Funktionsweise – Zusammenwirken der Bauteile
Startphase: Der Unterdruck, der von den Ansaugkolben des Motors erzeugt wird, hebt die Sperrklappe im Luftmengenmesser an. Dadurch gibt der Verteilerkolben den Kraftstoffzufluss zu den Einspritzventilen frei. Während der Startermotor läuft, spritzt das Kaltstartventil zusätzlich Kraftstoff in den Ansaugtrakt ein – solange der Motor noch kalt ist. Nur in diesem Fall lässt das Steuergerät eine solche Zusatzeinspritzung zu. Die maximale Einspritzdauer ist ebenfalls temperaturabhängig.
Warmlaufphase: Damit der Motor in den ersten Minuten nach dem Start gleichmäßig läuft, öffnet das Leerlaufstabilisierungs-Steuerventil einen Kanal, über den die Ansaugluft am Drosselklappenstutzen vorbei strömen kann.
Zusätzlich lässt der Druckregler mehr Kraftstoff über die Einspritzventile strömen. Die erhöhte Luft- und Kraftstoffzufuhr ermöglicht eine erhöhte Drehzahl in der Warmlaufphase bei angereichertem Gemisch.
Mit steigender Motortemperatur verschließt das Steuerventil den Luftzutritt zunehmend. Parallel dazu normalisiert sich die Kraftstoffzufuhr, der Druckregler verringert die eingespritzte Kraftstoffmenge.
Leerlauf: Um eine gleichmäßige Motordrehzahl im Leerlauf und eine weiche Reaktion im unteren Drehzahlbereich zu erreichen, strömt um jedes Einspritzventil Luft in den Brennraum. Dies führt zu einer feineren Zerstäubung des Kraftstoffs. Die Luft gelangt über den Verbindungsstutzen im Zylinderkopf und einen speziellen Luftkanal zu den Einspritzventilen. Das Leerlaufstabilisierungs-Steuerventil lässt mehr Ansaugluft am Drosselklappenstutzen vorbei, wenn die Drehzahl unter den Sollwert fällt.
Normalbetrieb und Beschleunigung des Fahrzeugs erfordern keine besonderen Einrichtungen. Die Klappe im Luftmengenmesser hebt sich bzw. senkt sich je nach zugeführter Luftmenge. Entsprechend ändert sich die Kraftstoffzufuhr zu den Einspritzventilen: viel Luft – viel Kraftstoff, wenig Luft – wenig Kraftstoff. So stellt sich ganz automatisch stets das richtige, für die Verbrennung günstigste Verhältnis ein.
Volllast: Der Drosselklappen-Winkelsensor signalisiert dem Steuergerät bei voll durchgetretenem Fahrpedal, dass der Motor maximale Leistung abgeben soll. Damit erhält der Druckregler den Befehl, den Einspritzventilen etwas mehr Kraftstoff als üblich zuzuführen.
Schubabschaltung: Die Schubabschaltung unterbricht die Kraftstoffzufuhr, wenn das Fahrzeug bergab fährt und das Fahrpedal nicht betätigt wird.
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