Zündanlage
1 Die in diesem Abschnitt behandelten Zündsysteme sind alle vollelektronisch und werden je nach Typ einzeln als „kontaktlos“, Microplex und Digiplex 2 bezeichnet. Das Microplex-System wird bei den Motoren 1301 und 1372 cm³ Turbo ie verwendet, das Digiplex 2 beim Motor 1372 cm³ ie und das kontaktlose System bei allen anderen Modellen.
Zündzeitpunkt
(alle späteren Modelle)
2 Die Prüfung des Zündzeitpunkts bei allen in diesem Abschnitt beschriebenen Systemen erfolgt mit einem Stroboskop. Dieses wird gemäß den Herstellerangaben angeschlossen und auf eine der beiden unten angegebenen Positionen gerichtet (Fotos).

10.2A Schwungradmarkierungen (Motor 999 cm³)

10.2B Zündzeitmarken am Schwungrad (1372-cm³-ie-Motor) a) Die Zeitmarken an der Kurbelwellenriemenscheibe und am Steuergehäusedeckel. Der rechte Unterbodenschutz muss abgenommen werden, um diese Marken einsehen zu können (siehe Fotos 7B.27 und 7B.30B in diesem Kapitel). b) Die Zeitmarken am Schwungrad und am Kupplungsgehäuse. Der Gummistopfen muss herausgezogen werden, um Zugang zu diesen Marken zu erhalten. 3 Eine Messung des Schließwinkels ist bei keinem dieser Systeme möglich. 4 Bei der Zündzeitpunktprüfung mit dem Stroboskop muss der Unterdruckschlauch vom Verteiler bzw. vom Ansaugkrümmer zum Modul (je nach Ausführung) abgezogen und verschlossen werden. Der Motor muss Betriebstemperatur haben und mit der vorgeschriebenen Leerlaufdrehzahl laufen. Leerlaufdrehzahl und Zündeinstellungen sind dem entsprechenden Teil der Technischen Daten am Anfang dieses Kapitels zu entnehmen.
Kontaktlose Zündanlage - Beschreibung
5 Bei 903-cm³-Motoren wird der Verteiler von einer Verlängerung der Ölpumpenwelle angetrieben, die über Zahnräder mit der Nockenwelle verbunden ist. 6 Bei 999-, 1108- und 1372-cm³-Motoren wird der Verteiler vom hinteren Ende der Nockenwelle angetrieben. 7 Bei den 1116- und 1299/1301-cm³-Motoren wird der Verteiler von einer Verlängerung der Ölpumpenwelle angetrieben, die über Zahnräder mit der Hilfswelle verbunden ist. 8 Der Verteiler enthält einen Reluktor auf seiner Welle sowie einen Magneten und einen Stator, die an der Grundplatte befestigt sind. 9 Die Zündverstellung erfolgt wie üblich mechanisch über Fliehkraftgewichte und eine Unterdruckdose für die Unterdruckverstellung. 10 Anstelle des herkömmlichen Unterbrechens des Niederspannungskreises mittels mechanischem Unterbrecherkontakt zur Erzeugung der Hochspannung in der Zündspule verhindert bei eingeschalteter elektronischer Zündung das Schalten der Transistoren im Steuergerät (ECU) den Stromfluss in den Primärwicklungen der Zündspule. 11 Sobald sich die Kurbelwelle dreht, bewegt sich der Reluktor durch das vom Stator erzeugte Magnetfeld. Wenn die Reluktorzähne mit den Statorpolen fluchten, entsteht eine kleine Wechselspannung. Das Steuergerät verstärkt diese Spannung und schaltet damit die Transistoren, sodass ein Massepfad für den Primärkreis entsteht. 12 Wenn sich die Reluktorzähne aus den Statorpolen herausbewegen, ändert sich die Wechselspannung. Die Transistoren im Steuergerät schalten erneut und unterbrechen den Massepfad des Primärkreises. Dadurch wird in der Sekundärwicklung eine Hochspannung induziert.
Verteiler (kontaktlose Ausführung) - Aus- und Einbau
13 Der Ausbau des Verteilers bei den Motoren 903, 1116, 1299 und 1301 cm³ erfolgt wie in Kapitel 4, Abschnitt 6 beschrieben. 14 Bei den Motoren 999, 1108 und 1372 cm³ die Lage der Verteilerklemmplatte zur Zylinderkopfoberfläche markieren. 15 Verteilerkappe ausclipsen und zur Seite legen, die Hochspannungskabel bleiben angeschlossen.
16 Den Niederspannungs-Steckverbinder (Primärleitung) und gegebenenfalls den Unterdruckschlauch abziehen (Foto).

10.16 Verteiler-Anschlussstecker für den Niederspannungskreis 17 Die Befestigungsmuttern des Verteilers lösen und das Gerät herausziehen. 18 Der Verteilerantrieb erfolgt über einen versetzten Mitnehmer, für den Einbau ist kein besonderes Verfahren erforderlich. Wenn der Mitnehmer in seine Nut greift und der Verteilerkörper so gedreht wird, dass die vor dem Ausbau angebrachten Markierungen fluchten, ist die Zündung automatisch richtig eingestellt. 19 Wird ein neuer Verteiler eingebaut (Gehäuse unmarkiert), Kolben Nr. 4 auf OT (0°) stellen, indem die Kurbelwellenriemenscheiben-Schraube gedreht wird, bis die Zeitmarken an der Kurbelwellenriemenscheibe und am Motorstirndeckel fluchten. 20 Den Mitnehmer ausrichten und den Verteiler einsetzen. Anschließend den Verteilerkörper so drehen, dass das Kontaktende des Läufers auf den Pfeil am Verteilerstaubschutz zeigt. 21 Die Klemmmuttern des Verteilers anziehen. Verteilerkappe und abgeklemmte Bauteile wieder anbauen und anschließend den Zündzeitpunkt mit dem Stroboskop prüfen.
Verteiler (kontaktlose Ausführung) - Überholung
22 Ein verschlissener oder defekter Verteiler sollte ersetzt werden. Einzelteile wie Verteilerkappe, Läufer, Reluktor, Magnet-/Stator-/Grundplatten-Einheit, Unterdruckdose sowie Antriebsrad bzw. Mitnehmer sind jedoch einzeln erhältlich.
Kontaktlose Zündanlage - Prüfung der Bauteile
23 Für diese Arbeiten werden ein Voltmeter und ein Ohmmeter benötigt.
Primärkreisspannung
24 Die Zündung einschalten und mit einem Voltmeter die Spannung an den Niederspannungsklemmen der Zündspule messen. Jede Abweichung von der Batteriespannung zeigt eine fehlerhafte Verbindung an. Sind die Verbindungen in Ordnung, ist die Zündspule defekt.
Wicklung des Magnetimpulsgebers
25 Verteiler und Steuergerät ausbauen und deren Anschlussleitungen abklemmen. 26 Ein Ohmmeter an die Anschlüsse des Impulsgebers anschließen und den Messwert notieren. Der Widerstand muss den Angaben in den Technischen Daten am Anfang dieses Kapitels entsprechen. 27 Anschließend den Widerstand zwischen einem Anschluss des Impulsgebers und dem Metallgehäuse des Verteilers prüfen. Das Ohmmeter muss Unendlich (OL) anzeigen. Ist dies nicht der Fall, die Trägerplatte des Impulsgebers erneuern. Hinweis: Bei dieser Prüfung müssen die Anschlüsse unbedingt wieder genauso angeschlossen werden, wie sie vorher waren. Außerdem ist sicherzustellen, dass sich das Versorgungskabel (rot) des Steuergeräts und das Massekabel im Betrieb nicht berühren können.
Wicklungswiderstand der Zündspule
28 Mit einem Ohmmeter den Widerstand zwischen den Niederspannungsklemmen der Zündspule prüfen. Den erwarteten Spulenwiderstand entnehmen Sie den Technischen Daten. 29 Den Widerstand zwischen der Niederspannungsbuchse der Zündspule und jeder Niederspannungsklemme prüfen. Den erwarteten Spulenwiderstand entnehmen Sie den Technischen Daten. 30 Der Läuferwiderstand sollte etwa 5000 Ohm betragen.
Microplex-Zündanlage - Beschreibung
31 Dieses System ist bei den Turbo-ie-Modellen mit 1301 und 1372 cm³ verbaut und besteht aus folgenden Bauteilen.
Elektromagnetische Sensoren
32 Zwei Sensoren erfassen Motordrehzahl und OT-Position direkt an der Kurbelwelle.
Druck- und Unterdrucksensor
33 Dieser Sensor wandelt den Unterdruck im Ansaugkrümmer in ein elektrisches Signal um, das vom Steuergerät (ECU) verarbeitet wird.
Klopfsensor
34 Dieser wandelt das Klopfen (Klingeln), das in den Brennräumen auftritt, in ein elektrisches Signal für das Steuergerät um (Foto).

10.34 Klopfsensor

10.35 Zündsteuergerät an der hinteren Spritzwand (1301 cm³ Turbo ie Motor) Elektronisches Steuergerät (ECU) 35 Es berechnet aus den empfangenen Sensorsignalen den optimalen Zündwinkel und steuert die Zündeinheit (Foto).
Zündeinheit
36 Sie besteht aus vier Bauteilen (Foto).

10.36 Zündspule (1) und Leistungsmodul (2) am 1301 cm³ Turbo ie Motor a) Leistungsmodul – empfängt den Zündzeitpunkt-Befehl und steuert den Schließwinkel des Primärstroms und die in der Spule gespeicherte Energie. b) Kühlkörperplatte – führt die Wärme ab, die durch den hohen Stromfluss entsteht. c) Zündspule mit niedrigem Primärwiderstand. d) Verteiler – verteilt die Hochspannung auf die Zündkerzen. Der Verteilerläufer wird über einen Mitnehmer am Ende der Nockenwelle entgegen dem Uhrzeigersinn angetrieben (von der Getriebeseite gesehen). 37 Das System enthält einen Sicherheitsdruckschalter, der die Zündung abschaltet, wenn der Ladedruck einen Wert zwischen 0,84 und 0,93 bar (12,2 und 13,5 lbf/in²) über dem Atmosphärendruck überschreitet.
Verteiler (Microplex) – Aus- und Einbau
38 Den Verteilerdeckel mit den daran angeschlossenen Zündkabeln abnehmen und beiseitelegen (Foto).

10.38 Verteilerkappe abnehmen
39 Die Kurbelwelle über die Riemenscheiben-Mutter drehen oder ein vorderes Rad bei eingelegtem höchstem Gang anheben und drehen, bis sich Kolben Nr. 4 im Arbeitstakt befindet. Dies ist erreicht, wenn das Kontaktende des Verteilerläufers mit der Markierung am Rand des Verteilergehäuses fluchtet und die Nase an der Kurbelwellenriemenscheibe mit dem Zeiger am Motor übereinstimmt. Zum Erkennen der Markierungen muss die rechte Unterbodenabdeckung entfernt werden (Foto).

10.39 Markierungen an der Kurbelwellenriemenscheibe (mit Pfeilen markiert) 40 Die Befestigungsmuttern des Verteilers lösen und den Verteiler herausziehen.
41 Beim Einbau des Verteilers positioniert der versetzte Antriebsnocken den Verteilerläufer automatisch in der richtigen Stellung. Eventuell muss das Verteilergehäuse gedreht werden, damit die Markierung am Rand mit dem Läufer fluchtet. Die Langlöcher für die Befestigungsschrauben dienen nur der ersten Ausrichtung und nicht einer späteren Einstellung, da Änderungen des Zündwinkels vom Steuergerät des Systems automatisch vorgenommen werden (Fotos).

10.41A Verteilergehäuse mit länglichen Schlitzen in den Befestigungslaschen

10.41B Mitnehmer des Verteilers 42 Die Muttern festziehen und die Kappe mit den Zündkabeln wieder aufsetzen. 43 Sofern kein Stroboskop und kein Unterdruckmessgerät zur Verfügung stehen, lassen sich die Zündzeitpunkte bei laufendem Motor nicht prüfen. Falls diese Geräte vorhanden sind, das Unterdruckmessgerät an den Ansaugkrümmer und das Stroboskop gemäß der Anleitung des Geräteherstellers anschließen. Den angezeigten Unterdruck im Ansaugkrümmer mit Abb. 13.79 abgleichen. Microplex-Zündsystemkomponenten – Prüfung
44 Für diese Prüfungen werden ein Ohmmeter und ein Voltmeter benötigt. 45 Den Mehrfachstecker vom Steuergerät abziehen. Drehzahlsensor
46 Die Messspitzen eines Ohmmeters an die Klemmen 3 und 16 des Mehrfachsteckers anlegen; es sollten 618 bis 748 Ohm (1301 cm³) bzw. 578 bis 782 Ohm (1372 cm³) angezeigt werden. 47 Falls erforderlich, den Abstand zwischen Sensor und Schwungradzähnen gemäß Kapitel 4, Abschnitt 10 prüfen. OT-Geber
48 Die Messspitzen des Ohmmeters an die Klemmen 1 und 2 des Mehrfachsteckers anlegen; es sollten 618 bis 748 Ohm (1301 cm³) bzw. 578 bis 782 Ohm (1372 cm³) angezeigt werden. 49 Falls erforderlich, den Abstand zwischen Sensor und Kurbelwellenriemenscheibe gemäß Kapitel 4, Abschnitt 10 prüfen. Steuergerät-Versorgung
50 Die Zündung einschalten und die Messspitzen eines Voltmeters an die Klemmen 13 und 11 des Mehrfachsteckers anlegen. Es sollte Batteriespannung angezeigt werden. Ist dies nicht der Fall, Batteriemasse, Zündschalter bzw. Zwischenstecker auf festen Sitz prüfen. Versorgung Leistungsmodul (1301 cm³) 51 Den Mehrfachstecker vom Leistungsmodul abziehen und die Messspitzen eines Voltmeters an Klemme 4 des Steckers und an Masse anlegen. Liegt der Messwert unter der Batteriespannung, alle Verbindungen zwischen Zündschalter und Klemme + 15 der Zündspule auf festen Sitz prüfen. 52 Den Mehrfachstecker am Steuergerät wieder anschließen, den Stecker am Leistungsmodul jedoch getrennt lassen, und dann die Zündung einschalten. 53 Das Voltmeter an die Klemmen 4 und 2 des Mehrfachsteckers am Leistungsmodul anschließen. Liegt die angezeigte Spannung unter der Batteriespannung, alle Verbindungen zwischen Zündschalter und Klemme + 15 der Zündspule sowie die Batteriemasse prüfen. Sind alle in Ordnung, die Durchgängigkeit zwischen den Klemmen 11 und 12 prüfen. Ist keine Durchgängigkeit vorhanden, das Steuergerät erneuern. Leistungsmodul (1372 cm³)
54 Vorgehen wie in Absatz 53 beschrieben. Klopfsensor
55 Treten Klopfgeräusche auf oder wird Leistungsverlust festgestellt, den Sensor durch Austausch gegen einen neuen Sensor prüfen. Zündspule
56 Vor der Prüfung die Leitungen an den Klemmen 1 und 15 der Spule abziehen. 57 Mit dem Ohmmeter den Widerstand der Primärwicklung prüfen. Er sollte bei einer Umgebungstemperatur von 20 °C (68 °F) zwischen 0,31 und 0,37 Ohm (1301 cm³) bzw. 0,40 bis 0,49 Ohm (1372 cm³) liegen. 58 Der Widerstand der Sekundärwicklung sollte bei einer Umgebungstemperatur von 20 °C (68 °F) zwischen 3330 und 4070 Ohm (1301 cm³) bzw. 4320 bis 5280 Ohm (1372 cm³) liegen. Verteiler
59 Den Widerstand des Verteilerläufers prüfen; er sollte zwischen 800 und 1200 Ohm liegen. 60 Wenn alle vorstehenden Prüfungen in Ordnung waren, muss der Fehler im Leistungsmodul oder im Steuergerät liegen. Diese Bauteile lassen sich nur durch Austausch gegen ein neues Teil prüfen – zuerst das Leistungsmodul, dann das Steuergerät. Sicherheitsdruckschalter
61 Der Schalter schützt den Motor vor zu hohem Ladedruck, indem er die Zündung abschaltet, weil er das Microplex-Steuergerät gegen Masse legt. Eine Prüfung ist nur mit einer speziellen Druckpumpe möglich. Der einfachste Weg, einen vermuteten Fehler zu prüfen, ist daher der Austausch gegen ein neues Teil. Digiplex-2-Zündsystem – Beschreibung
62 Dieses System arbeitet ähnlich wie das früher in Kapitel 4 beschriebene System, der Schaltungsaufbau ist jedoch an das Mono-Jetronic-Kraftstoffeinspritzsystem angepasst. Im Betrieb besteht der Hauptunterschied darin, dass das Digiplex-2-System über mehr Zündzeitpunkt-Stützpunkte verfügt als das frühere System. Ein Vergleich von Abb. 13.82 mit Abb. 4.2 zeigt den Unterschied im Aufbau. Der Verteiler sitzt am hinteren Ende des Zylinderkopfs und wird von der Nockenwelle angetrieben. 63 Bei Arbeiten am Digiplex-2-Zündsystem oder an zugehörigen Bauteilen sind die in Abschnitt 9 von Kapitel 4 aufgeführten Warnhinweise unbedingt zu beachten. 64 Wie beim früheren System sind Prüfverfahren am Digiplex-2-System aufgrund des erforderlichen Spezialprüfgeräts eingeschränkt. Die folgenden Prüfungen sind jedoch mit einem handelsüblichen Messgerät möglich.
Prüfung der Zündspule
65 Zum Prüfen des Widerstands der Primärwicklung der Zündspule die Messspitzen eines Ohmmeters zwischen den Pluspol und den Minuspol anschließen, wie in Abb. 13.83 dargestellt. Prüfen, ob der Widerstandswert bei 18 bis 28 °C 0,45 Ohm ± 10 % beträgt (Foto).

10.65 Zündspule und Anschlüsse am 1372-ccm-ie-Motor 66 Zum Prüfen des Widerstands der Sekundärwicklung der Zündspule die Messspitzen eines Ohmmeters zwischen den Pluspol und den Zündkabelanschluss anschließen, wie in Abb. 13.84 dargestellt. Prüfen, ob der Widerstandswert bei 18 bis 28 °C (64 bis 82 °F) 4800 Ohm ± 10 % beträgt. Zündzeitpunkt prüfen
67 Siehe Absatz 2 in diesem Abschnitt.
Prüfung von Drehzahl- und OT-Geber
68 Zum Prüfen des Widerstands zwischen Sensor und Steuergerät den Kabelstecker abziehen (Foto). Die Messspitzen eines Ohmmeters an die Steckeranschlüsse anlegen und prüfen, ob der Widerstandswert bei 20 °C (68 °F) zwischen 600 und 760 Ohm liegt. Weicht der Messwert von den Vorgaben ab, muss der Sensor ersetzt werden.

10.68 Lage des Steuergeräts am 1372-ccm-ie-Motor 69 Der Abstand zwischen dem Sensor und den Zähnen auf der Rückseite des Schwungrads muss zwischen 0,2 und 0,8 mm liegen. Jede Abweichung außerhalb dieses Spiels deutet auf eine mechanische Beschädigung des Sensors hin und macht dessen Austausch erforderlich. Der Sensor wird bei der Herstellung exakt positioniert und mit manipulationssicheren Schrauben befestigt; er muss bei Wartungsarbeiten nicht eingestellt werden. Falls der Sensor ersetzt werden muss, wird ein spezielles Lehrenwerkzeug benötigt. Diese Arbeit sollte daher am besten von einem FIAT-Händler ausgeführt werden.
Verteiler (Digiplex Z) – Aus- und Einbau
70 Vorgehen gemäß den Absätzen 14 bis 21. Beim Einbau des Verteilers sicherstellen, dass sich der Motor noch in der OT-Stellung befindet. Den Verteilerläufer so auf die Welle setzen, dass seine Nase in den Schlitz am oberen Ende der Antriebswelle greift. Den Läufer am Schlitz (Referenzmarkierung) am Rand des Verteilergehäuses ausrichten, wie in Abb. 13.85 dargestellt, dann den Verteiler einsetzen und mit den Befestigungsmuttern sichern (Foto). Wie bereits erwähnt, erfolgt die Feineinstellung der Zündung automatisch über das Steuergerät.

10.70 Zündverteiler und Anschlüsse der Zündkabel am 1372-ccm-ie-Motor Zündkerzen und Zündkabel – allgemein
71 Bei allen Modellen sind jetzt Zündkerzen mit Kupferkern eingebaut. Die empfohlenen Typen sind im Abschnitt Technische Daten dieses Nachtrags angegeben.
72 Die Zündkabel-Zündfolge am Verteilerdeckel der Motoren mit 999 und 1108 ccm ist in Abb. 13.86 dargestellt. Die des 1301-ccm-Turbo-ie-Motors ist wie abgebildet (Foto).

10.72 Zündkabel-Zündfolge am 1301-ccm-Turbo-ie-Motor

Abb. 13.70 Zündanlage ohne Unterbrecherkontakt – Motoren mit 999 und 1108 ccm (Abschn. 10)
1 Batterie
2 Zündschalter
3 Zündspule
4 HT-Leitung Zündspule
5 Verteiler
6 Steuergerät
7 LT-Leitungen
8 Unterdruckdose Zündverstellung
9 HT-Leitungen Zündkerzen
10 Zündkerzen
11 Unterdruckschlauch

Abb. 13.71 Lage der elektronischen Zündkomponenten bei frühen Modellen mit kontaktloser Zündung (Abschn. 10)
1 Steuergerät
2 Zündspule
3 Verteiler
4 Unterdruckdose Zündverstellung
5 Aufnehmerfilter mit kalibrierter Öffnung für Atmosphärendruck

Abb. 13.72 Verteilerläufer ausgerichtet mit dem Pfeil am Staubschutz des Verteilers – Motoren mit 999 und 1108 ccm (Abschn. 10)

Abb. 13.75 Komponenten der Microplex-Zündanlage am 1301-ccm-Turbo-ie-Motor (Abschn. 10)
1 Steuergerät
2 Sicherheits-Druckschalter 3 Zündeinheit und Spule 4 Verteiler
5 Klopfsensor
S1 OT-Geber
S2 Drehzahlgeber

Abb. 13.76 Komponenten der Microplex-Zündanlage am 1372-ccm-Turbo-ie-Motor (Abschn. 10)

Abb. 13.73 Schaltplan der Microplex-Zündanlage am 1301-ccm-Turbo-ie-Motor (Abschn. 10)
1 Steuergerät
2 Sicherheits-Druckschalter 3 Zündeinheit mit Spule 4 Verteiler
5 Klopfsensor
6 Unter-/Überdruckabnahme im Ansaugkrümmer 7 Anschluss für Diagnosegerät 8 Drehzahlmesser
9 Zündkerzen
10 Schalter nach Masse (zur Verzögerung der Frühzündungskennlinie bei Bedarf) 11 Kontrollleuchte Turboladerbetrieb 12 Wegfahrsperrenrelais (falls vorhanden) 13 Verdeckter Wegfahrsperrenschalter (falls vorhanden)

Abb. 13.74 Schaltplan der Microplex-Zündanlage am 1372-ccm-Turbo-ie-Motor (Abschn. 10)
1 Steuergerät
2 Leitung (Druck/Unterdruck im Ansaugkrümmer zum Steuergerät) 3 Zündkerze
4 Verteiler
5 Zündspule (mit Steuergerät) 6 Drehzahlmesser
7 Zündschalter
8 Steckverbinder
9 OT-Geber
10 Motordrehzahl
11 Klopfsensor
12 Luftdruck-Sicherheitsschalter 13 Geschwindigkeitssignal für elektronische Einspritzung 14 Steckverbinder
15 Diagnosebuchse
a Kurbelwellenriemenscheibe
b Schwungrad

Abb. 13.77 Markierung an der Kurbelwellenriemenscheibe mit Zeiger ausgerichtet – Microplex-Zündanlage (Abschn. 10)
1 OT-Geber

Abb. 13.78 Verteilerläufer ausgerichtet mit der Markierung am Rand des Verteilergehäuses – Microplex-Zündanlage (Abschn. 10)

Abb. 13.79 Zündverstellkennlinien – Microplex-Zündanlage am 1301-ccm-Turbo-ie (Abschn. 10)

Abb. 13.80 Mehrpoliger Steckverbinder des Microplex-Zündsteuergeräts (Abschn. 10)
Farbcode siehe Hauptschaltpläne

Abb. 13.81 Anschluss des Microplex-Zündsteuergeräts (Abschn. 10)
Farbcode siehe Hauptschaltpläne

Abb. 13.82 Stromkreise und Komponenten der Digiplex-2-Zündanlage (Abschn. 10)

Abb. 13.83 Messanschlüsse zur Prüfung der Primärwicklung der Zündspule – Digiplex-2-Zündanlage (Abschn. 10)

Abb. 13.84 Messanschlüsse zur Prüfung der Sekundärwicklung der Zündspule – Digiplex-2-Zündanlage (Abschn. 10)

Abb. 13.85 Der Verteilerläufer muss beim Einbau des Verteilers mit dem Schlitz (1) im Verteilergehäuse fluchten – Digiplex-2-Zündanlage (Abschn. 10)

Abb. 13.86 Zündkabelanschlüsse am Verteilerdeckel der Motoren mit 999 und 1108 ccm (Abschn. 10)
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