Sicherungsklammer lösen und den Luftauslassschlauch abziehen (Foto).

9C.57 Entfernen der Befestigungsklammer des Luftauslassschlauchs vom Luftmengenmesser 58 Steckverbinder abziehen. 59 Befestigungsschrauben lösen und den Luftmengenmesser aus seiner Halterung nehmen.
Kraftstoffdruckregler
60 Den Unterdruckschlauch vom Regler abziehen (Foto).

9C.60 Kraftstoffdruckregler 61 Mit etwas Austritt von unter Druck stehendem Kraftstoff rechnen. Dann die Kraftstoffleitung vom Regler abziehen. Einheit lösen und abnehmen. Luftüberdruckschalter
62 Dieser ist in das Ende des Ansaugkrümmers eingeschraubt. Elektrische Leitungen abziehen und Schalter herausschrauben. Kühlmitteltemperatursensor
63 Dieser ist in den Zylinderkopf eingeschraubt und hat Leitungen angeschlossen. Vor Beginn der Arbeiten das Kühlsystem entleeren. 64 Steckverbinder abziehen und Sensor herausschrauben. Drosselklappengehäuse und Ansaugkrümmer
65 Den Luftansaugschlauch vom Drosselklappengehäuse sowie den Schlauch des Zusatzluftventils abziehen. 66 Den Gaszug lösen, indem der Nutsektor verschwenkt und der Zugnippel aus seiner Aufnahme gezogen wird. 67 Steckverbinder vom Drosselklappenstellungsschalter (Potentiometer) abziehen. 68 Die Halterung des Kraftstoffdruckreglers/Kabelbaums sowie die Kabelbaumhalterung am anderen Ende des Ansaugkrümmers lösen. Kabelbaum beiseite legen. 69 Halterung des Drosselklappengehäuses lösen und abnehmen.
70 Den Unterdruckschlauch des Bremskraftverstärkers und die Unterdruckschläuche des Kraftstoffdruckreglers vom Ansaugkrümmer abziehen (Fotos).

9C.70A Anschluss des Unterdruckschlauchs des Bremskraftverstärkers am Ansaugkrümmer

9C.70B Anschluss des Unterdruckschlauchs des Kraftstoffdruckreglers am Ansaugkrümmer 71 Leitungen vom Luftüberdruckschalter abziehen. 72 Befestigungsmuttern des Ansaugkrümmers lösen.
Beachten, dass an den Enden des Krümmers Doppelmuttern verwendet werden, um das Abgas-Hitzeschutzblech zu befestigen (Foto). Das Blech ist zu lösen und abzusenken, sodass es auf dem Abgaskrümmer aufliegt.

9C.72 Doppelmuttern am Ende des Ansaugkrümmers
73 Die verbleibenden zwei Muttern lösen und entfernen, die nach dem Absenken des Hitzeschilds und dem Abheben des Ansaugkrümmers freiliegen (Foto).

9C.73 Ausbau des Ansaugkrümmers
74 Falls erforderlich, können die Einspritzdüsen und das Kühlrohr herausgezogen und die beiden Doppel-Ansaugrohrstutzen entfernt werden. Diese werden mit Muttern und Scheiben an den Auspuffkrümmern gehalten (Foto).

9C.74 Ausbau eines Doppelrohrstutzens des Ansaugkrümmers Kraftstoffverteilerleiste und Einspritzventile
75 Kraftstoff-Vorlaufschlauch von der Kraftstoffverteilerleiste lösen, indem die Überwurfmutter abgeschraubt wird (Foto).
Mit einem gewissen Austritt von unter Druck stehendem Kraftstoff rechnen.

9C.75 Lösen der Verschraubung des Kraftstoff-Vorlaufschlauchs 76 Kraftstoff-Rücklaufschlauch abziehen.
77 Kraftstoffdruckregler und die Halterungen des Kabelbaums abschrauben (Foto).

9C.77 Kabelbaumklammer und Halterung
78 Ansaugschlauch vom Drosselklappengehäuse abziehen, dann die Halterung des Drosselklappengehäuses abschrauben und entfernen (Foto).

9C.78 Halterung der Drosselklappengehäuse-Stütze
79 Schlauch vom Einspritzkühlgebläse abziehen und außerdem den Gebläse-Thermoschalter an der Unterseite des Einspritzkühlluftkanals abklemmen (Foto). Die Steckverbinder der Einspritzdüsen abziehen und anschließend den Einspritzkühlluftkanal herausschieben.

9C.79 Thermoschalter des Lüfters an der Unterseite des Einspritzventil-Kühlluftkanals (Kanal zur Verdeutlichung entfernt)
80 Die Innensechskantschrauben der Einspritzdüsen-Halteplatte können nun mit einem Innensechskantschlüssel entfernt werden. Die Einspritzdüsen und Isolatoren herausziehen (Fotos).

9C.80A Herausdrehen einer Einspritzventilschraube

9C.80B Ausbau des Einspritzventils
81 Neue Einspritzdüsen müssen komplett mit der Kraftstoffverteilerleiste als Baugruppe gekauft werden. Beim Wiedereinbau der Einspritzdüsen und der Isolatoren immer neue Dichtungen verwenden (Fotos).

9C.81A Einspritzventile am Kraftstoffverteilerrohr

9C.81B Einbau des Kühlluftkanals für die Einspritzventile

9C.81C Einbau des Steckers für die Einspritzventile Steuergerät (ECU) 82 Das Steuergerät befindet sich unter der rechten Seite der Armaturentafel.
83 Den Mehrfachstecker abziehen und die Befestigungsschrauben herausdrehen (Foto).

9C.83 Vielpolstecker des Steuergeräts
Systemsteuerrelais
84 Es befindet sich neben dem Luftmengenmesser. Mehrfachstecker abziehen und die Relaisbefestigung lösen (Foto).

9C.84 Relais der Einspritzanlage
Kühlgebläse für Einspritzanlage 85 Es befindet sich weit unten auf der linken Seite des Kühlers (Foto).

9C.85 Lüfter für die Einspritzventile 86 Den Wendelschlauch abziehen, der mit dem Einspritzventil-Kühlkanal verbunden ist. 87 Den Steckverbinder abziehen, die Schrauben lösen und den Lüfter abnehmen.
Zusatzluftventil
88 Schläuche und Steckverbinder vom Ventil abziehen, das sich an der Vorderseite des Motors befindet (Fotos).

9C.88A Trennen des Schlauchs des Zusatzluftventils vom Ansaugkrümmer

9C.88B Zusatzluftventil (Pfeil) 89 Die Schrauben der Halterung lösen und das Ventil herausziehen.
Drosselklappenstellungsschalter (Potentiometer)
90 Er befindet sich auf der linken Seite des Drosselklappengehäuses (Foto).

9C.90 Drosselklappenschalter (Steckverbinder mit Pfeil) 91 Den Steckverbinder abziehen, die beiden Befestigungsschrauben lösen und den Schalter herausnehmen. Kraftstofffilter
92 Die Hohlschrauben der Kraftstoffleitung am Filter lösen, der sich in der rechten hinteren Ecke des Motorraums befindet. Mit etwas Austritt von unter Druck stehendem Kraftstoff rechnen und diesen mit Lappen aufwischen. Kraftstoffpumpe
93 Die Kraftstoffpumpe kann nach dem Abziehen der Kraftstoffschläuche und des Steckers sowie nach dem Lösen der Halteschelle neben dem Kraftstofftank ausgebaut werden. Einbau aller Bauteile 94 Der Einbau aller Bauteile erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus, dabei sind jedoch folgende Punkte zu beachten.
95 Je nach Erfordernis neue Dichtungen und Dichtringe verwenden. Beachten, dass an jeder Einspritzdüse und jedem Isolator drei Gummidichtungen verwendet werden (Fotos).

9C.95A Großer Dichtring des Einspritzventils

9C.95B Kleiner Dichtring des Einspritzventils

9C.95C Isolierdichtung des Einspritzventils

9C.95D Dichtung des Ansaugrohrstutzens 96 Den Drosselklappenschalter gemäß Absatz 46 dieses Abschnitts einstellen. 97 Beim Einbau eines neuen Kraftstofffilters darauf achten, dass der aufgedruckte Pfeil in Kraftstoffflussrichtung zeigt. 98 Die Gewinde des Kühlmitteltemperatursensors mit Dichtmasse bestreichen.
Gaszuggestänge - allgemein
99 Es handelt sich um einen Seilzug- und Gestängetyp. Das Seil über die Endarmatur und Mutter so einstellen, dass das Seil möglichst spielfrei ist, wenn die Kunststoffhülse in die Kugel an der Verbindungsstange eingerastet ist, die quer über die Nockenwellenabdeckung verläuft (Fotos).

9C.99A Gaszug und Endstück (Primärbereich)

9C.99B Gaszug (Sekundärbereich) und Drosselwelle

9C.99C Gaszugnippel (Pfeil) in der Aussparung des Gestänges

9C.99D Haltefeder des Kugelgelenks am Gaszug (Pfeil) 100 Die Lagerstellen und Rückstellfedern der Drosselwelle geschmiert halten.
Kraftstofftank - allgemein
101 Der Kraftstofftank besteht aus Metall. Zu beachten ist jedoch der Kunststoff-Rückschlagschutzraum zwischen Tankverschluss und Tank. Dieser ist unter dem rechten Radkasten zugänglich (Foto).

9C.101 Rückschlagkammer des Kraftstofftanks (Pfeil)

Abb. 13.39 Schnittdarstellung des Luftmengenmessers – 1301 cc Turbo ie Motor (Abschn. 9C)
1 Messplatte
2 Potentiometer
3 Ausgleichsklappe 4 Dämpferkammer
6 Feder
7 Bypasskanal
8 CO-Einstellschraube
9 Verplombter Stopfen
Anschlüsse
5, 7, 8, Potentiometer
9 Lufttemperatursensor E Versiegelt (nicht berühren)

Abb. 13.40 Schnittdarstellung des Drosselklappengehäuses – 1301 cc Turbo ie Motor (Abschn. 9C)
1 Drosselklappe (Schmetterlingsventil) 2 Leerlauf-Bypasskanal
3 Leerlaufdrehzahl-Einstellschraube 4 Einstellschraube Drosselklappenplatte

Abb. 13.41 Zusatzluftventil – 1301 cc Turbo ie Motor (Abschn. 9C)
1 Öffnung
2 Bimetallstreifen
3 Kanal
4 Drehplatte (geschlossene Stellung)

Abb. 13.42 Klemmenbelegung des Steckers von Steuergerät und Bauteilen – 1301 cc Turbo ie Motor (Abschn. 9C)
Farbcode siehe Hauptschaltpläne

Abb. 13.43 Klemmenbelegung des Steckers des Systemsteuerrelais – 1301 cc Turbo ie Motor (Abschn. 9C) TEIL D:
BOSCH MONO-JETRONIC
KRAFTSTOFFEINSPRITZANLAGE
Warnung: Vor Beginn von Arbeiten den Anfang dieses Abschnitts lesen. Beschreibung
1 Die Bosch Mono-Jetronic Kraftstoffeinspritzanlage, die im 1372-cc-ie-Motor und in den späteren 999/1108-cc-‘FIRE’-Modellen verbaut ist, ist ein elektronisch gesteuertes Einpunkt-Einspritzsystem (SPi). Das SPi-System ist ein Kompromiss zwischen einer herkömmlichen Vergaser-Kraftstoffversorgung und einer Mehrpunkt-Einspritzung (MPi). 2 Im Vergleich zu einem herkömmlichen Vergaser ist die SPi-Einheit relativ einfach aufgebaut. Der Kraftstoff wird zur SPi-Einheit gepumpt und von einem einzigen Magnetventil (Einspritzventil), das mittig oben auf der Einheit sitzt, in das Ansaugsystem eingespritzt. Das Einspritzventil wird durch ein elektrisches Signal vom Steuergerät (ECU) angesteuert. Dabei wird die Ventilnadel von ihrem Sitz gehoben und der zerstäubte Kraftstoff unter Druck in den Ansaugkrümmer gespritzt. Die elektrischen Signale bestehen aus zwei Stromstärken: einem hohen Strom zum Öffnen des Einspritzventils und einem niedrigen Strom, um es für die erforderliche Dauer offen zu halten. Im Leerlauf wird das Einspritzventil bei jedem zweiten Ansaughub angesteuert, nicht bei jedem Hub wie im normalen Betrieb. 3 Das Luft-Kraftstoff-Gemisch wird anhand der Werte von der Zündspule (Motordrehzahl), dem Kühlmitteltemperatursensor, dem Drosselklappenschalter und der Lambdasonde im Abgassystem geregelt. Eine Anpassung des Kraftstoffgemisches ist nicht möglich. 4 Der Drosselklappenschalter ermöglicht es dem Steuergerät, sowohl die Drosselklappenstellung als auch deren Änderungsgeschwindigkeit zu berechnen. Bei plötzlichem Öffnen der Drosselklappe kann dann zusätzlicher Kraftstoff für die Beschleunigung eingespritzt werden. Die Information über die Drosselklappenstellung zusammen mit dem Leerlaufschalter liefert dem Steuergerät die Information über die geschlossene Drosselklappe. 5 Aufbau und Hauptbauteile der 1372-cc-ie-Anlage sind in den Abb. 13.44 und 13.45 dargestellt. Die elektronische Zündung Digiplex 2 ist bei den FIRE-Modellen (999/1108 cc) nicht verbaut. 6 Die Kraftstoffpumpe ist im Kraftstofftank eingetaucht und bildet eine Einheit mit dem Kraftstoffstandgeber. Ein Patronen-Kraftstofffilter ist in der Kraftstoffleitung im Motorraum eingebaut. 7 Der Kraftstoffdruck im System wird durch einen mechanischen Membranregler im Einspritzgehäuse geregelt. Bei zu hohem Druck im System bewegt sich die Membran und überschüssiger Kraftstoff fließt in den Kraftstofftank zurück.
8 Temperatur und Volumen der Ansaugluft werden geregelt, um unter allen Betriebsbedingungen das richtige Gemischverhältnis sicherzustellen. Die Temperatur der durch die Einspritzeinheit strömenden Luft wird von einem Sensor gemessen, der diese Information zur weiteren Verarbeitung an das Steuergerät übermittelt (Foto). Es wird ein herkömmliches Papierluftfilterelement verwendet, das in den vorgeschriebenen Intervallen erneuert werden muss.

9D.8 Ansaugung der Umgebungsluft für den Lufttemperatursensor (1). Dargestellt sind außerdem die Kraftstoffvorlauf- und -rücklaufanschlüsse (2 und 3) sowie der Drosselklappenstellungssensor (4) 9 Das Steuergerät ist modellspezifisch. Seine Aufgabe ist es, das Kraftstoffsystem unter allen Betriebsbedingungen zu steuern, auch beim Kaltstart. Es fettet das Gemisch bei Bedarf an, verhindert aber gleichzeitig ein Überfluten. Mit steigender Motortemperatur werden die Einspritzimpulse schrittweise verringert, bis die normale Betriebstemperatur erreicht ist. 10 Ein integriertes Notlaufsystem sorgt dafür, dass die Kraftstoffeinspritzanlage auch bei Ausfall einer der folgenden Komponenten betriebsbereit bleibt. Dies sind der Kühlmitteltemperatursensor, der Lufttemperatursensor, die Lambda-Sonde, das Leerlaufstellglied und der Drosselklappenschalter. Bei einem Defekt des Drosselklappenschalters wird das Kraftstoffsystem automatisch außer Betrieb gesetzt. 11 Der im Abgassystem eingebaute Katalysator verringert die Menge der Schadstoffe, die in die Atmosphäre gelangen. Die Lambda-Sonde im Abgassystem liefert dem Steuergerät der Kraftstoffeinspritzanlage ständig Rückmeldungen, sodass das Gemisch so eingestellt werden kann, dass der Katalysator optimal arbeitet. Die Kraftstofftankentlüftung ist in das System integriert. Überschüssige Dämpfe werden über Magnetventile und Ventile durch einen Aktivkohlefilter zurück in den Motoransaugtrakt geführt, wie in Abb. 13.46 dargestellt. Wartung
12 Zustand und Festsitz der Systemschläuche und Anschlüsse regelmäßig prüfen. Außerdem Zustand und Festsitz der Systemverkabelung prüfen. 13 In den vorgeschriebenen Intervallen den Luftfiltereinsatz und den Kraftstofffilter erneuern. Kraftstofffilter – Erneuerung
14 Der Leitungsfilter ist am rechten Federbeindom im Motorraum befestigt. Zum Ausbau des Filters zuerst den Kraftstoffdruck im System wie später in diesem Abschnitt beschrieben abbauen. 15 Schraube des Haltebügels lösen und den Filter aus seiner Halterung herausziehen.
Ansaug- und Zuführschlauch vom Filter abziehen. Falls Quetschverbinder verbaut sind, müssen diese abgeschnitten und neue Schraubschellen montiert werden (Foto).

9D.15 Sekundärer Kraftstofffiltereinsatz 16 Die Schläuche an den neuen Filter anschließen und dabei auf die richtige Einbaurichtung achten (die Pfeilmarkierung am Gehäuse zeigt die Kraftstoffflussrichtung an). Sicherstellen, dass die Schlauchschellen fest sitzen, bevor der Filter in den Haltebügel eingesetzt und die Haltschraube festgezogen wird. Nach dem Starten des Motors die Schlauchverbindungen auf Kraftstoffaustritt prüfen.
Luftfilterelement - Wechsel
17 Federklammer auf jeder Seite an der Vorderseite des Luftfilters lösen, dann die beiden Schrauben an der oberen Vorderseite des Gehäuses herausdrehen und entfernen. Abdeckung und Element aus dem Filtergehäuse ziehen (Fotos).

9D.17A Die Haltklammern des Luftfilterdeckels lösen . . .

9D.17B . . . Deckel abnehmen und Filtereinsatz herausnehmen 18 Schmutz aus dem Gehäuse wischen, dann den neuen Einsatz einsetzen und zusammen mit dem Deckel wieder montieren. Leerlaufdrehzahl und Gemischeinstellung
Einstellung
19 Bei diesem Kraftstoffsystem sind manuelle Einstellungen der Leerlaufdrehzahl und/oder des Gemisches weder notwendig noch möglich. Solche Einstellungen nimmt das Steuergerät automatisch vor. Besteht der Verdacht auf eine falsche Leerlaufdrehzahl und/oder Gemischeinstellung, muss diese mit einem CO-Messgerät überprüft werden. Diese Arbeit sollte am besten einer FIAT-Vertragswerkstatt oder einer qualifizierten Werkstatt überlassen werden. Die wahrscheinlichste Ursache einer Störung ist ein defekter Sensor oder ein falsch eingestellter Gaszug. Gaszugsystem – Prüfung und Einstellung
20 Zur Prüfung der Einstellung des Gaszugsystems muss der Motor unbedingt seine normale Betriebstemperatur haben. Dazu den Motor etwa fünfzehn Minuten laufen lassen; in dieser Zeit sollte sich der Kühlerlüfter mehrmals eingeschaltet haben. Danach den Motor abstellen, den Zündschlüssel in Stellung AUS drehen und wie folgt vorgehen. 21 Die Luftfiltereinheit ausbauen.
22 Eine 10-mm-Distanzscheibe (X) zwischen Einstellschraube und Nockenhebel einlegen (zwischen Positionen 1 und 2 in Abb. 13.47) am Drosselklappengehäuse. Dadurch öffnet sich die Drosselklappe um 20°.

9D.22 Gestängestange und Gaszuganschlüsse 23 Die Kontermuttern (C1 und C2) an beiden Gestängeenden lösen. Eine weitere 10-mm-Distanzscheibe (Y) zwischen Zughalterung und Mutter (C1) einlegen. Die Mutter vorsichtig gegen die Distanzscheibe anziehen. Dabei darauf achten, dass sich die Nocke nicht bewegt, und den Zug leicht spannen. 24 Die Distanzscheibe (Y) entfernen und die Mutter (C2) vorsichtig gegen die Halterung anziehen, ohne dass sich die Mutter (C1) bewegt. Die Distanzscheibe (X) entfernen und das Gaspedal loslassen. Prüfen, ob die Drosselklappe bei vollständig durchgetretenem Pedal ganz geöffnet ist. Kraftstoffsystem
Druckentlastung
Warnhinweis: Vor Beginn der Arbeiten den Anfang dieses Abschnitts beachten. 25 Das Kraftstoffsystem muss immer drucklos gemacht werden, wenn Kraftstoffschläuche und/oder Systemkomponenten getrennt oder ausgebaut werden. Dies lässt sich wie folgt einfach erreichen. 26 Die gerändelte Haltemutter lösen und die Abdeckung vom Kraftstoffpumpenrelais abnehmen.
Er befindet sich auf dem linken Federbeindom im Motorraum (Foto).

9D.26 Kraftstoffpumpenrelais (1), Einspritzsteuerrelais (2), Sicherung der Lambda-Sonde (3) und Pumpensicherung (4) mit abgenommener Abdeckung (5)
27 Kraftstoffpumpenrelais vorsichtig herausziehen, dann den Motor starten und laufen lassen, bis er stehen bleibt (Foto). Das Kraftstoffsystem ist nun drucklos. Die Zündung ausschalten, bevor Bauteile ausgebaut oder zerlegt werden.

9D.27 Ausbau des Kraftstoffpumpenrelais 28 Das Kraftstoffpumpenrelais nicht wieder einsetzen und die Zündung nicht einschalten, bevor das System vollständig angeschlossen ist. Wenn der Motor wieder gestartet werden soll, Relais und Abdeckung wieder montieren und den Motor dann auf die übliche Weise starten. Kraftstoffpumpe und Versorgungssystem
Prüfungen
29 Für genaue Prüfungen des Kraftstoffversorgungssystems ist Spezialgerät erforderlich. Solche Prüfungen sollten daher einer FIAT-Vertragswerkstatt oder einem Einspritzspezialisten überlassen werden. Besteht der Verdacht auf eine defekte Kraftstoffpumpe, lässt sich eine einfache Prüfung durchführen: Tankdeckel abnehmen und durch den Einfüllstutzen lauschen, während ein Helfer die Zündung einschaltet. So lässt sich hören, ob die Pumpe im Tank arbeitet. Arbeitet die Pumpe nicht, prüfen, ob die Pumpensicherung intakt ist und ob deren Anschluss (ebenso der des Relais) sauber und fest sitzt.
30 Die Pumpe kann weiter geprüft werden, indem zuerst das Kraftstoffsystem wie im vorhergehenden Unterabschnitt beschrieben drucklos gemacht wird. Anschließend die Kraftstoffzufuhrleitung an der Einspritzeinheit abklemmen und in einen geeigneten Behälter halten. Bei entferntem Kraftstoffpumpenrelais eine geeignete Prüfleitung mit einer 7,5-A-Sicherung (10 A bei Modellen mit Katalysator) in Reihe an die Relaisklemmen 30 und 87 anschließen und prüfen, ob Kraftstoff aus der Zufuhrleitung in den Behälter fließt (Foto). Falls ein geeignetes Manometer zur Verfügung steht, das in die Kraftstoffleitung zwischen dem Kraftstofffilter im Motorraum und der Einspritzeinheit eingesetzt wird, prüfen, ob der Kraftstoffdruck dem Wert entspricht, der zu Beginn dieses Kapitels angegeben ist.

9D.30 T
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Fiat Uno: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.