Störungen und Eigendiagnose
Das Steuergerät der Einspritzanlage kann genau 30 Arten von Störungen erkennen und im Fehlerspeicher ablegen, die in der elektronischen Zünd- und Einspritzanlage auftreten. Dabei wird erfasst, ob die Störung dauerhaft oder sporadisch (nur zeitweise auftretend) ist. Einträge zu sporadisch auftretenden Störungen werden nach 50 Motorstarts gelöscht, sofern die sporadische Störung nicht erneut auftritt.
Die Daten des Fehlerspeichers werden in Werkstätten mit dem Diagnosegerät V. A. G 1551 ausgelesen (siehe Abschnitt Regelmäßige Wartung). Zu Hause kann der Fehlerspeicher nicht abgefragt werden. Bei einem vermuteten Defekt der Zünd- oder Einspritzanlage sollten Sie daher eine Werkstatt zum Auslesen des Fehlerspeichers aufsuchen. Zusätzlich können Sie unsere Fehlerliste am Ende des Kapitels verwenden, die zahlreiche mögliche Störungen auflistet, die über die Eigendiagnose hinausgehen. Der Fehlerspeicher muss nach der Reparatur in der Werkstatt gelöscht werden.
Hinweis: Das Steuergerät der MPFI-Einspritzanlage (2,6-Liter-Motor) bleibt noch bis zu anderthalb Stunden nach dem Ausschalten der Zündung aktiv. Das bedeutet, dass ein in dieser Zeit auftretender Fehler der Einspritzanlage ebenfalls im Fehlerspeicher registriert wird. Auch ein abgezogener Stecker (z. B. bei der Prüfung des Sensors) wird als Fehler erkannt.
Dennoch bedeutet das oben Gesagte nicht, dass Sie jedes Mal anderthalb Stunden warten müssen, bevor Sie mit der Reparatur beginnen. Denn eine solche Unterbrechung wird als Störung nur einmal registriert und fällt daher in die Kategorie der sporadischen (zeitweise auftretenden) Störungen, deren Einträge bekanntlich wieder gelöscht werden.
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