Allgemeine Beschreibung
Die Fußbremse wirkt auf alle vier Räder.
Bei Modellen mit 2.0-Liter-GTE sind vorne und hinten Scheibenbremsen verbaut, bei allen anderen Modellen vorne Scheibenbremsen und hinten selbstnachstellende Trommelbremsen. Bei allen Modellen erfolgt die Betätigung hydraulisch mit Bremskraftverstärkung.
Die Hydraulik ist in zwei Kreise unterteilt, wobei jeder Kreis je ein Vorderrad und das diagonal gegenüberliegende Hinterrad betätigt. Bei einem Defekt (Bruch) im hydraulischen System eines Kreises bleibt der andere Kreis funktionsfähig, sodass noch eine gewisse Bremswirkung vorhanden ist. In diesem Fall vergrößert sich der Pedalweg, und es ist ein höherer Kraftaufwand erforderlich.
Die hydraulische Versorgung der Hinterradbremsen wird so geregelt, dass bei starkem Bremsen stets zuerst die Vorderradbremsen blockieren. Bei Schrägheck-Modellen erfolgt die Regelung durch druckabhängige Ventile, die in den Hauptbremszylinder eingeschraubt sind. Bei Kombi- und Kastenwagen-Modellen ist das Ventil lastabhängig und befindet sich in der Nähe der Hinterachse, wo es durch deren Bewegung gesteuert wird.
Der Bremskraftverstärker ist ein direkt wirkender Verstärker, der zwischen Pedal und Hauptbremszylinder eingebaut ist. Er wird durch Unterdruck aus dem Saugrohr betrieben. Fällt der Bremskraftverstärker aus, funktionieren die Bremsen weiterhin, jedoch ist ein höherer Pedalkraftaufwand erforderlich.
Die Handbremse ermöglicht eine unabhängige mechanische Betätigung der Hinterradbremsen.
Bei 2,0-Liter-GTE-Modellen betätigt die Handbremse einen Satz Bremsbacken. Die Bremsbacken wirken auf die Bremstrommel, die in die hintere Scheibe integriert ist. Bei allen anderen Modellen erfolgt die Betätigung der Bremsbacken über die Handbremse mechanisch.
Je nach Absatzland und Ausstattung können Warnleuchten für zu niedrigen Bremsflüssigkeitsstand, angezogene Handbremse und Bremsbelagverschleiß vorhanden sein. Manchmal hat eine Warnleuchte eine Doppelfunktion. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Fahrzeughandbuch.
Hinweis: Bei allen Arbeiten am System ist sorgfältig und methodisch vorzugehen. Beim Überholen von Teilen der Hydraulikanlage ist außerdem peinlichste Sauberkeit einzuhalten. Im Zweifel über den Zustand eines Bauteils immer erneuern (bei Achssätzen gegebenenfalls komplett), und nur Original-Vauxhall/Opel-Ersatzteile oder zumindest Teile bekannt guter Qualität verwenden. Die Warnungen unter „Sicherheit zuerst“ und an den relevanten Stellen dieses Kapitels zu den Gefahren von Asbeststaub und Hydraulikflüssigkeit beachten.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Opel Corsa: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.